National Basketball Association

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NBA ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter NBA (Begriffsklärung) aufgeführt.
National Basketball Association
Logo der NBA
Aktuelle Saison 2015/2016
Sportart Basketball
Abkürzung NBA
Ligagründung 1946
Mannschaften 30
Land/Länder KanadaKanada Kanada
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Titelträger Cleveland Cavaliers (1)
Rekordmeister Boston Celtics (17)
TV-Partner ABC, ESPN, TNT, NBA TV
Website www.nba.com

Die National Basketball Association (NBA) ist die seit 1946 bestehende Basketball-Profiliga in Nordamerika. Sie gilt als die stärkste und populärste Basketball-Liga der Welt.

Derzeit besteht die NBA aus 30 Mannschaften, von denen eine (die Toronto Raptors) in Kanada beheimatet ist. Jeweils 15 Mannschaften spielen in der Western und der Eastern Conference, die wiederum in jeweils drei Divisions unterteilt sind. Der Saisongewinner wird nach einer 82 Spiele umfassenden regulären Saison in den Play-offs ausgespielt, wobei jeweils die acht besten Teams beider Conferences in drei Runden nach dem Modus Best of Seven aufeinandertreffen. Der amtierende Meister 2016 ist die Mannschaft der Cleveland Cavaliers.

Die NBA ist eine geschlossene Liga ohne Auf- oder Absteiger. Neue Spieler werden über eine jährliche Entry Draft auf die Teams verteilt, wobei eine vorhergehende Auslosung über die Reihenfolge der Teams entscheidet. Seit 2001 ist der NBA eine kleinere Liga mit anfangs 15 sogenannten Farmteams angegliedert, die NBA Development League. Zur Saison 2016/17 wird die D-League von 19 auf 22 Teams aufgestockt.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1940er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als offizielles Gründungsdatum der NBA gilt der 6. Juni 1946, der Gründungstag der Vorgängerliga Basketball Association of America (BAA) in New York. Treibende Kraft für die Gründung des Verbandes waren die Besitzer und Betreiber von Sportarenen, die ihr Geld hauptsächlich mit Eishockey, vor allem in der NHL, verdienten und auf diesem Weg eine Auslastung für ihre Hallen und eine zusätzliche Geldeinnahme suchten. Erster Präsident der Liga und BAA-Vorsitzende wurde daher auch Maurice Podoloff, der damalige Präsident der NHL, nach welchem bis heute die MVP-Trophy benannt ist. Jedoch stand die BAA zu Anfang noch unter einem schlechten Stern. Sie wies zwar zu ihrer Gründung, im Gegensatz zu den meisten anderen Profiligen der damaligen Zeit, eine solide Finanzierung auf, es mangelte ihr aber an guten Spielern. Erschwerend kam hinzu, dass sich bereits nach dem ersten Jahr vier Mannschaften aus der Liga zurückzogen. Deshalb wurde am 3. August 1949 die National Basketball League (NBL) übernommen, nachdem bereits 1948 drei Teams aus der NBL in die BAA wechselten, und die Liga schließlich in National Basketball Association umbenannt. Bis heute werden daher die BAA-Champions von 1947 bis 1949 auch als NBA-Champions geführt.

Die 1950er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Liga bestand zunächst aus siebzehn Franchises, ehe sie in der Saison 1953/54 mit acht Teams ihre kleinste Größe erreichte. Diese acht Teams, die New York Knicks, Boston Celtics, Philadelphia Warriors, Minneapolis Lakers, Rochester Royals, Fort Wayne Pistons, Tri-Cities Blackhawks und Syracuse Nationals, sind bis heute in der NBA aktiv (teilweise allerdings unter anderem Namen). Anfangs fristete die NBA ein Schattendasein neben der College-Liga NCAA. Diese geriet jedoch 1951 durch einen landesweiten Bestechungsskandal, dem sog. point shaving, in Verruf, wodurch die NBA an Popularität gewann. Zahlreiche College-Stars spielten nun, nach ihrem Collegeabschluss, für die NBA, unter anderem Joe Fulks und Jim Pollard. 1950 wurde die Liga auch für Afroamerikaner geöffnet und Earl Lloyd ging als erster schwarzer NBA-Spieler in die Geschichte ein, obwohl Chuck Cooper noch vor ihm gedraftet wurde, jedoch sein erstes Spiel einen Tag später als Lloyd antrat.

