Nargaroth

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Nargaroth
Nargaroth in Sankt Petersburg, 2014. V. l. n. r.: Obscura, Ash, Beliath
Nargaroth @ Phoenix.jpg
Nargaroth in Sankt Petersburg, 2014. V. l. n. r.: Obscura, Ash, Beliath
Allgemeine Informationen
Genre(s) Extreme Metal, Dark Ambient
Gründung 1996
Website http://www.nargaroth.de/
Gründungsmitglieder
René Wagner (Kanwulf, Ash)
Aktuelle Besetzung
René Wagner (Kanwulf, Ash)
Gitarre (Live)
Beliath (seit 2013)
Schlagzeug (Live)
Lykanthrop (seit 2015)
Gastmusiker
Gitarre
Charoon (1996–2013)
Gitarre, Bass
Darken (1996–1999, 2004–2007)
Schlagzeug
L’Hiver (1998–1999, 2003)
Schlagzeug
Occulta Mors (2001–2002)
Schlagzeug
Asbath (2001–2005)
Schlagzeug
Honza Kapák (2001)
Schlagzeug
Erebor (2005–2010)
Gitarre (Live)
Unk (2007–2009, 2011)
Gitarre (Live)
Thorn (2010–2013)
Schlagzeug (Live)
Threat (2013–2014)
Schlagzeug (Live)
Remus (2011–2013)
Bass (Live)
Akhenaten (2002)
Bass (Live)
Vorst (2009–2010)
Gitarre (Live)
Bernth (2013)
Gitarre (Live)
Ira (2013)
Gitarre (Live)
Obscura (2014–2015)
Schlagzeug (Live)
Bloodhammer (2014)

Nargaroth ist eine deutsche Metal-Band. Einziges Mitglied ist René Wagner, der ursprünglich unter dem Pseudonym „Kanwulf“ auftrat und sich inzwischen nach der Hauptfigur aus dem Horrorfilm Tanz der Teufel „Ash“ nennt. Kanwulf schreibt Musik und Texte größtenteils selbst, wird jedoch von Gastmusikern unterstützt. Dazu gehören beispielsweise Akhenaten (Ex-Judas Iscariot, Ex-Weltmacht), Occulta Mors (Ex-Moonblood, Nachtfalke) sowie L’hiver (Winterblut, Ex-Seeds of Hate).

Bandname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kanwulf selbst gibt an, der Bandname setze sich aus den Endsilben des Namens der Band Gorgoroth und der Anfangssilbe Narg, die angeblich Naturverbundenheit ausdrücken soll, zusammen.[1] Es wird jedoch öfters behauptet und vermutet, der Name stamme aus dem Fantasy-Tabletop Warhammer. Dort existiert unter sehr ähnlich klingendem Namen Naggaroth[2] ein düsterer, eisiger Kontinent, der von Dunkelelfen bewohnt wird. Kanwulf selbst allerdings weist diese Vermutungen vehement von sich und bezeichnet Tabletop-Spiele als sinnlosen Zeitvertreib. Ebenfalls erinnert der Name an Nargothrond aus J. R. R. Tolkiens Werk, das im Black Metal weite Verbreitung erfuhr.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nargaroth entstand nach Kanwulfs früheren Angaben im Jahr 1989, zuvor habe er in keinen anderen Bands gespielt.[3] Dieses Gründungsjahr ist allerdings aufgrund Kanwulfs widersprüchlicher Aussagen sehr umstritten. Dessen Aussagen zufolge sei bereits 1991 das Orke-Demo entstanden[3][4], welches reine Instrumentalmusik enthielt. Auf diesem Demo benutzte Kanwulf erstmals auch Gitarre und Schlagzeug. Zu diesem Demo gibt es allerdings ebenfalls sehr widersprüchliche Aussagen Kanwulfs, und eine Veröffentlichung des Demos vor 1996 gilt als unwahrscheinlich, der tatsächliche Zeitpunkt der Veröffentlichung wird zumeist auf 1999 datiert.[5] Tatsächlich gilt als gesichert, dass die eigentliche Bandgründung erst 1996 erfolgt sein kann. Frühestens in dieses Jahr fällt dann auch die Entstehung des Herbstleyd-Demos, die Kanwulf selbst auf 1993 datiert.[6] In einem Interview behauptete Kanwulf zudem, dass er einen Besucher eines Nargaroth-Konzertes umgebracht und deswegen für kurze Zeit im Gefängnis gesessen habe.[3] Allerdings gleicht das Pseudonym „Kanwulf“ dem Namen eines „unsterblichen“ Wikingerkriegers, der in der erstmals 1995 ausgestrahlten vierten Staffel der franko-kanadischen Fantasy-Fernsehserie Highlander auftauchte.[7]

