Nassauischer Hausorden vom Goldenen Löwen

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Orden vom Goldenen Löwen des Hauses Nassau
Ordensband
Großherzog Henri und Erbgroßherzog Guillaume mit den Insignien des Ordens (v. l. n. r.)

Der Nassauische Hausorden vom Goldenen Löwen, auch Orden vom Goldenen Löwen des Hauses Nassau (fr. Ordre du Lion d'Or de la Maison de Nassau) wurde am 29. Januar 1858 durch den niederländischen König Wilhelm III. und Adolph, Herzog von Nassau als gemeinsamer Hausorden gestiftet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hintergrund der Stiftung war der 600. Jahrestag der Teilung des Hauses Nassau in die ottonische und die walramische Linie sowie das fünfzigjährige Bestehen des Herzogtums Nassau.

Er ist heute der höchste Orden des Großherzogtums Luxemburg. In den Niederlanden ist er der höchste Hausorden, rangiert jedoch erst an dritter Stelle des niederländischen Ordenssystems hinter dem Großkreuz des Militär-Wilhelms-Ordens und des Ordens vom Niederländischen Löwen.

Ordenklassen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der einstufig gestiftete Orden wurde per Beschluss von 13. März 1873 durch König Wilhelm III. auf die Klassen Großkreuz, Großoffizier, Offizier und Ritter erweitert, 1882 wurde die Komturklasse hinzugefügt. Diese wurden nach seinem Tod 1890 nicht mehr vergeben und von Adolph von Luxemburg 1892 wieder abgeschafft.[1]

Ordensdekoration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kleinod ist ein goldenes, weiß emailliertes Malteserkreuz mit je einem goldenen verzierten N (Nassau) in den Kreuzwinkeln. Auf das Kreuz ist ein goldumrandetes Medaillon aufgesetzt, das auf blauem Grund einen goldenen, ungekrönten nassauischen Löwen zeigt. Im Revers die dreizeilige goldene Inschrift Je maintiendrai („Ich werde bewahren“), das Motto des Hauses Nassau.

Der Ordensstern ist achtspitzig mit glatten Silberstrahlen. Im Mittelschild der nassauische Löwe, der von einem breiten, weißemaillierten, goldbordierten Ring umschlossen ist. Darauf im oberen Halbkreis in goldener Aufschrift Je maintiendrai, im unteren Halbkreis zwei goldene, mit einer Schleife zusammengebundene Eichenzweige.

Trageweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Getragen wird der Orden an einer orangegelben Schärpe mit blauen Randstreifen von der rechten Schulter zur linken Hüfte sowie mit dem achtstrahligen Stern auf der linken Brustseite.

Verleihungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Orden, der sehr spärlich verliehen wird, ist Souveränen vorbehalten. Er kann aber auch an Personen zur Verleihung kommen, die den Titel Exzellenz und mindestens den Rang eines Botschafters, Generalleutnants, Staatsministers, Erzbischofs oder eines obersten Hofbeamten besitzen. Die Prinzen des Hauses Nassau sind geborene Ritter.

Bis September 1988 wurde der Orden lediglich 252 mal verliehen.

Bekannte Inhaber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jean Schoos: Die Orden und Ehrenzeichen des Großherzogtums Luxemburg und des ehemaligen Herzogtums Nassau in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag der Sankt-Paulus Druckerei AG. Luxemburg 1990. ISBN 2-87963-048-7, S. 177–198.
  • Paul Ohm Hieronymussen: Handbuch Europäischer Orden in Farbe.Universitas Verlag. Berlin 1966. S. 133–134.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Service information et presse (SIP): Distinctions honorifiques du Grand-Duché de Luxembourg. 2007, S. 4 (gouvernement.lu).