Naturgesetz

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Als Naturgesetz wird in der Wissenschaftstheorie eine Regelmäßigkeit von Vorgängen in der Natur bezeichnet. Die Pluralform „Naturgesetze“ bezeichnet darüber hinaus die Gesamtheit dieser Regelmäßigkeiten, einschließlich solcher, die noch nicht entdeckt oder formuliert wurden, unabhängig von ihrer spezifischen Formulierung. Von anderen Gesetzen unterscheiden sich Naturgesetze darin, dass sie nicht von Menschen nach deren Belieben in Kraft oder außer Kraft gesetzt werden können. Eine genaue, einheitliche abschließende Definition des Begriffs existiert derzeit nicht.

Die Abgrenzung gegenüber den Gesetzen der Einzelwissenschaften, wie insbesondere den physikalischen Gesetzen als Grundlage der Naturwissenschaften, das wahre Wesen der Naturgesetze – Abstraktion oder ontologische Tatsache –, sowie die Frage, ob auch Axiome wissenschaftlicher Modelle und chemische, physikalische oder kosmologische Konstanten zu ihnen zählen, sind Gegenstand anhaltender Debatten.[1] Durch die Entwicklung der modernen Physik und den damit verbundenen Reduktionismus und Naturalismus hat sich ein paradigmatisches Verständnis von Naturgesetzen als notwendiger Regelmäßigkeit in Abfolgen von beobachtbaren Ereignissen herausgebildet, die ausnahmslos alle Ereignisse ihres jeweiligen Typs bestimmen. Dadurch wurden einige wissenschaftliche Regeln aus dem Bestand der Naturgesetze ausgeschlossen. Formal wird von wissenschaftlichen wie von Naturgesetzen erwartet, dass sie erlauben, beobachtbare Ereignisse zu erklären und vorherzusagen. Dieses Kriterium reicht jedoch für die Abgrenzung nicht aus: Die Frage nach der Kausalität, insbesondere im Fall bestätigter statistischer Gesetze, und ihrer Verifizierbarkeit ist ein weiteres Problem. In der Debatte um wissenschaftliche Gesetze betont das eine Lager (in Folge von David Hume) die Regularität, was ein Verständnis statistischer Gesetze als Ausdrücke von Naturgesetzen ermöglicht, oder die Notwendigkeit einer zugrunde liegenden Ursache-Wirkungs-Beziehung.

Zwischen den aktuell als gültig angesehenen wissenschaftlichen Gesetzen der Einzelwissenschaften (selbst der Physik) einerseits und Naturgesetzen im allgemeinen Sinn besteht zumindest dem Anspruch nach ein Unterschied. So wird z. B. im Pragmatismus oder Falsifikationismus angenommen, dass die wissenschaftlichen Gesetze nur eine Annäherung an die Naturgesetze darstellen, die Ausdruck einer das Naturgeschehen bestimmenden Notwendigkeit sind. Der logische Positivismus betrachtet dagegen die Naturgesetze lediglich als aus dem beobachteten Naturgeschehen abgeleitete Regeln, die sich erfahrungsgemäß immer wieder bestätigen; er geht davon aus, dass über die Erfahrung hinausgehend keine sinnvolle Aussage getroffen werden kann (Sinnkriterium des Empirismus).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff des Naturgesetzes in seiner modernen Konzeption geht erst auf die wissenschaftliche Revolution in der frühen Neuzeit zurück. René Descartes stellt in seinem 1644 erschienen Werk Principia philosophiae erstmals drei von ihm Naturgesetze genannte Regeln auf, die, im Gegensatz zu Gott als allgemeiner Ursache für alle Bewegungen, für die besonderen Bewegungen auf der Erde maßgeblich seien.[2] Sein Werk baut aber auf auf den Schriften anderer Autoren der Antike, des Mittelalters und der Renaissance. Galilei sprach, in gleichem Sinn, noch von „Theoremen“, „Präpositionen“ oder „Regeln“, in keiner veröffentlichten Schrift von „Gesetzen“. Erstmals wird in den Werken von Robert Boyle und Robert Hooke, also Gelehrten der zu dieser Zeit gerade neu begründeten Royal Society, regelmäßiger von Naturgesetzen, im Sinne von empirisch beobachtbaren Regelmäßigkeiten, gesprochen.[3]

