Nahverkehr in Wiesbaden

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Wahrzeichen des Wiesbadener Nahverkehrs: die Nerobergbahn

Der öffentliche Personennahverkehr in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden besteht aus Buslinien, S-Bahnen und Regionalbahnen. Wiesbaden gehört tariflich primär zum Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), weist jedoch als Besonderheit auf, dass hier auch Fahrscheine des Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbundes (RNN) anerkannt und auch verkauft werden (siehe Tarife). Teil des öffentlichen Personennahverkehrs ist auch die Nerobergbahn, die allerdings tariflich nicht integriert ist.

Geschichte und Zukunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenbahn und Oberleitungsbusse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fahrschein der Stadtwerke mit Liniennetzplan aus den 1960ern

Im Jahr 1875 wurde eine Pferdebahnstrecke zwischen Rheinstraße und Nerotal in Betrieb genommen. 13 Jahre später wurde sie durch eine meterspurige Dampfbahn ersetzt. Ab 1896 wurden die ersten Wiesbadener Straßenbahnen elektrisch betrieben, das Angebot bis 1914 auf ein Netz mit neun Linien ausgedehnt. Wegen Unstimmigkeiten und kriegsbedingten Problemen wurde der Straßenbahnbetrieb ab 1929 immer weiter zurückgefahren und 1955 eingestellt, während die Stadtteile Kastel und Kostheim noch bis 1958 an das bis heute existierende Mainzer Straßenbahnnetz angebunden waren. Von 1948 bis 1961 verkehrten zudem Oberleitungsbusse (2 Linien) in Wiesbaden.[1]

Hauptartikel: Straßenbahn Wiesbaden

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1840 wurde die Stadt Wiesbaden durch die Taunus-Eisenbahn an Frankfurt angebunden. Mit dem Bau der Nassauischen Rheinbahn 1856 war Biebrich und ein Jahr später auch der zentrale Rheinbahnhof rechtsrheinisch mit Rüdesheim am Rhein und Niederlahnstein, später auch Koblenz verbunden. Im Jahr 1879 folgte die Errichtung des Ludwigsbahnhofs und der angeschlossenen Ländchesbahn nach Niedernhausen. Von 1889 bis 1983 war Wiesbaden über die Aartalbahn für den Personenverkehr mit Diez und Limburg verbunden. Ein Teil dieser Strecke wird heute noch von der Nassauischen Touristik-Bahn genutzt. Im Jahr 1906 wurden die drei Bahnhöfe in der Innenstadt durch den Wiesbadener Hauptbahnhof ersetzt.

Planungen für die Stadtbahn Wiesbaden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1998 gab es Überlegungen, eine Stadtbahn durch die Innenstadt zu bauen, die mit der Aartalbahn verknüpft und so bis nach Bad Schwalbach geführt werden sollte. Die Pläne, die einen späteren Netzausbau vorsahen, wurden 2001 eingestellt. Im Juni 2011 wurde die Diskussion um eine Schienenverbindung zwischen der Innenstadt und dem Hauptbahnhof unter dem Namen WIBahn wieder aufgenommen.

Hauptartikel: Stadtbahn Wiesbaden

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

S-Bahn in Mainz-Kastel
Wiesbadener Hauptbahnhof

Folgende Wiesbadener Bahnhöfe werden von den Regionalzügen des Rhein-Main-Verkehrsverbunds oder der S-Bahn Rhein-Main bedient:

Die S1 (über Frankfurt Höchst und den City-Tunnel Frankfurt nach Rödermark-Ober-Roden) und die S8 (über Mainz Hauptbahnhof, Frankfurt Flughafen und den City-Tunnel nach Offenbach Ost, zeitweise auch nach Hanau Hbf) fahren alle 30 Minuten ab Wiesbaden, in der Schwachlastzeit (Sonntagmorgen und später Abend) alle 60 Minuten. Die S9 (über den Frankfurter Flughafen und den City-Tunnel nach Hanau Hbf) verkehrt alle 30 Minuten, ab ca. 20 Uhr und an Sonntagen alle 60 Minuten (dann regelmäßig nur bis Frankfurt Hbf).