Anfang der 1950er dominierte vor allem ein Team die Liga: die Minneapolis Lakers. Ihr wichtigster Spieler war der 2,08 m große Center George Mikan, der erste Superstar der NBA. Obwohl er relativ langsam und schwerfällig war, konnte ihn keine Verteidigung unter dem Korb stoppen. Da durch seine drückende Dominanz das Ligageschehen einseitig zu werden drohte, änderte man die Spielregeln. 1952 erweiterte man die Zone unter dem Korb, um die Center zu mehr Bewegung zu zwingen und das Spiel auf die Flügel zu verlagern. Die Folge war jedoch, dass weniger geworfen wurde und es dadurch zu häufigerem Foul-Spiel kam, um in Ballbesitz zu gelangen und so das Herunterspielen der Spieluhr durch den Gegner zu verhindern. Bei einigen Spielen 1953 pfiffen die Schiedsrichter über 100 Fouls. Der NBA rannten erneut die Zuschauer davon, und man beschloss, das Basketballspiel grundlegend zu verändern.

Am 23. April 1954 wurde nach einer Idee des Teambesitzers Danny Biasone die Wurfuhr (englisch shot clock) eingeführt, die zum Start der darauf folgenden Saison, am 30. Oktober 1954, erstmals offiziell zum Einsatz kam. Nach der dazugehörenden 24-Sekunden-Regel muss das Team mit Ballbesitz vor Ablauf von 24 Sekunden einen Wurfversuch starten, der wenigstens den Ring berührt. Geschieht dies nicht, wechselt der Ballbesitz, selbst wenn das angreifende Team den Ball nach dem Fehlwurf wieder in die Hände bekommt. Diese Regel war ein Meilenstein für die Entwicklung des Basketballs und wurde nach und nach auch von der NCAA und der FIBA übernommen.

Zu den Stars der 1950er gehörten neben Mikan, auch Dolph Schayes, Bob Pettit, Bob Cousy, Paul Arizin und Bill Sharman.

Die 1960er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1960er gelten heute als die Jahre der Celtics-Dynastie, da die Mannschaft der Boston Celtics zwischen 1957 und 1969 insgesamt elf Meisterschaften gewann, davon acht hintereinander. Obwohl die meisten Spieler aus den Celtics-Meistermannschaften heute Mitglieder der Naismith Memorial Basketball Hall of Fame sind, verbindet man mit der Celtics-Dynastie hauptsächlich zwei Namen: den des Trainers, Red Auerbach, sowie den des Anführers und wichtigsten Spielers der Celtics, Bill Russell. Weitere wichtige Spieler der Celtics in dieser Zeit waren auch John Havlicek und Bob Cousy, der das Point-Guard-Spiel revolutionierte. Ein weiterer Star der 1960er war Centerspieler Wilt Chamberlain, der für die Philadelphia Warriors, Philadelphia 76ers und später für die Los Angeles Lakers spielte. Chamberlain gelang es als erstem Spieler, in einem NBA-Spiel 100 Punkte zu erzielen. Weitere Stars der 1960 sind Oscar Robertson, Elgin Baylor, Jerry West, Willis Reed und Wes Unseld.

In diese Zeit fiel auch die "Westerweiterung". Die NBA hatte ihren Schwerpunkt bis dahin im Nordosten der USA. Die Lakers zogen 1960 als erstes Team von Minneapolis nach Los Angeles und waren damit das erste Team an der Westküste. 1962 zogen die Warriors von Philadelphia nach San Francisco. Die Chicago Packers wurden 1961 das neunte NBA-Team. Da diese jedoch 1963 nach Baltimore weiterzogen und Chicago ein neues NBA-Team wollte, wurden 1966 die Chicago Bulls in die NBA aufgenommen. Die NBA nahm im Zuge der Westerweiterung, zwischen 1967 und 1970, sieben weitere Mannschaften auf: die Seattle Supersonics, San Diego Rockets, Portland Trailblazers, Phoenix Suns, Milwaukee Bucks, Buffalo Braves und die Cleveland Cavaliers.