Kanwulf räumte mittlerweile auf seiner Homepage ein, dieses Pseudonym und den Namen Nargaroth erst 1996 angenommen zu haben,[1] womit er angesichts des Erscheinens der Namen auf sowohl Orke als auch dem Herbstleyd-Demo indirekt zugibt, dass diese Veröffentlichungen Fälschungen darstellen und sämtliche früheren seiner Aussagen diesbezüglich Lügen sind. Er behauptet jedoch auch, sein Pseudonym nicht der Serie entnommen zu haben, sondern „einem französischen Buch mit altskandinavischen Namen“.[8] Inzwischen gibt Kanwulf an, zusammen mit R. S. 1991/1992 eine Death-Metal-Band unter dem Namen Okkultis gegründet zu haben, welche laut Kanwulf aber „nie über die Qualität einer Teenager Proberaum Krachkapelle hinaus kam“. Zusammen mit einem weiteren Freund und dem später langjährigen Gitarristen Nargaroths, Charoon, sei die Band bis 1993 vervollständigt und in Exhuminenz umbenannt worden. Eigenen Angaben zufolge spielte die Band in dieser Besetzung das erste gemeinsame Demo namens Vomit the Soul ein. Nachdem die Band-Aktivität bereits nach Kanwulfs Militärdienst 1994 unterbrochen worden seien, habe der Suizid R.S. das definitive Aus für Exhuminenz bedeutet. Im Frühjahr 1996 habe er den späteren Nargaroth-Gitarristen Darken, damals noch am Bass, kennengelernt. Zusammen mit Charoon wurde mit der Arbeit am Debütalbum Herbstleyd begonnen. In dieser Zeit nahm Wagner eigenen Angaben zufolge den auf früheren Veröffentlichungen verwendeten Namen Kanwulf an. Der Band wurde der Name Nargaroth gegeben, welcher sich aus der Anfangssilbe Narg, welche laut Ash Naturverbundenheit ausdrücken soll, sowie der Endsilbe des Namens der Band Gorgoroth zusammensetzt.[9]

Im Jahr 1998 veröffentlichte das Plattenlabel No Colours Records Nargaroths Debütalbum Herbstleyd. 2000 erschienen die EP Amarok, welche ältere Aufnahmen wie beispielsweise die Burzum-Coverversion Black Spell of Destruction enthielt, und das Demo Fuck Off Nowadays Black Metal; bei diesem sollte beachtet werden, dass die angegebenen Limitierungen (Kassette 333 Stück, LP 100 Stück) wahrscheinlich nicht der Wahrheit entsprechen, sondern dass weitaus mehr Einheiten gepresst bzw. bespielt wurden.

2001 wurde das Album Black Metal ist Krieg – A Dedication Monument veröffentlicht, welches, so Wagner, als eine Art „Tribut“ an den Black Metal zu verstehen sei, und welches neben diversen Coverversionen bekannter Bands auch Lieder enthält, die sich mit Geschehnissen der Black-Metal-Geschichte beschäftigen, beispielsweise The Day Burzum Killed Mayhem, das sich auf den Mord an Øystein „Euronymous“ Aarseth durch Varg Vikernes bezieht, oder Erik, May You Rape the Angels, das eine Ehrbezeugung für den verstorbenen Musiker Erik „Grim“ Brødreskift darstellt. Der Musiker spielte unter anderem bei Immortal, Borknagar und Gorgoroth Schlagzeug und verübte am 4. Oktober 1999 Suizid.

