Nahverkehr in Osnabrück

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Der Nahverkehr in Osnabrück besteht hauptsächlich aus einem Stadtbussystem. Das Regionalbusnetz ist in das Stadtnetz integriert. Wichtigster Umsteigeknoten zum Schienenverkehr ist der Hauptbahnhof (IC- und ICE-Bahnknoten). Im Stadtgebiet gibt es zwei weitere Stationen (Osnabrück Altstadt und Osnabrück-Sutthausen). Betreiber des innerstädtischen Busverkehrs ist die Stadtwerke Osnabrück AG.

Der Nahverkehrsplan für die Stadt und den Landkreis Osnabrück wird von der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück GbR erstellt. Geschäftsführer sind Stephan Rolfes und Peter Schone. Der Nahverkehrsplan hat eine Option für eine innerstädtische Ausfädelung aus regionalen Schienenstrecken mit einer Straßenbahn. Organisiert wird der Nahverkehr von den Partnern der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS).

Theodor-Heuss-Platz am Hauptbahnhof mit zentralem Busbahnhof

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hannoversche Westbahn erreichte Osnabrück im Jahr 1855; es entstand der Hannoversche Bahnhof. Damit war die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Ein Jahr später wurde die Streckenerweiterung nach Rheine und Emden eröffnet. Innerhalb der Stadt gab es jedoch noch keinerlei öffentlichen Personennahverkehr. Fünfzehn Jahre später folgte auch die erste Anbindung in Nord-Süd-Richtung, am 1. September 1871 wurde die Strecke von Münster nach Osnabrück durch die Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft eröffnet und in den folgenden drei Jahren bis Hamburg verlängert. Die Strecken kreuzten sich östlich der Innenstadt, der Bremer Bahnhof der neuen Strecke lag auf Höhe der Buerschen Straße. Die beiden Bahnhöfe der Stadt lagen damit rund einen Kilometer auseinander, was für Umsteiger zwischen den Strecken nicht optimal war.

1886 wurde die Bahnstrecke Osnabrück–Bielefeld (Haller Willem) eröffnet. Der Personenverkehr auf dem niedersächsischen Abschnitt dieser Strecke endete 1984. Rund zwanzig Jahre später, im Juni 2005, erfolgte jedoch eine Reaktivierung mit gleichzeitiger Einführung eines Verbundtarifes ausschließlich für diese Verbindung.

Im Jahr 1895 wurde schließlich der Centralbahnhof, der heutige Hauptbahnhof, am Kreuzungspunkt der beiden Hauptbahnstrecken in der Bauweise eines Turmbahnhofes eröffnet und der Hannoversche sowie der Bremer Bahnhof für den Personenverkehr stillgelegt. Da dadurch die nördliche Innenstadt weiter von einem Bahnhalt entfernt lag, wurde 1896 der Haltepunkt Osnabrück-Hasetor (heute Osnabrück Altstadt) an der Bahnstrecke Löhne–Rheine eingerichtet. Weitere heute stillgelegte Bahnstationen gab es in Eversburg, Hörne – nunmehr Betriebsbahnhof am Beginn des Haller Willem – und Lüstringen. An der Strecke Osnabrück-Rheine in der Gemeinde Lotte, direkt auf der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen, bestand der Bahnhof Lotte. Im Bereich des Stadttarifes Osnabrück / Belm an der Strecke Richtung Bremen lag außerdem der ehemalige Haltepunkt Belm.

Anfang des 20. Jahrhunderts entstand die Schmalspurbahn Tecklenburger Nordbahn Osnabrück-Eversburg – Recke – Rheine-Altenrheine. Nach Umrüstung auf Normalspur erreichten die Züge nach der Einfädelung in das Hauptnetz in Eversburg zwischen 1935 und 1967 auch den Osnabrücker Hauptbahnhof. Die Strecke ist heute für den regulären Personenverkehr eingestellt. Es gibt jedoch einen Güter- und Museumsbahnbetrieb („Pingel-Anton“ ab Bahnhof Osnabrück-Piesberg).

Straßenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1880 lebten bereits über 30.000 Menschen in der Stadt, die Einrichtung eines Nahverkehrsmittels wurde immer dringender. Am Anfang der 1880er Jahre wurde daher der Bau einer Pferdebahn diskutiert und 1882 schließlich auch vertraglich festgelegt, die Baufirma trat jedoch von diesem Vertrag wieder zurück. Ein Jahr später schlug das Stahlwerk Osnabrück vor, drei Strecken einzurichten. Auf einer sollten „rauchlose Lokomotiven“ fahren, die übrigen als Pferdebahn betrieben werden. Jedoch stellte die Reichsbahn derartige Bedingungen an die zu errichtende Querung der Bahnschienen, dass auch dieser Plan bald fallen gelassen wurde.

Im Jahre 1897 wandte sich der Georgs-Marien-Bergwerks- und Hüttenverein an die Stadt und schlug die Errichtung einer meterspurigen elektrischen Straßenbahn vor. 1900 wurde ein weiteres Projekt vorgelegt, nach dem eine normalspurige Straßenbahn aus der Stadt bis nach Hellern gebaut werden sollte, die neben dem Personenverkehr auch dem Transport der in Hellern produzierten Ziegel dienen sollte. Jedoch scheiterten auch diese Projekte noch vor der Vertragsunterzeichnung.