Nach dem Ende der Celtics-Vorherrschaft begann eine Art „Dunkle Epoche“ der NBA. Das Spielniveau sank ab, das Zuschauerinteresse ließ nach. Zum einen weil sich die NCAA 20 Jahre nach dem Bestechungsskandal langsam wieder erholte, zum anderen weil 1967 eine Konkurrenzliga namens American Basketball Association (ABA) gegründet wurde. Diese begann nach und nach Spieler aus der NBA abzuwerben, u. a. Rick Barry, damals einer der Topstars. Ebenso erlaubte sie Spielern auch ohne abgeschlossene College-Ausbildung die Teilnahme am Spielbetrieb, und so wurde 1974 mit Moses Malone dem ersten Highschool-Spieler ein Profivertrag gegeben. 1969 erhielt die NBA das heutige Logo, dass eine Silhouette von Jerry West, dem damaligen Star der Los Angeles Lakers darstellte.

Die 1970er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte der 1970er geriet die ABA jedoch in finanzielle Schwierigkeiten, was am 17. Juni 1976 zur Übernahme durch die NBA führte. Es wurden allerdings nur vier der sechs verbleibenden ABA-Teams in die NBA aufgenommen: die Nuggets, Pacers, Spurs und Nets. Die Kentucky Colonels und die Spirits of St. Louis wurden für ihren Verzicht finanziell entschädigt. Mit den 1974 aufgenommnenen New Orleans Jazz, stellte die NBA bereits 22 Mannschaften. Die Fusionierung bewirkte auch, dass ABA-Stars wie Julius Erving, Moses Malone, Artis Gilmore und George Gervin nun in der NBA spielten. Ebenso wurden einige ABA-Neuheiten übernommen, beispielsweise die Dreipunktelinie (1979) oder der Slam Dunk Contest. Sportlich dominierte kein Team die 70er, wie die Celtics das vorherige Jahrzehnt. Die Celtics und Knicks errangen mit je zwei Titeln, die meisten in diesem Jahrzehnt. Der Star dieser Epoche war vor allem Kareem Abdul-Jabbar, der 1969 in die Liga gelangte. Der Centerspieler führte 1971 die Milwaukee Bucks zum ersten NBA-Titel und gewann sechs MVP-Auszeichnungen. Mit seinem Wechsel zu den Lakers 1975 und der Verpflichtung von Magic Johnson 1979 durch die Lakers begann jedoch das Gleichgewicht zu kippen. Weitere Stars dieses Jahrzehnt waren Dave Cowens, Elvin Hayes, Pete Maravich, Bob McAdoo, Nate Archibald und Bill Walton. Die Liga kämpfte jedoch weiter mit einem Image- und Popularitätsproblem, das sich insbesondere mit dem Aufkommen neuer Drogen verschärfte.

Die 1980er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1980er sind heute als die Jahre der Lakers-Celtics-Rivalität bekannt und verliehen der Liga einen gewaltigen Popularitätsschub. Die Hauptakteure hießen Larry Bird und Magic Johnson, die sich 1979 auch schon im Endspiel um die College-Meisterschaft gegenüberstanden. Bird führte die Celtics zu drei Meisterschaften in diesem Jahrzehnt, Magic gewann mit den Lakers sogar fünf. Dreimal standen sie sich im Finale um die Meisterschaft sogar direkt gegenüber. Die Ära endete abrupt, als Magic Johnson am 7. November 1991 nach der Diagnose „HIV positiv“ zurücktrat. Ein Jahr später beendete Larry Bird seine Karriere. Zu den weiteren Stars der 1980er gehörten Isiah Thomas, Dominique Wilkins, Kevin McHale und James Worthy. Ebenso bereitete sich eine neue Generation, die in den 80ern in die NBA kam, darauf die NBA zu übernehmen. Zu ihnen gehörten auch Michael Jordan und Hakeem Olajuwon.