Ein Jahr später, 2002, wurde dann der zweite Teil der Rasluka-Aufnahmen veröffentlicht. Diese Mini-CD ist, genau wie der erste Teil, einem angeblich 1995 verstorbenen Freund Kanwulfs gewidmet. Ursprünglich kündigte Kanwulf Rasluka als Trilogie an, deren zweiter Teil als Split-CD mit Moonblood erscheinen und dessen letzter Teil das Ende Nargaroths sein solle.[3]

Ein Jahr später erschien mit Geliebte des Regens wieder ein vollständiges Album, dann wurde 2004 das Album Prosatanica Shooting Angels veröffentlicht, welches sowohl musikalisch als auch textlich als stilistischer Wandel Nargaroths angesehen wurde. Kanwulf jedoch behauptet, es handle sich hierbei um Aufnahmen, welche ursprünglich als Nebenprojekt namens Prosatanica gedacht seien, die unter dem Veröffentlichungstitel Shooting Angels hätten erscheinen sollen. Er sehe sein Schaffen jedoch gemäß seiner des Öfteren skandierten Parole Kanwulf is Nargaroth; Nargaroth is Kanwulf. No compromise! „untrennbar mit Nargaroth verbunden“ und habe sich somit entschieden, diese unter dem Projektnamen Nargaroth zu veröffentlichen.

2007 erschien das Album Semper Fidelis, zu dem auch eine auf 99 Stück limitierte Box herauskam. Der Box lagen u. a. private Gegenstände bei.

2009 erschien das Album Jahreszeiten. 2011 folgte Spectral Visions of Mental Warfare, welches wenig Metal-Einflüsse aufweist, sondern überwiegend Ambient-Stücke im Stile von Burzums Filosofem oder für Nargaroth ungewöhnliche, an Techno oder Electro erinnernde Titel enthält.

Musikstil und Verhältnis zur Black-Metal-Szene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kanwulfs Musik orientierte sich zunächst am Stil europäischer Black-Metal-Bands. Die Musik ist sehr einfach aufgebaut, so besteht das Lied Black Metal ist Krieg lediglich aus zwei verschiedenen Gitarrenriffs. Das Tempo variiert zwischen schnellen Liedern mit Blastbeats und langsamen, epischen Werken von bis über zwanzig Minuten Länge, auf späteren Alben wurde die Musik langsamer und weniger abwechslungsreich. Die meisten Aufnahmen sind genretypisch in rauer Proberaum-Qualität und der Gesang weitgehend unverständlich. Kanwulf selbst bezeichnet seine Musik als German Hateful and Misanthropic Metal und nicht als Black Metal; dies in erster Linie aus dem Grund, dass Black Metal im klassischen Sinne satanistisch geprägt ist, was bei Nargaroth nicht der Fall ist.[10] Laut Kanwulf sind Orke und Herbstleyd Konzeptalben.[11] Die Rasluka-EPs stellen laut Kanwulf „den Versuch der Verarbeitung eines [sic!] der schwersten Erfahrungen in meinem Leben dar. Unter anderem dem Ableben des einzigen Menschen, den ich bis zum heutigen Zeitpunkt als Freund benannt habe.“[12][13]

Vor allem das Debüt Herbstleyd wurde positiv aufgenommen; gelobt wurde die unter anderem durch Naturklänge erzeugte „faszinierende und einnehmende Atmosphäre“ des Albums.[14] Die folgenden Alben wurden teilweise heftig kritisiert. So ist zu bemerken, dass auf dem Album Black Metal ist Krieg „verdammt wenig eigene Ideen mit dem professionellen Nachspielen von traditionellen Hörmustern […] aufgepeppt wurden“[15] und Wagner in den selbstgeschriebenen Liedern Stil und Riffs von etablierten Bands wie Immortal, Darkthrone und Strid ohne weitere Erwähnung übernimmt.[15][16][17][18]

Auf Jahreszeiten machte Kanwulf einen radikalen Stilwechsel. Die Musik ist atmosphärischer, technischer und insbesondere in Herbst mit Keyboards und Natursamples unterlegt. Ebenso finden sich Soli und teilweise klarer Gesang. Nach dem gesprochenen Intro beginnt Frühling mit einer an ein Kinderlied erinnernden bessarabischen Folkmelodie. Ash meinte dazu:

„Wie zu erwarten sorgte die Eingangsmelodie des ‚Frühling‘ für die stärksten Kontroversen, denn sie ist ein Anti-Statement gegen all die Neo-BM-Kids, die vom alten Wesen des Black Metals keine Ahnung haben und ihn mit ihren adoleszenten Kurzzeitideologien terrorisieren!“

René „Ash“ Wagner: [19]

Wagner fiel auch durch verbale Angriffe gegen einzelne Bands und Musiker auf, insbesondere Mystic Circle, Impending Doom und Agathodaimon, ebenso einige seiner Fans.[20][21] Wagner warf den Bands und Musikern vor, sie stünden „dem Geiste der Musik nicht nahe“.[22]

