Naspers

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Naspers
Logo von Naspers
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 12. Mai 1915
Sitz Kapstadt, Südafrika
Leitung Koos Bekker (CEO)
Mitarbeiter 11.577 (31. März 2010)
Umsatz 28,0 Mrd. Rand (2010)
Branche Medien, Internet
Website www.naspers.co.za
Hauptgebäude von Naspers in Kapstadt

Naspers ist ein südafrikanischer Medienkonzern mit Hauptsitz in Kapstadt. Das Unternehmen ist in den Bereichen Printmedien (Zeitungen, Zeitschriften, Bücher), Fernsehen (Pay-TV) und Internet (als Provider und Portalbetreiber) aktiv. U. a. gehört eine 30 % - Beteiligung an der brasilianischen Firma Grupo Abril und die britische Firma Tradus zu Naspers. Außerhalb Südafrikas unterhält Naspers in diesen Bereichen weitere Beteiligungen in Ländern wie Brasilien, China, Griechenland, Indien, Niederlande, Russland und Thailand.

Bei den afrikaanssprachigen Zeitungen und Zeitschriften hat das Tochterunternehmen Media24 faktisch ein Monopol. Sämtliche bedeutenden afrikaanssprachigen Zeitungen erscheinen dort, dies sind im Einzelnen Rapport, Die Son, Die Burger, Beeld und Volksblad. Es besteht auch eine Beteiligung an der Allgemeinen Zeitung in Namibia. Derzeit werden über 100 Titel mit einer Gesamtauflage von mehreren Millionen Exemplaren herausgegeben.

Das Tochterunternehmen Myriad International Holdings (MIH Group) unterhält unter anderem den Pay-TV-Sender M-Net, der 15 Kanäle betreibt. Auch hier besteht mit KykNet ein De-facto-Monopol im afrikaanssprachigen Bereich. Mit M-Web ist Naspers auch einer der größten Internetprovider Südafrikas. Über Via Afrika ist Naspers an mehreren Buchverlagen beteiligt, darunter mit einer Mehrheitsbeteiligung an dem wissenschaftlichen Verlag Van Schaik.

Die Aktie von Naspers wird an der Johannesburger Börse gehandelt.

Geschichte[Bearbeiten]

Naspers wurde 1915 als Nasionale Pers gegründet und hat seinen Ursprung im burischen Nationalismus. Der Verlag diente als Herausgeber der im gleichen Jahr gegründeten Zeitung Die Burger, 1916 folgte die Gründung der Zeitschrift Huisgenoot. Die obengenannten Zeitungen des Verlags waren (mit Ausnahme von Die Son, die erst 2003 gegründet wurde) während der Apartheidszeit loyale Unterstützer der Regierung; der erste Chefredakteur von Die Burger, Daniel François Malan, wurde später als Premier zum Architekten der Apartheid. Nachdem 1989 das Ende dieser Ära anbrach, begann sich die Bindung zur Nationalen Partei zu lockern, wie auch aus dem einstigen Verlags- zunehmend ein multimedialer Konzern wurde. Seit den 1990er Jahren ist Naspers auch vermehrt an ausländischen Unternehmen beteiligt, so wurden im Jahr 2006 30 % des brasilianischen Medienkonzerns Grupo Abril erworben, 2007 folgte der Kauf des britischen Internetauktionshauses Tradus. Obwohl die afrikaanssprachigen Medien im Printsektor ein wichtiges Standbein geblieben sind, sind die englischsprachigen Medien des Konzerns in diesem Bereich mittlerweile gleichbedeutend und im Bereich des Fernsehens und Internets dominierend geworden, wodurch Naspers seine Ursprünge verlassen hat.

Naspers hält rund 34 % am chinesischen Internet-Unternehmen Tencent. Im April 2010 erwarb Tencent für 300 Mio. US$ Anteile an der russischen Internet-Firma Digital Sky Technologies (DST), die im September 2010 in Mail.ru Group umbenannt wurde. Diese hatte 2009 für 300 Mio. US$ 3,5 % der Facebook-Aktien erworben. Über diese Beteiligungen hält Naspers indirekt 0,12 % an Facebook.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHilton Tarrant: Naspers now owns a sliver of Facebook. In: Moneyweb. 13 April 2010, abgerufen am 15. Dezember 2010 (englisch).