Bestattungswald

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Ein Bestattungswald (auch Urnen-, Begräbnis-, Friedwald oder Ruheforst, fälschlich „Waldfriedhof“) ist eine rechtlich festgelegte Waldfläche außerhalb traditioneller Friedhöfe, in der eine Beisetzung von Totenasche möglich ist. Die Grabstelle ist örtlich fixiert, jedoch nicht als solche erkennbar, eine individuelle Pflege ist unzulässig oder unmöglich.[1][2]

Begräbniswald Remscheid

Ursprünge und Kommerzialisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldgrab Ferdinand von Raesfeld auf dem Darß

Ursprünglich waren Waldbestattungen unter Nomadenvölkern verbreitet und mit naturreligiösen Vorstellungen verbunden. In der Zeit der Romantik ließen sich Forstleute und Gutsbesitzer in ihren Wäldern beisetzen wie Johann Heinrich Cotta, Ferdinand von Raesfeld und Heinrich von Salisch. Im Gegensatz zu deren traditioneller Sargbeisetzung kennzeichnet einen Bestattungswald, dass ausschließlich Urnen beigesetzt werden, Grabsteine und Grabschmuck unzulässig sind und eine namentliche Kennzeichnung nur durch Plastikschilder in Scheckkartengröße möglich ist. Aschebeisetzungen im Wurzelbereich von Waldbäumen wurden erstmals 1993 unter dem Namen Friedwald (eigene Schreibweise: FriedWald) markenrechtlich geschützt. Rechteinhaber ist der Schweizer Ingenieur Ueli Sauter.[3][4][5] Seiner Auffassung nach symbolisiere die Aufnahme von Aschenährstoffen durch den Baum die Rückkehr in den Kreislauf der Natur.[6] Der Waldcharakter solle erhalten bleiben, daher seien die Grabstätten meist anonym. Sauter hat 1999 einem Bankfachwirt und einer Juristin das Recht überlassen, unter dem gleichen Namen Wälder auch in Deutschland zu betreiben.[7] Seit 2007 führt die Juristin das Unternehmen allein.[8]

Zwar folgt die Beisetzung im Wald tradierten Ritualen, doch sind wesentliche Abläufe der Kundenbetreuung auf die Möglichkeiten der webbasierten Informationstechnologie ausgerichtet.

Die Zweckbindung als Bestattungswald wird über eine eingetragene Grunddienstbarkeit gesichert, diese beträgt üblicherweise 99 Jahre ab Eröffnung. Der Baum oder Grabplatz für die zukünftige Beisetzung kann zu Lebzeiten im Vorerwerb ausgewählt werden, anders als bei Sterbegeldversicherungen unterliegt eine Friedwald-Vorauszahlung aber weder staatlicher Versicherungsaufsicht noch unabhängiger Sicherung durch eine Treuhandstelle.[9]

Bestattungswälder sind im Wesentlichen auf den deutschsprachigen Raum beschränkt und unterliegen dem Wettbewerb. Mehrere Unternehmen sind gegründet worden, die sich ihre Namensrechte als Wort-Bild-Marke haben schützen lassen, sie betreiben ca. 160 Standorte in Deutschland, ca. 100 in der Schweiz, vereinzelte auch in Österreich.[10] Vereinzelt ist bei getrennter Kremierung die gemeinsame Beisetzung der Urnen mit menschlicher Asche und derjenigen von Haustieren in einem gemeinsamen Grab möglich.[11]

Die Unternehmen bieten ihre Dienstleistung entweder selbst an oder vertreiben sie mittels Franchising, bei dem der Waldeigentümer das Konzept und die Marke gegen Entgelt nutzen darf.[12][13]

Außerhalb des deutschsprachigen Raumes sind Anlagen in den Niederlanden und Tschechien bekannt, nicht jedoch aus Frankreich, Polen und Skandinavien.

Nicht als Bestattungswälder aufzufassen sind die ausschließlich dem Gedenken gewidmeten und somit beisetzungsfreien Waldstandorte, wie der Wald der Erinnerung für im Auslandseinsatz verstorbene Soldaten der Bundeswehr oder das in Norddeutschland vertriebene Franchisemodell sog. Gedenkwälder.[14]

Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leichenwagen mit Urne im Wald nahe der Burg Plesse
Urnengrab im Ruheforst Usedom nach der Beisetzung
Urnengrab im Wald bei Bönningstedt
Erweiterung des Friedwaldes Möhnesee (Nordrhein-Westfalen) im April 2016

Die Urne wird direkt im Baumwurzelbereich beigesetzt, der Waldboden bis in eine Tiefe von mindestens 80 cm aufgegraben. Je nach Schutzstatus der beanspruchten Waldfläche werden Urnen aus Holz, einem Bioplastik oder solche aus dauerhaftem Edelstahl verwendet. Ein hermetischer Geruchsverschluss verhindert Wühltätigkeit durch Wildschweine, die ursprünglich verwendeten Maisstärke-Urnen haben sich als ungeeignet erwiesen.[15]

Bäume und Urnenpositionen werden eingemessen und in Karten eingezeichnet, eine Betretbarkeit im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht wird nur für die ortsübliche Ruhezeit - üblich sind 20 Jahre - gewährleistet. Bei Sturmschäden, Waldbränden oder Erkrankung der Bäume gibt es keinen Rechtsanspruch auf eine Rückvergütung, sondern einen Ersatzbaum oder eine Ersatzpflanzung.

In den Betriebsbeschreibungen wird zwischen Familien-/Freundschaftsbäumen und Gemeinschafts-/Basisbäumen unterschieden, vergleichbar sind diese mit Wahlgräbern und Standardreihengräbern auf Traditionsfriedhöfen. Die Grabstätten werden durch Biotop-nummern gekennzeichnet, die mit einer Edelstahlschraube am Baum befestigt, sowie einer weiteren Kennzeichnungstafel. Zusätzlich kann für bis zu sechs Verstorbene je eine Gedenktafel angebracht werden. Bei Eichen und Linden wird in die Borke geschraubt, bei borkenfreien Baumarten wie Rot- und Weißbuchen direkt in die Rinde. Für die Handschachtung der Urnengruft ist ein Abstand zum Baum von 2,0 m (Innenkreis) und 2,5 m (Außenkreis) vorgesehen, Starkwurzeln soll ausgewichen werden.[16][17]

Die Betreiberfirma lässt sich zehn bis zwölf Aschevergrabungen im Wurzelbereich eines Baumes vertraglich sichern, so dass bei Zugrundelegung von 80 bis 100 Bäumen pro Hektar und drei Kilogramm Asche pro Urne mehr als zwei Tonnen Asche je Hektar im Wald vergraben werden können.[18][19] Mit erweiterten Angeboten wie verkürzten Ruhezeiten, zusätzlicher Nutzung von Schwachbäumen und anderen Naturmerkmalen können Urnenwaldbetreiber auf jeweilige Nachfragen reagieren und Nachverdichtungen vornehmen.[20]

Die Entscheidung für eine Bestattung in einem Wald ist üblicherweise irreversibel. Ein einzelner Betreiber ermöglicht jedoch Umbettungen, wenn ein Familiengrab vorhanden oder mobilitätseingeschränkten Angehörigen der Grabplatz im Wald nicht mehr zugänglich ist.[21]

Vor der Indienststellung eines Urnenwaldes sind umfangreiche waldbauliche Maßnahmen erforderlich, bei der vor allem die Naturverjüngung ausgedünnt und eine Durchforstung ausgeführt wird.[22] Danach verlagert sich die Bewirtschaftung auf die Bruchholzbergung nach Sturmereignissen, Kronenlichtungen und Unterholzentfernung.[23][24]

Die noch 2014 erwartete weitere Expansion des Geschäftsmodells konnte nicht realisiert werden: So eröffneten in den beiden Folgejahren statt der geplanten zwölf Friedwälder[25] 2015 drei, 2016 noch ein Friedwald, der zunächst ohne abschließende Genehmigung eröffnet und dann zum Schutz des Grundwassers nur zur Hälfte freigegeben wurde.[26]

Der erschwerten Standortakquise stehen immer größere Bestattungsareale im Bestand gegenüber, die zu unterhalten sind.[27][28][29][30][31][32] Nicht nur neue, sondern auch bereits belegte Flächen müssen verkehrssicher gehalten werden. Da die haftungsbeschränkten Betreiber einer treuhänderischen Rücklagenbildung und -verwaltung für die wachsenden Kosten ablehnend gegenüber stehen, wurden in einzelnen Kommunen unabsehbare Risiken befürchtet, die letztlich zur Antragsablehnung führten.[33][34]

Rechtliche Aspekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die für Bestattungswälder maßgeblichen Nutzungsbestimmungen wie die Pflege der Grabstätten oder Benutzungsregeln für Besucher ergeben sich aus der Nutzungsordnung der Trägerkommune[35] oder der kirchlichen Friedhofsordnung. Totenaschen unterliegen bis zum Ablauf der Ruhezeit der Pietätsbehaftung, die Totenruhe darf nicht gestört werden. Umbettungen erfolgen im Regelfall nur dann, wenn Urnen nach Sturmereignissen in hochgeklappten Wurzeltellern stecken.

Im Unterschied zu Bestattungen und Nutzungsrechten kommunaler oder kirchlicher Träger unterliegen die Leistungen privater Leistungserbringer der Regelsteuerpflicht, u.a. der vollen Umsatzsteuer, weshalb in Urnenwäldern keine Gebühren, sondern Entgelte erhoben werden.[36]

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das Friedhofswesen Bestandteil der Kulturhoheit der Bundesländer bzw. Kantone, somit unterliegt die Gesetzgebung und Genehmigung von Bestattungswäldern deren jeweiliger Zuständigkeit.

In Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland besteht keine einheitliche Genehmigungspraxis, sogar innerhalb desselben Bundeslandes genehmigen die zuständigen Behörden unterschiedlich:

In Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen ist regelmäßig ohne Bauleitplanverfahren genehmigt worden, während in Hessen ein zweistufiges qualifiziertes Bebauungsplanverfahren verbindlich ist. Dort wird die vorgesehene Fläche im Flächennutzungsplan vorbereitend dargestellt und über einen verbindlichen Bebauungsplan detailliert beschrieben. Im Verfahren, an dem die Öffentlichkeit zu beteiligen ist, erfolgt eine Umweltprüfung (§ 2 Abs. 4 BauGB), in der Umwelt- und Naturschutzbelange zu erörtern sind (§ 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB), auch Boden- und Wasserschutzaspekte (§ 1a BauGB). Bauleitpläne bedürfen der Genehmigung durch die höhere Verwaltungsbehörde (§ 6 Abs. 1 BauGB), die als Urnenwälder dargestellten Flächen einer entsprechenden Widmung.

Anforderungen zum Einbringen von Aschen sowie zur Vorsorge gegen das Entstehen schädlicher Bodenveränderungen Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) können durch die Möglichkeiten des Bauplanungsrechts verdrängt werden (§ 3 Abs. 1 Nr. 9 BBodSchG). Daher konnten Bestattungswälder in Deutschland selbst dort entstehen, wo sie rechtlich nach der Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) besonders geschützt sind.[37]

Während für ein Vorhaben bei Amelinghausen/Niedersachsen der Rastplatz aus dem Landschaftsschutz entfernt werden sollte, ist dieser Eingriff anderenorts als verträglich mit den Schutzzielen eingestuft worden.[38]

Die voraussichtlichen Wirkungen von Totenaschen auf Wasser und Böden konnten bislang aufgrund fehlender Informationen über deren Schadstoffgehalte nur unzureichend bewertet werden.[39]

Nach den Bestattungsgesetzen der Bundesländer können Friedhofsträger in der Regel nur Gemeinden oder öffentlich-rechtliche Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sein. Die Friedhofsträger können jedoch private Dritte mit der Errichtung und dem Betrieb des Friedhofs beauftragen. Der öffentliche Träger schließt dazu mit dem Unternehmen einen öffentlich-rechtlichen Vertrag, bleibt jedoch für die Erfüllung der mit der Trägerschaft verbundenen Pflichten verantwortlich, trägt daher beispielsweise das Insolvenzrisiko des privaten Betreibers.[40] Dem Wunsch nach finanzieller Sicherheiten wie eine Bürgschaft oder einen Insolvenzsicherungsfonds kommen die marktbeherrschenden Franchiseunternehmen bisher nicht nach, nur von einem einzigen neuen Anbieter ist dies bekannt geworden.[41]

In Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine landesrechtliche Verankerung ist bislang nur aus Niederösterreich bekannt. Nach dem Bestattungsgesetz NÖ ist die Beisetzung von Urnen außerhalb von Friedhöfen erlaubt, allerdings muss für jede Bestattung eine Einzelgenehmigung von der Gemeinde eingeholt werden. Grabplätze sollen nicht namentlich kenntlich gemacht werden, Blumenschmuck ist nicht gestattet.

Zulassungen im Einzelfall sind aus Wien und der Steiermark bekannt, wo die deutsche Friedwald GmbH eine erste österreichische Niederlassung eröffnet hat.[42] Der Wiener Bestattungswald ist der kommunal betriebene Wald der Ewigkeit, außer einer Nummerierung der Bäume ist die Funktion nicht kenntlich.[43]

In der Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betreiber benötigten bis Ende 2013 bis zu einer Größe von 20 Bäumen landesweit lediglich die Erlaubnis des Waldbesitzers. Diese Obergrenze war jedoch praxisfremd, obwohl schweizerische Bestattungswälder bis heute erheblich kleiner sind als im übrigen deutschen Sprachraum - der Anbieter "Waldesruh" hat beispielsweise nur ein bis zwei ha große Waldgebiete unter Vertrag.[44]

Die Zuständigkeit liegt seit 2014 bei den Kantonen, die unter Berücksichtigung eines von der Kantonsoberförsterkonferenz erarbeiteten Leitfadens die Behandlung von Gesuchen für Waldbestattungen rechtlich neu einordnen.[45] In der Folge wurde beispielsweise im Kanton Thurgau das Gesundheitsgesetz geändert: Bestattungswälder gelten dort nunmehr grundsätzlich als eine nachteilige Nutzung des Waldes und sind baubewilligungspflichtig. Gemeinden müssen das Gebiet deshalb ausscheiden, wenn die Begräbnisstätten zugelassen werden sollen.[46]

Es dürfen keine Parkplätze, Begehungswege, Treppen, Geländer, Sitzbänke, Zäune, Baracken oder sonstige waldfremde Bauten und Anlagen errichtet werden. Es dürfen keine Hinweisschilder bei oder zur letzten Ruhestätte erstellt werden.[47]

Im Kanton Wallis ist das Einbringen von Totenasche gemäß Art. 129 des kantonalen Gesundheitsgesetzes ausserhalb der Friedhöfe und der dafür von der Gemeindebehörde vorgesehenen Orte verboten. Trotz dieses Verbots kann jedoch der Forstdienst eine entsprechende Bewilligung in Form eines Servitutes (bei Kleinanlagen) oder dann einer Rodung (grössere Anlagen) erlassen.

Kantonsübergreifend sind Ascheverstreuungen am Baum und nicht Urnenbeisetzungen üblich, auch keine Markierungsbänder sowie Namensschilder am Baum, sondern Schilder mit Zahlen/-Buchstabenkombinationen.[48]

Rechtliche Hinweise, Auflagen, Gerichtsentscheide[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Bundesgerichtshof hat Totenasche für unteilbar erklärt. (Beschluss vom 30.06.15, Az.: 5 StR 71/15.) Seither finden sich in Totenaschen neben Schwermetallen auch Metalle und Keramikreste aus Implantaten.[49]
  • Vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wurde die Zulassung der Revision eines Hotelbesitzers abgelehnt. Er sah durch den Betrieb eines angrenzenden Ruheforstes, durch Windwurf freigelegte Urnen und andere Belastungen die Aufenthaltsqualität für seine künftigen Hotelgäste beeinträchtigt.[50]
  • Im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Potsdam (Urteil Az. 4 K 1535/11, Urteil vom 15. Mai 2013) konnte ein Wasserwerk geltend machen, dass es in ihren Rechten verletzt sein könnte, weil bei einer Urnenwaldausweisung nicht dem interkommunalen Abstimmungsgebot des § 2 Abs. 2 Satz 1 Baugesetzbuch (BauGB) entsprochen wurde. Auf Anraten des Gerichts, um den von der Klägerseite befürchteten psychohygienischen Bedenken bei einer Trinkwassergewinnung Rechnung zu tragen, wurde die Friedhofsatzung dahingehend geändert, dass ausschließlich witterungsbeständige Urnen verwendet werden dürfen.
  • Ein Hamburger Landschaftsplaner musste in einem Vergleichsurteil vor dem Landgericht Frankfurt seine Äußerungen, Urnenbeisetzungen schädigten den Waldboden, zwar weder widerrufen noch berichtigen, darf sich aber nicht mehr auf veraltete Analysen berufen.[51]
  • Ein Jagdpächter gab als Ursache für den Rückgang des Wildaufkommens in Friedwaldnähe das deutlich gestiegene Verkehrsaufkommen, regelmäßig durchgeführte Werbeveranstaltungen und früher nicht vorhandene Geräuschentwicklungen an. Aufgrund der rückläufigen Abschüsse wollte er eine Pachtreduzierung erreichen, konnte sich vor dem Landgericht Bonn aber nicht durchsetzen.[52]
  • Kommunalaufsichten beanstanden, wenn sich Kommunen zum Nachteil anderer wirtschaftlich betätigen und damit das Örtlichkeitsprinzip verletzen. Die Grenze zur unzulässigen wirtschaftlichen Betätigung sieht das Oberverwaltungsgericht (OVG) Sachsen-Anhalt bereits dann überschritten, wenn kommunal erzeugter Strom in ein überörtliches Netz eingespeist wird.[53]
  • Andere Genehmigungsbehörden haben neben der verbindlichen Verwendung von Edelstahlurnen im Wald.[54] Mengenlimitierungen und unabhängige Messungen der Wasserbelastung festgesetzt.[55]
  • Zum Schutz des Grundwassers wurde die Fläche des 2016 eröffneten Friedwaldes bei Cuxhaven nachträglich um die Hälfte reduziert.[56]
  • Der Verband der Friedhofsverwalter Deutschlands betont, dass es einer Kommune nicht gestattet ist, Optionsgeschäfte sowie ähnlich Risiko behaftete Verträge mit Privaten einzugehen.[57] und bezieht sich damit auf Fragen zur Rücklagensicherung von Vorsorgeverträgen, Beseitigung möglicher Sturmschäden, steigende Kosten für die stetig wachsenden Verkehrssicherungsflächen sowie auf mögliche Sanierungsverpflichtungen nach Ablauf der Nutzungszeit. Geschäftsberichte der Friedwald GmbH enthalten demnach keine sicheren Antworten zu den verbandlichen Hinweisen.[58]

Naturschutzaspekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wurzelverzweigungen einer Buche im Wald
Urne aus Bioplastik mit Deckel aus Weißblech
Windwurf im Ruheforst Glücksburg
Ersatzmarkierung eines Grabes nach Windwurf im Ruheforst Glücksburg

Kenntnisstand über Schwermetall-Freisetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Toxikologie von Totenaschen ist die Kenntnislage aufgrund der Pietätsbehaftung noch lückenhaft. Erste belastbare Ascheanalysen haben die Berufsgenossenschaft Kassel[59] sowie niederländische Institute[60][61][62][63] vorgelegt. Totenaschen enthalten düngende Stoffe, sind stark alkalisch und mit Schwermetallen behaftet.

Auch ist bei Einäscherungen von hitzeresistenten, teilweise scharfkantigen Metall- und Keramikbestandteilen aus Implantaten auszugehen. Diese können unter den Bedingungen im Wald durch Windwurf, Frostdruck und Wühltätigkeit an die Bodenoberfläche gedrückt werden und Verletzungen bei Waldlebewesen auslösen.[64] Der Deutsche Städtetag hat die Metall- und Keramikreste in den Aschen problematisiert und empfiehlt, mit Einverständnis der Hinterbliebenen die Herauslösung von Metallen aus der Totenasche.[65]

In Umweltberichten zu Urnenwaldprojekten konnten vorhandene Kenntnislücken festgestellt, aber nicht geschlossen werden. Zum Wissensaustausch, zur Identifizierung der offenen Fragen und zu möglichen Anforderungen an die künftige Genehmigungspraxis für Waldbestattungen fanden 2016 interdisziplinäre Arbeitstreffen bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt statt.[66] Dabei wurden die hohen Chrom-/Chrom-VI- sowie Nickel-Gehalte aus vorliegenden Totenaschenanalysen erörtert und festgestellt, dass diese vermutlich aus Abrieb des hitzebeständigen Chrom-Nickel-Stahls im Ofen stammen und somit als Kontamination aufzufassen sind.[67][68]

Auswertung von Ascheanalysen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Analyse einer aus der Ofenseitentasche entnommenen Ascheprobe ergab, dass diese bei gelösten Feststoffen das 2,9-fache des Schwellenwerts für die Deponieklasse I erreichte (8900 mg/l zu 3000 mg/l).[69] Der hohe pH-Wert kann bei empfindlichen Organismen zu Verätzungen führen.[70] Wirkungen von Schwermetallen auf das Bodenleben wurden speziell bei Regenwürmern nachgewiesen.[71][72]

Eine im privaten Auftrag durchgeführte Studie der Universität Freiburg wies erhöhte Chromwerte unterhalb einzelner Urnen im Naturschutzgebiet „Steinbachtal bei Saarbrücken“ nach,[73] hielt dies aufgrund der an anderen Stellen unauffälligen Werte für vernachlässigbar.[74] Die Studie kommt zu dem vorläufigen Ergebnis, dass bei den von privater Seite zugelieferten Proben „zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Schwermetallverlagerungen aus der Kremationsasche festgestellt werden kann“. Analysiert wurden zunächst 133 Bohrkerne, die sowohl direkt unter Urnen als auch in deren Umgebungsbereich entnommen wurden. Die Analyse soll zu gegebener Zeit fortgesetzt werden.[75][76] In der Videofassung zur Studie wird zwar eingeräumt, dass der Mensch nach der Kremierung „mehr als nur Asche hinterlasse“, doch fördere der Bestattungswald den Naturschutz, da der Waldbestand auf 99 Jahre geschützt sei. Bei einzelnen Schwermetallen sei jedoch mit der Zeit ein Anstieg zu prognostizieren, der bei Chrom auf einen zusätzlichen Eintrag von über 80 % hinauslaufe.[77]

Kenntnisstand zu waldökologischen Wirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Forstwissenschaft warnt bereits bei auf den Waldboden ausgebrachten Holzaschen vor Chrom-/Chrom-VI-Belastungen.[78][79]

Nach Sturmereignissen wird nicht vollständig wieder aufgeforstet, sondern ein parkartiger Charakter angestrebt, mögliche negative Wirkungen einer Waldvergreisung werden betreiberseitig ausgeschlossen. [80]

Obwohl Totenaschen innerhalb des Baumwurzelbereichs und sogar unweit von Wasserläufen vergraben werden, sind eingetretene Beeinträchtigungen natürlicher Arten und Lebensgemeinschaften im Wald bisher nicht nachgewiesen worden. Messungen von pH-Werten unterhalb und neben der Urnen geben Anlass zu vermuten, dass die üblicherweise aus Bioplastik hergestellten Urnen[81] mit der Zeit Aschepartikel oder Aschenlauge freigeben. Der Abbau dieses Urnenmaterials verläuft unter Laborbedingungen rückstandsfrei gemäß DIN EN 14851, der Urnenkorpus – nicht der Deckel – darf daher als biologisch abbaubar bezeichnet werden. Eine Zertifizierung der Verrottbarkeit mit zeitlichen Angaben zum Abbau der Urnen steht jedoch aus, Angaben dazu divergieren bei Herstellern und Anwendern.[82][83][84]

Der Deckel besteht aus Weißblech und ist zur Verhinderung von Korrosion mit einer Zinn-Zink-Legierung überzogen. Dieser ermöglicht die lagegetreue Detektierung bis über das Ende der Nutzungszeit hinaus. Zudem sind, falls von Hinterbliebenen gewünscht, Überurnen im Angebot.[85] sowie auch Massivholzurnen ohne Metalldeckel.

Werbung und Marketing-Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Urnenwaldunternehmen setzen auf eine sehr emotionale Ansprache, die in ein Marketingkonzept eingebettet ist:[86] Das Zwitschern der Vögel, der Duft von Laub, das Rauschen der Blätter (. . .) bietet Menschen einen Bestattungsort, an dem sie sich schon zu Lebzeiten wohlfühlen: den Wald.[87] Idealisierende Aufnahmen mit frischem Laubaustrieb bedienen Sehnsucht nach unverfälschter Natur: Der Ruheforst bringt dem Wald Frieden, er darf sich ungestört entwickeln. Durch die Bestattung in biologisch abbaubaren Urnen bleibt die Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft gewahrt, der Ruheforst ist ein Garten Gottes in einem ganz ursprünglichen Sinne.[88] Eine Forsteinrichtung fasst ihre Einschätzung in die Worte: Das Friedwald-Konzept übt auf jeden forstwirtschaftlich Interessierten eine große Faszination aus.[89] Betont wird, dass im Jahr 2006 die Friedwald-Bestattung vom Greenpeace-Magazin als einer von 57 Tipps für eine bessere Welt gewürdigt worden sei.[90] Diese Veröffentlichung wird kritischen Medien entgegen gehalten.[91] Ob die Auszeichnung bestimmten Zertifizierungsregeln folgte, ist nicht dokumentiert, interessensgeleitete Einflussnahme somit nicht auszuschließen.

Die „Deutsche Umweltstiftung[Anmerkung 1] bewirbt Bestattungswälder eines bestimmten Anbieters als „einmaliges Naturschutzkonzept“.[Anmerkung 2][92][93]

Friedwald und der World Wide Fund For Nature haben sich durch eine Marketingkooperation verbunden.[94][95]

Weitere Marketingkooperationen bestehen mit dem Seniorenportal Feierabend[96] sowie mit der Waldhotelkette Wipfelglück, die eine 100%ige Tochter der Friedwald GmbH ist.[97]

Das Online-Sales-Team der Friedwald GmbH wurde 2016 als Top-Vetriebler ausgezeichnet.[98]

Naturschutzkritik und Erwiderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jungbaum, in Nutzung aufgrund starker Nachfrage im Friedwald Berlin-Weißensee/St. Bartholomäus

Andere Naturschutzverbände thematisieren bereits den Bedarf fossiler Energien für die in Urnenwäldern verbindliche Einäscherung und kritisieren den Erdgasverbrauch von jeweils 400 Kilowattstunden (kWh), dies entspreche dem in Deutschland durchschnittlichen Monatsbedarf für eine kleine Wohnung.[99]

Auch das im Rauchgas eines Krematoriums enthaltene Quecksilber findet kritische Erwähnung[100] sowie der Eintrag von belasteten Aschepartikeln in den Waldboden.[101] Mit den Ascheeinträgen sei zudem eine Erhöhung des pH-Wertes im Boden zu erwarten.[102] Vor der Ausweisung als Urnenwald werde der zuvor nachhaltig bewirtschaftete Wald zu einem Park umgestaltet, Naturverjüngung werde entfernt und Trampelpfade entstünden. Auch sei der Eintrag standortfremder Pflanzen wie Rhododendren, Buchsbaum, Krokussen etc. zu beobachten.

Besonders umstritten sind Bestattungswälder in Wäldern, die nach der FFH-Richtlinie geschützt sind.[103] Beanstandet wird explizit die Ausräumung des Totholzbestandes sowie dadurch ausgelöste Biotopverschlechterungen, unter anderem für Spechte und Waldpilze.[104]

Der BUND sieht bei einem Vorhaben im Rhein-Sieg-Kreis Widersprüche zwischen zu erwartenden Störungen einerseits und Naturschutzschutzanforderungen für Fledermäuse und Greifvögel andererseits und hat eine Verbandsklage als Träger öffentlicher Belange eingereicht.[105] Der Flächeneigentümer kündigte daraufhin an, Bäume zu fällen, wenn die Inbetriebnahme verhindert werde.[106]

Eine Bürgerinitiative aus Wennigsen erwartet von ihrer Gemeinde eine Eindämmung der mit dem Betrieb des Ruheforstes Deister verbundenen Verkehrsbelastung.[107] Auch der Schutzgebietsbeauftragte für das FFH-Gebiet Ostenfelder Geest beklagt starken PKW-Verkehr im Urnenwald, der den Gebietscharakter gefährde.[108]

Nach Auffassung des Naturschutzbundes ist auch auf traditionellen Waldfriedhöfen mit gutem Bestand an alten Bäumen das Anlegen von Baumfeldern möglich. Der Vorteil dort besteht in der nahen Infrastruktur, wie Feierhalle oder Kapelle, Friedhofsgärtnerei oder Blumenhalle, die mögliche Nähe zum Wohnsitz der Hinterbliebenen und die Anbindung an den öffentlichen Personenverkehr.[109]

Eine ehemalige Berliner Stadträtin kritisiert Verschleierung und Irreführung: Zuerst werde die Waldbestattung als schillernde Idee präsentiert, die allgemeine Zustimmung finde. Erst später - im Kleingedruckten - werde die Gewinnabschöpfungsabsicht durch Private offenkundig.[110]

Urnenwaldbetreiber halten die Kritik hingegen für überzogen und erwarten keine besonderen Probleme, wenn die in einem Bauleitplanverfahren definierten Regeln und Auflagen beachtet werden.[111]

Sicherheitsaspekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Information im Friedwald Möhnesee
Warnschild des Weißen Rings vor Autoaufbrüchen am Waldparkplatz
Rettungspunkt im Wald bei Goslar

Urnenwälder gelten abseits der Wege als nicht barrierefrei, mobilitätseingeschränkten Besuchern ist der Besuch einzelner Gräber oft nicht möglich. Mit zumindest jahreszeitlich bedingten Unwägbarkeiten und waldtypischen Gefahren muss stets gerechnet werden,[112] so besteht nur eingeschränkter Haftungsschutz, das Betreten erfolgt auf eigene Gefahr.[113][114] Während der Vegetationszeit sollte auf Zecken geachtet werden, in der Brut- und Setzzeit besonders auf Wildschweine.[115]

Nach Polizeiangaben sind Besucher auf den oft einsam gelegenen Parkplätzen einer gewissen Gefahr ausgesetzt, Opfer von Autoaufbrüchen zu werden. Ein besonderer Diebstahlsschwerpunkt ist demzufolge der Friedwald Schwaigern[116], aber auch anderenorts wurde von ähnlichen Vorfällen berichtet.[117][118][119][120][121]

Zur Verbesserung der Sicherheitslage haben die Franchisegeber begonnen, in ihren Wäldern Rettungspunkte zu markieren.[122][123]

Kulturelle Aspekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die christlichen Kirchen bekennen sich zu ihrer Verantwortung als Trägerinnen traditioneller Friedhofskultur und haben zu Bestattungen außerhalb davon überwiegend eine distanzierte Auffassung.

Die ehemalige evangelische Ratspräsidentin Margot Käßmann betonte 2008 in einem Festvortrag in der Kreuzkirche Hannover, dass Friedhöfe Heimatorte seien, wo auf dem Grabstein zu lesen sei, wie kurz oder wie lang ein Leben war, an dem der Familie gedacht und Geschichten weitergeben werden. Dort blieben die Toten Teil unseres Lebens. In einer Zeit der Mobilität, in der feste familiäre Bindungen auseinanderzufallen drohen, benötige man Friedhöfe als Orte der Erinnerung.[124] Ein evangelischer Dekan aus Donauwörth ließ verlautbaren, dass Naturbestattungen zwar „natürlich“ erscheinen, jedoch zunächst viel technischer Aufwand betrieben werden müsse, um die Verstorbenen einzuäschern.[125] Eine Kirchengemeinde in Schleswig-Holstein sowie eine evangelische Stiftung in Bayern hingegen haben ihre eigenen Wälder für Naturbestattungen zur Verfügung gestellt.[126][127]

Die deutsche Bischofskonferenz hält Einsegnungen von Bestattungswäldern und dortige Messfeiern für ausgeschlossen.[128] Wenn Verstorbene keinen Ort im Lebensraum der Lebenden mehr haben, sei dies ein Zeichen dafür, dass sie aus dem kulturellen Gedächtnis entlassen werden. Hingegen stünden leicht erreichbare Friedhöfe, Grabpflege und geprägte Zeichen des Gedenkens für diese Verbundenheit.[129] Inzwischen wurden Bestattungswälder bereits durch katholische Pfarrer gesegnet.[130]

Ein Forschungsprojekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft beschäftigt sich seit 2015 mit den Spannungen zwischen religiösen Selbstdeutungen einer zunehmenden Anzahl von Menschen einerseits und den professionellen theologischen Deutungsangeboten der evangelischen Kirche andererseits.[131] Berichtet wird von bestimmten Bestattungstagen am Ende der Woche, an denen komprimiert beigesetzt wird.[132]

Ein Zusammenschluss verschiedener Verbände sieht das deutsche Friedhofswesen beeinträchtigt und strebt die Anerkennung der traditionellen Friedhofskultur als immaterielles Erbe der Menschheit unter dem Schutz der UNESCO an.[133]

Judentum und Islam sowie die christliche Orthodoxie kennen nur Erdbestattungen. Aus religiöser Tradition heraus sind Einäscherungen und damit Waldbestattungen ausgeschlossen.

Wirtschaftliche Aspekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis Juni 2012 wurden in 44 deutschlandweit bestehenden Urnenwäldern des Franchisegebers Friedwald GmbH 29.000 Urnen beisetzt[134], 85.000 Verträge wurden bis dahin abgeschlossen[135], der Jahresumsatz lag bei zehn Millionen Euro.[136]

Für einen profitablen Urnenwaldbetrieb sind nach einer Anlaufphase jährlich mindestens 200 Beerdigungen und 325 Verträge zum Kauf einer Grabstelle nötig.[137]

Kommunale Friedhofsbetreiber beklagen wirtschaftliche Einbußen durch Bestattungsverlagerungen, der Bauamtsleiter von Gelnhausen beziffert den Verlust auf über 20 %. Bevor es den Friedwald gab, habe die Stadt jährlich 220 Beisetzungen auf ihren Friedhöfen durchgeführt, inzwischen seien es nur noch 170.[138] Der Verband der Friedhofsverwalter Deutschlands (VFD) erwartet von Kommunen vor diesem Hintergrund eine nachhaltige Bedarfsplanung, da das Friedhofswesen zu den kommunalen Pflichtaufgaben zählt. Durch eine zusätzliche Bestattungsinfrastruktur in Wäldern werde die Gefahr heraufbeschworen, dass im Wirkungsbereich eines Urnenwaldes Friedhöfe nur durch Gebührenerhöhungen und/oder Subventionen aufrechterhalten werden können.[139]

Eine Gemeinde im Hamburger Umland lehnte den Antrag auch deshalb ab, weil sie Naturzerstörung, Einschränkungen der Aufenthaltsqualität und Defizite der Solidarität gegenüber Nachbargemeinden befürchtete.[140]

Protagonisten erwarteten hingegen noch 2015 eine Verdopplung der Urnenwaldstandorte bis 2020 und für 2025 jede dritte Beisetzung in Deutschland im Wald.[141] Diese Erwartungen sind bisher nicht revidiert worden, obwohl 2015 und 2016 die Anzahl neuer Standorte stark rückläufig war.

In der Anfangsphase der Urnenwaldbetreiber wurden die Einnahmen gleichmäßig aufgeteilt, Franchisegeber, Waldeigentümer und Friedhofsträger - jeder erhielt ein Drittel. Dieser Modus gilt bis heute nur noch für den 2002 eröffneten Friedwald Odenwald.[142] Die RuheForst GmbH behält bei deutlich reduziertem Aufwand im Vergleich zur Friedwald GmbH 40 % vom Umsatz ein, der Waldeigentümer erhält zusammen mit der Kommune 55 %, 5 % werden für Verkehrssicherung und Unterholzräumung verwendet.[143]

Aktuell fallen die Angebote insbesondere für Kommunen deutlich geringer aus: So wurde zum Friedwald-Projekt Burg Heimerzheim bekannt, dass die Gemeinde drei Prozent der Netto-Umsätze erhalten solle, während der Gemeinde Goch am Niederrhein noch drei Prozent der Entgelte angeboten wurden.[144][145]

Es ist nicht dokumentiert, ob die vertraglich gebundenen Förster die Arbeitszeiten für den Bestattungswald zusätzlich erbringen oder ob diese der Pflege des Waldes verloren gehen. Die regelmäßig veröffentlichten Führungen erfolgen jedenfalls kostenlos.

Aufgrund der vergleichsweise hohen Säkularisierung, hoher Einäscherungsquoten sowie vermeintlichem Nachholbedarf sind Standorte in Sachsen und Thüringen besonders umworben.[146][147][148] [149][150][151][152] In beiden Ländern haben sich dazu Bürgerinitiativen gebildet, die Eigenangaben zufolge keine Mitgliedsbeiträge erheben, sondern von Franchisegebern finanziell unterstützt werden.[153][154]

In einer Vergleichsuntersuchung haben die GRÜNEN im westfälischen Arnsberg festgestellt, dass kommunale Beisetzungen günstiger sind als Waldbeisetzungen, da keine Lizenzgebühren für Franchisegeber anfallen. Zugleich wird kritisiert, dass bei fortschreitenden Bestattungsverlagerungen Friedhöfe geschlossen werden müssten oder unter Bebauungsdruck geraten.[155]

Bestatter plädieren dafür, Traditionsfriedhöfe und nicht Bestattungswälder zu entwickeln.[156] Das Ziel sollte der örtliche Friedhof sein. Wenn ein Bestatter es schaffe, diesen so oft wie möglich zu vermitteln, so unterstützt er die gesamte Gemeinde. Der Friedhof könne nachhaltig bewirtschaftet werden, müsse nicht subventioniert werden, kommunale Einnahmen könnten für andere dringliche Aufgaben verwendet werden.[157]

Betreiberseitig wird betont, dass Beisetzungen auf Wunsch anonym – sowie unkonventionell und zwanglos seien, Grabpflege „übernehme die Natur“.[158] Aufgrund fehlender Kontrollmöglichkeiten wird jedoch von „wilden“ Ascheverstreuungen berichtet.[159][160]

Friedhofskulturell ausgerichtete Verbände betonen, dass auf Traditionsfriedhöfen einfache, pflegefreie und somit zwangsbefreite Grabstellen zu erhalten seien – ebenfalls unter Bäumen.[161]

Eine interne Wettbewerbsstudie aus dem Jahr 2007 kam zu dem Ergebnis, dass der wirtschaftliche Erfolg von Bestattungswäldern vor allem auf der Flächenakquise und nicht auf steigenden Umsätzen laufender Anlagen beruhe.[162] Mit fortschreitender Beanspruchung umfassten die erforderlichen Sicherungsarbeiten im Wald einen immer größer werdenden Flächen- und Kostenanteil, da nach der letzten Beisetzung noch Jahrzehnte lang die Baumkronen auszulichten und der Wald von störendem Unterholz frei zu halten sei.[163] In Bestattungswäldern werden neben den Einnahmen aus dem Beerdigungsgeschäft auch Holzverkäufe realisiert.[164] Diese umfassten bei der Einrichtung des Friedwaldes Möhnesee pro ha 20 m³ Stammholz, 30 m³ Industrieholz und 40 m³ Hackschnitzel.[165]

Standortakquise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der öffentlichen Wahrnehmung wird ein Urnenwald nicht vom Franchisegeber, sondern zunächst durch eine Ortspartei oder einen Bürgermeister vorgeschlagen. Nur durch die Zuordnung als „Ruheforst“ oder "Friedwald" ist ein Bezug zum jeweiligen Interessentenhintergrund erkennbar. Behauptet wird eine hohe Nachfrage nach Bestattungsalternativen sowie eine nicht näher umrissene Einnahmeperspektive für den Gemeindehaushalt. Besonders in Gebieten mit hohem Anteil konfessioneller Friedhöfe organisieren sich Unterstützer und Gegner,[166] wobei die Befürworter mitunter aus dem politisch linken Spektrum kommen.[167][168]

Kundenakquise und Kundenbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein wesentlicher Baustein des Konzepts ist der vertraglich geregelte Grabvorerwerb, der an einzelnen Standorten bis zu 2/3 des Umsatzes ausmacht.[169] Das Modell wird auf Waldführungen, Seniorenmessen[170] und durch Verschicken von Druckerzeugnissen beworben.[171]

Die Friedwald GmbH verschickt durchschnittlich 40 Direktmailings im Umkreis von 30 bis 50 km um einen Standort pro Jahr, in denen sie zum Beispiel zu einem kostenlosen Waldinformationstag einlädt. Zudem werden auf Anfrage Broschüren verschickt und Interessenten mit Newslettern versorgt. Soziale Netzwerke, Videos und eine Internet-Präsenz werden von einer Marketing-Abteilung betrieben[172]

Mit zeitlich befristeten Sonderangeboten[173] sowie im Voraus angekündigten Preiserhöhungen wird der Markt zusätzlich stimuliert.[174][175]

Laut Bundesanzeiger wurde 2013 aus Barvermögen der Friedwald GmbH 1.100.000 Euro privat entnommen, über Provisionen wurde aber bislang nichts veröffentlicht. Bestattern werden aber Großhandelskonditionen eingeräumt.[176][177]

Die mittels Franchise-Verträgen gebundenen Schlösser Wittgenstein, Schwaigern[178] und Burg Plesse öffnen für Friedwald-Sprechzeiten ihre Tore.[179] Mobilitätseingeschränkte Kunden werden direkt in Seniorenheimen[180] und in Tageseinrichtungen[181][182] kontaktiert.

Für Kunden, die einen Vertrag mit der Friedwald GmbH geschlossen haben, besteht die Möglichkeit, von der Geschäftsführung als Beiratsmitglied ausgewählt zu werden. Alle Mitglieder dieses Kreises sind zur Verschwiegenheit verpflichtet, Kritik kann zum Ausschluss führen, eine Friedwald-unabhängige Kundenvertretung besteht somit nicht.[183] Das Unternehmen hat einen Twitter- und Facebook-account.

