Nachtruhe

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Die Nachtruhe ist in Deutschland ein Begriff des Schallimmissionsschutzes. Der Rechtsbegriff der Nachtruhe ist in einigen Landes-Immissionsschutzgesetzen geregelt. Während der Nachtruhe sind Betätigungen verboten, welche die Nachtruhe zu stören geeignet sind. Die Nachtruhe dauert in Deutschland im Allgemeinen von 22 Uhr bis 6 Uhr.[1]

Ausnahmen von der Nachtruhe, z. B. für Industriebetriebe, werden durch das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) geregelt. So ist in vielen Fällen die Sechste Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm) in der gültigen Fassung anzuwenden.

Auch in der europäischen Richtlinie zum Umgebungslärm wird der Nachtzeitraum 22 Uhr bis 6 Uhr verwendet. Aus der Bayerischen Biergartenverordnung ergibt sich eine abweichende Nachtzeit 23 Uhr bis 7 Uhr.[2][3]

In der Schweiz ist die Nachtruhe auf kantonaler oder auf Gemeindeebene geregelt. Sie gilt von 22 Uhr bis 6 oder 7 Uhr. Während der Sommerzeit gilt sie von 23 Uhr bis 6 oder 7 Uhr.[4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siehe z. B. § 9 Abs. 1 LImschG Nordrhein-Westfalen.
  2. Rechtsgrundlagen zum Thema Lärmschutz in Bayern.
  3. Bayerische Biergartenverordnung von 1999.
  4. Jürg Keim: Nachbarschaft Wer will Krach? Lärm wird nicht von allen gleich wahrgenommen: Was gilt, wenn der Nachbar sich gestört fühlt? Die Einhaltung einiger Regeln hilft, Zwiste unter den Hausbewohnern zu vermeiden. In: Beobachter. Abgerufen am 3. Juli 2014.
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