Außerhalb dieser Rivalität wurden 1980 die Dallas Mavericks in die Liga aufgenommen. David Stern übernahm 1984 die NBA als neuer Commisioner. Die NBA hat sich unter der Regie von Stern zu einem florierenden Wirtschaftsunternehmen entwickelt. Ende der 1980er kam die letzte große Erweiterung der Liga mit vier Mannschaften: den Charlotte Hornets, Miami Heat, Orlando Magic und den Minnesota Timberwolves, womit die Liga auf 27 Mannschaften wuchs.

Die 1990er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Abklingen der Lakers/Celtics-Dominanz folgte eine kurze Phase in der die von Isiah Thomas geführten Detroit Pistons 1989 und 1990 zwei Meisterschaften gewinnen konnten. Danach war die Bühne frei für einen neuen Star, und Michael Jordan wurde zum neuen Superstar und Zugpferd der Liga. Jordan, der seit 1984 in der Liga spielte, gewann mit den Chicago Bulls zwischen 1991 und 1998 sechs Meisterschaften, und machte durch seine spektakuläre Spielweise die NBA in der ganzen Welt populär. Zwischenzeitlich trat Jordan jedoch von Basketballsport zurück. In dieser Zeit waren die Bulls nicht konkurrenzfähig und die Houston Rockets mit ihrem Starspieler Hakeem Olajuwon konnten 1994 und 1995 die NBA-Meisterschaft gewinnen. 1995 wurden mit den Toronto Raptors und Vancouver Grizzlies erstmals Teams in Kanada in die NBA aufgenommen. Ebenfalls wichtig für die NBA waren die Olympische Sommerspiele 1992 in Barcelona, bei der erstmals professionelle Basketballspieler zugelassen wurden. Die USA schickte daraufhin eine Auswahl ihrer besten Basketballer, unter anderem Jordan, Bird und Johnson die als Dream Team souverän die Goldmedaille gewann und der NBA einen enormen Popularitätsschub einbrachte. Die 1990er brachten eine Reihe von guten Basketballern hervor. Zu ihnen gehörten neben Olajuwon und Jordan auch Jordans langjähriger Teamkollege Scottie Pippen. Weitere nennenswerte Spieler waren Karl Malone, Charles Barkley, David Robinson, Patrick Ewing, Clyde Drexler, John Stockton und Gary Payton. Jordans Rücktritt am 13. Januar 1999 hinterließ ein Vakuum, das kein Spieler der NBA füllen konnte. Die Popularität der Liga sank vor allem in den USA erneut ab. Dazu kam, dass die Gehälter der meisten Spieler ins Unermessliche wuchsen, was die Teambesitzer nun nicht mehr bezahlen wollten. Die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag (Collective Bargaining Agreement, CBA) scheiterten, und so kam es zum Spielerstreik, dem Lockout.