Für den innerstädtischen öffentlichen Personennahverkehr wurde im Jahr 1906 die Osnabrücker Straßenbahn eröffnet (Spurweite 1000 mm, 550 Volt). Es gab zunächst die beiden folgenden Linien:

  • Linie 1 mit blauer Kennfarbe vom Hauptbahnhof über Neumarkt und Nikolaiort zur Lotter Straße (Depot) sowie
  • Linie 2 mit roter Kennfarbe vom Johannistor (Rosenplatz) über Neumarkt und Nikolaiort zum Hasetor.

Linie 2 wurde 1910/19 in zwei Schritten über die Iburger Straße bis Schölerberg verlängert. 1924/28 kamen Verlängerungen vom Hasetor bis zur Haster Mühle hinzu. Eine dritte Linie ging 1925 zunächst ab Arndtplatz bis Buersche Straße in Betrieb, vier Jahre später war der Endpunkt Schinkel erreicht. 1927 erfolgte eine Verlängerung der Linie 1 bis zum Heger Friedhof (Schweizerhaus). Anschließend erfolgte noch ein Ausbau vom Arndtplatz durch die Martinistraße zum Martiniplatz (heute Heinrich-Lübke-Platz). Am Anfang der 1930er Jahre waren damit die Grundzüge des Osnabrücker Straßenbahn-Netzes erreicht, mit denen es bis zum Ende der 1950er Jahre bestand.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es noch zu zwei Ergänzungen: 1948 von der Haster Mühle bis Haste und 1953 von der Ernst-Sievers-Straße (Schweizerhaus) bis Heger Friedhof. Damit wurden die folgenden Linien befahren:

Linie 1 Hauptbahnhof – Möserstraße – Hauptpost – Herrenteichsstraße – Nikolaiort – Rißmüllerplatz – Heger Tor – Lotter Straße – Heger Friedhof
Linie 2 Schölerberg – Johannisfriedhof – Iburger Straße – Rosenplatz (Johannistor) – Johannisstraße – Neumarkt – Nikolaiort – Hasetor – Haster Mühle – Haste (Bramstraße)
Linie 3 Schinkel – Schützenstraße – Rosenburg – Buersche Straße – Alte Poststraße – Wittekindstraße – Hauptpost – Neumarkt – Neuer Graben – Martinistraße – Arndtplatz – Martiniplatz (Heinrich-Lübke-Platz)

Der Straßenbahnbetrieb wurde zwischen dem 30. November 1958 (Linie 3) und dem 29. Mai 1960 (Haster Mühle – Schölerberg) in drei Schritten eingestellt.

Oberleitungsbus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Osnabrück hatte ab Ende 1949 bis Mitte 1968 ein Obusnetz mit zuletzt drei Hauptlinien und einer Streckenlänge von ca. 26 km. Die ersten rund 10 Betriebsjahre ergänzten Obusse das Straßenbahnnetz. Startpunkt war der Rißmüllerplatz, Ziel Eversburg und Atter. Sie ersetzten dort die bereits vor dem Zweiten Weltkrieg bestehenden Kraftomnibuslinien. 1958 beschloss die Stadt, alle Straßenbahnlinien einzustellen und durch Oberleitungs- oder auch Dieselbusse zu ersetzen. In den beiden Folgejahren wurde das Obusnetz daraufhin erheblich erweitert. Nur die Straßenbahn in Richtung Haste wurde durch Kraftomnibusse ersetzt. Die letzte Netzerweiterung nach Schinkel Ost erfolgte erst zwei Jahre vor der Einstellung des Obus-Betriebes. Eingesetzt wurden am Ende etwa 30 Fahrzeuge, ein Teil von ihnen waren Anderthalbdecker. Der Obusverkehr in Osnabrück endete im Jahr 1968.

Omnibus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Pläne für eine Pferdebahn mehrfach gescheitert waren, bot der Fuhrunternehmer Rahe ab Weihnachten 1888 regelmäßige Fahrten mit dem Pferdeomnibus zwischen Johannistor und Hofhaus an. Nur ein Vierteljahr später eröffnete er auch eine zweite Linie, die vom Rathaus zu beiden Bahnhöfen führte. Allerdings führten der schlechte Zustand der Straßen und häufige Wartezeiten an den Bahnübergängen dazu, dass die Verbindungen kaum attraktiver als ein Fußmarsch waren. Schon 1899 wurden diese Fahrten daher wieder eingestellt, auch die fünf Jahre vorher eingeführte Verbindung zum neuen Hauptbahnhof am Kreuzungspunkt der beiden Fernstrecken hatte sich als unwirtschaftlich erwiesen.

Die erste Diesel-Omnibuslinie in Osnabrück wurde am 12. Oktober 1924 eröffnet: die Osnabrücker Omnibusgesellschaft befuhr mit ihren Bussen eine Ringlinie vom Neumarkt durch den Stadtteil Schinkel und wieder zurück. Diese Linie konnte die Verkehrsströme jedoch nicht bewältigen und wurde nach nur zwei Jahren von der Straßenbahn ersetzt. Die Busse wurden von 1926 an auf der Linie vom Rißmüllerplatz nach Eversburg eingesetzt.

