Nationalpark Nahuel Huapi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Nationalpark Nahuel Huapi

Der Nationalpark Nahuel Huapi ist ein großes Naturschutzgebiet in Argentinien.

Benannt ist der Park nach dem Nahuel Huapi, dem Quellsee des Río Limay. Das Gebiet liegt an der Grenze zwischen den Provinzen Neuquén und Río Negro im nördlichen Patagonien.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des Parks leitet sich ab vom Nahuel Huapi-See, den der Naturpark umgibt. In der Sprache der Mapuche bedeutet nahuel Jaguar, huapi bedeutet Insel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als erster argentinischer Naturpark wurde 1922 der Parque Nacional del Sur durch Perito Moreno eingerichtet, der zu diesem Zweck ein Grundstück von 75 km² dem Staat vermachte. 1934 wurde das Gebiet per Gesetz zum argentinischen Nationalpark ernannt, zeitgleich mit dem Nationalpark Iguazú. Von der IUCN wird der Park als Biotop- und Artenschutzgebiet (Kategorie IV) geführt[1].

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vegetationszonen erstrecken sich über Bereiche der Patagonischen Steppe und reichen in den höher gelegenen Gebirgsregionen in den Valdivianischen Regenwald.

Im östlichen Teil dominieren patagonische Xerophyten während Teile des westlichen Parks mit Regenwäldern bedeckt sind. Weit verbreitet sind Lenga-Südbuche, Coihue-Südbuche und Antarktische Scheinbuche. Außerdem gedeihen die Chilenische Zeder (Austrocedrus chilensis), Lomatia-Arten, Alstroemeria aurantiaca, Mitraria cocinea und Chilenischer Feuerstrauch (Embothrium coccineum), Fuchsien-, Bambus-Arten und verschiedene Myrtengewächse. Streng geschützt ist der Luma apiculata, ein immergrüner Baum, der ebenfalls zur Familie der Myrtengewächse gehört.

Die Berge Cerro Catedral, López und Capilla, der Moreno-See und der Nahuel Huapi-See

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • R. Miniconi & S. Guyot (2010): Conflicts and cooperation in the mountainous Mapuche territory (Argentina). The case of the Nahuel Huapi National Park. Journal of Alpine Research| Revue de géographie alpine, (98-1).
  • Szymczakowski, W. (1976): Silphidae, Leiodidae, Catopidae et Colonidae (Coleoptera) du Parc National du Nahuel Huapi en Argentine. Polskie pismo entomologiczne. Bulletin entomologique de la Pologne.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Nahuel Huapi National Park – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nahuel Huapi | Protected Planet. Abgerufen am 6. Juli 2017.