Nationalpark Sapo

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Der Nationalpark Sapo ist ein 1844 km² großer Nationalpark im Süden Liberias im Sinoe County. Er wurde 1983 als erstes Naturschutzgebiet des Landes gegründet.

Klima und Vegetation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einem Jahresniederschlag von 2000 bis 3000 mm ist er von tropischem Regenwald sowie Bruchwald bewachsen und weist einige größere Sümpfe auf. Der Sapo-Nationalpark schützt 4,3 % der bestehenden Wälder in Liberia.

Tierwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Riesenwaldschweinen, Warzenschweinen, Affen einschließlich Schimpansen, Dianameerkatzen, Weißbart-Stummelaffen und den bedrohten Roten Stummelaffen kommen das bedrohte Zwergflusspferd sowie mehrere Duckerarten vor, auch der gefährdete Jentink- und der Zebraducker. Die Anzahl der hier lebenden Waldelefanten ist unbekannt.

Bevölkerung und Jagd[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Bürgerkriegs bewohnten Tausende von Jägern und Goldgräbern den Sapo-Nationalpark. Obwohl unbekannt ist, wie viele Tiere getötet wurden, heißt es, dass besonders Zwergflusspferde, Elefanten sowie mehrere Ducker- und Primatenarten betroffen waren.

Um den Nationalpark herum leben die indigenen Sapo. Anders als die Schimpansen, auf deren Jagd eine hohe Strafe angesetzt ist, wird das bei den Sapo als Nin-gben bekannte Zwergflusspferd wegen seines Fleisches und seiner Zähne, welche beispielsweise für Halsketten verwendet werden, gejagt. Es wird erzählt, dass der Jäger nach Erlegen eines Nin-gben dessen als sehr mächtig angesehenen Schwanz abschneiden und vergraben muss. Tut er dies nicht, wird jeder, den er trifft, während er den Schwanz bei sich trägt, sterben. Allerdings kann dieses Tabu die Jagd auf Zwergflusspferde nicht verhindern.

Geschichte des Nationalparks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1980er Jahren organisierten Friedenskorps und Forstwirtschaftsbehörde Ausflüge von Greenville über den Sinoe-Fluss in den Sapo-Nationalpark. Trotz der wachsenden Bevölkerung und Holzfällgenehmigungen um den Park herum wurde dieser unter Mitwirkung der örtlichen Gemeinden und des WWF erfolgreich bewahrt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wally und Horst Hagen: Die afrikanischen Nationalparks als Lebensräume der Elefanten. In: Vitus B. Dröscher (1990): Rettet die Elefanten Afrikas (S. 217–218)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 5° 28′ 35″ N, 8° 33′ 3″ W