Nadine Hildebrand

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Nadine Hildebrand Leichtathletik

DLV Leichtathletik DM 2014 Nadine Hildebrand by Olaf Kosinsky -9.jpg
Hildebrand bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm 2014

Voller Name Nadine Hildebrand
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 20. September 1987 (29 Jahre)
Geburtsort StuttgartDeutschland
Größe 158 cm
Gewicht 53 kg
Beruf Rechtsanwältin
Karriere
Disziplin 100-Meter-Hürdenlauf
Bestleistung 12,64s (Mannheim, 2016)
Verein VfL Sindelfingen, erster
Verein: Sportvereinigung Feuerbach
Trainer Werner Späth, vorm.: Sven Rees, erste
Trainer: Eltern Hans und Helga Hildebrand
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 0 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Europameisterschaften 0 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Deutsche Meisterschaften 2 × Gold 4 × Silber 2 × Bronze
Deutsche Hallenmeisterschaften 3 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Deutsche U23-Meisterschaften 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Deutsche Meisterschaften
0Silber0 2016 Kassel 100 m Hürden
0Gold0 2014 Ulm 100 m Hürden
0Gold0 2013 Ulm 100 m Hürden
0Bronze0 2012 BO-Wattenscheid 100 m Hürden
0Bronze0 2011 Kassel 100 m Hürden
0Bronze0 2010 Braunschweig 100 m Hürden
0Silber0 2009 Ulm 100 m Hürden
0Silber0 2008 Nürnberg 100 m Hürden
Deutsche Hallenmeisterschaften
0Silber0 2016 Leipzig 60 m Hürden
0Gold0 2014 Leipzig 60 m Hürden
0Gold0 2013 Dortmund 60 m Hürden
0Silber0 2010 Karlsruhe 60 m Hürden
0Gold0 2009 Leipzig 60 m Hürden
Deutsche Juniorenmeisterschaften
0Gold0 2008 Recklinghausen 100 m Hürden
0Gold0 2007 Hannover 100 m Hürden
 

Nadine Hildebrand (* 20. September 1987 in Stuttgart) ist eine deutsche Leichtathletin. Ihre Spezialdisziplin ist der 100-Meter-Hürdenlauf.

Berufsweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005, dem Jahr ihrer ersten internationalen Meisterschaftsteilnahme, begann Hildebrand ihr Jura-Studium an der Eberhard Karls Universität in Tübingen. Im April 2013 schloss sie ihr Jura-Studium mit dem 2. Staatsexamen ab und arbeitet seit September als Rechtsanwältin in einer Stuttgarter Kanzlei.

Sportliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Alter von 8 Jahren kam Hildebrand über ihre ältere Schwester zur Leichtathletik.

Bis 2002 startete sie für die Sportvereinigung Feuerbach. Danach trainierte sie im Olympiastützpunkt Stuttgart bei Trainer Sven Rees und startete für das LAZ Salamander Kornwestheim-Ludwigsburg.

2005 qualifizierte sie sich erstmals für eine internationale Meisterschaft und wurde bei den Junioreneuropameisterschaften in Kaunas Sechste. 2006 konnte sie sich erneut für den internationalen Höhepunkt qualifizieren und erreichte bei den Juniorenweltmeisterschaften in Peking das Halbfinale. Dies gelang ihr auch 2007 bei den U23-Europameisterschaften in Debrecen. Ihren ersten nationalen Titel sicherte sich Hildebrand im Jahre 2007 bei den Juniorenmeisterschaften und verteidigte diesen 2008. Bei den Frauen wurde sie in diesem Jahr Deutsche Vizemeisterin.

2009 konnte sie sich mit ihrem ersten Titelgewinn im Erwachsenenbereich bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig auch für ihre erste internationale Meisterschaft der Erwachsenen qualifizieren. Bei den Halleneuropameisterschaften in Turin erreichte sie das Finale und wurde Sechste. Die Heim-Weltmeisterschaften in Berlin verpasste sie jedoch aufgrund einer Muskelentzündung im Oberschenkel.

Bei den Hallenweltmeisterschaften 2010 in Doha schied sie im Halbfinale aus. Bei ihren ersten Freiluft Europameisterschaften 2010 in Barcelona konnte sie im Halbfinale ihre persönliche Bestzeit erstmals unter die magische 13-Sekunden-Grenze drücken und erreichte im Finale den 8. Platz[1].

