Natalie Dessay

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Natalie Dessay bei einer Autogrammstunde, 31. Juli 2008

Natalie Dessay (* 19. April 1965 in Lyon; eigentlich Nathalie Dessaix) ist eine französische Opernsängerin (Koloratursopran).

Dessay wuchs in Bordeaux auf. Ursprünglich wollte sie Tänzerin werden, studierte aber Schauspiel und Gesang am Konservatorium in Bordeaux. 1985 machte sie mit einem ersten Preis ihren Abschluss. 1989 gewann sie den zweiten Preis im erstmals abgehaltenen Concours des Voix Nouvelles und studierte dann weiter an der Pariser Oper.

Ihr Repertoire[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1992 sang sie die Olympia in Hoffmanns Erzählungen an der Opéra Bastille (die Rolle sang sie auch z. B. in der Inszenierung zur Wiedereröffnung der Oper von Lyon 1993 und in ihrem Debüt an der Scala). Im darauffolgenden Jahr hatte sie ihr erstes Engagement an der Wiener Staatsoper (Blondchen in der Entführung aus dem Serail).

1994 sang sie beim Festival von Aix-en-Provence die Königin der Nacht in Mozarts Die Zauberflöte, dirigiert von William Christie in der Inszenierung von Robert Carsen.

In der Saison 2001/2002 fiel sie krankheitsbedingt bei den meisten Vorstellungen an der Wiener Staatsoper aus. 2001 sang sie erstmals Donizettis Lucia di Lammermoor.

Im Februar 2003 hatte sie ein erfolgreiches Comeback in Paris und an der Metropolitan Opera in New York.

2004 sang sie erstmals die Amina in La sonnambula von Bellini, und ihre konzertante Aufnahme aus Lyon 2006 erschien auch als CD. Ebenfalls 2004 sang sie erstmals die Manon von Massenet, die 2007 bei Virgin Classics erschien (mit Rolando Villazón).

Am 1. April 2007 sang sie die Marie in Gaetano Donizettis La Fille du Régiment an der Wiener Staatsoper (Premiere). Für ihre Regimentstochter im Covent Garden 2007 erhielt sie den Laurence Olivier Award.

Erstmals sang sie 2009 die Violetta Valéry in der Traviata in Santa Fe unter Laurent Pelly und 2011 in Aix-en-Provence und Wien, 2012 an der Metropolitan Opera in New York.

Im Juni 2013 kündigte Natalie Dessay in einem Interview an, dass sie sich bald von der Opernbühne zurückziehen und künftig nur noch als Schauspielerin auftreten werde. Als Begründung führte sie vor allem an, dass es für ihr Alter und ihr Stimmfach keine adäquaten Opernrollen mehr gäbe.[1]

Sie wendet sich seitdem verstärkt dem Chanson zu. Am 20. Oktober 2013 erschien ihr Album Entre elle et lui (avec Michel Legrand). Ein gemeinsames Konzert mit Michel Legrand gab sie am 11. Juni 2014 in der Orangerie des Schlosses von Versailles.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natalie Dessay ist mit dem Bariton Laurent Naouri verheiratet. Sie haben zwei Kinder.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Natalie Dessay – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Natalie Dessay on ‘Becoming Traviata’—French Soprano bids ‘Adieu’ to opera stage. examiner.com vom 12. Juni 2013, abgerufen am 29. Juni 2014
  2. Parlamentarische Anfrage betreffend der Vergabe des österreichischen Berufstitels Kammersänger. (Entschließungsdatum 25. November 2009 bis 24. November 2014). Abgerufen am 19. September 2015.