Natriumcitrat

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Strukturformel
Strukturformel von Natriumcitrat
Allgemeines
Name Natriumcitrat
Andere Namen
  • Trinatriumcitrat
  • E 331
  • Natriumzitrat
  • Trinatriumzitrat
Summenformel C6H5Na3O7
CAS-Nummer 68-04-2
PubChem 6224
Kurzbeschreibung

farbloses Salz[1]

Eigenschaften
Molare Masse 258,07 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,76 g·cm−3 (18 °C) [2]

Schmelzpunkt

Zersetzung bei 150 °C [2]

Löslichkeit

in Wasser ca. 425 g·l−1 bei 25 °C [2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Toxikologische Daten

>8000 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Natriumcitrat ist das Natriumsalz der Citronensäure. Es besteht aus drei Natriumionen (Na+) und dem Citration (C6H5O73−). Es besitzt einen seifigen Geschmack.[3]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natriumcitrat lässt sich durch Neutralisation von Natronlauge mit Citronensäure gewinnen.[3]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der organischen Chemie ist Natriumcitrat ein Bestandteil des Benedict-Reagenzes zum Nachweis von reduzierenden Zuckern.

In der Medizin wird Natriumcitrat verwendet, um die Gerinnung von Blutproben zu verhindern (siehe auch Blutplasma, Apherese).

Als Lebensmittelzusatzstoff (E 331) dient es als Säureregulator. Die Lebensmittelindustrie setzt es in zahlreichen Produkten ein:

  • Käsesorten,
  • Konfitüren,
  • Milchpulver,
  • Kondensmilch,
  • Fette,
  • Backwaren,
  • Energy Drinks,
  • Biermixgetränke,
  • Brausepulver,
  • Eistee,
  • Backpulver,
  • Frucht- und Gemüsekonserven,
  • und vielen mehr.[3]

Es wird als Schmelzsalz verwendet[3] und kommt außerdem in Waschmitteln als Wasserenthärter zum Einsatz.

Anhebung des Magensaft-pH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Patienten, die sich einer Vollnarkose unterziehen und bei denen ein erhöhtes Aspirationsrisiko besteht, kann Natriumcitrat vorbeugend eingenommen werden. Durch Hebung des Magensaft-pH wird der Magensaft weniger schädlich, was im Falle eines Übertrittes von Magensaft in die Lunge (Aspiration) von Vorteil ist. Klassisch wird Natriumcitrat z. B. bei Schwangeren oder Patienten mit Darmverschluss eingesetzt, um die Magensäure zu neutralisieren. Beim Zeitpunkt der Verabreichung von Natriumcitrat ist zu beachten, dass die Wirkung schon nach 2 min beginnt und dann weniger als 60 min anhält.[4][5]

Natriumcitrat-Kristalle.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Datenblatt Natriumcitrat (PDF) bei Merck, abgerufen am 18. Januar 2011.
  2. a b c d e Eintrag zu Trinatriumcitrat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 18. Januar 2008 (JavaScript erforderlich).
  3. a b c d K. K. Glandorf P. Kuhnert: Handbuch Lebensmittelzusatzstoffe 1991 Behr's Verlag ISBN 3-925673-89-X.
  4. Peter G. Atanassoff, Roman Rohling, Eli Alon, Sorin J. Brull: Effects of single-dose oral ranitidine and sodium citrate on gastric pH during and after general anaesthesia. In: Canadian Journal of Anaesthesia. 42, 1995, S. 382, doi:10.1007/BF03015481.
  5. D. M. Dewan, H. M. Floyd, J. M. Thistlewood, T. D. Bogard, F. J. Spielman: Sodium citrate pretreatment in elective cesarean section patients. In: Anesthesia and analgesia. Band 64, Nummer 1, Januar 1985, S. 34–37, PMID 3966649..