Antike[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den antiken griechischen Autoren war der Begriff des Naturgesetzes fremd, er wurde in dieser Form nicht verwendet.[4][3] Der griechische Begriff für Gesetz, Nomos wurde spezifisch für willentlich gesetzte Normen und Regeln verwendet, er konnte auch „Gewohnheit“ bedeuten. Zum Begriff der Natur (physis) wurde geradezu als Gegensatz verstanden[5], er stand für die natürliche, nicht veränderbare Ordnung, etwa von Heraklit als Logos (Vernunft, Sinn) und von Anaximander Nous (Geist, Vernunft) bezeichnet. Dies ging über lediglich beobachtete Regelmäßigkeiten weit hinaus, die kein griechischer Denker als irgendwie relevant für so grundlegende Prinzipien anerkannt hätte, hier ging es nicht um die Dinge selbst, sondern um die Grundlagen, die letzten Bestimmungen, aus denen alle Dinge gebildet sind (je nach philosophischer Schule etwa das Feuer, die Elemente, die Atome ...). Zwar kannten die Griechen die Vorstellung von Gesetzen, die nicht von Menschen gesetzt worden sind (agraphoi nomoi)[6], diese entsprechen aber eher dem Naturrecht. Im umfangreich überlieferten Werk des Platon und des Aristoteles findet sich der Ausdruck des Naturgesetzes je einmal, und auch das eher in referierendem Zusammenhang.[3] In der Spätantike, vermittelt vor allem von römischen Autoren, wird in der philosophischen Schule der Stoa dann öfter von lex naturae, also dem Naturgesetz, gesprochen. Dies wird dadurch vermittelt, dass für die stoischen Philosophen die Welt selbst Gott ist, so dass der göttliche Wille, wie ein Gesetzgeber, Regeln erlassen kann. Dies betraf zunächst moralische Regeln, die dann später auch auf natürliche Regelmäßigkeiten übertragen worden sind.[7] Damit erfolgt eine Übertragung der Vorstellung eines selbstbestimmten Handelns bzw. der Bestimmung des Handelns durch Herrschaft auf die Natur.[8] Zenon von Kition, dem Begründer der Stoa, zufolge (überliefert durch Cicero) sei das Naturgesetz göttlich und habe die Macht, das Richtige zu befehlen und das Gegenteilige zu verbieten.

Wirkmächtig für das antike griechische Verständnis der Natur war die Zahlenlehre der Pythagoräer, einer philosophischen Schule und sektenartiken Gemeinschaft, die sich auf die überwiegend geheimen Lehren des Pythagoras berief. In der Naturphilosophie des Pythagoräers Philolaos liegen der Ordnung des Kosmos Verhältnisse von Zahlen zugrunde, die eine Harmonie begründen. Ausgelöst wurde dies durch die Entdeckung der ganzzahligen Verhältnisse in der musikalischen Harmonik.[9] Der Gedanke, dass sich das Wesen der Natur in Zahlen und ihren Verhältnissen ausdrücken lasse, erwies sich in der Folge als sehr einflussreich.[10] Konzepte der antiken griechischen Philosophie, die heute unter Naturgesetze gefasst werden, beruhen auf mathematischen Proportionen, so die Hebelgesetze des Archimedes. Das pythagoräische Denken führte dazu, dass das Wesen der Natur eher in Theoremen und Axiomen gesucht wurde.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die antiken philosophischen Konzepte sind über die Schriften der Kirchenväter in die christliche Philosophie und Theologie des Mittelalters vermittelt worden. Der einflussreichste Denker war Augustinus. Dieser war stark von stoischen Vorstellungen, die in der Spätantike den meisten philosophischen Denkern gemein waren, beeinflusst. Für Augustinus gab es zwei Quellen des menschlichen Wissens, die beide auf Gott zurückgehen. Neben der Bibel als der offenbarten Schrift Gottes tritt das Buch der Natur.[11] Der stoische Begriff des Naturgesetzes wird von Denkern wie ihm oder Basileios übertragen und bezeichnet nun ein von Gott erlassenes Gesetz. Das Naturgesetz ist hier zugleich präskripitv (vorschreibend) und deskriptiv (beschreibend). In den Werken mittelalterlicher Denker wird der Ausdruck in diesem Sinn regelmäßig verwendet. In den Lehrgedichten des Alain von Lille legt die personifizierte Natur ihre Gesetze dar, Roger Bacon im dreizehnten und Wilhelm von Ockham im vierzehnten Jahrhundert verwenden den Begriff regelmäßig. Nach Heinrich von Langenstein bewegen sich die Kometen „secundum legem agencium naturaliter“.[12] Als wichtig für die spätere Entwicklung erwies sich, neben der Unabhängigkeit der natürlichen Erscheinungen, die neben der offenbarten Schrift, die sie immer bestätigten, eine legitime Erkenntnisquelle sei, dass sie überzeugt davon waren, dass Gott die Welt so geschaffen habe, dass sie von der menschlichen Vernunft erfasst werden könne. Die christlichen Autoren können nach ihrem Selbstverständnis die antike Weisheit nicht nur nutzen, sondern sogar übertreffen, da ihnen alle seitdem neu gemachten Entdeckungen zusätzlich zur Verfügung stünden. Robert Grosseteste und Roger Bacon machten so, auf den Werken arabischer Gelehrter wie Hunain ibn Ishāq aufbauend, als erste konkrete physikalische Gesetze die bereits in der Antike entdeckten Reflexions- und Brechungsgesetze im Abendland wieder bekannt.[12][13] Allerdings wurden Theoretiker wie Wilhelm von Conches, die die Autonomie der Ordnung der Natur stark betonten, von anderen Theologen deswegen heftig angefeindet.

