Nationalpark Amboró

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Nationalpark Amboró
Bolivia, Amboró National Park, 2009.jpg
Nationalpark Amboró (Bolivien)
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Koordinaten: 17° 49′ 0″ S, 64° 3′ 0″ W
Lage: Santa Cruz, Bolivien
Fläche: 4.425 km²
Gründung: 16. August 1984
Baumfarne im Nationalpark Amboró
Baumfarne im Nationalpark Amboró
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Der Nationalpark Amboró (Parque Nacional y Area Natural de Manejo Integrado Amboró) ist ein bolivianischer Nationalpark mit einer Fläche von 4.425 km². Der Nationalpark wurde 1973 als "Naturreservat Tcnl. Germán Busch" gegründet, seit 1984 ist er als Nationalpark eingestuft. Die Fläche des Nationalparks wurde 1991 und 1995 erweitert. Im Park gibt es einen Wasserfall von 40 m Höhe.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Nationalpark liegt im Westen des Departamento Santa Cruz 40 km westlich der Stadt Santa Cruz. Er umfasst außer dem nordöstlichen Teil der Cordillera Oriental die Vorandenketten der Serranía Tambora, der Sierra Matacarú sowie der Sierra Los Volcanes mit ihren zahlreichen Flusstälern und liegt damit in den östlichsten Ausläufern der gesamten Anden. Er erstreckt sich zwischen 300 und 3.500 Meter über dem Meeresspiegel und weist eine jährliche Niederschlagsmenge zwischen 1.400 und 4.000 mm auf. Zugänge für Touristen zu dem Park existieren von Norden über Buena Vista und von Süden über Samaipata.

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Park hat eine sehr vielfältige Flora und Fauna, weil an dieser Stelle die drei großen Ökoregionen Amazonien, Anden und Chaco aufeinandertreffen. Es gibt etwa 2.659 Pflanzenarten, darunter 500 Orchideenarten, Socratea exorrhiza, Euterpe precatoria, Ceroxylon, Amerikanisches Mahagoni, Steineiben, Juglans boliviana und Baumfarne, 830 Vogelarten, darunter Rotohrara, Kleiner Soldatenara, Andenklippenvogel und Hornhokko (Pauxi unicornis), 127 Säugetierarten einschließlich Jaguar, Puma, Ozelot, Brillenbär, Gürteltiere, Flachlandtapir, Großer Ameisenbär, Klammeraffen und 43 Arten von Fledermäusen, 135 Reptilien- sowie 173 Amphibienarten. Es gibt außerdem 109 Fischarten; in den letzten Jahren verringerte sich die Fischvielfalt jedoch dramatisch.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Amboró Nationalpark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]