Die Linie 10 führt von Neuwied über Koblenz (rechte Rheinstrecke) und Lorchhausen (erste Station im RMV) nach Wiesbaden und weiter über Mainz-Kastel und Frankfurt-Höchst nach Frankfurt (Taunus-Eisenbahn). Seit dem Betreiberwechsel im Dezember 2010 wird die Linie 10 als reine „SE“-Linie (für Stadt-Express) betrieben, d. h. auf dem Abschnitt Frankfurt – Wiesbaden wie ein Regionalexpress, danach wie eine Regionalbahn, während bis dahin auf der gesamten Strecke von Frankfurt bis Koblenz sowohl RE als auch RB-Züge unterwegs waren, wobei auch die Regionalbahnen von Frankfurt bis Wiesbaden nur an den RE-Stationen in Mainz-Kastel und Frankfurt-Höchst hielten.

Die Linie 21 (Ländchesbahn) endet in Niedernhausen und wird teilweise als Linie 20 nach Limburg weitergeführt.

Die Linie 75 (Main-Rhein-Bahn) fährt über Mainz, Groß-Gerau, Darmstadt und Dieburg nach Aschaffenburg.

Bis 1983 verkehrte die Aartalbahn vom Hauptbahnhof über Bad Schwalbach nach Limburg an der Lahn. Auf Wiesbadener Stadtgebiet befanden sich die Bahnhöfe Landesdenkmal, Waldstraße, Dotzheim und Chausseehaus.

Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wiesbaden gewährleisten 45 Buslinien der ESWE-Verkehr den Nahverkehr am Tag und 9 in der Nacht auf einer Länge von ca. 612 Kilometern, hinzu kommen zwei von Anruf-Sammeltaxis bediente Abschnitte, die allerdings außerhalb des Stadtgebietes verkehren. Außerdem fahren 5 Linien der Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) in bzw. durch die zu Wiesbaden gehörenden Stadtteile Mainz-Kastel und Mainz-Kostheim, hinzu kommen 2 weitere Linien im Nachtverkehr. Einige der Buslinien (6, 6A, 9, 28, 33, 33A, 33B, 45 und 47) basieren auf einer Kooperation mit der MVG, die MVG-Linie 68 ist eine Kooperation der MVG mit der Omnibusverkehr Rhein-Nahe GmbH (ORN) und führt durch die Vororte Kastel und Kostheim. Daneben verkehren in Wiesbaden noch diverse Linien der ORN, der Nassauischen Verkehrs-Gesellschaft mbH (NVG) und der zum Abellio-Konzern gehörenden Verkehrsgesellschaft Mittelhessen, die Ziele im Hintertaunus und im Rheingau anfahren und dabei auch Haltestellen in Wiesbaden bedienen. In Richtung Osten verkehrt außerdem die Linie 262, die vom Platz der Deutschen Einheit im Stadtzentrum Wiesbadens über den Vorort Nordenstadt nach Hofheim verkehrt (Bedienung bis zum Fahrplanwechsel 2016 durch die Firma Sippel, seitdem durch die DB Regio Bus Südwest GmbH).

Die Buslinien der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH bedienen nicht nur alle Wiesbadener Stadtteile sowie Teile der Stadt Mainz, sondern darüber hinaus auch Niedernhausen und dessen Ortsteile Königshofen und Oberjosbach, die Eppsteiner Ortsteile Niederjosbach und Bremthal, den Flörsheimer Ortsteil Wicker, Hochheim und dessen Ortsteil Massenheim und die Hofheimer Ortsteile Wallau und Wildsachsen.

In der Innenstadt gibt es vier zentrale Busknotenpunkte. Dies sind:

Mit Ausnahme der Linien 9, 20, 26, 38 und 39 fahren alle Linien mindestens einen dieser Knotenpunkte an, die meisten Linien jedoch mehrere. Dadurch entsteht zwischen diesen Haltestellen ein enger Takt und alle Linien sind miteinander verknüpft.