Am 1. Januar 1929 übernahmen die Stadtwerke die Gesellschaft und betrieben ab diesem Termin damit erstmals eigenen Busverkehr. Ein Jahr später folgte die Linie vom Hauptbahnhof/Rosenplatz nach Voxtrup. Bis zum Zweiten Weltkrieg wurden einige neue Fahrzeuge angeschafft, 1941 standen 18 Busse und drei Anhänger im Dienst der Stadtwerke. Durch die Zerstörungen im Krieg wurde jedoch auch das städtische Busnetz schwer in Mitleidenschaft gezogen, erst Anfang des Jahres 1946 konnte der Linienverkehr wieder aufgenommen werden. Zunächst wurden die Vorkriegsstrecken wieder in Betrieb genommen, aber bald darauf auch weitere Strecken neu eröffnet. Lediglich die Linie 5 (Rißmüllerplatz-Eversburg/Atter) wurde von 1949 bis 1968 nicht mit Omnibussen befahren oder eine Straßenbahn in die Innenstadt vorgesehen.

Im Jahr 1956 beschafften die Stadtwerke den ersten Anderthalbdecker-Omnibus. Nachdem zuvor auf den stärker frequentierten Strecken Einzelbusse mit Anhängern unterwegs waren, konnte nun mit einem kürzeren Fahrzeug eine größere Anzahl Fahrgäste transportiert werden. Aus diesem Grund wurden in den folgenden Jahren zahlreiche weitere Busse dieser Bauart beschafft, die in den 1960er Jahren das Straßenbild in Osnabrück prägten. Mit dem Aufkommen der VÖV-Busse um 1970 und gleichzeitigen Verlängerungen der Haltestellen wurden die Anderthalbdecker aber wiederum durch Gelenkbusse ersetzt.

In den 1990er Jahren war das Liniennetz auf eine ganz besondere Art geordnet: Linien in Richtung A→B trugen gerade, in umgekehrter Richtung ungerade Nummern (z. B. 31, 33, 41 und in Gegenrichtung 32, 34, 42). Dadurch bestand nicht nur an einem Treffpunkt – wie bei einigen modernen Stadtbussystemen heute, wenn ein sternförmiger Betrieb mit zentralem Endpunkt besteht –, sondern an allen Haltestellen eine klare Richtungszuordnung aller Linien.

1996 wurde die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück gegründet. Ziel war eine Integration des Regionalbusverkehrs in das Stadtnetz. Das dafür entwickelte „Osnabrücker Modell“ erlangte große Beachtung und hat bis heute Vorbildfunktion. Ab 1998 erfolgte die Neugestaltung des Liniennetzes. Das bestehende Richtungssystem wurde ersetzt, Regionalbusse erhielten gleiche Bezeichnungen wie die Stadtbuslinien, jedoch mit im Uhrzeigersinn vorangestellter Hunderternummer (300→Melle, 400→Bad Rothenfelde etc.). Es wurde ein für Stadt- und Umland geltender durchgehender Takt („City-Takt“ und „Regio-Takt“) eingeführt. Nicht einbezogen war und ist dabei mit einer Ausnahme der Schienenverkehr.

Nachdem in den 1970er Jahren erstmals mehr als 20 Mio. Fahrgäste befördert wurden, ist diese Zahl mittlerweile (Stand 2004) auf über 36 Mio. gestiegen. Um den Verkehr auf den 13 Linien zu bewältigen, wurden im Jahr 2004 neben 100 eigenen auch 46 von Privatunternehmern angemietete Busse durch die Stadtwerke eingesetzt.

Elektrobus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Verminderung von Abgasen und Lärm, der Abkehr von fossilen Energieträgern sowie (langfristig) aus finanziellen Gründen wurde durch die Stadtwerke die Elektrifizierung des innerstädtischen Busnetzes eingeleitet.

e:Bus 94[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elektrobus (BredaMenariniBus) auf der Linie 94

Da die Stadtwerke zunächst keinerlei Erfahrungen mit Elektrobussen hatten, begann ab August 2011 ein Testbetrieb auf der neu eingeführten Quartierslinie 94 im Stadtzentrum. Diese band das Marienhospital an das Stadtbusnetz an und fuhr zunächst als Ringlinie vom Neumarkt aus. Ab 2013 wurde sie über den Hauptbahnhof zur Rosenburg weitergeführt, dieser Linienabschnitt musste aufgrund der maroden Eisenbahnbrücke an der Hamburger Straße jedoch später wieder gestrichen werden.

Das seit 2011 zuerst eingesetzte Modell war ein Minibus des Modells BredaMenarinibus ZEUS M 200 E. Aufgrund der Erfahrung, die mit den Batterien dieses Modells im Probebetrieb gemacht wurden, wurde die Reichweite in den Planunterlagen von 200 auf 150 Kilometer heruntergesetzt. Ab August 2013 kam ein Midibus des Modells PVI Oreos 4X hinzu.[1]

Ab Sommer 2013 ist einer der Elektrobusse im Testbetrieb wegen Problemen mit der Akku-Batterie monatelang ausgefallen und musste durch einen dieselbetriebenen Minibus ersetzt werden. Weitere Ausfallzeiten wurden durch Defekte in Nebenaggregaten der Busse ausgelöst. Trotz dieser Probleme wurde der Testbetrieb grundsätzlich als erfolgreich bewertet, da die Verfügbarkeit der Busse laut eigenen Angaben über denen der Dieselbusse liege.[2] Diese Bewertung hat zu Planungen für einen Ausbau des Elektrobusverkehrs in Osnabrück geführt (siehe Abschnitt Elektrobusse im Abschnitt Zukunft). Im Mai 2018 wurde die Linie aufgrund einer größeren Baumaßnahme am Neumarkt bis auf weiteres eingestellt.

