Namibian Defence Force

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Flagge Namibias Namibian Defence Force (NDF)
Wappen der NDF
Führung
Oberbefehlshaber
de jure:
Staatspräsident Hage Geingob
(Commander-in-Chief)
Oberbefehlshaber de facto: Verteidigungsminister
Verteidigungsminister: Nahas Angula
Militärischer Befehlshaber: Generalleutnant[1] John Mutwa
(Chief of the Defence Force)
Sitz des Hauptquartiers: Windhoek
Militärische Stärke
Aktive Soldaten: etwa 9000
Wehrpflicht: keine
Wehrtaugliche Bevölkerung: insgesamt (Männer und Frauen; Alter 16–49) 527.948[2]
Wehrtauglichkeitsalter: 18–25 Jahre[2]
Anteil der Soldaten an der Gesamtbevölkerung: 0,38 %
Haushalt
Militärbudget: N$ 7,2 Milliarden (2015/2016)
Anteil am Bruttoinlandsprodukt: 11,43 %(2015/2016)
Geschichte
Gründung: 1990
Flagge der namibischen Streitkräfte

Die Namibian Defence Force (NDF) sind die Streitkräfte der Republik Namibia. Sie sind dem namibischen Verteidigungsministerium beziehungsweise dem Staatspräsidenten Namibias unterstellt.

Die NDF wurde nach der Unabhängigkeit Namibias 1990 gegründet. Die Verfassung Namibias (Kapitel 15) legt die Grundzüge der NDF als „Verteidiger des Territoriums und der nationalen Interessen“ fest. Die Streitkräfte sind somit im In- und Ausland rechtlich einsetzbar.

Die Hauptaufgabe ist die Sicherung der Souveränität und der territorialen Unabhängigkeit Namibias durch Schutz gegen ausländische Angreifer. Zudem kann die NDF zur Unterstützung von zivilen Aufgaben eingesetzt werden, zum Beispiel im Falle von Naturkatastrophen aber auch zum Schutz von Regierungsgebäuden. Detailliert sind die Aufgaben im Defence Amendment Act, 1990 festgelegt.[3]

Die NDF mit ihren Teilstreitkräften ist zudem fester Bestandteil der Bereitschaftstruppe (englisch Standby Force) der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Namibian Defence Force ging aus den unterschiedlichen militärischen und paramilitärischen Zusammenschlüssen des 23-jährigen Befreiungskampfes hervor. Hierzu zählten die People’s Liberation Army of Namibia (PLAN; Volksbefreiungsarmee) und South West African Territorial Force (SWATF; Südwestafrikanische Territoriumskräfte). Die Briten begannen nach der Unabhängigkeit Namibias mit der Ausbildung der NDF[4] zusammen mit den kenianischen UNTAG-Truppen.

Seit 1992 empfängt Namibia auch Hilfe aus Deutschland und wurde in dem Zuge auch in das Ausstattungshilfeprogramms für ausländische Streitkräfte aufgenommen. Der Schwerpunkt der Deutschen Hilfe liegt im Bereich Fahrzeuge. So hat man in Luiperds Valley Mechaniker von der Bundeswehr ausbilden lassen. Um die Ausbildung von der NDF selbständig durchzuführen, hat man ein Ausbildungszentrum an der Militärschule in Okahandja gebaut. Des Weiteren wurde eine Fahrschule am Osona-Stützpunkt aufgebaut.[5]

Teilstreitkräfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Namibian Defence Force ist in die Teilstreitkräfte

untergliedert.

Heer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Namibian Army

Das Heer (englisch Namibian Army) bildet die bei weitem größte Teilstreitkraft der NDF. Es verfügt (Stand: 2001) über Panzer T-55, Schützenpanzer der Modelle BRDM-2, BTR-60, Casspir, Wolf Turbo, Artillerie ZiS-3, G2 und BM-21 sowie Sturmgewehre des Modells AK-47.

Luftwaffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Namibian Air Force
Logo Namibian Air Force.png

Die namibische Luftwaffe (englisch Namibian Air Force) ist die zweitgrößte Teilstreitkraft der NDF, jedoch insgesamt was Ausstattungszahl und Personal angeht sehr klein. Sie wurde am 13. März 2005 formal gegründet.

Marine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Namibische Marine
Logo Namibische Marine.png

Die Namibische Marine (englisch Namibian Navy) sind Namibias Streitkräfte zur See. Sie wurden formal 2004 gegründet, jedoch schon seit 1994 als eigene Einheit verwaltet (Namibian Defence Force Maritime Wing). Sie ist eine Teilstreitkraft der Namibian Defence Force.

Auslandseinsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die NDF hat Truppen im Rahmen von Missionen der Vereinten Nationen nach unter anderem Liberia, Äthiopien, Côte d'Ivoire, Sudan und Eritrea entsendet. Zudem hatte Namibia bis 2001 Kampftruppen in der Demokratischen Republik Kongo stationiert, diese jedoch auf internationalen Druck abgezogen.[6][7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinweise und Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die NDF bestehen auch aus weiblichem Militärpersonal. Die Zahl der verfügbaren wehrtauglichen/wehrfähigen Frauen ist jedoch nicht bekannt.
  1. Mutwa befördert. Allgemeine Zeitung, 24. Januar 2014 abgerufen am 27. Januar 2014
  2. a b CIA World Factbook, Militärsektion aus dem Artikel zu Namibia. Abrufdatum: 16. Oktober 2009
  3. Namibian Defence Act (PDF; 57 kB)
  4. The SADF’s Border War: Peace and the Results of Peace.
  5. Carla Rattay: Bundeswehr fördert namibische Streitkräfte. In: Allgemeine Zeitung Online. 18. September 2012, abgerufen am 4. November 2012.
  6. Africa's regional interests in Congo . auf: BBC News. 28. November 1998.
  7. Namibia Pulls Out of Congo's War. auf: highbeam.com 2. September 2001.