Die scholastischen Gelehrten wie Albertus Magnus und Thomas von Aquin entwickeln, aufbauend auf dem nun wiederentdeckten Werk des Aristoteles und der arabischen Forscher in seiner Nachfolge, eine Synthese, die von der Amtskirche akzeptiert und für Jahrhunderte verbindlich wird, Aristotelismus oder, nach Thomas, Thomismus genannt. Für die sciencia naturalis werden aristotelische Begriffe wie die Substanz und Essenz als Erklärungsansatz herangezogen. Obwohl Gott in seiner Allmacht nicht an diese natürlichen Prinzipien gebunden ist, hält er sich in seiner Beziehung zur von ihm geschaffenen Welt an die von ihm selbst souverän eingesetzte gesetzesmäßige Ordnung, die dadurch auch der Mensch erforschen kann. Da diese nur für natürliche Dinge gelten, nicht aber für menschengemachte (artificalia) war diese Denkrichtung skeptisch gegenüber dem Wert von Experimenten.[14][15] Die scholastische Terminologie wurde von den frühen Naturwissenschaftlern heftig kritisiert, für die solche Erklärungen aus der Substanz und ihren Formen als unproduktiv zurückgewiesen werden.[16] Die entstehenden Naturwissenschaften kritisierten also eher die mittelalterliche scholastische Philosophie als die christliche Lehre, die meisten ihrer Begründer wie Galilei, Descartes, Newton und Boyle vermieden in ihren Werken jede kritische Aussage zu christlichen Doktrinen.

Renaissance[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die neuzeitliche Vorstellung eines Naturgesetzes, das ohne Einschränkung und Ausnahme beobachtbare Größen in einen Zusammenhang bringt, ist auf drei verschiedene Traditionslinien zurückzuführen, die bei René Descartes zusammenfinden: Zum einen die Idee einer in der Schöpfung gestifteten natürlichen Ordnung, die im Aristotelismus und auch im Thomismus vertreten wurde, zum anderen die pythagoreische Vorstellung von harmonischen Zahlenverhältnissen, die die Natur bestimmen, und die auch für den Neuplatonismus seit der Renaissance von Bedeutung war, und zuletzt die Tradition der Technik und ihrer Faustregeln, die dem Handwerkertum entspringen und auf die Francis Bacon aufmerksam gemacht hatte.[8]

Moderne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende des 19. Jahrhunderts, vor Einsteins Veröffentlichung der Relativitätstheorie, verstand man in den Naturwissenschaften unter Naturgesetzen allgemein die Gesetze, nach denen die Veränderungen in der Natur stattfinden . Als naturwissenschaftlich erklärbar galten alle Veränderungen, die sich in mathematischen Formeln ableiten ließen. Unabdingbarer war für die menschliche erkenntnisfähige Vernunft der Grundsatz der Kausalität, also dass jede Veränderung ihre Ursache haben musste. Veränderungen wurden durch die Naturkräfte Gravitation, Wärme, Licht, Elektrizität, Magnetismus, chemische Affinitäten und physikalische Molekularkräfte in ihrem komplexen Zusammenspiel bewirkt.[17]