Nahverkehr heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Osnabrück Altstadt (Hasetor)

Der zentral gelegene Hauptbahnhof ist Umsteigeknoten für den Schienen- und Busverkehr. Hier kreuzen sich die im Fern- und Nahverkehr befahrenen Bahnstrecken Wanne-Eickel–Münster–Hamburg („Rollbahn“) und Hannover–Rheine, von denen drei im Regionalverkehr befahrene Strecken abzweigen.

Im Osnabrücker Stadtgebiet gibt es zwei weitere Stationen: Den am Rande der Altstadt an der Strecke Hannover–Rheine, in Richtung Oldenburg und nach Vechta–Delmenhorst gelegenen Haltepunkt Osnabrück Altstadt (bis 2009 Osnabrück Hasetor) und den Haltepunkt Osnabrück-Sutthausen im gleichnamigen Stadtteil am Haller Willem nach Bielefeld. Diese Halte sind direkt an das Busnetz angebunden. Die innerstädtische Umsteigeverbindung Altstadt–Hbf–Sutthausen kann wegen des fehlenden Verbundtarifs (VOS-Zeitkarten werden nicht anerkannt) kaum genutzt werden. Die ehemaligen Bahnhöfe in Eversburg, Hörne und Lüstringen, der Hannoversche Bahnhof (nahe Berliner Platz) sowie die außerhalb der Stadtgrenze liegenden Stationen Lotte, Belm und Vehrte (im Bereich des Stadtbustarifes) werden nicht mehr bedient. Für Museumszüge besteht ferner der Bahnhof Osnabrück-Piesberg (Zechenbahnhof). In Ausführungsphase ist die Station Osnabrück-Neustadt bzw. Osnabrück-Rosenplatz im südlichen Innenstadtbereich zwischen der Iburger- und Sutthauser Straße. Als möglicher Fertigstellungstermin ist Ende 2019 angepeilt. Hier soll zunächst nur der Haller Willem halten. Zu einem späteren Zeitpunkt soll die Strecke nach Münster ergänzt werden[3].

Im Schienenpersonennahverkehr verkehren ab Osnabrück folgende Linien: Stand: 10. Dezember 2017

Linie Verlauf Betreiber/EVU
RE 9 Bremerhaven – Bremen – Osnabrück DB Regio Nord
RE 18 Wilhelmshaven – Oldenburg – Osnabrück NordWestBahn (NWB)
RE 60 Rheine – Hannover – Braunschweig ( – Helmstedt ) Ems-Leine-Express Westfalenbahn
RB 58 Bremen – Vechta – Osnabrück NWB
RB 61 Hengelo – Bad Bentheim – Herford – Bielefeld „Wiehengebirgs-Bahn“ Eurobahn
RB 66 Münster – Lengerich – Osnabrück „Teuto-Bahn“ Eurobahn
RB 75 Bielefeld – Halle (Westf.) – Osnabrück „Haller Willem“ NWB

Stadtbusverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Plus-Bus“ (Busanhänger-Gespann)

Das Stadtgebiet wird von neun Hauptlinien bedient. Regionallinien ins Umland sind in das Stadtnetz voll integriert. Neben den Stadtwerken Osnabrück gibt es weitere Verkehrsunternehmen, die im Regionalverkehr teilweise Linienläufe des Stadtverkehrs mitbedienen (z. B. 10-Minuten-Takt auf der Iburger Straße in Richtung Georgsmarienhütte mit Regionalbussen). Besonders auf der Linie 21 und der neu eingerichteten Linie 22 (über Universität und Hochschule) werden regelmäßig Busanhänger eingesetzt. Im werktäglichen Berufs- und Schülerverkehr werden außerdem Verstärkerlinien und E-Wagen eingesetzt, diese sind mit einem „E“ gekennzeichnet.

Zur Zeit existieren (ausgenommen „E-Linien“) folgende Stadtbuslinien in Osnabrück:

