Nadeschda Alexandrowna Talanowa

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Nadeschda Talanowa Biathlon
Voller Name Nadeschda Alexandrowna Talanowa
russisch Наде́жда Алекса́ндровна Тала́нова
Verband SowjetunionSowjetunion Sowjetunion
RusslandRussland Russland
Geburtstag 17. April 1967 (51 Jahre)
Geburtsort Kisner, Udmurtische ASSR, Sowjetunion
Karriere
Trainer Michail Owtschinnikow
Debüt im Weltcup 1993
Weltcupsiege 1 (5 Staffel/Team)
Status zurückgetreten
Karriereende 1999
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 0 × Gold 3 × Silber 2 × Bronze
Sommerbiathlon-WM 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Europameisterschaften 3 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Gold0 1994 Lillehammer Staffel
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
0Silber0 1993 Borowez Sprint
0Bronze0 1993 Borowez Staffel
0Silber0 1997 Osrblie Mannschaft
0Bronze0 1997 Osrblie Staffel
0Silber0 1999 Kontiolahti Staffel
IBU Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften
0Gold0 1998 Osrblie Sprint
IBU Biathlon-Europameisterschaften
0Gold0 1998 Minsk Einzel
0Gold0 1998 Minsk Sprint
0Gold0 1998 Minsk Verfolgung
0Silber0 1998 Minsk Staffel
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 5. (1993/1994)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Einzel 0 1 0
Sprint 1 1 3
Staffel 4 3 3
Team 1 1 0
 

Nadeschda Alexandrowna Talanowa (russisch Наде́жда Алекса́ндровна Тала́нова; * 17. April 1967 in Kisner, Udmurtische ASSR, Sowjetunion) ist eine frühere russische Biathletin und Olympiasiegerin.

Nadeschda Talanowa begann 1985 mit dem Biathlonsport, trainiert wurde sie von Michail Owtschinnikow. Im Weltcup debütierte sie 1993 beim Einzel in Ridnaun mit einem elften Rang.[1] Das erste Top-Ten-Resultat erzielte sie ebenfalls bei einem Einzel, als sie in Pokljuka in der Folgesaison Sechste wurde. Bei der nächsten Weltcup-Station erreichte sie in Ruhpolding als Dritte beim Sprint ihren ersten Podiumsplatz. Ihr einziger Sieg gelang ihr im Sprint wenige Wochen später in Canmore. Ihr bestes Ergebnis im Gesamtweltcup erreichte sie ebenfalls in der Saison 1993/1994 mit dem fünften Platz. Sie startete bis zu ihrem Karriereende 1999 durchgehend im Weltcup und lief noch häufig in die Top-Ten, allerdings ohne weiteren Sieg in einem Einzelrennen. Im Team und mit der russischen Staffel gelangen ihr insgesamt fünf Weltcup-Siege, darunter auch ihr wertvollster bei den Olympischen Spielen 1994 in Lillehammer beim Staffelrennen. Als Startläuferin verwies sie zusammen mit Natalja Snytina, Luisa Noskowa und Anfissa Reszowa die deutsche und die französische Staffel auf die Plätze – in jenem denkwürdigen Rennen, bei dem Simone Greiner-Petter-Memm weit in Führung liegend insgesamt sechs Strafrunden laufen musste und so der russischen Staffel zum Olympiasieg verhalf.[2] Im Einzel mit Platz 16 und im Sprint mit Platz 19 gelangen ihr ebenfalls respektable Ergebnisse. Zur Einzelmedaille, aber nicht zum Sieg, reichte es mit Silber bei den Weltmeisterschaften 1993 in Borowez, mit der Staffel in der Besetzung Panjutina, Talanowa, Simuschina und Belowa wurde sie Dritte. In Osrblie 1997 im Quartett Melnik, Kuklewa, Talanowa und Romasko wiederholte sie diesen Erfolg, eine Silbermedaille gewann sie im Team, allerdings mit Anna Wolkowa anstelle von Galina Kuklewa. Nochmals Silber mit der Staffel 1999 (Talanowa, Kuklewa, Romasko, Achatowa) in ihrem letzten Jahr als Aktive zeigte ihre Beständigkeit. In Valcartier beendete sie 1999 ihre Weltcupkarriere mit dem 26. Rang im Gesamtweltcup. Auch im Sommerbiathlon war Talanowa erfolgreich, 1998 war sie Weltmeisterin im Sprint, im Verfolger kam sie auf Rang vier ein.[3][4] Im selben Jahr gelang ihr bei den Europameisterschaften der Dreifacherfolg in den Einzelbewerben Sprint, Verfolgung und Einzel, dazu ein zweiter Platz mit der Staffel. Sie ist bis dato (2010) die einzige Biathletin, die alle drei Einzeltitel bei Europameisterschaften im selben Jahr gewann.[5] Neben und nach dem Biathlon trat Talanowa bei Triathlon-Wettbewerben und in lokalen Mountainbike-Rennen an. Sie lebt in Smolensk, dort ist sie politisch aktiv, so war sie Kandidatin bei der Wahl der Abgeordneten zur Duma in der Oblast Smolensk.[6]

Biathlon-Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Team Staffel Gesamt
1. Platz 1 1 4 6
2. Platz 1 1 1 3 6
3. Platz 3 3 6
Top 10 7 11 2 1 2 11 34
Punkteränge 17 29 9 2 2 11 70
Starts 24 40 11 2 2 11 90
Stand: Karriereende, Daten eventuell nicht komplett

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. WORLD CUP 2 - Oberhof/Ridnaun-Val Ridanna (GER/ITA). IBU – ibu.at. 1993. Abgerufen am 1. April 2010.
  2. Silber trotz sechs Strafrunden. In: Berliner Zeitung, 26. Februar 1994
  3. 3. SUMMER BIATHLON WORLD CHAMPIONSHIPS - Brezno-Osrblie (SVK). IBU – ibu.at. 1998. Abgerufen am 1. April 2010.
  4. 3. SUMMER BIATHLON WORLD CHAMPIONSHIPS - Brezno-Osrblie (SVK). IBU – ibu.at. 1998. Abgerufen am 1. April 2010.
  5. EM Ergebnisse Damen. biathlon-online.de. 2. September 2008. Abgerufen am 1. April 2010.
  6. Персональные данные кандидата (ru) ЦИК России (Zentrale Wahlkommission der Russischen Föderation). 2010. Abgerufen am 1. April 2010.