Die 2000er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lockout-Saison (engl. lockout = »Aussperrung«) 1998/99 markiert den Übergang von der Jordan-Ära zur heutigen NBA. In der durch den Lockout verkürzten Saison 1999 gewannen die San Antonio Spurs mit Tim Duncan ihre erste Meisterschaft. Ab der Saison 1999/2000 galt Shaquille O’Neal als zentrale Figur der NBA, und auch wenn er nie Jordans Popularität erreichte, war er ihm in puncto Dominanz ebenbürtig. Ebenfalls eine wichtige Figur in dieser Zeit war das junge Talent Kobe Bryant, der zusammen mit O’Neal bei den Lakers spielte. O’Neals und Bryants Lakers gewannen 2000 bis 2002 drei Meisterschaften in Folge, 2003 unterlagen sie knapp dem späteren Champion San Antonio Spurs. 2004 unterlagen die favorisierten Lakers deutlich dem Ostmeister Detroit Pistons, woraufhin die Mannschaft auseinanderbrach. Für die Saison 2004/05 galten die Kräfteverhältnisse als ausgeglichen wie schon lange nicht mehr. Am Ende setzten sich erneut die San Antonio Spurs durch und gewannen gegen die Detroit Pistons die Meisterschaft. 2006 holten die Miami Heat ihre erste Meisterschaft. Das Team um O'Neal und Dwyane Wade setzte sich im Finale gegen die Dallas Mavericks und Dirk Nowitzki durch. Nachdem 2007 die Spurs ihren dritten Titel gewinnen konnten, erfolgte eine kurze Widerbelebung der Celtics-Lakers Dominanz aus den 80ern. Die Lakers verstärkten sich mittlerweile mit dem Spanier Pau Gasol. Die Celtics konnten sich durch geschickte Transfers einen Nukleus aus Kevin Garnett, Ray Allen und Paul Pierce zusammenstellen. Beide Teams trafen 2008 im Finale aufeinander, wobei sich die Celtics durchsetzen konnten. 2009 setzten sich dagegen die Lakers gegen die Orlando Magic durch und 2010 gelang den Lakers die Revanche gegen die Celtics. Die 2000er sind durch eine starke Internationalisierung der NBA geprägt. Commissioner Stern gelang die Popularisierung von Basketball in der Welt, wodurch in den immer mehr ausländische Spieler in die NBA wechselten, so etwa der chinesische Center Yao Ming, der französische Guard Tony Parker, der Spanier Pau Gasol, der Serbe Peja Stojakovic oder eben der deutsche Power Forward Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks. Dirk Nowitzki gewann beispielsweise als erster Europäer 2007 den MVP Award, als bester Spieler der Saison. Dem Kanadier Steve Nash gelang es 2005 und 2006 die Auszeichnung sogat zweimal zu gewinnen. Dennoch wurde dieses Jahrzehnt von Amerikanern dominiert. Neben Nowitzki, Nash, Bryant, O'Neal, Garnett und Duncan sind auch Allen Iverson, Jason Kidd, Carmelo Anthony und Dwight Howard weitere nenneswerte Spieler. Weiterhin wurde LeBron James, seit 2003 bei den Cleveland Cavaliers, als künftiger Jordan-Nachfolger aufgebaut.

Die 2010er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiel der Dallas Mavericks gegen ALBA Berlin während der NBA Europe Live Tour 2012.

LeBron James gab 2010, zusammen mit Chris Bosh, seinen Wechsel zu den Miami Heat bekannt, um an der Seite von Dwyane Wade spielen zu können. Als großer Favorit erreichte man 2011 das Finale und traf auf die Dallas Mavericks, unterlag jedoch überraschend, womit die Mavericks und Nowitzki ihre erste Meisterschaft gewannen. 2011 folgte nach 1998 der zweite Lockout der NBA-Geschichte. Nachdem die ersten Spiele ausgefallen waren, einigen sich Spielergewerkschaft und NBA auf eine neue CBA und man startete in eine verkürzte NBA-Saison 2011/12. Die Heat erreichten erneut das Finale und setzten sich gegen die Oklahoma City Thunder um die Starspieler Kevin Durant und Russell Westbrook durch. In der Saison 2012/13 gewann James seine vierte MVP-Auszeichnung und führte die Heat gegen die San Antonio Spurs zum dritten Meistertitel. Den Spurs gelang 2014 die Revanche über die Heat. Das Team um Tim Duncan und Kawhi Leonard setzte sich nach fünf Spielen gegen die Heat durch. Daraufhin zerfielen die Heat und James kehrte zu den Cavaliers zurück. Im darauffolgenden Jahr feierten die Golden State Warriors ihre erste Meisterschaft seit 40 Jahren mit einem Finalsieg gegen die Cavaliers. Stephen Curry stieg zum neuen Superstar der Liga auf und gewann neben dem NBA-Titel auch die MVP-Auszeichnung. In der Saison 2015/16 brachen die Warriors zudem den Siegesrekord der Chicago Bulls aus dem Jahre 1995/96 und halten mit 73 Saisonssiegen seitdem den NBA-Rekord.

Die Liga, ursprünglich mit elf Teams gestartet, erweiterte sich bis 2004 auf 30 Teams. Zum 50. Geburtstag der Liga 1996 wurde eine Frauenliga, die Women’s National Basketball Association (WNBA) gegründet. Aufgrund anhaltender Kritik von Fans werden Schwalben (sog. Flops) ab der Saison 2012/13 mit Geldstrafen geahndet.[2]

Teams und Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die NBA ist in Western Conference und Eastern Conference unterteilt. Die beiden Conferences sind wiederum in je drei Divisions gegliedert.

