National Museums of Kenya

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Die National Museums of Kenya (Nationalmuseen von Kenia, NMK) sind ein Zusammenschluss von mehr als 30 Regionalmuseen und anderen kulturell bedeutsamen Örtlichkeiten in Kenia. Der Verbund wurde im Jahr 2006 durch ein Gesetz der Nationalversammlung von Kenia („National Museums and Heritage Act, 2006“) gegründet.[1] Die Nationalmuseen erforschen, verwalten und präsentieren Kenias nationales Kulturerbe. Hauptsitz ist Nairobi.

Zu diesem Verbund gehört als bedeutendste Forschungseinrichtung das Nairobi National Museum (früher: Kenia National Museum, KNM), in dem u. a. zahlreiche hominine Fossilienfunde verwahrt werden, beispielsweise der Nariokotome-Junge (Archivnummer KNM-WT 15000), die Typusexemplare von Homo rudolfensis (KNM-ER 1470) und Kenyanthropus (KNM-WT 40000) sowie der so genannte Black Skull (KNM-WT 17000) von Paranthropus aethiopicus.

Das bereits 1910 gegründete Nairobi National Museum ist heute zugleich der Hauptsitz der National Museums of Kenya. Es besteht – neben dem Schaumuseum und einem angegliederten Botanischen Garten – aus vier Forschungsabteilungen: Zoologie, Zentrum für Biodiversität, Ostafrikanisches Herbarium (mit der größten botanischen Sammlung in Afrika) und Geowissenschaften. Hinzu kommen je eine Verwaltungsabteilung für das Museum und für den nationalen Verbund.[2]

Ebenfalls zum Verbund gehört das Institute Of Primate Research, das Anfang der 1960er-Jahre von Louis Leakey als Tigoni Primate Research Centre gegründet worden war. Leakey studierte hier das Verhalten von Primaten, mit dem Ziel, Hinweise auf die Evolution des Verhaltens von Menschen gewinnen zu können. Im Rahmen dieser Forschung entstanden auch die zahlreichen Publikationen von Jane Goodall (Schimpansen), Dian Fossey (Gorillas) und Birutė Galdikas (Orang-Utans). Heute wird in diesem Institut u. a. biomedizinische Forschung zur Bekämpfung tropischer Infektionskrankheiten betrieben.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. National Museums and Heritage Act, 2006 (Memento vom 25. März 2013 im Internet Archive)
  2. Karibu sana. Das Kenianische Nationalmuseum. In: Senckenberg Forschungsinstitut (Hrsg.): Senckenberg: Natur – Forschung – Museum. Band 146, Nr. 7–8 / 2016, S. 216
  3. Institute of Primate Research: A short History. (Memento vom 23. Juli 2016 im Internet Archive) Auf: primateresearch.org, Stand: 2009
    Institute of Primate Research: A short history. Auf: primateresearch.org, Stand: 18. Juli 2012, zuletzt eingesehen am 5. Dezember 2018