Natriumarsenat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Strukturformel
3.svg Natriumion Struktur des Arsenat-Ions
Allgemeines
Name Natriumarsenat
Andere Namen

Arsensäure Natriumsalz

Summenformel Na3AsO4[1]
Kurzbeschreibung

farb- und geruchloser Feststoff[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
  • 13464-38-5
  • 7631-89-2 (unspezifiziertes Salz)
PubChem 47275
Wikidata Q2336340
Eigenschaften
Molare Masse 207,89 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Dichte
  • 1,87 g·cm−3[2]
  • 1,75–1,80 (Dodecahydrat bei 25 °C)[1]
Schmelzpunkt

86 °C[2]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[3] ggf. erweitert[2]
06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 350​‐​331​‐​301​‐​410
P: ?
MAK

Schweiz: 0,1 mg·m−3 (bezogen auf Arsen, gemessen als einatembarer Staub)[4]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Natriumarsenat ist eine chemische Verbindung des Natriums aus der Gruppe der Arsenate. Die Verbindung ist laut einiger Quellen mit der Zusammensetzung AsH3O4·xNa nicht genau spezifiziert.[2]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natriumarsenat kann durch Reaktion von Arsentrioxid mit Natriumnitrat gewonnen werden.[1]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natriumarsenat ist ein kristalliner, farb- und geruchloser Feststoff, der löslich in Wasser ist. Er zersetzt sich bei Erhitzung über 180 °C. Seine Struktur ist (als Dodecahydrat) isomorph zu der von Natriumphosphat.[5] Es besitzt eine hexagonale Kristallstruktur mit der Raumgruppe P3c1 (Raumgruppen-Nr. 165)Vorlage:Raumgruppe/165.[6]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natriumarsenat wird als Insektizid in Holzschutzmitteln und Ameisenködern verwendet.[1]

Verwandte Verbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f UK Poison Information Documents (UKPID) für Sodium arsenate, abgerufen am 16. Oktober 2016.
  2. a b c d e f g Eintrag zu Natriumarsenat, unspezifiziertes Salz in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 16. Oktober 2016 (JavaScript erforderlich).
  3. Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Arsenverbindungen, mit Ausnahme der namentlich in diesem Anhang bezeichneten im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 6. Februar 2019. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  4. Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA): Grenzwerte – Aktuelle MAK- und BAT-Werte, abgerufen am 24. Oktober 2016.
  5. Angel Vegas: Inorganic 3D Structures. Springer Science & Business Media, 2011, ISBN 978-3-642-20340-4, S. 106 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. R. Blachnik: Taschenbuch für Chemiker und Physiker Band 3: Elemente, anorganische Verbindungen und Materialien, Minerale. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-58842-6, S. 600 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).