Nancy Faeser

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Nancy Faeser auf der konstituierenden Sitzung des Hessischen Landtages 2014

Nancy Faeser (* 13. Juli 1970 in Bad Soden) ist eine deutsche Politikerin (SPD), Juristin und Abgeordnete des Hessischen Landtags. Sie ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Innenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, sowie Generalsekretärin der SPD Hessen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nancy Faeser ist verheiratet und hat einen Sohn. Aufgewachsen ist sie in Schwalbach am Taunus, wo sie heute noch lebt. Nach dem Abitur im Jahr 1990 am Albert-Einstein-Gymnasium in Schwalbach am Taunus studierte Faeser Rechtswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. 1996 schloss sie das Studium mit dem Ersten Staatsexamen ab. Von 1996 bis 1998 war sie Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Günter Frankenberg in Frankfurt. Nach ihrer Referendarzeit am Oberlandesgericht Frankfurt am Main legte sie ihr Zweites Staatsexamen im Jahr 2000 ab und arbeitet seitdem als Rechtsanwältin, derzeit bei einer Wirtschaftskanzlei in Frankfurt am Main.

Abgeordnete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 5. April 2003 ist Faeser Abgeordnete im Hessischen Landtag. Sie wurde im Oktober 2007 als designierte Ministerin für Justiz in das Schattenkabinett der damaligen SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti berufen. Nach der hessischen Landtagswahl 2008 zog Faeser erneut über die Landesliste in den Hessischen Landtag ein. Nancy Faeser wurde als Justiziarin der SPD-Landtagsfraktion in den Fraktionsvorstand gewählt. Nach der erneuten Landtagswahl 2009 zog sie wiederum über die Landesliste in den Hessischen Landtag ein. Seit 2009 ist sie stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Innenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Hessen. Faeser ist Vorsitzende des Unterausschusses Justizvollzug des Hessischen Landtags und Vorsitzende der Parlamentarischen Kontrollkommission für den Verfassungsschutz. Seit 2013 ist sie Vorsitzende der G-10 Kommission.

Faeser war Obfrau im Untersuchungsausschuss 16/3 FWG-Doppelfinanzierung und im Untersuchungsausschuss 18/2 (Besetzung der Position des Präsidenten der Hessischen Bereitschaftspolizei) des Hessischen Landtags.

Seit 1993 ist sie Mitglied des Kreistags im Main-Taunus-Kreis und seit 2006 Stadtverordnete in ihrer Heimatstadt Schwalbach am Taunus. Im Jahr 2004 war sie Mitglied der 12. Bundesversammlung, 2009 Mitglied der 13. Bundesversammlung und 2010 Mitglied der 14. Bundesversammlung.

Im Juni 2013 wurde Faeser von SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel für den Bereich Inneres, Kommunales und Sport in seine „Mannschaft für den Wechsel“ berufen.[1] Bei der Landtagswahl in Hessen 2013 trat sie im Wahlkreis Main-Taunus I an. Hier unterlag sie gegen Christian Heinz. Ihr gelang jedoch der Wiedereinzug in den Landtag über Listenplatz 2 der SPD Hessen.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1988 ist Faeser Mitglied der SPD. Vorsitzende der SPD Schwalbach am Taunus ist sie seit 1996. Von 1999 bis 2009 war sie stellvertretende Vorsitzende, von 2009 bis 2015 Vorsitzende der SPD Main-Taunus. Derzeit gehört sie als stellvertretende Vorsitzende dem Unterbezirksvorstand an. Seit 2002 ist sie Mitglied des Bezirksvorstandes der SPD Hessen-Süd, von 2000 bis 2009 war sie Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen (AsJ) der SPD Hessen-Süd. Seit 2009 gehört sie der Arbeitsgruppe „Innen“ des SPD Parteivorstands in Berlin an. Faeser ist seit 2009 Mitglied bei den Sozialdemokraten in der Polizei (SiP). 2013 wurde sie in den Landesvorstand der SPD Hessen gewählt. Seit Februar 2014 ist sie Generalsekretärin der SPD Hessen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nancy Faeser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.spd-hessen.de/meldungen/33229/133433/Thorsten-Schaefer-Guembel-beruft-Nancy-Faeser-fuer-den-Bereich-Inneres-Kommunales-und-Sport.html