Nataša Andonova

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Nataša Andonova

Nataša Andonova (2013)

Informationen über die Spielerin
Geburtstag 4. Dezember 1993
Geburtsort NegotinoMazedonien
Größe 169 cm
Position Sturm
Vereine als Aktive
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2004–2009
2009–2010
2011–2013
2011–2015
2015–
ZFK Tikvešanka
ZFK Borec
1. FFC Turbine Potsdam II
1. FFC Turbine Potsdam
FC Rosengård


12 0(7)
61 (12)
3 0(2)
Nationalmannschaft2
2008–2009
2010–2011
2008–
Mazedonien U-17
Mazedonien U-19
Mazedonien
9 0(7)
9 0(6)
32 (15)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 31. Juli 2015
2 Stand: 31. Juli 2015

Nataša Andonova (schreibweise auch Natasha Andonova; mazedonisch Наташа Андонова; * 4. Dezember 1993 in Negotino) ist eine mazedonische Fußballspielerin. Die Stürmerin ist Kapitänin der Nationalmannschaft ihres Landes und spielt beim FC Rosengård in Schweden. Sie ist die jüngere Schwester von Sijche Andonova, die ebenfalls mazedonische Nationalspielerin ist.

Herkunft und Ausbildung[Bearbeiten]

N. Andonova wurde im mazedonischen Negotino geboren und wuchs dort gemeinsam mit ihrer Schwester bei ihren Eltern auf. Sie besuchte die örtliche Grundschule und das Gymnasium. Von Herbst 2010 bis Sommer 2015 lebte die Abiturientin in Potsdam, seitdem in Malmö. Ab Januar 2011 war Andonova für ein Jahr als Austauschschülerin an der Sportschule Potsdam „Friedrich Ludwig Jahn“. 2013 begann sie ein Fernstudium in Sportmanagement an der FON Universität Skopje.

Verein[Bearbeiten]

Vereine in Mazedonien[Bearbeiten]

N. Andonova begann ihre Karriere beim mazedonischen Verein ZFK Tikvešanka, mit dem sie in der mazedonischen Frauenfussballliga spielte, 2009 mazedonischer Meister und Pokalsieger wurde und im gleichen Jahr in der Champions League spielte. Beim Qualifikationsturnier im heimischen Strumica (Mazedonien) kam sie in allen drei Spielen (0:5 gegen FC NSA Sofia, 1:7 gegen HSC Montpellier, 2:4 gegen KÍ Klaksvík) zum Einsatz und schoss das Tor ihrer Mannschaft im Spiel gegen Montpellier. Im September 2009 wechselte sie zum ZFK Borec, mit dem sie 2010 wiederum mazedonischer Meister und Pokalsieger wurde und ebenfalls in drei Spielen in der Champions League zum Einsatz kam (0:4 gegen Gintra Universitetas, 0:10 gegen Everton LFC, 0:2 gegen KÍ Klaksvík).

1. FFC Turbine Potsdam[Bearbeiten]

Im Sommer 2009 weilte N. Andonova erstmals zum Probetraining beim 1. FFC Turbine Potsdam und erzielte am 11. August 2009 beim Testspiel gegen die Männermannschaft des CM Veritas Wittenberge zwei Tore (Endstand: 2:5 für Wittenberge).[1]. Aber erst Anfang 2011 kam es zum Wechsel. Ab Februar 2011 war sie beim Bundesligisten 1. FFC Turbine Potsdam spielberechtigt, mit dem sie 2011 und 2012 Deutscher Meister wurde. Am 20. Februar 2011 debütierte Andonova für Turbine Potsdam im Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken in der 1. Bundesliga. Eine Woche später markierte sie im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Bayern München in der 74. Minute ihren ersten Treffer zum 4:2-Endstand. Im Finale des DFB-Pokals gegen den 1. FFC Frankfurt (Endstand: 1:2) wurde sie in der 81. Minute eingewechselt. Zudem wurde sie in der Saison 2010/11 an drei Spieltagen in der II. Mannschaft von Turbine in der 2. Bundesliga Nord eingesetzt. Im Bundesliga-Cup, dem Überbrückungsturnier zwischen dem Ende der Meisterschaft und der WM wurde Natasa Andonova in allen sechs Spielen eingesetzt und erzielte sieben Tore. Im Finale unterlag Turbine Potsdam der Mannschaft von Bayern München 1:2.