Wolf-Rüdiger Mühlmann vom Rock Hard bezeichnete Herbstleyd um 1998 als „den idealen Soundtrack für einen Epos über unsere heidnischen Vorfahren“ und als „beste deutsche Scheibe der vergangenen zwei Jahre aus diesem Bereich“ neben Nagelfars Debütalbum Hünengrab im Herbst.[23] 2009 schrieb er, eine „weitere Fußnote der deutschen Szene“ sei „das Einmannprojekt Nargaroth“, das mit seinem Debütalbum Herbstleyd „eine der stärksten heimischen Veröffentlichungen bot, dessen Protagonist Rene ‚Kanwulf‘ Wagner sich jedoch in einem Netz aus Widersprüchen, politischer Geisterfahrerei und sinnlosem Aktionismus verhedderte“.[24] In der Szene selbst werden Kanwulfs Äußerungen zum Black Metal unterschiedlich betrachtet. Einige tun sie als „Spinnerei“ ab und sehen im Black Metal hauptsächlich eine Musikform, andere fühlen sich jedoch besonders durch Kanwulfs Ansichten von Nargaroth angesprochen. Sie sehen die Essenz des Black Metal ebenso in der Emotion und haben ein ähnliches Verständnis gegenüber dem Black Metal. Ein weiterer Teil der Szene zweifelt an der Glaubwürdigkeit Kanwulfs und begegnet Nargaroth mit starker Abneigung. Auch für seinen Auftritt in der Talkshow von Sonja Zietlow[25] erntet Kanwulf oftmals Spott, und auch sein Ausspruch „Black Metal ist Krieg“ ist ein häufiges Ziel szeneinterner und -externer Parodien.

Rechtsextremismus-Vorwürfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nargaroth wird von einigen Kritikern zum National Socialist Black Metal (NSBM) gezählt.[26] Wenngleich eindeutig antisemitische, rassistische oder neonazistische Texte nicht auszumachen sind, so fiel Kanwulf doch durch Aussagen wie die folgenden (zu finden im Beiheft der Erstpressung der Herbstleyd-CD, Orthografie im Original belassen) auf:

„Zur höheren Ehre des deutchen [sic] Soldaten der Wehrmacht 1933 – 1945. Die Negierung ihrer Leistungen sowie das Augenverschließen vor ihrer Opferbereitschaft, gerade im letzten Kriegsjahr, ist die Schande unserer Nation!“

„German hateful and misanthropic Black Metal, made from [sic] White man for White man.“

Absurd, good to know yeah [sic] out of jail !!!.“

Zu diesen Vorwürfen nahm Kanwulf in einem Interview mit dem Magacinum ab ovo Stellung. Er gab an, dass es ihm im konkreten Fall um die Kriegsgräberfürsorge ginge und er Nationalsozialismus allgemein als geistige Einschränkung empfände[27] Kanwulf unterstützt nach eigenen Angaben die Kriegsgräberfürsorge sowie die MIA – eine Organisation, die Vermisste des Vietnamkrieges ausfindig macht.[28] Allerdings wird diese Distanzierung vom Nationalsozialismus von einigen Kritikern als zu halbherzig empfunden. Von der Äußerung „made from White man for White man“ distanzierte er sich nicht, in den Neuauflagen des Albums wurde der Satz allerdings durch die Worte „a celtae hominis pro celtae homninis“ [sic!] ersetzt. In einem Interview mit dem Pest Webzine 2014 gab Ash an, er habe damals aufgrund eigener Erfahrungen jedoch tatsächlich geglaubt, kulturelle Themen in extremer Musik könnten nur von Menschen derselben Kultur verstanden werden. Er habe dies jedoch so provokativ ausgedrückt, dass seine Aussage falsch verstanden werden musste. Aufgrund der Missverständnisse habe er die kritischen Stellen entfernt und den Verkauf der Erstauflage gestoppt, sodass ungefähr 200 CDs mit dem ursprünglichen Beiheft verkauft und die übrigen vernichtet worden seien. Nargaroth sei niemals eine NSBM-Band gewesen.[29]

Von Kritikern vermutete „Sieg Heil“-Rufe konnten bislang nicht eindeutig ausgemacht werden, jedoch kam es während der Aufnahme eines Konzerts in Erlangen, die auf der Doppel-LP-Version des Herbstleyd-Albums zu finden ist, zu empörten Zwischenrufen aus dem Publikum.[30] Außerdem fiel Kanwulf live durch Hitler-[31] und Kühnengrüße[32] auf.

