Nationalpark Guadeloupe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Nationalpark Guadeloupe
Weg Les Bains Jaunes
Weg Les Bains Jaunes
Nationalpark Guadeloupe (Guadeloupe)
Paris plan pointer b jms.svg
Koordinaten: 16° 3′ 0″ N, 61° 41′ 0″ W
Lage: Guadeloupe, Frankreich
Nächste Stadt: Basse-Terre
Fläche: 17.300 ha
Gründung: 20. Februar 1989
Adresse: Webseite des Nationalparks
Habitation Beausoleil
Montéran
F−97120 Saint-Claude
Wasserfälle „Chutes du Carbet“
Wasserfälle „Chutes du Carbet“
i3i6

Der Nationalpark Guadeloupe (frz: Parc national de la Guadeloupe) ist ein Nationalpark im französischen Übersee-Département Guadeloupe.[1]

Die Insel Basse-Terre enthält auf ihrem gebirgigen Mittelland weitgehend Tropenwälder. Die Idee, dort einen Nationalpark einzurichten, stammt aus dem Jahr 1970. Der Generalrat des Übersee-Départements arbeitete fortan auf die Realisierung des Nationalparks hin. Seit dem 20. Februar 1989 existiert er offiziell. Er umfasst ein Gebiet von rund 17.300 Hektar. Das sind rund 10 % des gesamten Archipels. Zwei Drittel sind bewaldet. Die Höhe über Meer übersteigt teilweise 300 m, wobei der aktive Vulkan La Soufrière inmitten des Parks mit 1.467 m die höchste Erhebung der Kleinen Antillen ist. Er kann über ausgewiesene Wege bestiegen werden.[1]

Vieux-Habitants, Bouillante, Pointe-Noire, Le Lamentin, Petit-Bourg, Goyave, Capesterre-Belle-Eau, Trois-Riviéres, Gourbeyre, Saint-Claude und Baillif sind die Gemeinden, die an diesem Nationalpark beteiligt sind.

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philodendron im Regenwaldbereich des Parks

Die Pflanzenvielfalt besteht aus etwa 300 Baumarten, sowie 270 Farn- und 100 Orchideenarten. 38 Vogel- und 17 Säugetierarten kommen im Nationalpark vor.[1]

Touristische Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden der Insel, am Rande des Parks, liegen die Chutes du Carbet, eine Kaskade mit drei Wasserfällen von insgesamt 110 m Höhe. Auch die Cascade aux Ecrevisses (Flusskrebswasserfall) im Kern des Parks gehört zu den beliebtesten touristischen Attraktionen.[1]

Das Meeresschutzgebiet Grand-Cul-de-Sac marin wird vom Nationalpark mit verwaltet, ein Naturschutzgebiet von über 3.700 ha. Es liegt – durch Siedlungsgebiet derzeit getrennt – im Norden des Nationalparks, zwischen den beiden Hauptinseln Basse-Terre und Basse-Terre und wird durch das längste Korallenriff der Kleinen Antillen begrenzt. Dieser Küstenlebensraum bietet weiße, graue und rote Mangroven, sumpfige Wälder, Grasmoore, feuchte Wiesen, Schlickgebiete, Meeresherbarien, Inselchen und Sandbänke.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Nationalpark, Fremdenverkehrsverband Guadeloupe, abgerufen am 16. Dezember 2013.