Naschid

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Naschid (arabisch نشيد, DMG našīd (Singular), أناشيد, DMG anāšīd (Plural); arabisch für Hymne oder Lied[1]; englisch Nasheed; Nasyid in Malaysia und Indonesien bzw. Ilahija in Bosnien-Herzegowina) ist die Bezeichnung für eine Art der islamischen Musik. Es gibt Naschids unter anderem in arabischer, persischer, türkischer, kurdischer, albanischer, bosnischer, paschtunischer und indonesischer Sprache.

Naschids werden gesanglich meist a cappella von Männern vorgetragen, sie zeichnen sich durch islamisch-religiöse Inhalte wie beispielsweise die Lobpreisung von Allah, des Propheten, des Daseins als Muslim oder des Ramadan aus.

In der salafistischen Islamistenszene sind sogenannte „Kampf-Naschids“[2] als Propaganda- und Kampflieder für den gewaltsamen Dschihad gegen die sogenannten Ungläubigen verbreitet.[3] Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) setzte im März 2012 erstmals drei im Internet weit verbreitete Dschihad-Lieder auf den Index (Liste der jugendgefährdenden Medien). Es handelt sich um islamistische Kampflieder von Denis Cuspert, der früher als Rapper unter dem Namen Deso Dogg auftrat.[4]

Bekannte Naschid-Sänger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Naschids[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans Wehr: Arabisches Wörterbuch für die Schriftsprache der Gegenwart : Arabisch – Deutsch, 5. Auflage, Harrassowitz-Verlag, Wiesbaden, 2015, ISBN 978-3-447-06584-9, S. 1273.
  2. Schwert im Ohr, Bericht von Alex Marshall in Der Freitag Ausgabe 47/14 vom 24. November 2014, abgerufen 1. Januar 2015
  3. Vom Gangster-Rap zum Jihad-Aufruf – radikalisierende Hymnen „neugeborener“ Salafisten (Memento des Originals vom 11. Dezember 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.verfassungsschutz.de, Lageanalyse des Verfassungsschutz Berlin, September 2011
  4. „Islamistische Kampflieder auf den Index gesetzt“, Die Welt, 16. März 2012