Nassau Veterans Memorial Coliseum

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Nassau Veterans Memorial Coliseum
Das Nassau Veterans Memorial Coliseum
Das Nassau Veterans Memorial Coliseum
Daten
Ort 1255 Hempstead Turnpike
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Uniondale, New York, USA
Koordinaten 40° 43′ 22,2″ N, 73° 35′ 26,3″ W40.722825-73.590636Koordinaten: 40° 43′ 22,2″ N, 73° 35′ 26,3″ W
Eigentümer Nassau County
Betreiber SMG Management
Baubeginn 20. Januar 1969
Eröffnung 29. Mai 1972
Renovierungen 1981–1984
Erweiterungen 1976, 1983
Oberfläche Parkett
Eisfläche
PVC-Bodenbelag
Kunstrasen
Kosten 32 Millionen US-Dollar
Architekt Welton Becket and Associates
Kapazität 16.234 Plätze (Eishockey)
17.260 Plätze (Basketball)
17.686 Plätze (Boxen, Wrestling)
11.965 Plätze (Arena Football)
18.100 Plätze (Konzert)
Verein(e)
Veranstaltungen

Das Nassau Veterans Memorial Coliseum, (umgangssprachlich als Nassau Coliseum oder einfach The Coliseum bekannt), ist eine Multifunktionsarena in Uniondale, auf der Insel Long Island. Das Coliseum befindet sich ca. 30 Kilometer entfernt von New York City. Es ist die Heimat der New York Islanders aus der National Hockey League (NHL).

Das 32 Millionen Dollar teure Nassau Veterans Memorial Coliseum wurde am 29. Mai 1972 offiziell eröffnet. Die erste Veranstaltung in der Halle fand schon am 11. Februar des Jahres, ein Basketballspiel der New York Nets, statt. Die Halle bietet 32 luxuriöse Suiten und um das Coliseum stehen 6.800 Parkplätze zur Verfügung.[1] Das Coliseum umfasst 255.000 m² des Mitchel Fields, welches früher ein Gelände der U.S. Army und Air Force war.

Nutzung[Bearbeiten]

Die New York Raiders, die das Flaggschiff der World Hockey Association darstellten, sollten anfangs in der neuen Arena ihre Heimspiele austragen. Das Nassau County erwog es jedoch nicht, ein WHA-Team dort niederzulassen und wollte auch nichts mit den Raiders zu tun haben. Nassau County beauftrage William Shea damit, ein NHL-Team im Coliseum unterzubringen. Die NHL platzierte eilig eine Franchise auf Long Island; die New York Islanders. Dies hatte zur Folge, dass die Raiders im Madison Square Garden im Schatten der New York Rangers ihr Zuhause fanden.

Das Coliseum war auch die Heimarena der New York Saints (National Lacrosse League), die dort von 1998 bis 2003 spielte. Die Saints stellten 2004 den Spielbetrieb ein. Früher spielten zudem auch die New York Arrows und später die New York Express aus der Major Indoor Soccer League hier. Noch davor, das heißt von 1972 bis 1977 war das Coliseum auch Heimat der New York Nets der American Basketball Association, die später auch in der National Basketball Association spielten. Es wurden auch Erst- und Zweitrundenspiele des Basketballturniere der National Collegiate Athletic Association dort veranstaltet.

Das Coliseum wird außerdem für Konzerte und andere Arten von Shows sowie für große Verkaufsveranstaltungen genutzt. Billy Joel, der auf Long Island geboren wurde, ist einer der häufigsten Mieter. Er veranstaltet meist mehrere Auftritte, wenn er auf Tour ist. Mitte der 1990er Jahre hing eine Zeit lang seine eigene Nummer neben den Helden der Islanders unter dem Dach des Coliseums, was seine zahlreichen ausverkauften Konzerte repräsentieren sollten.

Zunächst fanden Minor League Spiele unter dem Dach statt, bis die Islanders-Franchise Langzeitmieter wurde. 2005 fanden zudem auch wieder Minor League Spiele dort statt. Das Team der Bridgeport Sound Tigers aus der American Hockey League spielte dort zwei Heimspiele. Dies geschah während des Lockouts. Die ursprüngliche Kapazität des Coliseums variierte zwischen 12.000 und 15.000 je nach Veranstaltung. In den frühen 1980er Jahren wurde die maximale Kapazität auf 18.100, bei Konzerten, aufgestockt. Derzeit finden bei Eishockeyspielen 16.234, bei Basketball 17.260, bei Konzerten 17.686 und bei Box- und Wrestlingveranstaltungen 17.686 Zuschauer Platz.

Sanierung[Bearbeiten]

Das Coliseum ist derzeit nach dem New Yorker Madison Square Grden von 1968 die älteste Arena in der NHL. Mit den 16.234 Plätze bei Eishockeyspielen ist das Coliseum nach dem MTS Centre in Winnipeg (15.015 Plätze) die kleinste Spielstätte der nordamerikanischen Eishockeyliga.

Im Bewusstsein dessen setzten sich im Jahre 2004 einige Offizielle zusammen, um ein Sanierungsplan auszuarbeiten und umzusetzen, sodass ein Neubau einer neuen Arena unnötig wäre. Das Herzstück des Lighthouse-Project war ein Turm, welcher das Aussehen eines Leuchtturmes besaß. Andere Pläne sahen vor, ebenfalls neue Wohnunterkünfte und andere Sportstätten sowie ein Hotel zu schaffen. Die veranschlagten Kosten beliefen sich auf rund 200 Millionen US-Dollar. Örtliche Beschwerden und der in der Saison 2004/05 erfolgte NHL-Lockout führten dazu, dass nur kleine Fortschritte in der Planung gemacht wurden. So kam es dazu, dass die Islanders überlegten eine neue Arena im benachbarten Suffolk County zu bauen.

Im Endeffekt wurden die Baupläne ad acta gelegt und ab der Saison NHL-Saison 2015/16 werden die New York Islanders ihre Heimspiele im Barclays Center von Brooklyn austragen.[2]

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Während der Serie von vier aufeinander folgenden Stanley Cup Championships der New York Islanders in den frühen 80er Jahren wurde das Nassau Coliseum von Fans stolz als "Fort Neverlose" bezeichnet.
  • Seit einigen Jahren wird die Arena von "befeindeten" Fangruppen auch als"Nassau Mausoleum" bezeichnet.
  • Während Stadtduellen zwischen den Islanders und den Rangers, welche in derselben Conference und Division spielen, wird die Arena auch oft "Garden East" genannt, da Rangers Fans meist bis zu 50 % des Publikums ausmachen.
  • Ein weiterer Spitzname der Arena ist "Bust Palace" der 1972 von Alex Bennett, einem Entertainer, geschaffen wurde. Dies geschah auf Grund der vielen Festnahmen durch Drogendelikte während Rock Konzerten die in der Arena stattfanden.

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nassau Veterans Memorial Coliseum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. nassaucoliseum.com: Venue Facts (englisch)
  2. barclayscenter.com: New York Islanders im Barclays Center (englisch)