In der Saison 2011/12 kam sie bei elf Bundesligaspielen zum Einsatz, stand dabei drei Mal in der Startformation. Im November und Dezember 2011 wurde sie vier Mal in der zweiten Mannschaft von Turbine in der 2. Bundesliga eingesetzt und erzielte am 27. November 2011 beim Spiel Werder Bremen – Turbine Potsdam (Endstand: 2:2) in der 51. Minute das 1:2 für Turbine – ihr erstes Bundesliga-Tor. Im DFB-Pokal wurde sie in der Hauptrunde beim Spiel Turbine Potsdam – SG Essen-Schönebeck eingesetzt und erzielte in der 41. Minute das 2:0 (Endstand: 5:0). Zu ihrem ersten Einsatz in der Champions League für Turbine Potsdam kam Andonova beim 2:0-Heimsieg am 14. März 2012 gegen den FC Rossiyanka (Russland), als sie in der 77. Minute eingewechselt wurde.

Gleich am ersten Spieltag der Saison 2012/13 erzielte Andonova beim 8:1-Sieg von Turbine Potsdam in Sindelfingen ihr erstes Tor in der höchsten Spielklasse. Insgesamt kam sie in der Saison zu zehn Einsätzen in der 1. Bundesliga und erzielte 5 Tore. In der Champions League erzielte sie am 26. September 2012 beim Auswärtsspiel bei Standard Femina de Liege (Belgien), das Turbine Potsdam 3:1 gewann, ihre ersten beiden Tore. Beim Rückspiel in Potsdam erzielte sie am 3. Oktober beim 5:0-Sieg von Turbine drei Treffer.[2] Nach einer Fraktur im Sprunggelenk beim Champions League-Hinspiel in London am 1. November 2012 fiel sie mehrere Monate aus und kam erst zum Ende der Saison wieder in der ersten Mannschaft zum Einsatz. Im März und April 2013 kam sie 5 Mal für die zweite Mannschaft in der 2. Bundesliga zum Einsatz und erzielte dabei 6 Tore. Sie stand am 19. Mai 2013 mit ihrer Mannschaft im DFB-Pokal-Finale gegen den Vfl Wolfsburg (Endstand 2:3), musste aber noch in der ersten Halbzeit verletzt ausgewechselt werden.

In der Saison 2013/14 kam sie nach einem Bänderriss in der Vorbereitung am ersten Spieltag noch in der 2. Mannschaft zum Einsatz und bestritt danach siebzehn Erstliga-Spiele, in denen sie drei Tore erzielte. In der Champions League kam sie zu vier Einsätzen gegen Olympique Lyon, Torres Sassari und MTK Budapest und schoss gegen letztere 3 Tore.

In der Saison 2014/15 gehörte sie zum Stammkader der 1. Mannschaft und kam in allen 22 Spielen zum Einsatz. Dabei erzielte sie vier Tore. Ihr Freistoßtor im Spiel gegen Bayer Leverkusen wurde zum Tor des Monats November der Frauenfußballbundesliga gewählt. Mit ihrer Mannschaft stand sie zum dritten Mal nach 2011 und 2013 im DFB-Pokalfinale, musste sich aber erneut geschlagen geben.

FC Rosengård[Bearbeiten]

