Nanowar of Steel

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Nanowar of Steel
Live beim Rockharz Open Air (2018)
Live beim Rockharz Open Air (2018)
Allgemeine Informationen
Herkunft Rom, Italien
Genre(s) Heavy Metal, Power Metal, Hard Rock
Gründung 2003 als Nanowar
Website https://www.nanowar.it/
Aktuelle Besetzung
Potowotominimak (Carlo Alberto)
E-Gitarre, Keyboard, Hintergrundgesang
Mohammed Abdul (Valerio Storch)
Gatto Panceri 666 (Edoardo Carlesi)
Uinona Raider (Alessandro Milone)
Mr. Baffo (Raffaello Venditti)
Ehemalige Mitglieder
E-Gitarre
Sir Daniel (2003)
Schlagzeug
Lerd'rummer (bis 2006)

Nanowar of Steel ist eine komödiantische, italienische Heavy-Metal-Band aus Rom. 2003 als Nanowar gegründet, als Verballhornung der Band Manowar, folgte 2006 eine Namensänderung in Nanowar of Steel, in Anspielung an die italienische Power Metal-Band Rhapsody, die ihren Namen nach einem Rechtsstreit in Rhapsody of Fire ändern musste.

Die Musikgruppe setzte sich früh zum Ziel, die Metal-Subkultur, samt diverser Subgenres und Klischees zu parodieren, dabei speziell den True Metal, da die Ernsthaftigkeit vieler Interpreten von ihnen als albern wahrgenommen würde.

Live (2018)

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach zwei Demos veröffentlichten Nanowar of Steel 2005 ihr Debütalbum Other Bands Play, Nanowar Gay! über den Online-Musikdienst Jamendo unter der Creative-Commons-Lizenz. Für das Nachfolgealbum Into Gay Pride Ride wählte die Gruppe den gleichen Vertriebsweg. Die Popularität in Italien steigerte sich und 2013 kooperierte man mit der pseudopolitischen Spaßbewegung Feudalesimo e Liberta, die sich für eine Restauration des Feudalismus einsetzt.

Nachdem alle bisherigen Veröffentlichungen im Eigenvertrieb erfolgten, wurde ihr fünftes Studioalbum, Stairway to Valhalla, 2018 erstmals durch ein Label, Audioglobe, veröffentlicht. Inzwischen steht die Band bei Napalm Records unter Vertrag.

Musikalisch parodierte man stets bekannte Metallieder wie Master of Puppets (als Master of Pizza), Emerald Sword (als Emerald Fork) oder The Number of the Beast (als The Number of the Bitch) oder erschuf eigene Lieder mit Nonsens-Texten, in diversen, ebenfalls parodierten Metal- und Hardrock-Stilen, die die Band durch bekannte Pop-Hooklines ergänzt oder mit fremden Musikrichtungen paart.[1] Das 2019 veröffentlichte Norwegian Reggaeton etwa parodiert die norwegische Black Metal-Szene, vermischt musikalisch Hard Rock mit Reggaeton. Barbie – Milf Princess of the Twilight, mit Fabio Lione als Gastsänger, imitiert den Stil von Rhapsody of Fire, das Lied And Then I Noticed That She Was a Gargoyle die Power-Balladen der 1980er, Uranus den Glam Metal. Valhallelujah mischt Power Metal und Gospel und persifliert die genreübliche Begeisterung für Nordische Mythologie als Liebeserklärung an IKEA. Bei diesem Lied wirkte zudem Angus McFife von Gloryhammer mit, im Musikvideo verkörpert er Odin.

Fabian Bernhardt von metal.de empfiehlt Nanowar of Steel jenen, denen „vergleichbare Bands zu platt sind“, und lobt die Band für ihr „feinsinniges Portrait eines ganzen Genres“.[1] Obwohl musikalisch „gut gemacht“, spaltet der Humor jedoch die Gemüter: „Es ist dieser tiefe Schwachsinn, der seine humoristische Wirkung aus Verzweiflung zieht. Man lacht, weil es ausweglos ist. Ein Trommelfeuer perfide geplanten Unsinns.“[2]

Im Januar 2021 verkündete die Band, dass sie aufgrund der finanziellen Einbußen durch die Corona-Epidemie ihren Musikstil komplett Richtung Italopop ändern würde, um einer breiteren Masse zugänglich zu sein. Das im Februar 2021 veröffentlichte Musikvideo „Formia“ sollte dabei gezielt bisherige Fans enttäuschen, was sich letztlich als Scherzaktion entpuppte. Im April 2021 veröffentlichte die Gruppe, als Parodie des Pirate Metal die Vorabsingle ihres angekündigten Albums Italian Folk Metal, das Lied Der Fluch des Käpt’n Iglo gleichzeitig auf deutsch, nach Schwanzwald ihr zweites deutschsprachiges Lied, wie auch italienisch als La Maledizione di Capitan Findus.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Demos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: True Metal of the World
  • 2003: Triumph of True Metal of Steel

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005: Other Bands Play, Nanowar Gay!
  • 2005: Triumph of True Metal of Steel – 2005 True Edition
  • 2007: Made in Naples (Live-Album)
  • 2010: Into Gay Pride Ride
  • 2014: A Knight at the Opera
  • 2018: Stairway to Valhalla (2020 als „Re-Issue“, Doppel-CD und Doppel-LP)
  • 2021: Italian Folk Metal (angekündigt für 2. Juli 2021)

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015: Tour-Mentone Vol.I

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: Promotional Compilation 2007

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2018: The Call of Cthulhu
  • 2019: And Then I Noticed That She Was a Gargoyle
  • 2019: Norwegian Reggaeton
  • 2019: Valhallelujah (feat. Angus McFife)
  • 2020: Sneeztem of a Yawn
  • 2020: Uranus (feat. Michael Starr)
  • 2020: In The Sky
  • 2021: Der Fluch des Käpt’n Iglo/La Maledizione di Capitan Findus

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Nanowar of Steel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Fabian Bernhardt: Nanowar Of Steel – Stairway To Valhalla – Review. In: metal.de. 2. November 2018, abgerufen am 24. Mai 2020.
  2. BYE-Redakteur Matthias: Nanowar Of Steel – Stairway To Valhalla | Review. In: burnyourears.de. BurnYourEars Webzine, 12. Oktober 2018, abgerufen am 24. Mai 2020.