Linie Linienweg
R11 11 (Westerkappeln bzw. Wersen –) Eversburg Büren – Heger Tor – Neumarkt – Berliner Platz – Rosenburg – Schinkel Ost
12 Eversburg Büren – Heger Tor – Neumarkt – Berliner Platz – Rosenburg – Schinkel Ost – Gretescher Turm
13 Eversburg Büren – Heger Tor – Neumarkt – Berliner Platz – Rosenburg – Schinkel Ost – Gretesch
21 Kreisel Atterfeld – Atter – Hochschulen WesterbergUniversität/OsnabrückHalle – Neumarkt – Hauptbahnhof – Iburger Straße – Nahne – Kreishaus/Zoo
22 Hochschulen Westerberg/ICO – Universität/OsnabrückHalle – Neumarkt – Hauptbahnhof
R31 31 (Ibbenbüren bzw. Lotte oder Atter Strothesiedlung) – Kreisel Atterfeld – IKEA – Heger Friedhof (31) – Lotter Straße – Neumarkt – Hauptbahnhof
32 Atter Strothesiedlung – Eversburger Platz – Städtische Kliniken – Neumarkt – Hauptbahnhof – Berliner Platz – Nettebad
33/533 Attersee – Atter Strothesiedlung – Eversburger Platz – Städtische Kliniken – Neumarkt – Hauptbahnhof – Berliner Platz – Nettebad – Eberleplatz (- Rulle – Wallenhorst)
41 Düstrup – Neumarkt – Hasetor – Bramscher Straße – Haster Berg
51 Dodesheide – Hasetor – Neumarkt – Süsterstraße – Berningshöhe
52 Dodesheide – Hasetor – Neumarkt – Süsterstraße – Berningshöhe – Nahne
53 Dodesheide – Hasetor – Neumarkt – Salzmarkt – Iburger Straße – Voxtrup Süd (– Voxtrup)
61 Hauptbahnhof – Neumarkt – Iburger Straße – Paradiesweg (– Bad Iburg / Bad Rothenfelde / Borgloh / Glandorf / Georgsmarienhütte )
62 Hauptbahnhof – Neumarkt – Iburger Straße – Paradiesweg – Harderberg, Franziskus-Hospital (– Georgsmarienhütte – Hagen(a.T.W.))
71 Belm, Astruper Heide – Bremer Brücke – Neumarkt – Rosenplatz – Sutthausen (– Holzhausen / Hagen)
72 Belm, Up de Heede – Bremer Brücke – Neumarkt – Rosenplatz – Sutthausen (– Holzhausen / Hagen)
81 (WallenhorstHollage –) Pye – Neumarkt – Hauptbahnhof – Hannoversche Straße – Voxtrup (– Gewerbepark Bissendorf – Melle)
82 (Wallenhorst – Hollage –) Pye – Neumarkt – Hauptbahnhof – Doppheide – Voxtrup (– Bissendorf – Holte)
91 (Hasbergen – Gaste –) IKEA – Hellern – Neumarkt – Rosenburg – Darum
92 Hörne – Wüste – Neumarkt – Rosenburg – (z. Z. Darum) – Lüstringen Ost (– Wissingen bzw. Schledehausen – Wulften)
e:Bus 94 Neumarkt – Marienhospital – Hauptbahnhof (Minibus/Midibus)(eingestellt)
E54 Stadtteilbus Neumarkt – Iburger Straße – Berningshöhe (Minibus)

(Stand: September 2015)

Eine marode Brücke der Hamburger Straße über die Bahngleise am Hauptbahnhof ist derzeit für den Busverkehr gesperrt, wodurch bis zum Neubau der Brücke kein direkter Busverkehr zwischen Hauptbahnhof und Rosenburg mehr möglich ist. Die 94 fährt daher nur bis zum Hauptbahnhof.

Einige Haltestellen im Stadtgebiet werden nur von Regionallinien bedient:

Regionallinie(n) Verlauf exklusiv bediente Haltestellen
X492 Hauptbahnhof – Neumarkt – Kurt-Schumacher-Damm – Lengericher Landstraße (– Hasbergen) Rückertstraße, Mittagskamp, Wiehmeyer, Lobbertkamp, Hinnah – Hasbergen Hüggelzwerge
X493 Hauptbahnhof – Neumarkt – Kurt-Schumacher-Damm – Lengericher Landstraße (– Hasbergen – Hagen) Rückertstraße, Mittagskamp, Wiehmeyer, Lobbertkamp, Hinnah
X583 Hauptbahnhof – Neumarkt – Hasetor/Bahnhof Altstadt – Oldenburger Landstraße (– Wallenhorst, Berliner Straße)

X610 || Osnabrück Hbf – Bramsche – Fürstenau || Oldenburger Landstraße/Hochschule, Auf dem Klee

584 Hauptbahnhof – Neumarkt – Hasetor/Bahnhof Altstadt – Oldenburger Landstraße (– Lechtingen – Wallenhorst – Hollage) Oldenburger Landstraße/Hochschule, Auf dem Klee
X585 Hauptbahnhof – Neumarkt – Hasetor/Bahnhof Altstadt – Oldenburger Landstraße (– Lechtingen – Rulle – Wallenhorst – EngterVördenDamme) Oldenburger Landstraße/Hochschule, Auf dem Klee
586 Hauptbahnhof – Neumarkt – Hasetor/Bahnhof Altstadt – Oldenburger Landstraße (– Gruthügel – Rulle – Icker) Oldenburger Landstraße/Hochschule, Auf dem Klee
462–469 (als 61/62) Hauptbahnhof – Neumarkt – Iburger Straße – Paradiesweg – Harderberg, Franziskus-Hospital (– Georgsmarienhütte – Bad Iburg/Borgloh/Bad Rothenfelde) Am Nahner Friedhof, Franziskus-Hospital

Abschnitte in Klammern werden von durchgehenden Regionalbussen mit abweichenden, dreistelligen Liniennummern befahren. Die Zielbeschilderung an den Fahrzeugen dieser Linien ist teilweise zweizeilig: unten Stadtlinie mit Endziel im Stadtgebiet Osnabrück, darüber Regionallinie mit Endpunkt. Liniennummern mit dem Zusatz „X“ bedeuten Express-Bus: stadtauswärts kein Ausstieg, stadteinwärts kein Zustieg im Stadtgebiet Osnabrück.