Ebenso zweideutig erscheint die Tatsache, dass sich im Booklet zu Black Metal ist Krieg bei dem Lied Amarok – Zorn des Lammes III Bilder von Kanwulfs Großonkeln sowie seines Urgroßvaters finden, die laut eigenen Angaben alle in Kriegen gefallen sind. Daneben ist ein kritischer Text von Kanwulf über das heutige deutsche Nationalbewusstsein zu finden. Des Weiteren wird im selben Beiheft Moonblood als die „einzige Black-Metal-Band Deutschlands, die neben Absurd es auch wert ist, erwähnt zu werden“ bezeichnet, was das vorherige Abstreiten seiner Zuneigung zu Absurd wieder relativiert.

Des Weiteren spielte Kanwulf in den späten 1990er Jahren für ein Konzert und einige wenige Proben bei der NSBM-Band Totenburg aus Thüringen.[33]

Außerdem weisen Mitmusiker Kanwulfs sowie deren Projekte ebenfalls eine Nähe zum Rechtsextremismus auf: Akhenaten beispielsweise beteiligte sich mit seiner Band Weltmacht an der Kompilation The Night and the Fog. A Tribute to the National Socialist Black Metal Underground, und Occulta Mors, der ebenso wie Kanwulf bei Totenburg aushalf, wurde aus der Band Lyssa entlassen, weil er bei ihren Auftritten den Arm zum Hitlergruß hob.[34] Außerdem äußerte er in einem Interview:

„Wir Deutschen sind die Herrenrasse! Wir müssen alles dafür tun, dass der Pöbel nicht die Oberhand gewinnt, denn irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Deutsche Mensch ausstirbt, und alles in einer riesigen Multikulti-Kloake versinkt. Muss das etwa sein?“

Tino „Occulta Mors“ Mothes: [34]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Demos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als stark zweifelhaft gelten die von Kanwulf angegebenen Erscheinungsdaten der ersten beiden Demoaufnahmen.[35]

  • 1991: Orke
  • 1993: Herbstleyd

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: Amarok
  • 2002: Rasluka Pt. II
  • 2004: Rasluka Pt. I

DVD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2008: Dead~Ication

Samplerbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998: Herbstleyd (Different Version) auf No Colours Records Compilation (Pt. II)
  • 1999: Herbstleyd (Edit) auf Ablaze #28 Juli / August 1999
  • 2001: The Day Burzum Killed Mayhem (Edit) auf Ablaze #28 März / April 2001

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: Fuck Off Nowadays Black Metal (MC/LP)
  • 2001: Black Metal Endsieg II (Split mit Decayed, Apolokia und Godless North)
  • 2004: Crushing Some Belgian Scum (Live)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Angabe auf der offiziellen Website der Band unter „Biografie“
  2. whfb.lexicanum.de
  3. a b c d - Interview with Kanwulf for the Black Light Magazine from Spain -. Archiviert vom Original am 1. April 2011; abgerufen am 5. September 2014 (englisch).
  4. Nargaroth - Orke. Archiviert vom Original am 3. Mai 2007; abgerufen am 30. Juni 2010.
  5. Orke. Discogs, abgerufen am 18. Januar 2010.
  6. Garry Sharpe-Young: Biography. MusicMight.com, abgerufen am 18. Januar 2011.
  7. IMDB-Eintrag der Highlander-Folge Homeland. Abgerufen am 30. Juni 2010.
  8. Angaben im Abschnitt Biografie auf der offiziellen Nargaroth-Seite.
  9. Offizielle Website. 22. Dezember 2014, abgerufen am 25. August 2014.
  10. Diana Glöckner: Der wahre Geist des Black Metal? 1999, archiviert vom Original am 21. Juni 2008; abgerufen am 30. Juni 2010: „Ich mache ja keinen Black Metal, in diesem bronzefarbenen Booklet steht ja nur noch Metal da, weil Black Metal für mich irgendwo mal satanisch war, sollte doch mal so sein, und ich habe nicht viel mit Satan am Hut. Darum finde ich, es ist kein Black Metal. Es wäre für mich eine ziemlich starke Beleidigung, wenn ich diese Musik als Black Metal bezeichnen würde, denn das ist es nicht. Dafür ist mir Black Metal, dieser Bergriff [sic!], viel zu viel wert.“
  11. Nargaroth: Black Metal ist Krieg – A Dedication Monument. No Colours Records 2001.
  12. Rasluka Part II (PDF; 1,7 MB).
  13. Rasluka Part I (PDF; 2,5 MB).
  14. CD-Review: Nargaroth - Herbstleyd.
  15. a b Weniger Aktuelle Artikel.
  16. Yersinia Interview. Ursprünglich aus dem Sheol Webmagazin, Archiv auf oocities.com.
  17. Rezension zu Strids End of Life bei Abditus Vultus (Memento vom 14. August 2007 im Internet Archive)
  18. Rezensionen zu Nargaroth bei FinalWar
  19. Kanwulf: Jahreszeiten (PDF; 2,1 MB). Zugriff: 8. Oktober 2012.
  20. Konzertbericht: SUMMER BREEZE 2002.
  21. Livebericht - "Summer Breeze Festival 2002" (Memento vom 18. Oktober 2002 im Internet Archive).
  22. Diana Glöckner: Der wahre Geist des Black Metal? 1999, archiviert vom Original am 21. Juni 2008; abgerufen am 30. Juni 2010 (Originaler Link ist tot): „Weil die Leute dem Geiste der Musik nicht nahestanden, das habe ich vorher schon erklärt. Die standen so nicht dahinter und ich wollte nicht, daß noch mehr davon passiert und glaube mir, diese Gothics und Punks, die da was versucht haben – schrecklich! Es war auch zu unserem Besten.“
  23. Wolf-Rüdiger Mühlmann: NARGAROTH. Herbstleyd abgerufen am 25. August 2014.
  24. Wolf-Rüdiger Mühlmann: Deutschland, deine Schwarzmetall-Bands. In: Rock Hard. Nr. 269, Oktober 2009, S. 89.
  25. Kanwulf bei Sonja Zietlow. Abgerufen am 26. Juli 2011 (DivX-AVI (27,4 MB)).
  26. Thorsten Zahn: Haradwaith. Blutsbrüder. In: Metal Hammer. Axel Springer Mediahouse Berlin, Dezember 2010, ISSN 1614-2292, S. 66.
  27. Diana Glöckner: Der wahre Geist des Black Metal? 1999, archiviert vom Original am 21. Juni 2008; abgerufen am 30. Juni 2010 (Originaler Link ist tot): „Es ist doch keine nationalsozialistische Idee dahinter! Das würde ich niemals tun! Nationalsozialismus schränkt ein, setzt Grenzen. Das wäre mein geistiger Selbstmord! Die freie Entfaltung finde ich nur in dieser Musik!“
  28. Diana Glöckner: Zwiegespräch zwischen „Kanwulf von Nargaroth“ und Diana Glöckner im „Magacinum Ab Ovo“. 1999, archiviert vom Original am 21. Juni 2008; abgerufen am 30. Juni 2010 (Originaler Link ist tot): „Sie hätten verstanden, daß kein faschistoider Gedanke dahintersteckt, weil sie wissen, daß ich die Kriegsgräberfürsorge und die MIA International unterstütze (Missing In Action, eine Organisation, die Vermißte des Vietnamkriegs ausfindig macht).“
  29. Sónia Fonseca: Nargaroth. Pest Webzine, Januar 2014, abgerufen am 5. September 2014.
  30. evil: NARGAROTH - Herbstleyd (2-LP) :: Rezension / Review.
  31. Nargaroth- Norbitz- Herbstleyd, abgerufen am 8. Oktober 2012.
  32. Nargaroth - Black Spell Of Destruction (live burzum cover), abgerufen am 8. Oktober 2012.
  33. Christian Dornbusch, Hans-Peter Killguss: Unheilige Allianzen. Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus. Unrast Verlag, Münster 2005, ISBN 3-89771-817-0, S. 169.
  34. a b Christian Dornbusch, Hans-Peter Killguss: Unheilige Allianzen. Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus. Unrast Verlag, Münster 2005, ISBN 3-89771-817-0, S. 182.
  35. „Daß er das Nargaroth-Demo ‚Orke‘ ’91 aufgenommen hätte, ist alles eine Lüge, das Demo wurde ’99 aufgenommen.“ (Marcel Spaller: zitiert nach Shaddai: Lügen und Halbwahrheiten um Kanwulf von Nargaroth, Lügen und Halbwahrheiten um „Kanwulf von Nargaroth“ (Memento vom 28. Februar 2009 im Internet Archive))

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nargaroth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien