Naked Bike

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Beispiel eines Naked Bikes: Suzuki VX 800

Naked Bikes [ˈneɪkɪd baɪk] sind „nackte“ Serienstraßenmotorräder, das heißt Motorräder ohne Teil- oder Vollverkleidung. Sie sind für den Einsatz auf der (Land-)Straße konzipiert. Die Fahrzeuggeometrie (Lenkkopfwinkel, Radstand und Gewichtsverteilung) und das Fahrwerk sind in der Regel auf Handlichkeit ausgelegt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Der Ausdruck Naked Bike hat sich Mitte der 1990er Jahre in Europa eingebürgert. Fast jedes Motorrad bis weit in die 1980er war unverkleidet. Voll- oder Teilverkleidungen waren bis dahin nur im Rennsport üblich. Letztlich ist Naked Bike kaum mehr als der Werbebegriff für ein Serienmotorrad ohne Vollverkleidung in einer Klasse, in der eine Zeit lang fast alle Motorräder eine Verkleidung hatten. Der Begriff wurde zunehmend von den Herstellern propagiert, stößt aber in der Motorradgemeinschaft mittlerweile zunehmend auf Ablehnung. Der Begriff Naked Bike ist gerade unter den Liebhabern klassischer Motorräder verpönt.

Typische „Naked Bikes“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hersteller Beispiele
Aprilia Tuono 1000 R, Shiver 750
Benelli Benelli TNT
Cagiva Raptor 650 / 1000
BMW K 1300 R, K 1200 R, R 1200 R, R 1150 R Rockster, F 800 R, BMW S 1000 R
Buell Lightning XB12S
Ducati Monster-Modellreihe, Streetfighter 848
Harley-Davidson XR 1200[1] / XG (Street) Serie
Honda CB1300, CB1100, X11, CB1000R, Hornet 900, CB Sevenfifty, NT650 Hawk, NTV, Hornet 600, CBF600N, CBF500, CB500
Kawasaki ZRX 1100/1200, Z1000, Z800, Z750, ZR-7, ER-6n, ER-5, Zephyr, W650, W800
KTM 125 Duke, 200 Duke, 390 Duke, 690 Duke, 990 SuperDuke, 1290 Super Duke R
Moto Guzzi Griso
MZ ETZ-Baureihe
MV Agusta Brutale 990
Sachs Roadster 800, Roadster 650
Suzuki B-King, GSX1400, GSF1250 Bandit, GSF1200 Bandit, GSX750, GSX1200, GSR750, GSF650 Bandit, Gladius, SV650, GSF600 Bandit, GSR600, GS 500
Triumph Speed Triple, Street Triple
Yamaha Vmax, MT-01, XJR, BT1100 Bulldog, FZ1-N, FZ8, FZ6-N, XJ6, MT-03, Yamaha XJ600 Diversion, SR500, MT-07, MT-09, MT-125

(unvollständige Auswahl)

Vor- und Nachteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unverkleidete Motorräder werden wegen ihres als „klassisch“ empfundenen Aussehens geschätzt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass bei einem leichten Sturz nicht die – häufig teure – Verkleidung beschädigt werden kann. Auch sind der Motor und das Fahrwerk bei einem unverkleideten Motorrad besser sichtbar als bei einer verkleideten Maschine.

Durch den Verzicht auf eine Verkleidung wird der Winddruck auf den Kopf und Oberkörper des Fahrers deutlich erhöht. Der im Vergleich zum verkleideten Motorrad höhere Luftwiderstand erfordert mehr Motorleistung für die gleiche Geschwindigkeit.

Andere Motorräder ohne Verkleidung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Honda CB1300, Yamaha XJR, Suzuki GSX 1400 und andere stehen auch für den Retro-Trend mit der Optik der Superbikes der 1980er Jahre, der damaligen Klasse der Big Bikes.

Motorräder mit Cockpitkanzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naked Bike mit Cockpitverkleidung: Kawasaki W800

Obwohl sie keine Naked Bikes im Wortsinne bilden, werden Motorräder mit serienmäßiger oder optionaler kleiner Cockpitverkleidung, wie zum Beispiel Suzuki Bandit (z. B. Bandit 1200S, Bandit 650S), Suzuki SV (SV 650 S, SV 1000 S), Kawasaki (z. B. Z750, Z1000, ZRX1200R) oder Yamaha Fazer (z. B. FZS 1000, FZ6 Fazer), ebenfalls als Naked Bikes bezeichnet.

Die Cockpitverkleidungen bieten zwar keinen umfassenden Wetterschutz, senken aber den Winddruck auf den Oberkörper bei hohen Geschwindigkeiten signifikant.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.thunderbike.de/galleries/tb_galleries/xr1200.php