Nationale Kommission für Öffentliche Sicherheit

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Zentrales Regierungsgebäude Nr. 2 in dem u.a. auch die Kommission ihren Sitz hat

Die Nationale Kommission für Öffentliche Sicherheit (jap. 国家公安委員会, kokka kōan iinkai) ist ein Organ der japanischen Regierung zur zentralen Überwachung der Polizei.

Sie wurde in heutiger Form nach dem Polizeigesetz von 1954 gemeinsam mit der Polizeibehörde (警察庁, keisatsu-chō) geschaffen. Ein gleichnamiger Vorläufer existierte bereits unter dem Polizeigesetz von 1948, um die zivile Kontrolle über die Polizei sicherzustellen und die Macht des früheren Innenministeriums (内務省, naimu-shō) einzuschränken. Die Kommission besteht aus einem Vorsitzenden, der als Staatsminister Teil des Kabinetts ist, und fünf weiteren Mitgliedern, die vom Premierminister mit Zustimmung beider Häuser des Kokkai für fünf Jahre ernannt werden. Sie befasst sich generell mit Sicherheitsfragen in der Verantwortung des Staates und insbesondere mit der Überwachung der Polizeibehörde als Ganzes: Sie legt Richtlinien fest und ernennt den Behördenleiter, sie hat jedoch keine direkten Einflussmöglichkeiten auf lokale Dienststellen oder einzelne Präfekturpolizeien. Auch wenn sie vom Premierminister berufen wird und formell dem Kabinettsbüro zugeordnet ist, arbeitet sie weisungsunabhängig vom Kabinett. Die Kommission soll sicherstellen, dass die Polizei und deren Ausbildung einheitlich, effizient und frei von politischer Einflussnahme arbeitet.

Kommissionsmitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die derzeitigen Mitglieder der Kommission sind (Stand: Dezember 2017)[1]:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 国家公安委員会委員長・委員のプロフィール. Nationale Kommission für Öffentliche Sicherheit, 2017; abgerufen am 12. Dezember 2017 (japanisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]