Ein Bus der Linie 36 an der Station Hauptbahnhof A
Gestaltung einer Haltestelle am Beispiel des Langenbeckplatzes

Busknotenpunkte bzw. wichtige Umsteigehaltestellen außerhalb der Innenstadt sind:

Liste der Stadt- und Regionalbuslinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 23. April 2015

Tagesverkehr
Linie Strecke Sonderinformation
1 Dürerplatz – 1. Ring – Hauptbahnhof – Wilhelmstr. – Nerotal
2 Klarenthal – FHS – Luisenpl./Pl. d. Dt. Einheit – Sonnenberg *
3 Nordfriedhof – Dürerplatz – Pl. d. Dt. Einheit – Hauptbahnhof – Mainzer Str. (– Bahnhof Wiesbaden Ost) – Biebrich Rheinufer
3B Nordfriedhof – Dürerplatz – Pl. d. Dt. Einheit – Hauptbahnhof – Berufsschulzentrum – ESWE Freizeitbad (– Biebrich Rheinufer)
4 Kohlheck – Carl-v.-Linde-Str. – Luisenpl./Pl. d. Dt. Einheit – Hauptbahnhof – Biebricher Allee – Biebrich Rheinufer
5 Schierstein Oderstraße – Schiersteiner Straße – Luisenpl./Pl. d. Dt. Einheit – Berliner Str. – Erbenheim Nord
6 Nordfriedhof – Pl. d. Dt. Einheit – Hauptbahnhof – Bahnhof Wiesbaden Ost – Amöneburg – Kastel – Brückenkopf – Mainz Hbf – Mainz-Marienborn ¹ ²
6 Nordfriedhof – Pl. d. Dt. Einheit – Hauptbahnhof – Bahnhof Wiesbaden Ost – Amöneburg – Kastel – Brückenkopf – Mainz Hbf – Mainz Bretzenheim Südring (– Mainz Gutenberg-Center) ¹ Information Line 6 und 6A wurden kombiniert und die Linie 6A heißt jetzt auch Linie 6
8 Steinberger Str. – Hauptbahnhof – Wilhelmstr. – Eigenheim
8B Steinberger Str. – Hauptbahnhof – Wilhelmstr. – Bahnholz
9 (Schierstein Oderstraße –) Schierstein Zeilstraße – Biebrich – Amöneburg – Kastel – Brückenkopf – Mainz Hbf (– Mainz Isaac-Fulda-Allee/Aareon AG) ¹
14 (Carl-von-Linde-Str. –)Klarenthal – FHS – Luisenpl./Pl. d. Dt. Einheit – Hauptbahnhof – Biebrich Real-Markt/Schierstein
15 Gräselberg – Schiersteiner Straße – Luisenpl./Pl. d. Dt. Einheit – Berliner Str. – Erbenheim – Nordenstadt Westring
15D Gräselberg – Schiersteiner Straße – Luisenpl./Pl. d. Dt. Einheit – Berliner Str. – Erbenheim – Nordenstadt – Wallau – Delkenheim
16 Südfriedhof – Hauptbahnhof – Luisenpl./Dernsches Gel. – Sonnenberg – Rambach
16H Südfriedhof – Hauptbahnhof – Luisenpl./Dernsches Gel. – Sonnenberg Hofgartenplatz
17 Bierstadt Wolfsfeld – Bierstadter Str. – Pl. d. Dt. Einheit/Luisenpl. – Dotzheimer Str. – Klarenthal Graf-von-Galen-Str.
17F Bierstadt Wolfsfeld – Bierstadter Str. – Pl. d. Dt. Einheit/Luisenpl. – Dotzheimer Str. – Klarenthal Anne-Frank-Str.
18 Sonnenberg Hofgartenplatz – Bierstadter Str. – Pl. d. Dt. Einheit/Luisenpl. – Europaviertel – Sauerland
20 Naurod – Bremthal – Niederjosbach
AST 20 Naurod/Wildsachsen – Bremthal
21 Pl. d. Dt. Einheit – Bierstadter Str. – Naurod – Auringen – Medenbach (– Wildsachsen)
21T Pl. d. Dt. Einheit – Bierstadter Str. – Naurod – Auringen – Tannenring – Medenbach (– Wildsachsen)
22 Pl. d. Dt. Einheit/(Berufsschulzentrum – Hauptbahnhof) – Luisenplatz – Bierstadter Str. – Naurod – Niedernhausen – Oberjosbach
23 Wildsachsen – Breckenheim – Igstadt – Bierstadt – Pl. d. Dt. Einheit/Luisenpl. – Dotzheim – Freudenberg – Schierstein Hafen
24 Heßloch – Kloppenheim – Bierstadt – Pl. d. Dt. Einheit/Luisenpl. – Dotzheim – Frauenstein
24S Heßloch – Kloppenheim – Wolfsfeld – Bierstadt – Pl. d. Dt. Einheit/Luisenpl. – Dotzheim – Schelmengraben – Frauenstein
24W Frauenstein – Schelmengraben – Dotzheim – Luisenpl./Pl. d. Dt. Einheit – Bierstadt – Wolfsfeld – Kloppenheim – Heßloch
26 Medenbach – Wildsachsen – Bremthal Bahnhof
27 Schelmengraben – Dotzheim – Luisenpl./Pl. d. Dt. Einheit – Hauptbahnhof (– Berufsschulzentrum – ESWE-Freizeitbad)
27B Schelmengraben – Dotzheim – Luisenpl./Pl. d. Dt. Einheit – Hauptbahnhof – Stat. Bundesamt – Berufsschulzentrum
28 (Pl. d. Dt. Einheit – Hauptbahnhof – Berliner Str.) – Erbenheim (– Flugplatz) – Kastel – Kastel Bahnhof – Brückenkopf – Mainz Am Brand ¹
30P Dernsches Gel. – Pl. d. Dt. Einheit/Luisenpl. – Platte (Ski-Express – Saisonbetrieb Winter)
33 (Tierpark Fasanerie –) Fasaneriestraße – Dürerplatz – Pl. d. Dt. Einheit – Hauptbahnhof – Bahnhof Wiesbaden Ost (– Peter-Sander-Str.) – Kastel – Kostheim Winterstraße ¹
33A (Tierpark Fasanerie – Dürerplatz –) Pl. d. Dt. Einheit – Hauptbahnhof – Amöneburg Unterer Zwerchweg
33B (Tierpark Fasanerie –) Fasaneriestraße – Dürerplatz – Pl. d. Dt. Einheit – Hauptbahnhof – Berufsschulzentrum (– Peter-Sander-Str.) – Kastel – Krautgärten – Kostheim Winterstraße ¹
37 Bierstadt Venatorstraße – Bierstadter Str. – Moltkering – Hauptbahnhof – Dichterviertel Wielandstraße oder Gymnasium Mosbacher Berg
38 Europaviertel – Waldstraße – Biebrich Rheinufer *
39 Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken – Dotzheim – Biebrich – Bahnhof Wiesbaden Ost
39F Robert-Krekel-Anlage – Biebrich Friedhof
43 Hauptbahnhof – Nordenstadt – Wallau – Breckenheim
45 Mainz Hbf. – Universität – Mainz-Mombach – Biebrich – Schierstein – Freudenberg – Dotzheim – Luisenpl./Pl. d. Dt. Einheit – Hauptbahnhof (– John-F.-Kennedy-Straße)¹
46 Hauptbahnhof – Nordenstadt – Wallau – Massenheim – Hochheim
AST 46 Wallau – Massenheim – Wicker/Hochheim
47 Dernsches Gelände – Hauptbahnhof – Biebricher Allee – Biebrich Bahnhof – Karl-Bosch-Str. – Schiersteiner Brücke – Schierstein Zeilstraße/Mainz-Mombach Westring – Mainz-Gonsenheim Wildpark¹
48 Pl. d. Dt. Einheit – Berliner Str. – Nordenstadt – Delkenheim – Hochheim Bf
48S Delkenheim Eifelstraße – Hochheim Heinrich-v.-Brentano-Schule *
48X Hochheim Bahnhof – Delkenheim – A66 – Berliner Straße – Dernsches Gelände – Platz der Dt. Einheit *
54 Mainz Lerchenberg – Mainz-Drais – Mainz Hbf – Brückenkopf – Kastel Bahnhof – Kostheim – Gustavsburg – Bischofsheim – Ginsheim (MVG-Linie)
55 Mainz-Finthen – Mainz-Drais – Mainz Hbf – Brückenkopf – Kastel Bahnhof – Kostheim – Gustavsburg – Bischofsheim (MVG-Linie)
56 Mainz-Münchfeld – Mainz Hbf – Brückenkopf – Kastel Bahnhof – Kostheim Winterstraße (MVG-Linie)
57 Mainz-Gonsenheim – Mainz Hbf – Brückenkopf – Kastel Bahnhof – Kostheim – Kastel Krautgärten (MVG-Linie)
68 Klein-Winternheim – Ober-Olm – Mainz Lerchenberg – Mainz-Bretzenheim – Mainz Hbf – Brückenkopf – Kastel Bahnhof – Kostheim – Hochheim (Kooperationslinie MVG und ORN)
Nachtverkehr
Linie Strecke
N2 Nightliner: Pl. d. Dt. Einheit – Berliner Str. – Hochfeld – Erbenheim – Nordenstadt – Wallau – Delkenheim
N3 Nightliner: Pl. d. Dt. Einheit – Hauptbahnhof – Biebrich – Parkfeld – Schierstein Hafen – Schierstein Oderstr.
N4 Nightliner: Dernsches Gel. – Pl. d. Dt. Einheit – Elsässer Pl. – Loreleiring – Carl-v.-Linde-Str. – Flachstr. – Schelmengraben – Frauenstein
N5 Nightliner: Hauptbahnhof – Pl. d. Dt. Einheit – Dürerplatz – Klarenthal – Kohlheck
N7 Nightliner: Pl. d. Dt. Einheit – Hauptbahnhof – Südfriedhof – Erbenheim – Fort Biehler – Kastel – Kostheim Winterstr.
N9 Nightliner: Dernsches Gel. – Pl. d. Dt. Einheit – Waldstr. – Steinberger Str. – Gräselberg – Schierstein
N10 Nightliner: Kulturzentrum Schlachthof – Gartenfeldstr. – Hauptbahnhof – Luisenpl./Dernsches Gel. – Sonnenberg – Rambach – Naurod – Auringen – Medenbach
N11 Nightliner: Pl. d. Dt. Einheit – Bierstadt – Nauroder Str. – Heßloch – Kloppenheim – Igstadt – Breckenheim
N12 Nightliner: Dernsches Gel. – Europaviertel – Sauerland – Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken – Freudenberg – Schierstein Hafen
91 Mainz-Finthen – Mainz-Drais – Mainz-Gonsenheim – Mainz Hbf – Brückenkopf – Kastel Bahnhof – Kostheim – Gustavsburg – Bischofsheim (MVG-Linie)
99 Mainz Hbf – Kastel – Peter-Sander-Straße (Diskothek Euro Palace) (MVG-Linie) ³
Regionalbuslinien
Linie Strecke
170 Wiesbaden Hauptbahnhof – Platz der Deutschen Einheit – Waldstraße – Zeilstraße – Walluf – Martinsthal
171 Wiesbaden Hauptbahnhof – Platz der Deutschen Einheit – Waldstraße – Zeilstraße – Walluf – Eltville – Erbach – Hattenheim – Oestrich-Winkel – Geisenheim – Rüdesheim am Rhein – Assmannshausen – Lorch – Lorchhausen
200 Schnellbus: Wiesbaden Hauptbahnhof – Platz der Deutschen Einheit – Fachhochschule – Schlangenbad – Kemel – Egenroth – Holzhausen an der Haide – Nastätten
203 Wiesbaden Hauptbahnhof – Platz der Deutschen Einheit – Eiserne Hand – Hahn – Bleidenstadt – Bad Schwalbach – Kemel – Laufenselden – Reckenroth – Dörsdorf – Katzenelnbogen – Holzhausen an der Haide – Nastätten
225 Wiesbaden Hauptbahnhof – Platz der Deutschen Einheit – Unter den Eichen – Neuhof – Wallbach – Wallrabenstein – Wörsdorf – Idstein
240 Wiesbaden Hauptbahnhof – Platz der Deutschen Einheit – Eiserne Hand – Hahn – Wehen – Neuhof – Niedernhausen - Königshofen (einzelne Busse ab Hahn als 245 nach Rückershausen)
262 Wiesbaden Platz der Deutschen Einheit – Hauptbahnhof – A66 – Nordenstadt – Wallau – Hofheim °
270 Wiesbaden Hauptbahnhof – Platz der Deutschen Einheit – Wolkenbruch – Neuhof – Wehen
271 Wiesbaden Hauptbahnhof – Platz der Deutschen Einheit – Wolkenbruch – Neuhof – Eschenhahn – Idstein
272 Schnellbus: Wiesbaden Hauptbahnhof – Platz der Deutschen Einheit – Neuhof – Kirberg – Limburg
273 Wiesbaden Hauptbahnhof – Platz der Deutschen Einheit – Unter den Eichen – Neuhof – Wehen – Orlen – Hambach – Niederlibbach – Oberlibbach – Görsroth
274 Wiesbaden Hauptbahnhof – Platz der Deutschen Einheit – Eiserne Hand – Hahn – Bleidenstadt – Bad Schwalbach
275 Wiesbaden Hauptbahnhof – Platz der Deutschen Einheit – Fachhochschule – Schlangenbad – Bad Schwalbach – Kemel – Egenroth – Holzhausen an der Haide
Schnellbuslinien
Linie Strecke
X26 Wiesbaden Platz der Deutschen Einheit – Nordenstadt – Hofheim – Königstein - Oberursel – Bad Homburg
¹ Kooperationslinie mit der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG)
² Auch im Nachtverkehr, dann aber nur bis Mainz Hbf, im Schwachlastverkehr (Abend, Sonntagvormittag) auch über Mainz-Bretzenheim Südring
* Nur in der Schulzeit
Kursiv = Außerhalb des Stadtgebietes
³ Nur Nächte Freitag/Samstag und Samstag/Sonntag sowie in Nächten zu Wochenfeiertagen
° Einige Haltestellen in Wallau gehören tariflich auch zum RMV-Tarifgebiet 65 (Wiesbaden/Mainz)

Seit dem 1. März 2010 finden im Rahmen der Umgestaltung des Platzes der Deutschen Einheit dort umfangreiche Bauarbeiten statt. Derzeit enden sie an einer provisorischen Endhaltestelle in der Schwalbacher Straße nahe der Einmündung der Dotzheimer Straße. Alle Linien, die dort planmäßig ihre Endhaltestelle haben, sollten zum damals nächsten Fahrplanwechsel eine neue Endhaltestelle erhalten, da die Baupläne keinen Wende- und Abstellmöglichkeit für Busse vorsehen. Derzeit ist nicht absehbar, ob und ggf. wann dieser Plan umgesetzt werden wird.

Takt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Regel fahren die Stadtbusse alle 10, 15 oder 20 Minuten, in der Schwachlastzeit (Mo – Fr bis 6:30 und ab 20 Uhr, Sa bis ca. 8 Uhr und ab 20 Uhr, So bis ca. 12 Uhr und ab 20 Uhr) verkehren die meisten Linien alle 30 bzw. alle 60 Minuten. Vor Schulbeginn und nach Schulschluss werden Einsatzwagen zur Verstärkung eingesetzt, die teilweise auch Verbindungen abseits der sonstigen Linienwege bedienen. Eine Ausnahme bildet die Linie 6, die zwischen November und April wegen der hohen Auslastung testweise einen 7,5 Minuten-Takt fährt sowie die Linien 4 und 14 die jeweils einen 8 Minuten-Takt fahren.[2]

Die Regionalbusse verkehren meist alle 30 oder 60 Minuten, in der Schwachlastzeit oft auch nur alle 2 Stunden. Zusätzlich gibt es einige Fahrten außerhalb der bestehenden Takte.

