Narcos

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Seriendaten
Deutscher Titel Narcos
Originaltitel Narcos
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch und Spanisch
Jahr(e) seit 2015
Produktions-
unternehmen
Gaumont International Television
Länge 50 Minuten
Episoden 30 in 3+ Staffeln (Liste)
Genre Drama, Krimi, Historienserie
Titelmusik Rodrigo AmaranteTuyo
Produktion Carlo Bernard,
Chris Brancato,
Doug Miro,
Eric Newman
Idee Carlo Bernard,
Chris Brancato,
Doug Miro
Musik Pedro Bromfman[1]
Erstausstrahlung 28. August 2015 (USA) auf Netflix
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
28. August 2015 auf Netflix
Besetzung
Synchronisation

Narcos ist eine US-amerikanische Kriminal- und Historien-Dramaserie über Drogenkartelle in den 1980er und 1990er Jahren in Kolumbien. Die ersten beiden Staffeln erzählen die Geschichte von Pablo Escobar und dem Medellín-Kartell und die dritte Staffel die des Cali-Kartells. Die erste Staffel wurde am 28. August 2015 von Netflix per Streaming veröffentlicht. Eine zweite Staffel wurde nur sechs Tage später bestellt.[2] Die Veröffentlichung der zweiten Staffel ist weltweit am 2. September 2016 erfolgt.[3] Am 6. September 2016 verlängerte Netflix die Serie um eine dritte und vierte Staffel.[4] Die Veröffentlichung der dritten Staffel erfolgte am 1. September 2017.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Serie behandelt den Aufstieg von Pablo Escobar und dem kolumbianischen Medellín-Kartell zu einem der mächtigsten Drogenkartelle der Welt in den 1970er- und 80er-Jahren. In den 1970ern verdrängte Kokain zunehmend das bis dahin vorherrschende Marihuana als Modedroge in Florida. Durch den Schmuggel dieser Droge von Kolumbien in die Vereinigten Staaten und später auch den Anbau im kolumbianischen Urwald konnte Escobar enorme Gewinne erwirtschaften. Gezeigt wird auch die große Brutalität und extreme Korruption, die mit diesem Aufstieg einhergingen. Der Kampf der kolumbianischen Behörden gegen die mächtige und skrupellose Drogenmafia nahm dabei zeitweise die Ausmaße eines Bürgerkriegs an, in dem unter anderem durch Bombenanschläge auch zahlreiche Zivilisten getötet wurden und die Mafia Kopfgelder auf Polizisten und andere Staatsbedienstete aussetzte. Beleuchtet wird auch die schwierige Lage der kolumbianischen Regierung und die Frage, ob Verhandlungen mit Escobar aufgenommen werden sollen, um den Bombenterror zu beenden. Den roten Faden für den Handlungsverlauf der Serie bilden unter anderem die gesprochenen Erinnerungen des DEA-Agenten Steve Murphy; dieser war mit seinem Kollegen Javier Peña in die jahrelange Fahndung nach Escobar eingebunden, wobei beide auch selbst in den Sumpf aus Korruption und Gewalt gezogen wurden. Die erste Staffel umfasst den Zeitraum von ca. 1975 bis 1992. Die zweite Staffel endet mit dem Tod Escobars am 2. Dezember 1993 und dem sich jetzt konkret abzeichnendem Kampf gegen das Cali-Kartell.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Serie wurde im April 2014 als Zusammenarbeit des Video-on-Demand-Anbieters Netflix und des Fernsehstudios Gaumont International Television, einer Abteilung von Gaumont, angekündigt. Der Name der Serie ist eine umgangssprachliche Abkürzung von narcotraficante (spanisch für Drogenhändler). In den Vereinigten Staaten bezeichnet der Begriff „Narco“ oder „Narc“ einen Agenten der Drogenbekämpfungsbehörde Drug Enforcement Administration (DEA).

Im September 2017 wurde ein Location Manager der Serie, Carlos Muñoz Portal, in seinem Auto in einem ländlichen Gebiet außerhalb von Mexiko-Stadt erschossen aufgefunden.[5][6]

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation der ersten Staffel entstand unter der Dialogregie von Ronald Nitschke und nach einem Dialogbuch von Mario von Jascheroff durch die Synchronfirma German Dubbing Company in Berlin. Nach deren Insolvenz übernahm die Berliner Synchronfirma RRP Media GmbH die Synchronisation der zweiten Staffel mit Ronald Nitschke und Marion Machado Quintela als Dialogregisseure und Lorenz Bethmann als Dialogbuchautor.[7]

Rollenname Schauspieler Synchronsprecher
Pablo Escobar Wagner Moura
Javier Peña Pedro Pascal Ronald Nitschke
Steve Murphy Boyd Holbrook Constantin von Jascheroff
Eduardo Sandoval (basierend auf Eduardo Mendoza) Manolo Cardona Christoph Krix
Horatio Carrillo Maurice Compte Sebastian Christoph Jacob
Elisa Alvaro Ana de la Reguera Iris Artajo
Valeria Velez (basierend auf Virginia Vallejo) Stephanie Sigman
Tata Escobar (basierend auf María Victoria Henao Vallejo) Paulina Gaitan
La Quica Diego Cataño
Connie Murphy Joanna Christie Nora Kunzendorf
Hermilda Gaviria Paulina García
Carlos Lehder Juan Riedinger Alejandro Lorente
Jorge Luis Ochoa André Mattos
José Rodríguez Gacha Luis Guzmán
Fabio Ochoa Roberto Urbina
Pacho Herrera (basierend auf Hélmer Herrera) Alberto Ammann Tim Moeseritz
Präsident César Gaviria Raúl Méndez Manolo Palma
Gilberto Rodríguez Orejuela Damian Alcazar
Amado Carrillo Fuentes José María Yazpik

Episodenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Narcos/Episodenliste

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Narcos: Score By Robocop’s Pedro Bromfman Coming Soon, Series Premieres August 28 On Netflix (englisch) In: Film Music Daily. 15. Juli 2015. Abgerufen am 28. August 2015.
  2. Lesley Goldberg: Netflix's 'Narcos' Renewed for Second Season (Exclusive). In: HollywoodReporter.com. 3. September 2015. Abgerufen am 3. September 2015.
  3. Adam Arndt: Narcos: 2. Staffel ab September bei Netflix. In: Serienjunkies.de. 13. Juni 2016. Abgerufen am 13. Juni 2016.
  4. Jackie Strause: 'Narcos' Renewed for Third and Fourth Seasons at Netflix. THR, 6. September 2016, abgerufen am 26. Oktober 2016.
  5. John Hecht: 'Narcos' Location Manager Shot and Killed in Mexico. THR, 16. September 2017, abgerufen am 17. September 2017 (englisch).
  6. "Narcos": Location Manager der Netflix-Serie in Mexiko erschossen. Der Standard, 17. September 2017, abgerufen am 17. September 2017 (deutsch).
  7. Narcos. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 8. September 2016.