In einer regulären Saison (Regular Season) spielt jedes Team je viermal gegen die vier Mannschaften aus der eigenen Division (16 Spiele), je drei- bis viermal gegen die zehn Mannschaften aus den anderen Divisions der eigenen Conference (36 Spiele) und je zweimal gegen die fünfzehn Mannschaften aus der anderen Conference (30 Spiele). Jedes Team bestreitet somit vor den Play-offs 82 Spiele. Für gewonnene Spiele gibt es keine Punkte, es zählt der Anteil an gewonnenen Spielen. Ein Unentschieden wird durch Spielverlängerung entschieden.

Anhand der Tabelle werden die Play-offs ermittelt, in denen die besten acht Mannschaften jeder Conference in einem K.-o.-System gegeneinander antreten (der Erste gegen den Achten, der Zweite gegen den Siebten usw.). Die drei Divisionssieger und der beste Zweite werden dabei entsprechend ihrer Bilanz an eins bis vier gesetzt, die restlichen vier besten Teams der Conference nehmen die Plätze fünf bis acht ein. In den Play-off-Runden wird nach dem Modus Best-of-Seven der Ost- bzw. West-Meister gekürt. Diese beiden Mannschaften spielen dann abschließend in der sogenannten Finalserie, die ebenfalls nach dem Modus best of seven ausgetragen wird, um die Larry O’Brien Championship Trophy.

Division Team Stadt/Region Stadion(-name) Gegründet der NBA beigetreten Cheftrainer
Eastern Conference
Atlantic Boston Celtics Boston, MA TD Garden 1946 Brad Stevens
Brooklyn Nets New York City, NY Barclays Center 1967 1976 Kenny Atkinson
New York Knicks New York City, NY Madison Square Garden 1946 Kurt Rambis
Philadelphia 76ers Philadelphia, PA Wells Fargo Center 1946 1949 Brett Brown
Toronto Raptors Toronto, ON Air Canada Centre 1995 Dwane Casey
Central Chicago Bulls Chicago, IL United Center 1966 Fred Hoiberg
Cleveland Cavaliers Cleveland, OH Quicken Loans Arena 1970 Tyronn Lue
Detroit Pistons Auburn Hills, MI Palace of Auburn Hills 1941 1948 Stan Van Gundy
Indiana Pacers Indianapolis, IN Bankers Life Fieldhouse 1967 1976 Nate McMillan
Milwaukee Bucks Milwaukee, WI BMO Harris Bradley Center 1968 Jason Kidd
Southeast Atlanta Hawks Atlanta, GA Philips Arena 1946 1949 Mike Budenholzer
Charlotte Hornets Charlotte, NC Time Warner Cable Arena 2004 Steve Clifford
Miami Heat Miami, FL AmericanAirlines Arena 1988 Erik Spoelstra
Orlando Magic Orlando, FL Amway Center 1989 Frank Vogel
Washington Wizards Washington, D.C. Verizon Center 1961 Scott Brooks
Western Conference
Northwest Denver Nuggets Denver, CO Pepsi Center 1967 1976 Mike Malone
Minnesota Timberwolves Minneapolis, MN Target Center 1989 Tom Thibodeau
Oklahoma City Thunder Oklahoma City, OK Chesapeake Energy Arena 1967 Billy Donovan
Portland Trail Blazers Portland, OR Moda Center 1970 Terry Stotts
Utah Jazz Salt Lake City, UT Vivint Smart Home Arena 1974 Quin Snyder
Pacific Golden State Warriors Oakland, CA Oracle Arena 1946 Steve Kerr
Los Angeles Clippers Los Angeles, CA Staples Center 1970 Doc Rivers
Los Angeles Lakers Los Angeles, CA Staples Center 1946 1948 Luke Walton
Phoenix Suns Phoenix, AZ Talking Stick Resort Arena 1968 Earl Watson
Sacramento Kings Sacramento, CA Sleep Train Arena 1945 1948 Dave Joerger
Southwest Dallas Mavericks Dallas, TX American Airlines Center 1980 Rick Carlisle
Houston Rockets Houston, TX Toyota Center 1967 vakant
Memphis Grizzlies Memphis, TN FedExForum 1995 David Fizdale
New Orleans Pelicans New Orleans, LA Smoothie King Center 1988 Alvin Gentry
San Antonio Spurs San Antonio, TX AT&T Center 1967 1976 Gregg Popovich

