Nandlstadt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Nandlstadt
Nandlstadt
Deutschlandkarte, Position des Marktes Nandlstadt hervorgehoben

Koordinaten: 48° 32′ N, 11° 48′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Freising
Höhe: 465 m ü. NHN
Fläche: 34,3 km2
Einwohner: 5306 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 155 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 85405, 85395
Vorwahl: 08756
Kfz-Kennzeichen: FS
Gemeindeschlüssel: 09 1 78 144
Marktgliederung: 39 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Rathausplatz 1
85404 Nandlstadt
Website: www.markt-nandlstadt.de
Bürgermeister: Gerhard Betz (Bürgerliste Nandlstadt)
Lage des Marktes Nandlstadt im Landkreis Freising
Landkreis DachauLandkreis ErdingLandkreis KelheimLandshutLandkreis LandshutLandkreis MünchenLandkreis Pfaffenhofen an der IlmAllershausenAttenkirchenAu in der HallertauEching (Landkreis Freising)FahrenzhausenFreisingGammelsdorfHaag an der AmperHallbergmoosHörgertshausenHohenkammerKirchdorf an der AmperKranzbergLangenbach (Oberbayern)MarzlingMauernMoosburg an der IsarNandlstadtNeufahrn bei FreisingRudelzhausenWang (Oberbayern)WolfersdorfPaunzhausenZollingKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Nandlstadt ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Freising und gilt als ältester Hopfenanbauort der Welt.

Blick auf Nandlstadt mit der Kirche St. Martin

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Dreieck zwischen den Städten Freising (20 km), Moosburg (16 km) und Mainburg (15 km). Nandlstadt ist vor allem durch den benachbarten Markt Au in der Hallertau bekannt.

Luftbild von Nandlstadt

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat 39 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Ehemalige Gemeinden mit Gemeindeteilen:

  • Nandlstadt
  • Airischwand mit Bauernried, Faistenberg, Großgründling, Hausmehring, Kainrad, Rehloh und Zulehen
  • Baumgarten mit Altfalterbach, Andorf, Bockschwaig, Gründl, Hadersdorf, Kollersdorf, Kronwinkl, Oberschwaig, Reith, Schatz, Spitz, Thalsepp, Tölzkirchen und Zeilhof
  • Figlsdorf mit Aiglsdorf, Brudersdorf, Höllbauer, Holzen, Kitzberg, Kleinwolfersdorf, Meilendorf, Riedglas, Riedhof, Wadensdorf und Weihersdorf

Kleingründling (Gemeinde Reichertshausen), Oberholzhäuseln und Unterholzhäuseln (Gemeinde Appersdorf) wurden von anderen Gemeinden eingegliedert

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nandlstadt wurde erstmals 815 n. Chr. als Nandelstadt urkundlich erwähnt. Der Ort erhielt wahrscheinlich 1386 durch die niederbayerischen Herzöge Marktrechte und besaß ein Marktgericht mit magistratischen Eigenrechten. Nandlstadt gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Moosburg des Kurfürstentums Bayern. 1818 entstand die heutige politische Gemeinde. Nandlstadt ist eine von 14 Hallertauer Hopfensiegelgemeinden. 1862 erhielt der Markt das Recht, seinen Hopfen zu siegeln. Allerdings wird schon nachweislich seit dem Jahr 860 Hopfen angebaut.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Baumgarten und Figlsdorf eingegliedert, am 1. Juli 1972 kam Kleingründling von der Gemeinde Reichertshausen hinzu.[3] Am 1. Mai 1978 folgten Teile der aufgelösten Gemeinden Airischwand und Appersdorf.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs der Markt von 3.347 auf 5.318 um 1.971 Einwohner bzw. um 58,9 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Nandlstadt setzt sich aus 20 Ratsmitgliedern und dem Bürgermeister zusammen. Die Gemeinderatswahl am 16. März 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 59,3 % zu folgendem Ergebnis:[5]

Nandlstadt: Neugotisches Rathaus
Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
CSU 30,3 % 6
SPD / Grüne 9,0 % 2
Bürgerliste 26,2 % 5
Unabhängige Wähler 34,5 % 7
Gesamt 100 % 20

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der seit 1990 amtierende Bürgermeister Jakob Hartl (Bürgerliste) wurde bei der Kommunalwahl 2014 mit 56,9 % der gültigen Stimmen erneut im Amt bestätigt.

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt auf rotem Hintergrund das bärtige Haupt des heiligen Johannes des Täufers auf einer silbernen Schüssel.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nandlstadt war über die Hallertauer Lokalbahn von Langenbach nach Enzelhausen an den Schienenverkehr angeschlossen. Die Strecke wurde jedoch inzwischen stillgelegt. Die Hallertauer Hopfentour, ein Radweg durch die Hallertau verläuft durch den Markt.[6]

Nandlstadt: Altes Bauernhaus

Motto[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Nandlstadt ist keine Stadt, aber keine Stadt ist wie Nandlstadt.“ (Spruch in der Gaststätte „Schwemmwirt“ in Nandlstadt)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen in Verbindung mit Nandlstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Nandlstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Nandlstadt in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 11. September 2019.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 464.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 575.
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
  6. Radweg Hallertauer Hopfentour. Hopfenland Hallertau Tourismus e.V., abgerufen am 6. Oktober 2016.