Im Abendverkehr und an Wochenenden werden die Taktzeiten verlängert. Zu diesen Zeiten treffen sich die Busse gleichzeitig am Neumarkt – es besteht dann ein Rendezvous-System. Wegen der teilweise weit auseinander liegenden Haltestellen am Umsteigeknoten Neumarkt entstehen dabei lange Anschlusswartezeiten.

Regionalbusverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Busbahnhof (ZOB) an der Eisenbahnstraße

Im Regionalverkehr ist zwischen Buslinien mit Ziel im Landkreis Osnabrück und Linien ins nordrhein-westfälische Tecklenburger Land zu unterscheiden. Linien mit der Bezeichnung „R“ und „S“ bedienen Nachbarstädte in NRW, hier wird für Fahrten über die Stadtgrenze von Osnabrück hinaus der sog. Münsterland-Tarif angewendet. Betreiber dieser Linien ist die Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM).

Liniennummern von Regionallinien der VOS mit dem Zusatz „X“ bedeuten Express-Bus: stadtauswärts kein Ausstieg, stadteinwärts kein Zustieg im Stadtgebiet Osnabrück.

Einige Regionallinien sind nicht in das Stadtnetz integriert:

Linie X150 Express-Bus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo Linie X150

Der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) in Greven wird durch die Linie X150 mehrmals täglich bedient. Startpunkt ist am Hauptbahnhof, weitere Zustiegsmöglichkeiten sind der Neumarkt sowie Haltestellen in der Nähe mehrerer Osnabrücker Hotels. Zusätzlich werden Haltestellen in Ladbergen bedient. Der Fahrplan ist an den Flugplan angepasst, montags bis samstags besteht ein Stundentakt. Für diese Linie gilt ein besonderer Tarif, die Weiterfahrt im Stadtbusnetz Osnabrück ist inbegriffen. Die Bedienung erfolgt im Regelfall durch Minibusse. Am FMO besteht Anschluss an die RVM-Linie S50 aus/in Richtung Münster.

Aufgrund zu geringer Fahrgastzahlen (durchschnittlich nur rund ein Fahrgast pro Fahrt) sollte die Linie X150 ursprünglich Ende August 2018 ersatzlos eingestellt werden.[4] Basierend auf einer Vereinbarung zwischen der Stadt Osnabrück und dem Kreis Steinfurt soll der Betrieb bis auf Weiteres fortgesetzt werden und wird möglicherweise in Zukunft im Auftrag des Kreis Steinfurt durchgeführt, sollte eine dem entsprechende Abstimmung im Kreistag erfolgreich sein.[5]

Freizeitbusse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Mai bis Anfang Oktober fahren sonntags Freizeitbusse in die Region. Ziele sind der Dümmer, Bad Essen („Varus-Region“), Tecklenburg und der südliche Landkreis Osnabrück („Teuto-Region“) mit Endpunkt Bad Rothenfelde. In den Bussen gelten die regulären VOS-Fahrscheine. Zum Transport von Fahrrädern ziehen die Freizeitbusse einen Anhänger, die Mitnahme von Fahrrädern ist nach vorheriger Anmeldung kostenlos möglich.

Nachtverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Nächten von Freitag auf Sonnabend und von Sonnabend auf Sonntag verkehren Nachtbusse. Das Liniennetz (N1, N3 bis N9) orientiert sich an den Tageslinien. Einige Linien bedienen auch Ziele im Umland. Die Busse fahren zum Normaltarif.

Zusätzlich verkehren in den Nächten von Sonnabend auf Sonntag die Linien N19 (Osnabrück – Westerkappeln – Ibbenbüren) und (zum Sondertarif) N381 (Osnabrück – Bissendorf – Melle) sowie „Nachtschwärmer“ N67 (Osnabrück – Bramsche – Ankum).

Nahverkehrstarife[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Region Osnabrück gibt es vier Tarifsysteme:

  • VOS-Tarif für den Busverkehr in Osnabrück und im gesamten Landkreis Osnabrück.
  • VOS Plus-Verbundtarif für die Bahnlinie „Haller Willem“ Richtung Bielefeld und alle Busse in Osnabrück/Belm sowie im südlichen Kreisgebiet (VOS-Süd). Gegenüber dem VOS-Tarif besteht ein Tarifaufschlag. Es gibt einen Übergangstarif zum angrenzenden Verbund bis Bielefeld.
  • Im Stadtgebiet Osnabrück und im Bahn- und Regionalbusverkehr in Richtung Nordrhein-Westfalen hat außerdem der Westfalentarif (u. a. Verkehrsgemeinschaft Münsterland) und der NRW-Tarif Gültigkeit. Auf der Strecke in Richtung Melle gelten NRW-Tickets jedoch nicht für die Haltepunkte innerhalb des Landkreises Osnabrück (Wissingen bis Bruchmühlen).
  • Im Schienenverkehr wird der Niedersachsentarif angewendet. Das Niedersachsen-Ticket ist ausschließlich im Schienenverkehr gültig. Ausnahme ist das Stadtbusnetz Osnabrück/Belm, hier gelten auch Niedersachsen-Ticket und SchönerTagTicket NRW.

