Natriumiodat

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Strukturformel
Natriumion Iodation
Allgemeines
Name Natriumiodat
Andere Namen

iodsaures Natrium

Summenformel NaIO3
CAS-Nummer
  • 7681-55-2
  • 17250-90-7 (Pentahydrat)
  • 22451-04-7 (Monohydrat)
PubChem 23675764
Kurzbeschreibung

farb- und geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 197,89 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,28 g·cm−3[1]

Löslichkeit

löslich in Wasser (94,7 g·l−1 bei 25 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
03 – Brandfördernd 08 – Gesundheitsgefährdend 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 272​‐​302​‐​317​‐​334
P: 220​‐​261​‐​280​‐​342+311 [3]
Toxikologische Daten

505 mg·kg−1 (LD50Mausoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Natriumiodat ist eine chemische Verbindung (genauer das Natriumsalz der Iodsäure) aus der Gruppe der Iodate. Es ist ein licht-, luft- und feuchtigkeitsempfindlicher, farb- und geruchloser Feststoff.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natürlich kommt Natriumiodat in einigen Mineralien und Verbindungen z. B. als Beimengung in Chilesalpeter vor.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natriumiodat kann durch Reaktion einer Natrium enthaltenden Base wie zum Beispiel Natriumhydroxid mit Iodsäure hergestellt werden:

Weiterhin ist die Darstellung durch Reaktion von Iod mit einer heißen Natriumhydroxidlösung möglich:

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natriumiodat ist ein Oxidationsmittel. Es kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem mit den Gitterparametern a = 5,75 Å, b = 6,37 Å und c = 4,05 Å.[4] Von der Verbindung sind ein Monohydrat und ein Pentahydrat bekannt.[5]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natriumiodat wird als Konservierungsmittel in der Lebensmittelindustrie und als Zusatzstoff in iodiertem Speisesalz eingesetzt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Datenblatt Sodium iodate, ≥99% bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 29. Januar 2017 (PDF).
  2. David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Physical Constants of Inorganic Compounds, S. 4-90.
  3. a b Eintrag zu Natriumiodat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 23. Juli 2016 (JavaScript erforderlich).
  4. I. Náray-Szabó, J. Neugebauer: "The Crystal Structure of Sodium Iodate" in J. Am. Chem. Soc. 1947, 69(6), S. 1280–1283. doi:10.1021/ja01198a016
  5. H. Miyamoto, M. Salomon: Alkali Metal Halates, Ammonium Iodate & Iodic Acid Solubility Data Series. Elsevier, 2013, ISBN 978-1-4832-8606-8, S. 330 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).