In der Schwachlastzeit garantiert die ESWE Verkehrsgesellschaft an den zentralen Umsteigepunkten den Anschluss an alle zeitgleich dort verkehrenden Stadtbuslinien, allerdings sind einige Linien davon ausgeschlossen, da sie nur zeitnah verkehren. Die Nachtlinien verkehren täglich einmal, an Wochenenden und vor Feiertagen findet der Verkehr durchgängig alle 90 Minuten statt.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Busspuren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wiesbaden bestehen zurzeit etwa 12 km Busspuren, die außer von Bussen nur von Taxis sowie Einsatzfahrzeugen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst und seit 2008 auch von Fahrrädern genutzt werden dürfen. Wiesbaden hat nach Hamburg (1962), Aachen, Bremen und anderen Städten innerhalb Deutschlands am 1. September 1968[3] diese Sonderfahrstreifen eingerichtet, um die Fahrpläne besser einhalten und den Busverkehr unabhängiger vom Individualverkehr machen zu können. Außerdem wurde in Wiesbaden die „Wiesbadener Busschleuse“ „erfunden“. Dies ist eine Signalanlage ca. 30 Meter vor der eigentlichen Kreuzung, die den Bussen mit einem Sondersignal das Einfädeln aus der Busspur in die Spuren des Individualverkehr ermöglicht und dafür sorgt, dass die Busse in der Regel als erste Fahrzeuge in die Kreuzung einfahren können.

Das Befahren einzelner Straßenabschnitte ist gänzlich auf Busse, Taxis und Radfahrer beschränkt. So etwa zwei Abschnitte der Friedrichstraße am Dernschen Gelände und in Höhe der Kirchgasse, in deren Höhe auch die Luisenstraße für den Individualverkehr gesperrt ist. Ein weiterer ähnlicher Straßenabschnitt existiert im Europaviertel auf der Willy-Brandt-Allee. Auf diesem Abschnitt befindet sich die Haltestelle Europaviertel. Der Autoverkehr muss über den Konrad-Adenauer-Ring (2. Ring) und die Charles-de-Gaulle-Straße ausweichen.

Ein Bus vom Typ MAN NG 313 der ESWE Verkehr

Leittechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Steuerung des Betriebsablaufs wurde ab Anfang der 1980er Jahre mit Tests eines rechnergestützten Betriebsleitsystems begonnen, 1985 wurde ein System der Firma MBB installiert.[4] Man versprach sich davon eine Optimierung des Angebots und einer Verbesserung von Attraktivität und Arbeitsbedingungen.[5] Die Fahrzeuge wurden dazu mit einem Bordrechner, einem Funkgerät und einem Infrarotsender und -empfänger ausgestattet,[4] später auch mit einem GPS-Empfänger. An betrieblich wichtigen Stellen der Strecken wurden Infrarotsender installiert, die bei Vorbeifahrt des Busses einen eindeutigen Ortscode senden und gemeinsam mit Wegzählern und Öffnungskontakten an den Türen die Standortbestimmung ermöglichen.[4] Den Fahrgästen wird an einigen Haltestellen die erwartete Ankunftszeit des Busses angezeigt.[6] Zudem wurden die Ampeln angepasst, so dass die Busse die Dauer von Rot- und Grünphasen beeinflussen können.[4]

Fuhrpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Momentan besitzt die ESWE Verkehr 191 Busse, davon 120 Standardlinienbusse (auch Solowagen genannt) und 71 Gelenkomnibusse. Aufgrund der Euro V-Norm wurden viele alte durch neue Fahrzeuge ersetzt, um die seit 2009 geltende Norm zu erfüllen.

