National University of Singapore

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National University of Singapore
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Gründung 1905
Ort Singapur
Land Singapur
Kanzler Tan Chorh Chuan
Studenten 37.969
Jahresetat 3,12 Mrd. S$
Website www.nus.edu.sg

Die National University of Singapore ist eine Universität in Singapur. Im Jahre 1905 gegründet, ist sie die älteste Universität des Landes und gemessen an der Studierendenzahl und am Studienangebot die größte Singapurs.

Sie gilt als eine der renommiertesten Universitäten in ganz Asien. Das QS World University Ranking 2016 und das Times Higher Education World University Ranking 2016–17 weisen sie jeweils als beste Universität Asiens bzw. zwölfte und vierundzwanzigste weltweit aus.[1][2]

Die Universität gehört den Hochschulverbünden Universitas 21 und der International Alliance of Research Universities an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sir Thomas Stamford Raffles als Namenspatron des Raffles College.

Im Jahre 1823 schlug der britische Forscher und Gründer Singapurs Sir Thomas Stamford Raffles die Errichtung eines Colleges vor, welches sowohl Forschung als auch Lehre betreiben sollte. Eine Petition von Tan Jiak Kim und nicht-europäischen Einwohnern Singapurs an den Gouverneur Sir John Anderson griff die ursprüngliche Idee Raffles auf. Daraufhin wurde die Vorläuferin der heutigen National University of Singapore 1905 als Medizinhochschule gegründet.[3]

Im Jahre 1928 erhielt die einstige Medizinhochschule durch das Raffles College eine institutionelle Ergänzung nach britischem Vorbild, welche das Studienangebot um die Geisteswissenschaften erweiterte. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Universität von japanischen Forschern besetzt. Im Jahr 1949 fand eine Eingliederung in die malayische Staatsuniversität statt. Unabhängigkeitsbestrebungen Singapurs ließen die Universität 1960 wieder autonom werden – noch vor der formellen Unabhängigkeit Singapurs von Malaysia 1965.[4]

In den 1980ern fand die Universität durch Zusammenlegung mit der singapurischen Universität Nanyang zur Nationaluniversität ihre heutige Form.[5] Infolge der Zusammenlegung beider singapurischen Universitäten wurde die englische Sprache als Lehr- und Forschungssprache etabliert, während Kultur- und Sprachwissenschaften fakultativ in Hochchinesisch, Malaiisch oder Tamil – den drei weiteren Amtssprachen Singapurs – stattfinden.

Campus und Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Campus bei Kent Ridge.

Das Studienjahr an der National University of Singapore ist in Semester unterteilt. Traditionell ist die Lehre angelehnt an das britische System kleiner Lerngruppen und das US-amerikanischen System von creditpoints in modularisierten Seminaren und Vorlesungen. Die Universität hat 16 Fakultäten, die als schools bezeichnet werden, einschließlich eines Konservatoriums.

Der Hauptcampus der National University of Singapore befindet sich im Südwesten Singapurs unweit von Kent Ridge und umfasst eine Fläche von über 150 Hektar. Der Bukit Timah Campus beherbergt die Faculty of Law, die Lee Kuan Yew School of Public Policy und zahlreiche Forschungseinrichtungen, während die Duke-NUS Medical School Singapore am Outram Campus liegt.

Außerhalb von Singapur unterhält die Universität Niederlassungen in Shanghai, Peking, Israel, Indien, Stockholm und im kalifornischen Palo Alto. Seit 2008 gehört die National University of Singapore dem renommierten CEMS-Programm an und war zusammen mit der University of Sydney eine der ersten Partneruniversitäten außerhalb Europas. 2013 wurde im Rahmen einer Kooperation mit der US-amerikanischen Yale University das Yale NUS College in Singapur eröffnet, welches sich auf Liberal Arts spezialisiert.[6]

Das Symphonieorchester der National University of Singapore in Wien (2013).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. QS World University Rankings 2016. In: Top Universities. 25. August 2016 (topuniversities.com [abgerufen am 17. April 2017]).
  2. World University Rankings. In: Times Higher Education (THE). 17. August 2016 (timeshighereducation.com [abgerufen am 17. April 2017]).
  3. Loo Lay Yen: Our Chancellors and Vice-Chancellors : a biographical sketch : NUS History. Abgerufen am 18. April 2017.
  4. Loo Lay Yen: Our Chancellors and Vice-Chancellors : a biographical sketch : NUS History. Abgerufen am 18. April 2017.
  5. Loo Lay Yen: Our Chancellors and Vice-Chancellors : a biographical sketch : NUS History. Abgerufen am 18. April 2017.
  6. Yale-NUS prepares for first commencement. (yaledailynews.com [abgerufen am 18. April 2017]).

Koordinaten: 1° 17′ 44″ N, 103° 46′ 36″ O