Konkurrenzen und öffentliches Interesse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mit dem Friedhofsgewerbe verbundenen Handwerksinnungen sehen in Urnenwäldern eine Konkurrenz[184] und geben zu bedenken, dass Urnenwälder zwar einer auf 99 Jahre gesicherten Grunddienstbarkeit unterliegen, die Vertragslaufzeiten aber erheblich kürzer sind. Im Ausstiegsfall oder einer Insolvenz habe die öffentliche Hand die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherung in den Bestattungsflächen bis zum Ablauf der Grunddienstbarkeit allein zu tragen.[185][186]

Die im Verband der Friedhofsverwalter Deutschlands zusammen geschlossenen Betreiber Südholsteins und die Arbeitsgemeinschaft der Kirchenkreisbeauftragten für das Friedhofswesen in der Nordkirche raten davon ab, innerhalb der Hamburger Metropolregion einen weiteren Bestattungswald auszuweisen. Sie sehen in dem Vorhaben ein rein privatwirtschaftliches Interesse, verbunden mit einem hohen Risiko für die Gemeinde.[187]

Im Rahmen einer Planung für den Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg wurde bekannt, dass der Anteil der Bestattungen dort seit 1995 um 22 % gesunken sei, mit ursächlich dafür seien Verlagerungen in Wälder.[188]

In Berlin, das von 150 ha Urnenwälder an neun Standorten umgeben ist, sollen in einer vom Senat gebilligten Planung 290 ha Friedhofsflächen entwidmet werden,[189] was den Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA) zu fordern veranlasste: Finger weg von den Friedhöfen als Baulandreserve.[190]

Aus der Gemeinde Flörsbachtal wurde veröffentlicht, dass diese nach Ablauf der ersten zehn Jahre ihrem Franchisegeber kündigen will, nach Überzeugung des Gemeinderats flossen dem Franchisegeber Einnahmen zu, die die Gemeinde künftig selbst vereinnahmen möchte.[191] In Bad Berka wurde die Wertabschöpfung durch einen privaten Betreiber angesichts von bis zu sechsstelligen Jahresumsätzen gegen die der Stadt bleibenden Einnahmen verglichen.[192]

Der Swisttaler Naturschutzverein „Rettet Bäume und Biotope e.V.“ beantragte in einem Bauleitplanverfahren, dass der Antrag auf den Bestattungswald abgelehnt werden sollte, wenn sich für die Gemeindekasse keine Wirtschaftlichkeit ergäbe. Um die Gefahr möglicher Schadenersatzansprüche auszuschließen, wurde eine Rücknahme des Antrages nicht in Betracht gezogen.[193]

Das Sammeln von Beeren und Pilzen ist in einem Friedwald verboten.[194]

Bezüge zum deutschen Land- und Hochadel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familienfriedhof der Freiherren und Freifrauen von Knigge im Ruheforst Deister

Der über Waldbesitz verfügende deutsche Land- und Hochadel[195] tritt häufig als Franchisenehmer der Urnenwaldgesellschaften auf. Die traditionell üblichen Sargbestattungen auf eigenen Grabanlagen werden nicht aufgegeben, auch wenn diese an Urnenwälder angrenzen. Allein der Fürst zu Fürstenberg betreibt auf 256 ha sechs Urnenwälder.[196] Die schwäbischen Hohenzollern sind in einen Rechtsstreit mit einem Urnenwaldgegner verwickelt.[197] Weitere Urnenwälder befinden sich im Eigentum des Prinzen von Hessen[198], Fürsten von Bismarck[199], Grafen von Bernstorff[200], Grafen von Degenfeld[201], Freiherrn von Knigge[202], Fürsten zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein[203], Fürsten zu Salm-Horstmar[204], Grafen zu Ortlenburg[205], Grafen von Westerholt[206], Fürst zu Waldeck und Pyrmont[207], von Saldern[208], Grafen von Beust[209]. Weitere Familien wollen ebenfalls diesen Geschäftszweig betreiben und ihre Besitztümer für Waldbestattungen öffnen, wie der Fürst von der Leyen[210] oder der Fürst Fugger[211]

Antrag der Wettinischen Forstverwaltung in Coswig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sächsische Stadt Coswig hat eine intensive Auseinandersetzung mit dem Urnenwaldantrag des Wettiner Prinzen von Sachsen, Herzog zu Sachsen[212][213] geführt und die Abwägung dokumentiert.[214][215]

Im Ergebnis führten folgende Argumente zur einhelligen Antragsablehnung:

  • Die Anzahl bestehender Bestattungsplätze in Coswig ist mehr als ausreichend, ein öffentlicher Bedarf kann nicht begründet werden.
  • Nach Angaben der FriedWald GmbH entscheiden sich 97,5 % aller Menschen für eine herkömmliche Friedhofsbestattung und somit nur 2,5 % für Alternativen.
  • Kommune und Kirche müssen zwar wirtschaftlich arbeiten, verfolgen aber darüber hinaus einen sozial-kulturellen Auftrag. Private Unternehmen müssen nach Gewinn streben. Die Stadt muss im Interesse ihrer Bürger beachten, dass dem Friedhofsträger nicht Einnahmen wegbrechen und die teure Unterhaltung der Friedhöfe zudem ihm verbleibt.
  • Ein 99-jähriges Nutzungsrecht an einem Baum ist durch dessen Lebenszyklus oder aufgrund von Naturgewalten kaum zu garantieren.
  • Eine Grabstätte im Wald wäre nicht immer und nicht für alle Personen zugänglich. Das Auffinden von bestimmten Bäumen wird im Lauf der Zeit immer schwieriger.
  • Herkömmliche Trauerbräuche wie Blumengebinde sind nicht erwünscht oder sogar verboten, wie Kerzen im Wald. Für Hinterbliebene kann die Bewältigung ihrer Trauersituation dadurch schwerer werden. Dieser Aspekt fällt selbstverständlich nicht in den Aufgabenbereich der Kommune, sollte beim Nachdenken über alternative Bestattungsformen allerdings einbezogen werden.
  • Die Traditionen der christlichen Bestattung sind nicht für alle Menschen persönlich relevant, gehören aber seit vielen Jahrhunderten zu unserer Kultur und Identität und sind für die Stadt als Ganzes gebührend zu berücksichtigen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oliver Roland (Hrsg.): Friedhof – Ade? Die Bestattungskultur des 21. Jahrhunderts (= Anthologie für Religion 5). Azur Verlag, Mannheim 2006, ISBN 3-934634-32-X.
  • Reiner Sörries: Alternative Bestattungen. Formen und Folgen. Ein Wegweiser (= Fachhochschulverlag. Bd. 190). Fachhochschulverlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-940087-18-8.
  • Haimo Schulz Meinen: Das Grab im eigenen Garten. Private Friedhöfe in Deutschland? (= Friedhofskultur heute 2 = Fachhochschulverlag. Bd. 191). Fachhochschul-Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-940087-47-8 (Zugleich: Hannover, Univ., Diss., 2009: Private Friedhöfe in Deutschland?).
  • Norbert Fischer: Vom Gottesacker zum Krematorium. Eine Sozialgeschichte der Friedhöfe in Deutschland seit dem 18. Jahrhundert. Köln/Weimar/Wien 1996 Onlinefassung
  • Britta Bauer: Baumbestattungen in Deutschland. Sozialwissenschaftliche Untersuchung einer alternativen Bestattungsform. Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2015. ISBN 978-3-8300-8766-3