Das Unternehmen WiBus setzt zusätzlich 28 Wagen ein. Seit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2006 werden keine weiteren Subunternehmen (bis dahin Sippel und Mester) mehr eingesetzt. Fahrzeuge der Firma Sippel sind in Wiesbaden dennoch weiterhin anzutreffen, da diese die an sie vergebenen Linie 262 betreibt und zudem weiterhin als Subunternehmen der MVG tätig ist, so dass auf den Gemeinschaftslinien von ESWE Verkehr und MVG auch deren Fahrzeuge zum Einsatz kommen.

Tarife[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Städte Wiesbaden und Mainz bilden seit vielen Jahren mit dem Verkehrsverbund Mainz-Wiesbaden (VMW) eine Tarifgemeinschaft. Wegen der Zugehörigkeit des Verbundgebietes zu 2 Bundesländern (Hessen und Rheinland-Pfalz) mit unterschiedlichen überregionalen Verkehrsverbünden gehört Wiesbaden im Rahmen des Tarifgebietes 65 zum RMV sowie als Teil der Doppelwabe 300 zum RNN. Fahrten in Wiesbaden (und im gesamten Tarifgebiet 65) sowie in andere RMV-Tarifgebiete unterliegen dem RMV-Tarif, Fahrten mit Fahrtziel im RNN werden nach RNN-Tarif berechnet. Die notwendigen Fahrscheine sind an allen Automaten, Verkaufsstellen und in den Fahrzeugen mit Fahrscheinverkauf erhältlich.

Die reinen Verkehre innerhalb des Tarifgebietes 65 (wiederum mit einer Ausnahme in Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg) stellen mit der Preisstufe 13 eine Besonderheit dar. Hier sind Jahres- und Monatskarten ein gutes Stück günstiger als in der Preisstufe 3, außerdem gibt es mit den Sammelkarten die Möglichkeit, im Vorverkauf an Automaten, betriebseigenen und anderen Vorverkaufsstellen 5 Einzelfahrkarten mit einer Ermäßigung von etwa 20 % zu erwerben, die dann bei Fahrtantritt entwertet werden müssen (Sammelkarten gibt es übrigens auch im RNN). Die Sammelkarten sind vollwertige Fahrkarten und berechtigen zur Nutzung aller RMV-Verkehrsmittel im Tarifgebiet 65. Die Fahrzeuge von ESWE Verkehr und der MVG haben die erforderlichen Entwerter im Fahrzeug, an den Bahnstationen stehen sie am Bahnsteig und in vielen ORN-Fahrzeugen sind ebenfalls Entwerter an Bord. Bei den Fahrzeugen, die im Tarifgebiet 65 ebenfalls verkehren und die nicht über Entwerter verfügen, werden diese vom Fahrpersonal mittels Stempel oder handschriftlich entwertet. Die Sammelkarten sind historisch gewachsen und werden im Hinblick auf eine geplante Debitkarte im RMV beibehalten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Drehscheibe Online: Der Obus, nicht das liebste Kind der Wiesbadener, abgerufen am 7. Juli 2011
  2. Änderungen zum Fahrplanwechsel. In: http://www.eswe-verkehr.de, abgerufen am 3. Februar 2014
  3. Busspuren in Wiesbaden – 1. September 1968
  4. a b c d P. Stöveken: Rechnergesteuertes Betriebsleitsystem zur Optimierung des Busbetriebs. In: Erich Hoepke (Hrsg.): Omnibusse im Verkehrssystem von Ballungsgebieten. expert, 1995, ISBN 978-3-8169-1164-7, S. 115 f.
  5. P. Stöveken: Rechnergesteuertes Betriebsleitsystem zur Optimierung des Busbetriebs. In: Erich Hoepke (Hrsg.): Omnibusse im Verkehrssystem von Ballungsgebieten. expert, 1995, ISBN 978-3-8169-1164-7, S. 117.
  6. Der intelligente ESWE-Bus. Video im Youtubekanal von Eswe Verkehr.