Naomi Wolf

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Naomi Wolf beim Brooklyn Book Festival 2008

Naomi Wolf (* 12. November 1962 in San Francisco) ist eine US-amerikanische Schriftstellerin und politische Aktivistin. Sie studierte englische Literatur an der Yale University und arbeitete als Rhodes-Stipendiatin an der University of Oxford. Sie war verheiratet mit dem Journalisten und Mitarbeiter Bill Clintons, David Shipley, mit dem sie zwei Kinder hat.

Mit der Veröffentlichung ihres Buches Der Mythos Schönheit wurde sie zur führenden Sprecherin der später so bezeichneten Dritten Welle des Feminismus.

Wie zerstört man eine Demokratie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wie zerstört man eine Demokratie (The End of America: A Letter of Warning to a Young Patriot) beschreibt Naomi Wolf die Strategien, mit denen faschistische Bewegungen bisher weltweit nach der Macht gegriffen haben, und kritisiert den Verfall der demokratischen Institutionen in den Vereinigten Staaten. Das Buch diente als Vorlage zu dem 78-minütigen Dokumentarfilm The End of America von Annie Sundberg und Ricki Stern (die auch Die Todesreiter von Darfur drehten).

In einer historischen Rückschau untersucht Naomi Wolf den Aufstieg des Faschismus und umreißt die zehn Schritte, die eine faschistische Gruppe (oder Regierung) geht, um den demokratischen Charakter eines Nationalstaats zu zerstören und die Freiheitsrechte zu untergraben, die seine Bürger bis dahin ausgeübt haben:

Die bisher nicht auf Deutsch erschienene Fortsetzung Give Me Liberty: A Handbook for American Revolutionaries untersucht, wie Amerikaner sich in ihrer Geschichte gegen antidemokratische Kräfte im Inneren zur Wehr setzten, und stellt die Frage, wieweit die jetzige junge Generation über die dazu erforderlichen Fähigkeiten verfügt.

Vagina[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2012, nachdem bei der 46-jährigen Autorin 2008 ein Bandscheibenleiden diagnostiziert worden war und sie sich einer orthopädischen Operation unterzogen hatte, publizierte Wolf ihre Monografie über die Scheide. In ihrer Arbeit untersucht sie Zusammenhänge von weiblichen Geschlechtsorganen und Gesamtorganismus sowie den Bezug zu gesellschaftlichen oder ärztlichen Einschätzungen der Frau insgesamt und bringt dabei auch ihre eigenen Erfahrung aus Tantra-Gruppen mit ein. Als Voraussetzung für weibliche Kreativität und Glück sieht Wolf ein glückliches Sexualleben.[1]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Mythos Schönheit, Rowohlt, 1991.
  • Die Stärke der Frauen: Gegen den falsch verstandenen Feminismus, Droemer Knaur, 1993.
  • Vom Ende der Unschuld oder Das sexuelle Drama, eine Frau zu werden, Rowohlt, 1999.
  • Wie zerstört man eine Demokratie: Das 10-Punkte-Programm, Riemann, 2008.
  • Give Me Liberty: A Handbook for American Revolutionaries, 2008.
  • Vagina. A new biography. Virago Press, London 2012. ISBN 978-1-844-08688-7.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Naomi Wolf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Florian G. Mildenberger über: Vagina. A new biography. Virago Press, London 2012. ISBN 978-1-844-08688-7. In: Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen. Band 8/9, 2012/2013 (2014), S. 585–589, hier 585–587.
  2. Rezension dazu: Florian G. Mildenberger in: Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen. Band 8/9, 2012/2013 (2014), S. 585–589.
  3. Jauchzender Bericht von Allerheiligsten in FAZ vom 17. Juni 2013, S. 28.