National League (Eishockey)

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National League
Logo der NL
Aktuelle Saison Saison 2017/18
Sportart Eishockey
Abkürzung NL
Verband Schweizerischer Eishockeyverband
Ligagründung 1937
Mannschaften 12
Land/Länder SchweizSchweiz Schweiz
Titelträger SC Bern
Rekordmeister HC Davos (31)
TV-Partner SRG; MySports
Website nationalleague.ch

Die National League (NL; früher Nationalliga A, National League A) ist die höchste Eishockey-Liga in der Schweiz. Sie besteht im Moment aus zwölf Mannschaften. Mit durchschnittlich 6620 Zuschauern pro Spiel (Qualifikationsrunde 2012/13)[1] ist sie die meistbesuchte Eishockeyliga in Europa. Der SC Bern erreichte in der Saison 2012/13 mit einem Schnitt von 16'330 Zuschauern den höchsten je gemessenen Zuschauerschnitt eines europäischen Eishockeyclubs.[1]

Der Name „National League“ wurde in der Saison 2007/08 zusammen mit zusätzlichen Neuerungen eingeführt. Zu den Änderungen gehören unter anderem ein neuer Pokal und ein neuer Spielmodus.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nationalliga A wurde 1937 als Nachfolger der Nationalen und der Internationalen Meisterschaft der Schweiz. Seit 1986 werden zum Ende der Saison die Playoffs ausgetragen, bei denen der Meister der Liga bestimmt wird. 2007 wurde die Liga in National League A umbenannt. 2017 folgte die Kürzung in National League.

TV-Vertrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 wurde ein neuer TV-Vertrag ausgehandelt, welcher bis zur Saison 2016/2017 Gültigkeit hat. Vor allem die öffentlich rechtlichen Sender bauten darauf ihr Eishockeyprogramm erheblich aus. Neu können die SRG-Sender die Playoff-Begegnungen der National League A von Beginn weg übertragen. Für die Viertelfinals stehen den SRG-Sendern zwei Partien nach Wahl zur Verfügung, ab den Halbfinals wird auf allen Sendern der SRG SSR die gleiche Playoff-Partie gesendet. Alle Spiele werden zudem auf dem Pay-TV-Sender Teleclub live übertragen. Ab der Saison 2017/18 hat sich UPC zusammen mit Suisse Digital die TV-Rechte für fünf Jahre und einer Rekordsumme von jährlich durchschnittlich 35,4 Millionen Schweizer Franken gesichert. Die Spiele werden auf dem neu kreierten Sportsender MySports zu sehen sein.[2]

Modus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Qualifikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Meisterschaft wird in einer ersten Phase als Rundenturnier (Qualifikation) gespielt. Seit der Saison 2007/08 umfasst sie 50 Runden, wobei jedes Team viermal gegen jedes andere Team spielt (total 44 Spiele) plus zusätzliche sechs Gruppenspiele. Dazu werden die zwölf Clubs in drei Vierergruppen eingeteilt, deren Zusammensetzung regional erfolgt. Die Gruppen sind wie folgt gebildet: West: Genève-Servette HC, Lausanne HC, Fribourg-Gottéron, EHC Biel. Mitte: SC Bern, SCL Tigers, EHC Kloten, ZSC Lions. Ost: EV Zug, HC Ambrì-Piotta, HC Lugano, HC Davos[3]. In jeder Vierergruppe gibt es eine Hin- und Rückrunde, wobei diese Ergebnisse in die Gesamtrangliste der Qualifikation übernommen werden.

Im Unterschied zu früher, gibt es seit der Saison 2006/07 kein Unentschieden mehr. Ist ein Spiel nach 60 Minuten nicht entschieden, so folgt eine fünfminütige Verlängerung mit je drei Feldspielern. Fällt kein Tor, wird der Match im Penaltyschiessen entschieden. Ein Sieg nach 60 Minuten gibt drei Punkte, ein Sieg nach Verlängerung oder Penaltyschiessen zwei Punkte, eine Niederlage nach Verlängerung oder Penaltyschiessen einen Punkt, und eine Niederlage nach 60 Minuten keinen Punkt.

Playoffs / Playouts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An die Qualifikation anschliessend ermitteln die besten acht Mannschaften den Schweizer Meister im Playoff-Stil. Die letzten vier Mannschaften ermitteln seit der Saison 2013/14 in der neu eingeführten Platzierungsrunde die letzten zwei Mannschaften, welche dann in den Playouts entscheiden, wer gegen den Meister der Swiss League um den Klassenerhalt spielen muss. In allen Runden der Playoffs, wie auch bei den Playouts und bei den Klassenerhaltsspielen, wird der Modus Best-of-Seven angewendet. Ab der Saison 2017/18 findet in der Overtime der Playoffs ein Sudden Death statt. Das heisst: Eine Verlängerung mit fünf gegen fünf Spieler wird gespielt, und zwar so lange, bis ein Tor fällt.[4] Das Heimrecht wird jeweils abgewechselt. Die jeweils bessere Mannschaft in der Qualifikation erhält das Heimrecht und kann somit das erste Spiel, und allenfalls das siebte und entscheidende, zu Hause bestreiten.

Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die NL-Vereine 2017/18

In der Saison 2017/18 sind folgende zwölf Mannschaften in der NL vertreten:

Team Standort Eishalle Kapazität Zuschauerschnitt 2015/16 Auslastung
Logo HC Ambrì-Piotta.svg HC Ambrì-Piotta Ambrì Pista la Valascia 6.500 4.955 76,2 %
Logo SC Bern.svg SC Bern Bern PostFinance Arena 17.131 16.399 95,7 %
Logo EHC Biel.svg EHC Biel Biel Tissot Arena 6.521 5.415 83 %
Logo HC Davos.svg HC Davos Davos Vaillant Arena 6.795 4.792 70,5 %
Logo Fribourg-Gottéron.svg Fribourg-Gottéron Freiburg BCF-Arena 6.700 5.758 85,9 %
ReproGeneveServetteHC.svg Genève-Servette HC Genf Les Vernets 7.285 6.135 84,2 %
Kloten Flyers Wappen.svg EHC Kloten Kloten Swiss Arena 7.624 5.299 69,5 %
Logo SCL Tigers.svg SCL Tigers Langnau Ilfishalle 6.100 5.779 94,7 %
Logo Lausanne HC.svg Lausanne HC Lausanne Patinoire de Malley 9.500 6.567 69,1 %
Logo HC Lugano.svg HC Lugano Lugano Resega 7.800 5.911 75,7 %
EV Zug Logo.svg EV Zug Zug Bossard Arena 7.015 6.436 91,7 %
Logo ZSC Lions.svg ZSC Lions Zürich Hallenstadion 11.200 9.214 82,2 %

Seit der Umbenennung in National League A im Jahr 2007 waren zudem folgende Vereine in der Liga vertreten:

Meistertitel Nationalliga A 1938–2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1938: HC Davos
  • 1939: HC Davos
  • 1940: keine Meisterschaft
  • 1941: HC Davos
  • 1942: HC Davos
  • 1943: HC Davos
  • 1944: HC Davos
  • 1945: HC Davos
  • 1946: HC Davos
  • 1947: HC Davos
  • 1948: HC Davos
  • 1949: Zürcher SC
  • 1950: HC Davos
  • 1951: EHC Arosa
  • 1952: EHC Arosa
  • 1953: EHC Arosa
  • 1970: HC La Chaux-de-Fonds
  • 1971: HC La Chaux-de-Fonds
  • 1972: HC La Chaux-de-Fonds
  • 1973: HC La Chaux-de-Fonds
  • 1974: SC Bern
  • 1975: SC Bern
  • 1976: SC Langnau
  • 1977: SC Bern
  • 1978: EHC Biel
  • 1979: SC Bern
  • 1980: EHC Arosa
  • 1981: EHC Biel
  • 1982: EHC Arosa
  • 1983: EHC Biel
  • 1984: HC Davos
  • 1985: HC Davos
Einführung der Play-offs
  • 1986: HC Lugano
  • 1987: HC Lugano
  • 1988: HC Lugano
  • 1989: SC Bern
  • 1990: HC Lugano
  • 1991: SC Bern
  • 1992: SC Bern
  • 1993: EHC Kloten
  • 1994: EHC Kloten
  • 1995: EHC Kloten
  • 1996: EHC Kloten
  • 1997: SC Bern
  • 1998: EV Zug
  • 1999: HC Lugano
  • 2000: ZSC Lions
  • 2001: ZSC Lions
  • 2002: HC Davos
  • 2003: HC Lugano
  • 2004: SC Bern
  • 2005: HC Davos
  • 2006: HC Lugano
  • 2007: HC Davos

Meistertitel National League A 2008–2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meisterpokal seit 2008
  • 2008: ZSC Lions
  • 2009: HC Davos
  • 2010: SC Bern
  • 2011: HC Davos
  • 2012: ZSC Lions
  • 2013: SC Bern
  • 2014: ZSC Lions
  • 2015: HC Davos
  • 2016: SC Bern
  • 2017: SC Bern

Meister National League ab 2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2018:

Clubs nach Meistertitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titel Titel seit 1986 Club
31 6 HC Davos
15 9 SC Bern
9 - EHC Arosa
8 5 ZSC Lions (früher Zürcher SC)
7 7 HC Lugano
6 - HC La Chaux-de-Fonds
5 4 EHC Kloten
3 - EHC Biel
2 - HC Villars
1 1 EV Zug
1 - EHC Visp
1 - GCK Lions (früher Grasshopper Club Zürich)
1 - SCL Tigers (früher SC Langnau)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: National League A – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Zuschauerrekord in der NLA. Abgerufen am 29. Mai 2013.
  2. Bestätigt: TV-Deal mit UPC und SRG. hockeyfans.ch, abgerufen am 10. März 2017 (englisch).
  3. Spielplan NL A (PDF). Abgerufen am 12. September 2016.
  4. «Sudden Death» in den NLA-Playoffs entzückt die Fans. In: watson.ch. (watson.ch [abgerufen am 6. März 2017]).