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nicht zu verwechseln mit der bundeseigenen „Deutschen Bundesstiftung Umwelt
  2. Der Gründer dieses Bestattungswaldtyps nimmt zugleich steuernde Vorstandsfunktion in der Stiftung ein.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Norbert Fischer zit. in Veröffentlichung der Friedwald GmbH
  2. Norbert Fischer: Der Friedhof zu Beginn des 21. Jahrhunderts.
  3. Bernd Bruns: In der Schweiz patentierte das Bundesamt für geistiges Eigentum die Beisetzung an Bäumen. Letzte Ruhe im Friedwald. postmortal.de, März 1999. Abgerufen am 25. Mai 2015.
  4. Auszug aus der elektronischen Schutzrechtsdatenbank.
  5. Ueli Sauter: Was ist ein FriedWald?/Die Bestattung Abgerufen am 25. Mai 2015.
  6. Wo die Asche der Toten gen Himmel wächst. Neue Zürcher Zeitung, 24. Juli 2014. Abgerufen am 18. September 2015.
  7. Geschäftsmodell und Eigentümerlage der Friedwald GmbH 2004
  8. Kerstin Gernig: Werde, was du kannst. Wie der Exbanker Axel Baudach den Friedwald erfunden hat. Kindle Edition 2014, Abgerufen am 04. Januar 2017.
  9. Treuhandstelle zur Grabpflegevorsorge
  10. Peter-Philipp Schmitt: Wald-Bestattungen: Zurück zur Natur. FAZ, 7. November 2013. Abgerufen am 25. Mai 2015.
  11. Erste Friedhöfe für Herrchen und Haustier. RP Online, 12. Mai 2015.
  12. Der Franchise-Grundvertrag der Friedwald GmbH
  13. Naturfriedhof-Franchising der Ruheforst GmbH Abgerufen am 20. September 2015
  14. Aschefreie Gedenkplätze in Wäldern Abgerufen am 20. Februar 2016
  15. Maisstärke-Urnen im Friedwald Bad Laasphe Kölner Stadtanzeiger vom 17. März 2004. Abgerufen am 20. September 2015
  16. Betriebsbeschreibung der Forstverwaltung für den Ruheforst Kummerfeld als Teil der Abwägungsvorschläge zur Sitzung des Bau-und Wegeausschusses der Gemeinde Kummerfeld am 12. Mai 2016. Abgerufen am 26. Mai 2015
  17. Website der Friedwald GmbH: Fragen und Antworten. Abgerufen am 07. Januar 2017
  18. Website der Friedwald GmbH. Abgerufen am 20. September 2015
  19. Website der Ruheforst GmbH
  20. Nachverdichtung möglich. Abgerufen am 20. September 2015
  21. Umbettungen im Einzelfall möglich. Abgerufen am 20. September 2015
  22. Friedwald am Möhnesee eröffnet. Ruhrverband, 2013. Abgerufen am 26. Mai 2015.
  23. Forstarbeiten im Friedwald. Abgerufen am 26. Mai 2015
  24. Holzernte im Friedwald. Abgerufen am 26. Mai 2015
  25. [vgl. www.Bundesanzeiger.de, Suchbegriff: Friedwald Geschäftsbericht 2014]
  26. Eröffnung eines Friedwaldes ohne abschließende Genehmigung. Abgerufen am 04. Januar 2017
  27. Friedwald Weilrod: Im Oktober 16 waren 15 von 75 ha belegt. Abgerufen am 04. Januar 2017
  28. Friedwald Bremer Schweiz: Im Juli 16 waren 10 von 40 ha belegt. Abgerufen am 04. Januar 2017
  29. Friedwald Reinhardswald: Im Juli 16 waren 60 von 116 ha belegt. Abgerufen am 04. Januar 2017
  30. Friedwald Bramsche: Im März 2015 waren 13 von 50 ha belegt. Abgerufen am 04. Januar 2017
  31. Friedwald Möhnesee: Im Juni 16 waren von 66 12 ha belegt. Abgerufen am 04. Januar 2017
  32. Friedwald Wangen: Im Mai 16 waren 7,5 von 15 ha belegt. Abgerufen am 04. Januar 2017
  33. Meinungsbildung in der Gemeinde Rosengarten. Abgerufen am 04. Januar 2017
  34. Ruheforst in Diersbüttel gescheitert. Abgerufen am 04. Januar 2017
  35. Beispiel: Friedwaldnutzungsordnung der Stadt Buxtehude vom 25. September 2006 Abgerufen am 22.Januar 2008
  36. Vgl. OFD-Niedersachsen vom 16.02.2011 – S 7168 – 113 – Seite 173 = UR 2011, 479 Abgerufen am 20. September 2015
  37. Ruheforst im FFH-Gebiet Cappenberg
  38. Antrag auf Befreiung aus dem Landschaftsschutzgebiet, weil ein möblierter Rastplatz und ein Holzkreuz dauerhaft installiert werden soll Abgerufen am 28. Januar 2016
  39. Fachzeitschrift Friedhofskultur März 2016: Schadstoffe in Urnenaschen
  40. Anne Hähnig: Sachsens erster Ruheberg stößt auf Widerstand. Lausitzer Rundschau, 12. April 2010. Abgerufen am 24. Mai 2015.
  41. Lutz Küppers: Pläne für die letzte Ruhe an Schloss Haag. RP online, 18. April 2015. Abgerufen am 26. Mai 2015.
  42. Friedwald Deutschland in Österreich Abgerufen am 28. Januar 2016
  43. Bestattungsmöglichkeiten in österreichischen Wäldern Abgerufen am 28. Januar 2016
  44. Anbieterin Waldesruh hat nur 1-2 ha große Bestattungswälder unter Vertrag Abgerufen am 17. Januar 2015
  45. Konferenz der Kantonsförster, Mitteilungsblatt: Letzte Ruhestätten im Wald
  46. Nur ein Friedwald ist legal, Tagblatt, 16. September 2015. Abgerufen am 17. September 2015.
  47. Richtlinie des Kantons Thurgau: Letzte Ruhestätten im Wald Abgerufen am 17. September 2015
  48. Ascheverstreuung ohne Urne Abgerufen am 10. Januar 2016
  49. Kritik an Bestattungswäldern Badische Zeitung vom 19. Dezember 2016. Abgerufen am 19. Dezember 2016
  50. Klage gegen Ruheforst der Hohenzollern Abgerufen am 30. April 2016
  51. Urnenwaldprozess ist zu Ende. Friedhofskultur, 9. November 2014. Abgerufen am 26. Mai 2015
  52. Landgericht Bonn, Az.: 7 O 233/08 Az.: 7 O 233/08
  53. Urteil des Oberverwaltungsgerichts Sachsen-Anhalts vom 7. Mai 2015, Az. 4 L 163/14
  54. Strenge Regeln im Wasserschutzgebiet (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive)
  55. Grundwassermonitoring im Friedwald Nuthetal, max. 25 Beisetzungen/Jahr im Ruheforst Weidenstetten, Untere Bodenschutzbehörden, mdl.
  56. Auflagen und Flächenreduzierung wegen Grundwasserschutz Abgerufen am 03. Januar 2017
  57. Stellungnahme des Verbandes der Friedhofsverwalter Deutschlands. Abgerufen am 04. Januar 2017
  58. Suchbegriff: Friedwald
  59. vgl. Zeitschrift Friedhofskultur 10/2006
  60. E.R.Smit: Massabalans en emissies van in Nederland toegepaste crematorieprocessen TNO-MEP rapport R96/059, Delft 1996.
  61. Wirkungen der Kremierung auf die Umwelt Abgerufen am 17. September 2015
  62. Erkenntnisse über TotenaschenAbgerufen am 17. September 2015
  63. Kremationsasche belastet arme SandbödenAbgerufen am 17. September 2015
  64. Kritik an Bestattungswäldern Badische Zeitung vom 19. Dezember 2016. Abgerufen am 19. Dezember 2016
  65. http://www.staedtetag.de/imperia/md/content/dst/extranet/6_umwelt/sonstiges/2015/empfehlungen_umgang_mit_metallischen_kremationsruechstaenden-19.08.2015.pdf Empfehlungen zum Umgang mit metallischen Kremationsrückständen vom 19. August 2015
  66. Belasten Totenaschen den Boden und das Grundwasser? welt.de Abgerufen am 20. Januar 2016
  67. Präsentation über Totenaschen aus Sicht des Bodenschutzes und der Kremationstechnik Abgerufen am 30. Januar 2016
  68. Hermann, Klemisch: Totenasche – ein Problemfall für den Bodenschutz? Bestattungskultur 5/2015, S. 38–43
  69. Robin Sircar. In: Handbuch des Feuerbestattungswesens. Richard-Boorberg-Verlag, Stuttgart 2014, S. 217, ISBN 978-3-415-05135-5
  70. M.C. Albrecht. In: Handbuch des Feuerbestattungswesens, Richard-Boorberg-Verlag, Stuttgart 2014, S. 184, ISBN 978-3-415-05135-5
  71. Corinna FIERLA: Ökotoxikologische Untersuchungen von Hausmüllverbrennungs-Aschen mit Regenwürmern und Raubmilben. Gießen 2009 Abgerufen am 17. Juni 2015
  72. Steffen KRUMM: Der Regenwurm als Bioindikator. Dissertation am Institut für Tierphysiologie der Justus-Liebig-Universität Gießen, Sept. 2005 Abgerufen am 17. Juni 2015
  73. Verordnungstext des NSG „Steinbachtal/Netzbachtal“
  74. M. Graf, L. Schramm, F. Lang: Auswirkungen von Kremationsasche auf den Waldboden – Untersuchungsergebnisse von Bodenproben aus drei Friedwald-Standorten. Institut für Bodenökologie, Universität Freiburg i. Br. unveröff. Präsentation zum Symposium für Waldeigentümer, Griesheim, 7. Mai 2015.
  75. Bericht über Untersuchungen von Bodenproben aus verschiedenen Friedwaldstandorten, Langversion Abgerufen am 17. November 2015
  76. Pressemitteilung der Auftraggeberin: Beisetzungen im Friedwald ökologisch unbedenklich Abgerufen am 17. November 2016
  77. Video der Friedwald GmbH zur Studie Abgerufen am 17. November 2015
  78. Warnungen der Forstwissenschaft zu Schwermetallen in Holzaschen Abgerufen am 17. Juni 2015
  79. FVA Holzasche Abfallrecht Abgerufen am 17. Juni 2015
  80. Entwicklungsziel offener Wald Abgerufen am 13. Februar 2016
  81. Beschreibung: biologisch abbaubare Urnen
  82. Das Urnenmaterial baut sich innerhalb von fünf Jahren ab Abgerufen am 17. Juni 2015
  83. Das Urnenmaterial baut sich innerhalb von 10 Jahren ab Abgerufen am 17. Juni 2015
  84. Das Urnenmaterial baut sich in 2 bis 15 Jahren ab Abgerufen am 17. Juni 2015
  85. UrnensortimentAbgerufen am 29. Juni 2015
  86. Konzept einer Dialogkampagne Abgerufen am 4. Mai 2016
  87. Werbeaussage Abgerufen am 19. Mai 2016
  88. Pressemitteilung, veröffentlicht am 7. März 2013 Abgerufen am 4. Mai 2016
  89. Einschätzung eines Forstbetriebes Abgerufen am 4. Mai 2016
  90. Hinweis auf Greenpeace-Würdigung Abgerufen am 31. Januar 2015
  91. Rolf Obertreis: Tickt in Friedwäldern eine Ökozeitbombe? Badische Zeitung, 21. Juli 2014 Abgerufen am 25. Juli 2014
  92. Vorstandsfunktion eines Bestattungswaldanbieters in der Umweltstiftung Abgerufen am 26. April 2016
  93. Website der Umweltstiftung mit werbendem Inhalt zu bestimmten Bestattungswäldern Abgerufen am 26. April 2016
  94. Spende von 18.200 € an den WWF Abgerufen am 3. Mai 2016
  95. Werbebroschüre des WWF: Friedwald, Bekenntnis zur Natur Abgerufen am 3. Mai 2016
  96. Website des Seniorenportals Feierabend. Abgerufen am 08. Januar 2017
  97. Veröffentlichung der Stadt Mönchberg über die Friedwald-Gründung Wipfelglück. Abgerufen am 08. Januar 2017
  98. Top-Vertriebler-Auszeichnung der Plattform Vertriebsmanager. Abgerufen am 08. Januar 2017
  99. Grüner unter die Erde. In: GEO-Magazin. Heft 11/2009
  100. Der Spiegel: Artikel vom 27. Januar 1997, zit. in Stellungnahme des BUND zum Ruheforstprojekt Kummerfeld Abgerufen am 18. Mai 2016
  101. Bürgerinitiative UNRuheforst Abgerufen am 15. Juli 2015
  102. Pressemitteilung des Bundes Naturschutz: Krematorium mit unkalkulierbaren Risiken Abgerufen am 26. April 2016
  103. Kritik an Ruheforst wächst Landeszeitung, 15. Januar 2014
  104. Anne Dewitz: Naturschutz-Friedwald in Kummerfeld gefährdet Artenvielfalt, Hamburger Abendblatt, 5. Juni 2015. Abruf kostenpflichtig. Abgerufen am 26. Juni 2015
  105. BUND klagt gegen Friedwald Bonner Generalanzeiger, 16. Oktober 2015, abgerufen am 31. Oktober 2015
  106. BUND mahnt vor Gefahr für Greifvögel, Bonner Generalanzeiger, 5. Februar 2015, abgerufen am 31. Oktober 2015
  107. Beschwerden über Ruheforst-Besucher Hannoversche Allgemeine Zeitung Abgerufen am 28. Februar 2014. Abgerufen am 12.April 2014
  108. Urnenfriedhof gefährdet Schutzgebiet Husumer Zeitung vom 27. September 2016. Abgerufen am 19. Dezember 2016
  109. H. Netz: Der Friedhof als Lebensraum für Pflanzen und Tiere. In: NABU-Magazin Naturschutz heute. Heft 2/2006
  110. Ruheforst Rostocker Heide, ein Fallbeispiel. Abgerufen am 19. Dezember 2016
  111. Sitzung des Bau-und Wegeausschusses der Gemeinde Kummerfeld vom 12. Mai 2016, Erwiderung zum Ruheforstprojekt Kummerfeld Abgerufen am 18. Mai 2016
  112. Gräber sind nicht barrierefrei Abgerufen am 26. April 2015
  113. Verkehrssicherungspflicht in Bestattungswäldern Abgerufen am 26. April 2015
  114. Das Betreten des Friedwaldes geschieht auf eigene Gefahr Abgerufen am 26. April 2016
  115. Wildschweine im Ruheforst Abgerufen am 26. April 2016
  116. Autoaufbrüche auf dem Friedwald-Parkplatz Abgerufen am 26. April 2016
  117. Autoaufbruch im Ruheforst Pfälzerwald Abgerufen am 26. April 2016
  118. Diebstahl im Ruheforst Bad Driburg Abgerufen am 26. April 2016
  119. Diebstahl im Friedwald Weilrod Abgerufen am 26. April 2016
  120. Zwei Autos im Friedwald Südheide Bispingen aufgebrochen Abgerufen am 26. April 2016
  121. Polizeibericht Ruheforst Vogelsberg Laubach Abgerufen am 26. April 2016
  122. Rettungspunkt im Friedwald Kalletal Abgerufen am 26. April 2016
  123. Rettungspunkt im Ruheforst Waldeigesheim Abgerufen am 26. April 2016
  124. Margot Käßmann: Welchen Stellenwert hat der Friedhof im Wertewandel unserer Gesellschaft? Festvortrag Kreuzkirche Hannover 2008 Abgerufen am 16. April 2010
  125. Kritik aus der evangelischen Kirche Abgerufen am 26. Februar 2015
  126. Kirchengemeinde Ostenfeld Webseite, Abgerufen am 13. Januar 2015
  127. Bericht über den Bestattungswald der Evang. Pfründestiftung Abgerufen am 26. April 2016
  128. Deutsche Bischofskonferenz: Katholische Bestattungskultur angesichts neuer Herausforderungen, Handreichung v. Nov. 2011, Nr. 97. Abgerufen am 13. April 2013
  129. Kritik aus der katholischen Kirche. Abgerufen am 23. Oktober 2015
  130. Eröffnung des Friedwaldes in Elbenau Abgerufen am 26. April 2016
  131. Wie predigen Pfarrer im Friedwald? Oberhessische Presse, 4. Juni 2015. Abgerufen am 18. Oktober 2015
  132. Bis zu sieben Beisetzungen am Ende der Woche Abgerufen am 26. April 2016
  133. Antrag auf UNESCO-Kulturgutschutz Abgerufen am 26. April 2016
  134. Barbara Happe: Der Tod gehört mir, Berlin 2012, S. 142
  135. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. Juli 2012 Abgerufen am 26. Juni 2015
  136. Artikel: Sterben als Wirtschaftsfaktor. Abgerufen am 26. Juni 2015
  137. Noch kein Bestattungswald für Schriesheim, Rhein-Neckar-Zeitung, 27. November 2016. Abgerufen am 19. Dezember 2016
  138. Wirkungen eines Friedwaldes auf die angrenzenden Friedhöfe, Frankfurter Rundschau vom 05. Februar 2016. Abgerufen am 04. Januar 2017.
  139. Stellungnahme des VFD zu Bestattungswäldern. Abgerufen am 26. April 2016
  140. Friedwald Rosengarten ist gestorben Abgerufen am 12. April 2016
  141. Steinmetze und Gärtner gegen Bestattungswald in Überlingen. Südkurier, 11. April 2015. Abgerufen am 18. September 2015.
  142. Ursprüngliche Umsatzaufteilung. Artikel: Rechnet sich ein Bestattungswald in Schriesheim? Heidelberg ist nicht überzeugt, in: Rhein-Neckar-Zeitung, 14. Juli 2016, abgerufen am 19. Dezember 2016
  143. Umsatzbeteiligung Ruheforst. Abgerufen am 04. Januar 2017
  144. Beteiligungsangebot 2015 Friedwaldprojekt Swisttal. Abgerufen am 19. Dezember 2016
  145. Beteiligungsangebot Friedwaldprojekt Goch. Abgerufen am 04. Januar 2017
  146. Antrag Callenberg/Sachsen Abgerufen am 26. April 2016
  147. Antrag Hartenstein/Sachsen Abgerufen am 26. April 2016
  148. Antrag Kamenz/Sachsen Abgerufen am 26. April 2016
  149. Antrag Bautzen/Sachsen Abgerufen am 26. April 2016
  150. Antrag Marksuhl/Thüringen Abgerufen am 26. April 2016
  151. Antrag Langenweißbach/Sachsen Abgerufen am 26. April 2016
  152. erneuter Antrag Coswig/Sachsen Abgerufen am 26. April 2016
  153. Initiative Thüringen Abgerufen am 26. April 2016
  154. Initiative Sachsen Abgerufen am 26. April 2016
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