Nationales Kunstmuseum der Ukraine

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Nationales Kunstmuseum der Ukraine
Ukraina-Kiev-National-art-museum-of-Ukraine.jpg
Das Museum im Jahr 2014
Daten
Ort Kiew, Ukraine
Art Gemälde
Architekt Władysław Horodecki
Eröffnung 23. Dezember 1904
Besucheranzahl (jährlich) 48.500 (2011)
Website [1]

Das Nationales Kunstmuseum der Ukraine (ukrainisch Національний художній музей України/ russisch Национальный художественный музей Украины) ist ein Kunstmuseum in der ukrainischen Hauptstadt Kiew.

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museum im Jahr 1904

Das Museum befindet sich in dem 1899 im neoklassizistischen Stil errichteten Gebäude, einem der bedeutendsten Baudenkmäler der Hauptstadt. Der Architekt war Władysław Horodecki, dem die Stadt auch das Haus mit den Chimären verdankt.[1] Das Museum befindet sich in der Straße Mychaila Hruschewskoho (Михайла Грушевського) Nummer 6 im Stadtzentrum.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum wurde auf Initiative ukrainischer Intellektueller (u. a. Wikentij Chwoika) im späten neunzehnten Jahrhundert als das erste öffentliche Museum Kiews gegründet. Ursprünglich war das Museum für Antiquitäten gedacht, entwickelte sich jedoch nach dem Ersten Weltkrieg zu einem Museum der Geschichte und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es zu einem Kunstmuseum[2] Im Zusammenhang mit den Protesten des Euromaidan wurde das Gebäude Anfang 2014 zum Mittelpunkt von Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten und wurde regelrecht belagert. Aus diesem Grunde musste das Museum den Betrieb vorübergehend einstellen.[3]

Ausstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Museum befinden sich mehr als 20.000 Kunstobjekte von Ikonen über Realismus bis zur Russischen Avantgarde. Es umfasst Werke von Alexander Bogomazow, Abram Manewitsch, Dawid Burljuk, Alexandra Exter, Kasimir Malewitsch, Wadim Meller, Rufin Sudkowskyj und vielen anderen.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nationales Kunstmuseum der Ukraine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reiseführer der Ukraine, abgerufen am 17. Februar 2014
  2. Geschichte des Museums auf der offiziellen Seite des Museums, abgerufen am 17. Februar 2014 (ukrainisch)
  3. Radio Stimme Russlands vom 23. Januar 2014, abgerufen am 17. Februar 2014 (russisch)
  4. Thomas Gerlach, Gert Schmidt; Ukraine – Zwischen den Karpaten und dem Schwarzen Meer, Trescher, Berlin 2011, ISBN 978-3-89794-192-2. Seite 254

Koordinaten: 50° 26′ 58″ N, 30° 31′ 50″ O