Nanterre

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nanterre
Wappen von Nanterre
Nanterre (Frankreich)
Nanterre
Region Île-de-France
Département Hauts-de-Seine
Arrondissement Nanterre
Kanton Nanterre-1 (Hauptort)
Nanterre-2 (Hauptort)
Gemeindeverband Métropole du Grand Paris und
EPT Paris Ouest La Défense
Koordinaten 48° 53′ N, 2° 12′ OKoordinaten: 48° 53′ N, 2° 12′ O
Höhe 22–127 m
Fläche 12,19 km2
Einwohner 93.742 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 7.690 Einw./km2
Postleitzahl 92000
INSEE-Code
Website www.nanterre.fr

Blick auf den Grande Arche vom Boulevard in Nanterre, links die Südfront der U Arena.

Nanterre ist ein am Ufer der Seine gelegener westlicher Vorort der französischen Hauptstadt Paris. Die Gemeinde mit 93.742 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) ist Sitz des Départements Hauts-de-Seine und seit 1966 Sitz des Bistums Nanterre. Die Einwohner wurden früher Nanterrois genannt, heute werden sie Nanterriens genannt.

Nanterre teilt sich das bekannte Hochhausviertel La Défense mit den Nachbargemeinden Courbevoie und Puteaux.

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1962: 83.416
  • 1968: 90.332
  • 1975: 95.032 (20. Februar)
  • 1982: 90.371 (4. März)
  • 1990: 84.565 (5. März)
  • 1999: 84.325 (8. März)
  • 2011: 89.476 (1. Januar)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nanterre ist Sitz der Université de Paris X, an deren philosophischer Fakultät mit der Bewegung 22. März die 68er-Bewegung Frankreichs ihren Ausgangspunkt nahm.

Die Gemeinde tendiert politisch zur Linken und wird seit 1935 – nur unterbrochen unter der deutschen Besatzung von 1940 bis 1944 – von kommunistischen Bürgermeistern regiert; derzeit ist dies Patrick Jarry. Die Ansiedlung des neuen Hauptquartiers des rechtsgerichteten Front National 2007 wurde daher von massiven Protesten der Anwohner begleitet.

2002 gab es in Nanterre einen Amoklauf.

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • La Défense: Modernes Hochhausviertel mit zahlreichen Büro-, Wohn- und Geschäftskomplexen, dessen Straßenverkehr komplett unter die Oberfläche verlegt wurde. Auf den Plätzen östlich des silhouettenprägenden Grande Arche finden sich rund sechzig frei zugängliche Werke zeitgenössischer Künstler, darunter Niki de Saint Phalle und Joan Miró.
  • Théâtre des Amandiers: Kultureller Mittelpunkt Nanterres, der nicht nur Theater- und Kabarettveranstaltungen dient, sondern auch Filmvorführungen Platz bietet und eine Schauspielschule beherbergt.
  • U Arena: Multifunktionelles und überdachtes Stadion für Sport- und Unterhaltungsveranstaltungen, zugleich Heimspielstätte des Rugbyvereins Racing 92.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nanterre ist Standort der Automobil-, Elektro-, Maschinen-, Metall- und Nahrungsmittelindustrie sowie der kosmetischen Industrie.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Basketballverein JSF Nanterre spielt seit 2011 in der höchsten Spielklasse Frankreichs, der LNB Pro A. 2013 gewann er erstmals die französische Meisterschaft und 2015 den Euro-Challenge-Cup in Trabzon. 2017 zog zudem der erfolgreiche Rugbyverein Racing 92 von Colombes nach Nanterre.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes des Hauts-de-Seine. Flohic Éditions, 2. Auflage, Charenton-le-Pont 1993, ISBN 2-908958-95-3, S. 286–299.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nanterre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien