Nartum

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Nartum
Gemeinde Gyhum
Koordinaten: 53° 12′ 7″ N, 9° 14′ 47″ O
Höhe: 40 m
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 27404
Vorwahl: 04288
Nartum (Niedersachsen)

Lage von Nartum in Niedersachsen

Nartum ist ein niedersächsisches Dorf im Landkreis Rotenburg (Wümme).

Lage und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt 49 km von Bremen und 80 km von Hamburg entfernt. Die Autobahnanschlussstelle Bockel der A 1 ist drei Kilometer entfernt; von dort ist Nartum über die B 71 und die K 112 zu erreichen. Durch Nartum führt der Radfernweg Hamburg–Bremen.

Nartum gehört zur Gemeinde Gyhum, Samtgemeinde Zeven, und hat 750 Einwohner. Bekanntester Bürger war Walter Kempowski, der an der Grundschule in Nartum von 1965 bis 1975 als Pädagoge tätig war. In Nartum hat die Kempowski-Stiftung Haus Kreienhoop ihren Sitz. Die 2005 gegründete Stiftung betreibt das Haus Kreienhoop, sein früherer Lebens- und Arbeitsort, als Gedenkstätte und Literaturtreffpunkt.[1]

Am 1. März 1974 wurde Nartum in die Gemeinde Gyhum eingegliedert.[2]

Südlich des Ortes befindet sich eine ehemalige HAWK-Stellung der Bundeswehr. Sie war dem Flugabwehrraketenbataillon 31 unterstellt und wurde 1993 aufgegeben.[3] Die Stellung wird heute von der Bundeswehr als Übungsgelände verwendet.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nartumer Motormühle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1900 erbaute Hofmühle wurde 2005 vom Hof Eckhof an ihren jetzigen Standort „Am Brink“ umgesetzt. Dabei wurde die Mahltechnik im Original übernommen und betriebsfertig instand gesetzt. Zwischen 1935 und 1947 wurde die Mühle zur Schrotung von Getreide zu Viehfutter genutzt. Zukünftig soll die Motormühle auch Ort für kulturelle Veranstaltungen sein.

Hünenkeller[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Ortsrand, südwestlich des Friedhofs befindet sich das als „Hünenkeller“ bezeichnete Großsteingrab Nartum, das von Angehörigen der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur (3500–2800 v. Chr.) errichtet wurde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Literaturdatenbank Niedersachsen - Kempowski-Stiftung Haus Kreienhoop
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 241.
  3. Der NATO-Luftverteidigungsgürtel in Niedersachsen – FlaRak-System Hawk, abgerufen am 26. Januar 2017.
  4. Presse- und Informationszentrum Streitkräftebasis: Information zur Entscheidung zum künftigen Bedarf an Standortanlagen der Bundeswehr, 25. November 2013.