Nasso

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Finger- und Handstellung beim Priestersegen

Nasso (hebr. „Erhebe!“ [die Zahl]) bezeichnet einen Leseabschnitt (Parascha oder Sidra genannt) der Tora und umfasst den Text Numeri/Bemidbar 4,21–7,89.

Es handelt sich um die Sidra des 1. oder 2. Schabbats im Monat Siwan.

Wesentlicher Inhalt[Bearbeiten]

  • Zählung der wehrfähigen Männer von 30 bis 50 Jahren in den Familien Gerson und Merari.
  • Zuweisung der von ihnen zu tragenden Geräte und Teile des Heiligtums
  • Ausweisung der Aussätzigen, Flussbehafteten und der an einem Leichnam Verunreinigten aus dem Lager
  • Veruntreuung eines Gegenstandes ist zu sühnen durch Rückgabe unter Hinzufügung eines Fünftels des Gegenstandswertes sowie Darbringung eines Widders als Schuldopfer.
  • Eifersuchtsordal: Die des Ehebruchs verdächtigte Frau soll durch Trinken "fluchbringenden Wassers" ihre Unschuld erweisen (sie ist unschuldig, wenn danach keine krankhafte Veränderung an ihrem Körper sichtbar wird).
  • Das Nasiräer-Gelübde
  • Der von Aaron und seinen Söhnen zu sprechende Priestersegen (Birkat kohanim)
  • Die Opfergaben der 12 Stammesfürsten bei der Einweihung des Stiftszeltes

Haftara[Bearbeiten]

Die zugehörige Haftara ist Schoftim 13,2–25.

Literatur[Bearbeiten]

  • David Sander, Artikel NASSO, in: Jüdisches Lexikon, Berlin 1927, Bd. IV/1, Sp. 406 f.
  • Selig Bamberger (Übersetzer), Raschis Pentateuchkommentar, Goldschmidt, Basel, vierte Auflage 2002, S. 416–427

Weblinks[Bearbeiten]