In der Neuen Osnabrücker Zeitung wird der Vorwurf erhoben, dass zu Januar 2014 die Busfahrpreise in Osnabrück mit der "Falschaussage" gestiegener Dieselpreise erhöht wurden, obwohl die Dieselpreise 2013 unter denen von 2012 lagen.

Zukunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtbahnplanungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um mit dem heute bestehenden Schienenpersonennahverkehr eine direkte, umsteigefreie Anbindung aus der Region an die Osnabrücker Innenstadt anbieten zu können, ließ die Stadt Osnabrück im Jahr 1996 Vorschläge nach dem Karlsruher Modell erarbeiten. Es entstand eine Machbarkeitsstudie der ‚‘Verkehrsconsult Karlsruhe GmbH‘‘ mit dem Titel „Stadtbahn für die Region Osnabrück“. Darin werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie regionale Eisenbahnstrecken mit innerstädtischen Straßenbahntrassen verknüpft werden könnten. Zwar ist die Realisierung eines solchen Projekts in naher Zukunft nicht geplant, die Stadt Osnabrück hält sich jedoch weiterhin in der Stadtplanung Optionen für Schienenstrecken vor. Für die Einführung einer Stadtbahn setzt sich eine Bürgerinitiative ein.

Regionale Bahnstrecken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Errichtung eines Bahnhaltepunkts Osnabrück Rosenplatz an der Strecke nach Münster und Bielefeld befindet sich in der Planung. Für die Errichtung des Haltepunkts an der Iburger Straße zur besseren Anbindung der südlichen Innenstadt hat sich der frühere Ministerpräsident Christian Wulff ausgesprochen.

Seit einigen Jahren ist eine Reaktivierung der Tecklenburger Nordbahn von Osnabrück über Lotte-Wersen, Westerkappeln, Mettingen nach Recke in der Diskussion. Der Nahverkehrsplan SPNV Westfalen-Lippe sieht aufgrund einer ermittelten guten Wirtschaftlichkeit vor, dass die Bahn von Osnabrück nach Recke als moderne Regionalbahn im 30-Minuten-Takt wieder in Betrieb genommen werden soll. Dabei würden die vorhandenen Bahnhöfe Osnabrück Hauptbahnhof und Osnabrück Altstadt (Hasetor) bedient; an der Stadtgrenze Eversburg/Büren ist am Buswendeplatz eine neue Bahnstation Eversburg-Büren vorgesehen. Von hier aus wären einige Stadtbuslinien direkter und schneller zu erreichen als mit dem Bus S10 über den Neumarkt.

Durch eine Taktverdichtung bestehender Regionalbahnstrecken, den Neubau weiterer Bahnhaltepunkte in und um Osnabrück sowie die Schaffung einer einheitlichen Tarifstruktur wäre zudem der Aufbau eines S-Bahn-Netzes ähnlich dem der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen möglich. Ideen für eine mögliche Umsetzung liefert das durch die PlaNOS entwickelte „OS-Bahn Konzept“.[6]

Elektrobusse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem der Testbetrieb mit Batteriebussen auf der Innenstadtlinie 94 (Siehe Abschnitt e:Bus 94) überwiegend positiv verlaufen war, wird ab Anfang 2019 die Stadtbuslinie 41 zwischen Düstrup und Haste auf Elektrobusse umgestellt. Eine erste Ausschreibung für 13 elektrische Gelenkbusse hatte im Dezember 2017 der niederländische Hersteller VDL Bus & Coach mit dem Modell Citea SLFA 181 Electric gewonnen. VDL liefert neben den Bussen auch die Ladeinfrastruktur und führt die nötigen Schulungen bei den Stadtwerke-Mitarbeitern durch. Neben 14 herkömmlichen Ladestationen für den Busbetriebshof wird auch je eine Schnellladestation auf dem Betriebshof und an den Endhaltestellen der Linie in Haste und Düstrup gebaut. Um eine neutrale Ausgangslage für künftige Elektrobus-Ausschreibungen zu schaffen, sollen die Ladestationen nicht nur von VDL-Bussen, sondern auch von Elektrobussen anderer Hersteller genutzt werden können. Der Auftragswert des Gesamtsystems beträgt rund 11,5 Millionen Euro. Das Land Niedersachsen hat angekündigt, die Anschaffung mit drei Millionen Euro zu unterstützen.[7][8]

Anfang Februar 2018 wurde bekannt, dass die von den Stadtwerken georderten VDL-Busse über eine dieselbetriebene Zusatzheizung verfügen. Grund dafür soll sein, dass moderne Elektromotoren und Akkus nicht genug Abwärme produzieren, um die Busse auch an kalten Wintertagen ausreichend zu heizen. Eine mit der Energie aus den Akkus betriebene elektrische Zusatzheizung hingegen würde die Reichweite der Busse zu weit absenken, sodass die Linie nicht mehr vollständig bedient werden könnte. Um auch im Winter die Schadstoffbelastung in besonders betroffenen Gebieten wie der Innenstadt zu senken, soll die Zusatzheizung mittels Geofencing auf bestimmten Linienabschnitten ausgeschaltet werden.[9]

Die Attraktivität der Elektrobuslinie soll durch sogenannte Busbeschleunigung weiter gesteigert werden. So wurden zwei Kreuzungsbereiche an der Bramscher Straße umgebaut, um eine schnellere und direktere Linienführung zuzulassen.[10] Dagegen hat sich eine Bürgerinitiative aus Anwohnern gebildet, die die Wirksamkeit und die avisierten Vorteile der Maßnahmen anzweifeln.[11] Auch gegen die Verlängerung der Buslinie im Osten von Haste gibt es Proteste.