Zuschauer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drei Clubs kamen in der Regular Season 2015/16 im Schnitt auf mehr als 20.000 Zuschauer. Die Chicago Bulls (21.820), die Cleveland Cavaliers (20.562) und die Dallas Mavericks (20.143) stehen an der Spitze der Liste. Die zuschauerschwächsten Franchises der NBA sind die Philadelphia 76ers (14.881), Minnesota Timberwolves (14.175), und die Denver Nuggets, die auf 14.095 Zuschauer pro Spiel kamen. Der Gesamtschnitt der Liga 2015/16 lag bei 17.831 Zuschauern pro Spiel.[3]

Liste der NBA-Meister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Verein Division Titel
1 Boston Celtics Atlantic 17
2 Minneapolis/Los Angeles Lakers Pacific 16
3 Chicago Bulls Central 6
4 San Antonio Spurs Southwest 5
5 Philadelphia/San Francisco/Golden State Warriors Pacific 4
6 Syracuse Nationals/Philadelphia 76ers Atlantic 3
Fort Wayne/Detroit Pistons Central 3
Miami Heat Southeast 3
9 New York Knicks Atlantic 2
Houston Rockets Southwest 2
11 Baltimore/Washington Bullets Southeast 1
St. Louis/Atlanta Hawks Southeast 1
Seattle SuperSonics/Oklahoma City Thunder Northwest 1
Portland Trail Blazers Northwest 1
Dallas Mavericks Southwest 1
Milwaukee Bucks Central 1
Rochester Royals Pacific 1
Baltimore Bullets Western 1
Cleveland Cavaliers Central 1

Liste der NBA-Finalserien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Liste der NBA-Finalserien

NBA All-Star Game[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: NBA All-Star Game

Das NBA All-Star Game ist ein großes, jährlich ausgetragenes Sportereignis in den Vereinigten Staaten. Dabei treten seit 1951 ausgewählte Spieler der Eastern Conference und der Western Conference gegeneinander an. Nach Siegen führt der Osten mit 36:26 Siegen.

NBA Europe Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die NBA Europe Live Tour ist eine Serie von Basketball-Freundschaftsspielen, bei der mehrere Mannschaften aus der nordamerikanischen Profiliga National Basketball Association (NBA) im Rahmen ihrer Saisonvorbereitung in Europa trainieren und gegeneinander sowie gegen europäische Spitzenmannschaften antreten. Die Spielserie fand erstmals 2006 statt und dient der NBA zum „Austesten“ des Zuschauerinteresses an NBA-Basketball in Europa. Sie gehört zum Plan des NBA Commissioners David Stern einer Expansion der NBA nach Europa.

Bereits seit 1988 absolvieren NBA-Teams Freundschaftsspiele in Europa. Als Vorgänger der Europe Live Tour kann hierbei die Spielserie McDonalds Open gelten.

Individuelle Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die NBA vergibt nach jeder Saison eine Reihe von Auszeichnungen an einzelne Spieler. Die älteste ist die Nominierung zum All-NBA Team, eine Auswahl der besten zehn (seit 1988/89: der besten 15) Spieler der NBA. Diese Auswahl ist in zwei (seit 1988/89: drei) Teams unterteilt und wird seit der ersten NBA- bzw. BAA-Saison 1946/47 von Sportjournalisten gewählt.

Zur Saison 1955/56 führte man eine Auszeichnung für den wertvollsten Spieler (eng.: Most Valuable Player, kurz MVP) ein. Die dazugehörige Trophäe ist nach Maurice Podoloff, dem ersten Liga-Präsidenten benannt. Bis 1980 wurde der MVP von den NBA-Profis gewählt, was dazu führte, dass unbeliebte Spieler wie Rick Barry die Auszeichnung nie gewannen, obwohl sie sie verdient hätten. Seit der Saison 1980/81 wird auch die MVP-Auszeichnung von einer Jury aus Sportjournalisten vergeben.