2011 kam sie bei den Halleneuropameisterschaften in Paris nicht über das Halbfinale hinaus. Im September 2011 wechselte sie zu ihrem neuen Trainer Werner Späth.

Beim Olympia-Qualifikationswettkampf in Mannheim stellte sie 2012 mit 12,94 s einen neuen Württembergischen Rekord und eine neue persönliche Bestzeit auf. Bei den Europameisterschaften im selben Jahr in Helsinki erreichte sie das Halbfinale. Zur Teilnahme an den Olympischen Spielen in London fehlten ihr nur 2 Hundertstelsekunden. Im November entschied sie sich für einen Vereinswechsel zum VfL Sindelfingen, wo sie seit Ende 2011 auch ständig trainierte.

2013 wurde Hildebrand in Dortmund zum zweiten Mal Deutsche Hallenmeisterin. Bei den Halleneuropameisterschaften eine Woche später in Göteborg kam sie ins Halbfinale. In Ulm gewann sie in 12,90 s ihren ersten Deutschen Meistertitel im Freien. Bei den Weltmeisterschaften in Moskau wenig später belegte sie mit 13,04 s den 16. Platz[2].

2014 konnte sie in der Halle erstmals die magische 8-Sekunden-Grenze unterbieten und entschied das Internationale Hallenmeeting in Karlsruhe mit neuer Weltjahresbestleistung und persönlicher Bestleistung von 7,91 s für sich. Wenig später verteidigte sie ihren Deutschen Hallentitel in Leipzig. Bei den Hallenweltmeisterschaften in Sopot[3] zwei Wochen später belegte sie in 8,02 s im Finale den 7. Platz. Mit ihrem zweiten Platz bei der Team-Europameisterschaft in Braunschweig steuerte sie wertvolle 11 Punkte zum Gesamtsieg des Deutschen Teams bei. Sie verteidigte im Freien den Deutschen Meistertitel in Ulm erfolgreich mit der Einstellung des Meisterschaftsrekords und neuer persönlicher Bestleistung von 12,71 s. Bei den Europameisterschaften in Zürich belegte sie im Finale den 6. Platz.

Im Januar 2015 ließ sich Hildebrand mit Blick auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio am Knie operieren und setzte die Saison aus.[4]

2016 wurde Hildebrand Vize-Meisterin sowohl bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig als auch bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel. Im Mai hatte sie bei der Kurpfalz Gala in Weinheim mit 12,79 s die Norm für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro erfüllt. Ende Juni wurde Hildebrand für die Europameisterschaften in Amsterdam nominiert. Sowohl in Rio als auch in Amsterdam schied sie mit 12,95 s im Halbfinale aus.

2017 belegte sie bei den Deutschen Meisterschaften in Erfurt den vierten Platz.

Bei einer Größe von 1,58 m beträgt ihr Wettkampfgewicht 54 kg.

Persönliche Bestleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 8. Juli 2017

  • 100 m Hürden: 12,64 s, Mannheim 2016
  • 60 m Hürden (Halle): 7,91 s, Karlsruhe 2014
  • 60 m (Halle): 7,29 s, Karlsruhe 2014

Leistungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 100 m H 60 m H
2005 13,57 s 8,67 s
2006 13,50 s 8,38 s
2007 13,27 s 8,41 s
2008 13,04 s 8,13 s
2009 13,09 s 8,06 s
2010 12,96 s 8,00 s
2011 13,16 s 8,09 s
2012 12,94 s 8,14 s
2013 12,85 s 8,07 s
2014 12,71 s 7,91 s
2015 - -
2016 12,79 s 8,01 s
2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nadine Hildebrand – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stuttgarter Nachrichten: Nadine Hildebrand rast überraschend unter die ersten acht (de) red. 2. August 2010. Abgerufen am 7. Oktober 2014.
  2. Südwest Presse: Hohe Hürden Tag und Nacht (de) Wolfgang Scheerer. 17. August 2013. Abgerufen am 7. Oktober 2014.
  3. Sebastian Stiekel/dpa: Morgens Anwältin, nachmittags Profisportlerin (de) Spiegel.de. 7. März 2014. Abgerufen am 7. Oktober 2014.
  4. Pamela Ruprecht: Arbeit an der Rückkehr: Nadine Hildebrand – Die Überwindung von 84 Zentimetern für Rio, auf: leichtathletik.de, vom 20. September 2015, abgerufen 26. April 2016