Natur- und Geopark TERRA.vita

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Lage des Natur- und Geoparks TERRA.vita

Der Natur- und Geopark TERRA.vita, ursprünglich Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald-Wiehengebirge, ist ein Natur- und Geopark im Südwesten Niedersachsens und im Nordosten Nordrhein-Westfalens, Er umfasst mit einer Gesamtfläche von rund 1.500 km² die Mittelgebirgszüge des Teutoburger Waldes und des Wiehengebirges (inklusive des westlichen Randes des Wesergebirges) sowie das Osnabrücker Land.[1]

Die Anerkennung als Europäischer Geopark[2] erfolgte 2001 als erstem deutschen Naturpark[3]. Seit dem Jahr 2004 gehört der Park zum Geopark-Netzwerk der UNESCO.[4] Zum Nationalen Geopark wurde er erst 2008.[5]

Organisation[Bearbeiten]

Logo des Naturparks TERRA.vita

Träger des Natur- und Geoparks TERRA.vita ist der TERRA.vita - Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald, Wiehengebirge, Osnabrücker Land e.V.

Geographie[Bearbeiten]

Nördlicher Bereich[Bearbeiten]

Das Wiehengebirge

Der nördliche Teil des Natur- und Geoparks beginnt im Emsland bei Herzlake und zieht sich von dort aus über die südlichen Ausläufer des Oldenburger Münsterlands und des Osnabrücker Lands in südöstlicher Richtung über die Ankumer Höhe nach Bramsche. Von dort aus breitet er sich nördlich von Osnabrück über das Wiehengebirge in Richtung Osten aus und danach über das Durchbruchstal Porta Westfalica sogar noch bis zum einiges weiter östlich liegenden Bückeburg, das bereits östlich der Weser und nördlich des Wesergebirges liegt; damit reicht sein Parkgebiet auch noch in die nordwestlichen Bereiche des zuletzt genannten Gebirges hinein.

Mittlerer Bereich[Bearbeiten]

Der mittlere Bereich wird geprägt von Osnabrück mit dem Osnabrücker Bergland.

Südlicher Bereich[Bearbeiten]

Teutoburger Wald:Blick vom Dörenberg auf das Osnabrücker Land

Der südliche Teil des Natur- und Geoparks liegt im nördlichen Teutoburger Wald. Er beginnt östlich von Hörstel und verläuft über das Tecklenburger Land und Bad Iburg Richtung Südosten bis nach Bielefeld.

Einzelne Gebirge[Bearbeiten]

Benachbarte Naturparks[Bearbeiten]

Östlich von Bückeburg schließt sich der Naturpark Weserbergland Schaumburg-Hameln, südöstlich von Bielefeld der Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge an. Nordöstlich des Natur- und Geoparks TERRA.vita liegt der Naturpark Dümmer mit dem See Dümmer und den Dammer Bergen.

Geologie und Landschaft[Bearbeiten]

Ist der Kern des Parks von typischen Mittelgebirgslandschaften – mit interessanten geologischen Verwerfungslinien (Antiklinale)[1] – geprägt, so finden sich im Norden im Bereich der Ankumer Höhe auch Endmoränen der Saale-Eiszeit. Nacheiszeitliche Moore, z. B. Großes Moor mit seinen südlichen Ausläufern, gehören ebenfalls zum Landschaftsbild. Ungefähr 70 % des Parks nehmen Waldflächen ein. Geologisch umfasst der Park die Erdzeitalter von Karbon bis Quartär (Geologie).[1]

Tourismus[Bearbeiten]

Großsteingrab im Wiehengebirge

Mit den Oberzentren Osnabrück und Bielefeld hat der Park zwei wichtige Städte als Anlauf- und Informationspunkte. Zwei Fernwanderwege über die Höhenzüge des Wiehengebirges (Wittekindsweg) und des Teutoburger Waldes (Hermannsweg) ermöglichen eine intensive Erkundung des Parks, der wie kaum ein anderer unterschiedliche Landschaftsformen erfahrbar macht. 300 Millionen Jahre Erdgeschichte können hier live erlebt werden.[3]. Die Straße der Megalithkultur von Osnabrück nach Oldenburg führt zu den im Park sehr häufig vorkommenden steinzeitlichen Großsteingräbern. Ferner kann Erdgeschichte durch die 150 Million Jahre alten Saurierspuren in Bad Essen-Barkhausen, Bergbaumuseen, Besucherbergwerke in Osnabrück, die Dörenther Klippen bei Ibbenbüren und den Weserdurchbruch bei Porta Westfalica erlebt werden. Große Eiszeitfindlinge runden die Geschichte ab. Eine Besonderheit ist der sich im Park befindliche Heimat-Tierpark Olderdissen in Bielefeld.

Folgende Museen bieten interessante Einsichten in die geokulturelle Entwicklung der Region:

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Unesco Terravita. Abgerufen am 30. März 2014.
  2. European Geoparks. Abgerufen am 30. März 2014.
  3. a b Landkreis Osnabrück Informationen. Abgerufen am 30. März 2014.
  4. Unesco Portal. Abgerufen am 30. März 2014.
  5. Nationaler Geopark Homepage. Abgerufen am 30. März 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

52.2681578.355103Koordinaten: 52° 16′ N, 8° 21′ O