Noch vor der Einführung des MVP wurde eine Auszeichnung an den besten Neuling der Liga, den sog. Rookie of the Year vergeben. Seit der Saison 1952/53 gibt es diesen Titel, dessen Trophäe nach Eddie Gottlieb, einem Gründungsmitglied der NBA und Teambesitzer der „Warriors“, benannt ist.

Bei den NBA-Finals 1969 wurde erstmals eine Auszeichnung für den besten Spieler der Finalserie vergeben, den sog. Finals MVP. Jerry West war in jenem Jahr der erste und einzige Spieler, der die Auszeichnung gewann, obwohl er aus der Verlierermannschaft kam. Bis heute ist es ungeschriebenes Gesetz, dass der Finals-MVP nur aus der Siegermannschaft kommen kann.

Um auch die besten Verteidiger der Liga zu würdigen, wurde 1968/69 die Wahl zum All-Defensive-Team eingeführt. Genau wie beim All-NBA-Team werden dabei die zehn besten Verteidiger zu je zwei Teams zusammengestellt.

In der Saison 1982/83 kamen wieder gleich zwei Neuerungen hinzu: Zum einen wurde zusätzlich zum All-Defensive-Team auch ein Defensive Player of the Year gewählt, zum anderen wurde eine Auszeichnung für den wertvollsten Bankspieler, der Sixth Man of the Year Award, geschaffen.

Seit 1985/86 wird außerdem der Spieler ausgezeichnet, der sich im Vergleich zur vorherigen Spielzeit am meisten verbessert hat (Most Improved Player Award kurz: MIP).

Eine Art Auszeichnung können auch die Fans verleihen, indem sie per Voting die fünf besten Spieler jeder Conference für das NBA All-Star Game nominieren.

Vorwürfe gegen die NBA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Der ehemalige Schiedsrichter Tim Donaghy erhob im Juni 2008 schwere Vorwürfe gegen die NBA. Einige Schiedsrichter sollen auf Anweisung der NBA Spiele manipuliert haben. Im Jahr 2002 sollen die Schiedsrichter die L. A. Lakers in ihrem sechsten Playoff-Spiel gegen die Sacramento Kings bevorteilt haben. Die NBA wollte, dass es zu einem siebten Spiel kommt. Auch sollen die Schiedsrichter von der NBA angewiesen worden sein, gegen bestimmte Starspieler keine technischen Fouls zu verhängen.[4]

Tim Donaghy war zuvor 2007 wegen Spielmanipulation und Weitergabe von Insider-Wissen angeklagt worden. Ihm wurde vorgeworfen, auf die Hälfte der von ihm seit 2003 geleiteten NBA-Spiele gewettet zu haben. Die NBA verlangte das an ihn in diesem Zeitraum bezahlte Gehalt zurück. Außerdem sollte Donaghy für die 16 Partien in der Saison 2006/07 zahlen, in denen er seine Insiderinformationen an Dritte weitergegeben hat. Der ehemalige Schiedsrichter sollte auch die Anwaltskosten übernehmen. Somit verlangte die NBA einen Betrag von ca. 1,4 Millionen Dollar als Schadensersatz von Donaghy. Am 15. August 2007 bekannte sich Donaghy in manchen Punkten schuldig und wurde zu 15 Monaten Haft verurteilt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mike Carlson und Jens Plassmann: NBA Basketball. Stars & Stories, Reinbek bei Hamburg 1994, ISBN 3-499-19435-X
  • Terry Pluto: Tall Tales. The Glory Years of the NBA, Lincoln (Nebraska) 1992, ISBN 0-671-74279-5 (engl.)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: National Basketball Association – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. dleague.nba.com: NBA Development League Expansion (englisch)
  2. NBA announces new anti-flopping rule
  3. espn.go.com: NBA Attendance Report (englisch)
  4. Chris Sheridan: 2002 Lakers-Kings Game 6 at heart of Donaghy allegations. Auf: ESPN.com