Natur- und Waldschutzgebiet Kaltenbronn

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Koordinaten: 48° 43′ 8″ N, 8° 27′ 34″ O

Reliefkarte: Baden-Württemberg
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Natur- und Waldschutzgebiet Kaltenbronn
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Baden-Württemberg
Der Wildsee im Natur- und Waldschutzgebiet Kaltenbronn (August 2010)

Das Natur- und Waldschutzgebiet Kaltenbronn liegt im Höhengebiet des Nordschwarzwalds zwischen Murg- und Enztal und gehört zu den baden-württembergischen Städten Gernsbach (Landkreis Rastatt) und Bad Wildbad (Landkreis Calw). Es besteht aus zwei rund drei Kilometer voneinander entfernten Naturschutzgebieten mit Hochmooren und Moorkolken sowie den sie verbindenden Bann- und Schonwäldern beim Gernsbacher Ortsteil Kaltenbronn.

Lage und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schutzgebiet liegt im Naturraum Grindenschwarzwald und Enzhöhen und erstreckt sich nordöstlich und südwestlich der Landesstraße L 76 b, des Kegelbachs und von Kaltenbronn. Im nordöstlichen Teilgebiet befindet sich mit dem Wildseemoor das größte Hochmoor des Schwarzwalds mit dem Wildsee und dem Hornsee. Im südwestlichen Teilgebiet, auf der Hochfläche des Hohloh, befinden sich u. a. der Große Hohlohsee, der Kleine Hohlohsee und der Breitlohsee.

Die Höhenlage reicht von 680 m ü. NN im Brotenautal bis 989 m ü. NHN am Hohloh.[1]

Für Bad Wildbad und Gernsbach ist seit dem 22. Dezember 2000 ein 394,6 ha großes Gebiet unter der Kenn-Nummer 2.222 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die beiden Teilflächen standen zuvor als einzelne Naturschutzgebiete unter Schutz – „Hohloh-See bei Kaltenbronn“ und „Wildseemoor bei Wildbad‑Kaltenbronn“. Zusätzlich zu den unter Naturschutz stehenden Flächen umfasst das Waldschutzgebiet die Bannwälder „Wildseemoor“ mit rund 290 ha und „Altlochkar-Rotwasser“ mit rund 105 ha, sowie Schonwälder mit einer Fläche von 1.356 ha. Zwischen den Naturschutzgebieten und dem Bann- bzw. Schonwald bestehen Überschneidungen. Die nicht zu den Naturschutzgebieten zählenden Flächenanteile gehören zusätzlich zu den großen umgebenden Landschaftsschutzgebieten Großes und Kleines Enztal mit Seitentälern im Landkreis Calw und Mittleres Murgtal im Landkreis Rastatt.

Ein 5760 ha großes Gebiet um das Natur- und Waldschutzgebiet Kaltenbronn gehörte zum Suchraum für die Flächen des 2014 eingerichteten Nationalparks Schwarzwald,[2] wurde letztlich jedoch nicht berücksichtigt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Karlsruhe (Hrsg.): Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Karlsruhe. Thorbecke, Stuttgart 2000, ISBN 3-7995-5172-7, S. 174–179 (Wildseemoor), 482 ff. (Hohlohsee).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Natur- und Waldschutzgebiet Kaltenbronn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Würdigung des Natur- und Waldschutzgebietes „Kaltenbronn“. LUBW, abgerufen am 5. November 2018.
  2. vgl. PricewaterhouseCoopers & ö:konzept: Gutachten zum potenziellen Nationalpark im Nordschwarzwald. Gutachten zu Händen des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz des Landes Baden-Württemberg. Berlin, April 2013, (PDF; 98 MB, Zusammenfassung: PDF, 307 kB).