Nach der Umstellung der Linie zwischen Haste und Düstrup sollen weitere Linien folgen. Die nächsten beiden Baulose für 22 und 27 weitere Elektrobusse wurden zu einer gemeinsamen Ausschreibung zusammengefasst und sollen bis 2022 beschafft werden.[12] Langfristig soll das komplette Stadtbusnetz auf Strom als Energiequelle umgestellt werden.

Weitere Maßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das Jahr 2019 wird seitens der Stadtwerke eine komplette Überarbeitung des Stadtbusnetzes angestrebt.[13] U. a. ist geplant, viel befahrene Buslinien in Metrobuslinien umzuwandeln. Außerdem soll, wie seit längerem gefordert, eine Tangentiallinie durch die nördlichen Stadtteile Osnabrücks eingeführt werden. Diese soll vom Heger Friedhof aus durch die Stadtteile Westerberg, Eversburg, Hafen, Haste, Dodesheide, Widukindland und Schinkel zum Gewerbegebiet Hasepark im Stadtteil Fledder fahren.[14] Dadurch sollen Wohn- und Gewerbestadtteile direkt miteinander verbunden und die Umsteigepunkte in der Stadtmitte entlastet werden.

An diversen (End-)Haltestellen und Umsteigeknoten des Stadtbusnetzes sollen Mobilitätspunkte eingerichtet werden, die z. B. durch Park and Ride-Parkplätze, Fahrradabstellflächen und Carsharing-Stationen den Umstieg zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln erleichtern sollen. Als Vorbild dafür soll der neu gestaltete Vorplatz des Bahnhaltepunkts Sutthausen dienen.[15]

Weitergehende Vorschläge sehen vor, den Neumarkt künftig als zentrale Umstiegshaltestelle stillzulegen und die Busse über den Wallring, der die Innenstadt umschließt, zum Hauptbahnhof/ZOB zu führen.[16]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Spühr und Claude Jeanmaire: Die Osnabrücker Strassenbahn. Die Geschichte der elektrischen Strassenbahn, deren Vorgänger und Nachfolger. Verlag Eisenbahn, Villigen 1980
  • Verkehrsconsult Karlsruhe, Machbarkeitsstudie, Stadtbahn für die Region Osnabrück, 1996

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nahverkehr in Osnabrück – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zwei Elektrobusse fahren die neue 94, stadtwerke-osnabrueck.de, abgerufen am 17. Dezember 2016
  2. Stadtwerke-ElektroBus knackt 100.000-Kilometer-Marke, stadtwerke-osnabrueck.de, 14. September 2017
  3. Rainer Lahmann-Lammert: Bahnhalt Osnabrück-Rosenplatz soll Ende 2019 fertig sein. Stadt und Land machen Tempo. In: Neue Osnabrücker Zeitung. 2. Januar 2017, ZDB-ID 25133330 (Online [abgerufen am 10. März 2017]).
  4. Stadtwerke Osnabrück stellen Linie X 150 zum 30. August ein - Schon wieder Sorgen um den Bus, wn.de, 26. März 2018, abgerufen am 6. Juni 2018
  5. Landrat will Linie X 150 in Betrieb halten - Kreis beantragt neue Konzession, wn.de, 22. August 2018, abgerufen am 23. August 2018.
  6. OS-Bahn-Konzept 2025: mehr Züge, mehr Stationen auf noz.de, 6. Januar 2016, abgerufen am 22. Dezember 2018.
  7. Mit diesem Bus beginnt im Herbst die elektrische Zukunft in Osnabrück, HASEPOST.de, abgerufen am 15. Januar 2018
  8. Stadtwerke Osnabrück wählen Hersteller für das ElektroBus-System aus, stadtwerke-osnabrueck.de, abgerufen am 15. Januar 2018.
  9. Neue Osnabrücker Elektrobusse haben auch Diesel im Tank, hasepost.de, 2. Februar 2018.
  10. #BRAMSCHER STRAßE WIRD FÜR DEN #ELEKTROBUSBETRIEB ERTÜCHTIGT, mobilezukunft.info, 28. August 2017, abgerufen am 6. Juni 2018.
  11. Website der INIBRAS - Initiative Bramscher Straße - Süntelstraße, abgerufen am 6. Juni 2018.
  12. Ausschreibungsverfahren für die nächsten E-Busse gestartet, stadtwerke-osnabrueck.de, 12. Dezember 2018, abgerufen a, 4. Februar 2019.
  13. Planungen für neues Busliniennetz stehen, stadtwerke-osnabrueck.de, 6. Juni 2018.
  14. Planungsentwurf Tangentiallinie für das Netz 2019, stadtwerke-osnabrueck.de, abgerufen am 6. Juni 2018 (PDF; 517 KB).
  15. Osnabrücks erste Mobilitätsstation ist der Bahnhof Sutthausen, hasepost.de, 20. März 2018, abgerufen am 6. Juni 2018.
  16. Braucht Osnabrück eine Ringbuslinie auf dem Wall?, noz.de, abgerufen am 17. Dezember 2016