Nachwuchsleistungszentrum

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Ein Nachwuchsleistungszentrum, auch kurz NLZ oder DFB-Leistungszentrum genannt, ist auf der zweiten Förderstufe der DFB-Talentförderung eine sportliche Anlaufstation für die regionalen Spitzentalente des Fußballs. In den Nachwuchsleistungszentren sollen Talente und Perspektivspieler systematisch in einem hochprofessionellen Umfeld auf den Lizenzfußball vorbereitet und gefördert werden.[1]

Einführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des Talentförderprogramms startete der DFB in der Saison 2002/2003 mit dem Projekt Nachwuchsförderung. Im November 2021 gab es 56 Nachwuchsleistungszentren, verteilt in ganz Deutschland.

Voraussetzungen/Richtlinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga sind per Lizenzierungsstatus zum Aufbau eines NLZ verpflichtet. Vereine unterhalb der beiden höchsten Spielklassen haben ebenso die Möglichkeit, ein NLZ aufzubauen. Aktuell (März 2021) führen neben den 36 verpflichteten Lizenzvereinen elf Vereine aus der 3. Liga, acht Vereine aus den Regionalligen und zwei Vereine aus der Oberliga ein anerkanntes NLZ.

Zertifizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutschen Leistungszentren werden von drei Instanzen zertifiziert. Neben DFB und DFL ist seit der Saison 2007/08 auch die belgische Agentur Double PASS an der Zertifizierung beteiligt. Die Bewertung erfolgt über die Vergabe von maximal drei Qualitätssternen.[2]

Es werden folgende acht Kriterien bei der Zertifizierung berücksichtigt:

  • Strategie und Finanzen
  • Organisation und Verfahren
  • Fußball-Ausbildung und Bewertung
  • Unterstützung und Bildung
  • Personal
  • Kommunikation und Kooperation
  • Infrastruktur und Ausstattung
  • Effektivität und Durchlässigkeit

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erklärung auf www.dfb.de, abgerufen am 14. April 2020.
  2. Talentförderung - So funktioniert die Zertifizierung von Leistungszentren (Memento vom 7. April 2018 im Internet Archive), www.dfb.de.