Natuna-Inseln

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Natuna-Inseln
Hafen von Serasan
Hafen von Serasan
Gewässer Südchinesisches Meer
Geographische Lage 3° 53′ N, 108° 9′ OKoordinaten: 3° 53′ N, 108° 9′ O
Natuna-Inseln (Sumatra)
Natuna-Inseln
Anzahl der Inseln 272
Hauptinsel Natuna Besar
Gesamte Landfläche 3420 km²
Einwohner 98.000
Südchinesisches Meer - nordwestlich von Borneo befinden sich die Natuna-Inseln
Südchinesisches Meer - nordwestlich von Borneo befinden sich die Natuna-Inseln

Die Natuna-Inseln (indonesisch: Kabupaten Natuna) sind eine Inselgruppe Indonesiens im Südchinesischen Meer.

Sie gehören zur Provinz Kepulauan Riau und sind die nördlichste indonesische Inselgruppe, deren territoriale Zugehörigkeit unumstritten ist. Sie bilden – gemeinsam mit den Anambas-, Badas- und Tambelaninseln – den Tudjuh-Archipel.[1] Zu diesem Archipel gehören auch die Subi-, Sejang- und Seresaninseln.[2]

Die Natuna-Inseln umfassen 272 Inseln zwischen Borneo und Vietnam, nordöstlich der Anambasinseln. Die Inseln haben eine Bevölkerung von etwa 100.000 Menschen, die überwiegend als Bauern oder Fischer tätig sind. Einen ausgeprägten Tourismus gibt es nicht.

Die Hauptinsel Natuna Besar (auch Ranai genannt) hat eine Fläche von 1.720 km². Hier findet sich mit dem Gunung Ranai mit 1.035 m der höchste Berg des Archipels. Die Insel ist mit Booten von Jakarta oder Tanjung Pinang erreichbar, kleine Flugzeuge verkehren von Batam.[3]

China erkennt zwar die Hoheit Indonesiens an, akzeptiert aber die ausschließliche Wirtschaftszone nicht und beruft sich dabei auf „traditionelle chinesische Fischgründe“, was nach dem Völkerrecht jedoch keine Bedeutung hat.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sector 1 Borneo – Northwest Coast and Kepulauan Tudjuh. permanent.access.gpo.gov, abgerufen am 18. Juni 2015 (PDF, englisch).
  2. Karte der Inseln in der Natunasee, abgerufen am 10. November 2016.
  3. Bjørn Grøtting: Riau – Natuna Islands. bjorngrotting.com, 3. Januar 2011, abgerufen am 18. Juni 2015.
  4. Till Fähnders: Südchinesisches Meer: Fischereistreit mit Sprengkraft. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 25. April 2016 (faz.net).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]