Natriummethylarsenat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Strukturformel
MSMA.svg
Allgemeines
Name Natriummethylarsenat
Andere Namen
  • MSMA
  • Natriummethylarsonat
Summenformel CH4AsNaO3
Kurzbeschreibung

farb- und geruchlose Kristalle[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 2163-80-6
EG-Nummer 218-495-9
ECHA-InfoCard 100.016.815
PubChem 23664719
Wikidata Q3066718
Eigenschaften
Molare Masse 161,95 g·mol−1 [1]
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

130–140 °C[2]

Dampfdruck

0,0104 mPa[2]

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser[2]
  • leicht löslich in Methanol (160 g·l−1 bei 25 °C)[2]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]

Sesquihydrat

06 – Giftig oder sehr giftig 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​331​‐​410
P: 261​‐​273​‐​301+310​‐​311​‐​501 [3]
Toxikologische Daten

700 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Natriummethylarsenat ist ein universelles Pflanzenschutzmittel, das jedoch überwiegend als Herbizid Einsatz findet. In Deutschland wurde die Verwendung früh untersagt, in den USA hingegen wird es immer noch eingesetzt. Es ist ein starkes Karzinogen der Klasse 1.

Herstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natriummethylarsenat kann aus Chlormethan, Arsen(III)-oxid, Schwefelsäure und Natronlauge gewonnen werden:[4]

Ebenso kann es per Methylierung von Natriumarsenit mit Dimethylsulfat hergestellt werden:[4]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natriummethylarsenat wird als Entlaubungsmittel im Baumwollanbau, besonders in Texas und Louisiana und als Herbizid auf Golfplätzen verwendet.[5]

Zulassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natriummethylarsenat ist in der Europäischen Union und in der Schweiz nicht als Pflanzenschutzwirkstoff zugelassen.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Eintrag zu Natriummethylarsonat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 25. März 2013 (JavaScript erforderlich)
  2. a b c d Robert Krieger (Hrsg.): Hayes' Handbook of Pesticide Toxicology, Band 1. Elsevier, 1999, ISBN 978-0-12-374367-1, S. 779 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. a b Datenblatt Monosodium acid methane arsonate sesquihydrate, analytical standard bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 25. März 2013 (PDF).
  4. a b Eintrag zu SODIUM METHANEARSONATE in der Hazardous Substances Data Bank, abgerufen am 4. August 2018.
  5. M.S. Cox, P.F. Bell and J.L. Kovar, Arsenic supply characteristics of four cotton-producing soils ; Plant and Soil Volume 180, Number 1, 11–17, 1996, doi:10.1007/BF00015406.
  6. Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: EU-Pestiziddatenbank; Eintrag im nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnis der Schweiz; abgerufen am 25. Juni 2016.