Nach 61 Spielen, in fünf Spielzeiten für den 1. FFC Turbine Potsdam, wechselte sie im Juni 2015 nach Schweden zum FC Rosengård.[3]. Dort ist sie seit dem 15. Juli spielberechtigt. Ihren ersten Einsatz in der Damallsvenskan hatte sie beim 1:1 in Mallbacken am 15. Juli. Kurios ist ihr erster Treffer. In den Statistiken wird sie als Torschützin für Rosengård beim 1:2 am 22. Juli in Linköping geführt, obwohl ihr Freistoß an die Latte ging und erst der anschließende Kopfball von Berglund den Ball über die Linie beförderte. Ihr Freistoßtor zum 2:2 am 26. Juli gegen Kopparbergs/Göteborg war dann ihr erstes richtiges Tor für Rosengård. Am 9. August steht sie mit ihrer Mannschaft im schwedischen Pokalfinale (Svenska Cupen) gegen Linköping.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Ihr erstes Länderspiel bestritt N. Andonova am 13. September 2008 in der U-17 Auswahl Mazedoniens beim Qualifikationsspiel zur U-17-Europameisterschaft 2009 gegen Polen. Mazedonien gewann dank ihrer drei Tore das Spiel in Strumica (Mazedonien) mit 3:2 und konnte sich nach einem 1:2 gegen Tschechien und einem 3:0 gegen Lettland, Andonova erzielte je ein Tor, als Gruppenzweiter erstmals für die 2. Runde im April 2009. Gegen Schweden, Norwegen und die Ukraine war Mazedonien weitgehend chancenlos und wurde nach drei Niederlagen mit 4:15 Toren Gruppenletzter. Andonova, inzwischen Kapitänin der U 17-Nationalmannschaft, steuerte zwei Tore bei. In der Qualifikationsrunde zur U-17-Europameisterschaft 2010 traf Andonova mit ihrem Team auf England, Wales und Belarus und wurde mit einem Punkt und 1:9 Toren Gruppenletzter.

Im Sommer 2010 (4. Mai bis 5. Juni) führte Andonova als Kapitänin die mazedonische U-19-Auswahl bei der Europameisterschaft im eigenen Land. In der Gruppe B war Mazedonien gegen die Niederlande, Frankreich und Spanien chancenlos, verlor alle drei Spiele mit insgesamt 1:19 Toren. Andonova erzielte das einzige Tor für ihr Land mit einem 40-m-Schuss gegen Frankreich und wurde von der UEFA zum Golden Player der EM benannt und als eine von zehn Talenten hervorgehoben.[4] In den beiden Qualifikationsrunden zu den U-19-Europameisterschaften 2011 und 2012 wurde sie mit ihrer Mannschaft jeweils mit einem Sieg und zwei Niederlagen Gruppendritter und konnte sich nicht für die nächste Runde qualifizieren. In den sechs Spielen erzielte Andonova 5 Tore.

Bereits als 14-jährige wurde Andonova in der mazedonischen A-Nationalmannschaft bei Freundschaftsspielen eingesetzt. Gleich in ihrem allerersten Spiel am 7. November 2008 erzielte sie beim 3:2-Sieg Mazedoniens gegen Malta zwei Tore. Am 27. März 2010 debütierte Andonova 16-jährig dann auch im WM-Qualifikationsspiel bei der 0:14-Niederlage Mazedoniens gegen Norwegen. Sie kam bei vier Spielen der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2011 und bei 12 Spielen der Vorrunde und Qualifikation zur Europameisterschaft 2013 zum Einsatz und erzielte insgesamt 5 Tore. Am 20. Juni 2012 lief sie beim EM-Qualifikationsspiel gegen Polen (0:4) erstmals als Kapitänin der Nationalmannschaft auf. In der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2015 erzielte sie in acht Spielen vier Tore. Mit ihrem Treffer zum 1:1 im Spiel gegen Estland sicherte sie ihrer Mannschaft den ersten Punkt überhaupt in einer WM-Qualifikation.

Erfolge[Bearbeiten]

  • Deutsche Meisterin 2011 und 2012
  • Golden Player der U-19 EM 2010
  • Mazedonische Meisterin 2009 und 2010
  • Mazedonische Pokalsiegerin 2009 und 2010
  • Beste Fußballerin Mazedoniens 2009, 2010, 2012 und 2013
  • Beste Sportlerin Mazedoniens 2014
  • Gewinnerin des Internationalen Turbine-Hallenpokals 2014 und 2015

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zweiter Test in Wittenberge endet 2:5 – Natascha Andonova trifft doppelt für Turbine Potsdam. Abgerufen am 26. Januar 2014.
  2. Dreierpack Andonovas. Abgerufen am 26. Januar 2014.
  3. Expressen: Nataša Andonova helt klar för FC Rosengård | Sport KVP vom 18. Mai 2015
  4. uefa.com: Zehn Talente der U19-EM der Frauen