In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Naturgesetze auch als ein gesetzmäßiger Zusammenhang oder wesentliches Verhältnis zwischen Naturerscheinungen, die außerhalb des menschlichen Bewußtseins existieren, aber von ihm adäquat widergespiegelt werden können, definiert. Sie können zum großen Teil durch Experimente nachvollzogen und bestätigt werden.

„Durch Messen der Bedingungen und der gesetzmäßig eintreffenden Folgen lassen sich viele Naturgesetze in mathematischen Beziehungen darstellen und theoretisch verallgemeinern“

– Meyers Neues Lexikon, 1963[18]

Aus den 1970er Jahren stammt folgende Definition:

„Naturgesetze sind der Natur innewohnende, objektiv notwendige, allg.[emeine] u.[nd] wesentl.[iche] Zusammenhänge zw.[ischen] den Erscheinungen des Naturgeschehens. Man unterscheidet allg.[emeine] N.[aturgesetze], wie die Erhaltungsätze für Energie und Impuls, die in der gesamten Natur gelten, u.[nd] spezif.[ische] N.[aturgesetze], wie die Maxwellschen Gleichungen, die sich nur auf bestimmte Bereiche der Natur beziehen. Ferner unterscheidet man zw.[ischen] dyn.[amischen] N.[aturgesetzen], die einzelne Systeme exakt beschreiben, u.[nd] statist.[ischen] N.[aturgesetzen], die Wahrscheinlichkeitsaussagen über eine Vielzahl von Einzelsystemen einer Gesamtheit machen.“

– Meyers Universallexikon 1979[19]

Bis heute wird über die Präzisierung und Abgrenzung des Begriffs Naturgesetz diskutiert:

„Welches die hinreichenden und notwendigen Bedingungen sind, damit eine bestimmte Aussage tatsächlich als Naturgesetz anerkannt wird, ist in der Wissenschaftstheorie bis heute nicht vollends geklärt. Die meisten Physiker nehmen wohl die pragmatische Haltung ein, daß eine Aussage dann Gesetzescharakter hat, wenn sie auch ohne Überprüfung aller Einzelfälle annehmbar ist, gleichzeitig ihre Annahme aber nicht von der Überprüfung nur bestimmter Einzelfälle abhängt. Bei der Klassifizierung von Naturgesetzen unterscheidet man neben der Einteilung in deterministische und statistische Gesetze oftmals mikro- und makroskopische Gesetze, obwohl die Grenze nicht eindeutig ist, und quantenmechanische Phänomene ja auch makroskopische Effekte verursachen…“

– Lexikon der Physik, 2000[20]

Zeitgenössische Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Ontologischer Naturalismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die fortschreitende naturwissenschaftliche Erkenntnis scheint eine Einheit der Erfahrungswissenschaften auf physikalischer Grundlage anzudeuten.[21] Murray Gell-Mann schrieb dazu: „Mitunter gelingt einer Theorie eine bemerkenswerte Synthese, indem sie die Regelmäßigkeiten eines breiten Spektrums von Phänomenen, die zuvor getrennt … beschrieben wurden, in einer gerafften und eleganten Darstellung komprimiert.“[22]

Ein möglicher Ansatz für eine durchgängige, einheitliche Sicht der Erfahrungswissenschaften auf die Natur ist der ontologische Naturalismus, wie ihn z. B. Bernulf Kanitscheider vertritt.[23] Gerhard Vollmer kann sich noch nicht entschließen, der Philosophie in dieser Sache die „Lufthoheit“ zu nehmen, obwohl auch er eine Reihe von Argumenten für einen erfahrungswissenschaftlichen Naturalismus vorlegt, u. a. das Attribut „evolutionär“. Er hält es für „... naheliegend, den Evolutionsbegriff und die Evolutionstheorie nach unten und nach oben auszudehnen“,[24] also in Richtung Physik und in Richtung Sozialordnung.

Erste Ansätze einer verbindenden Metaphysik gibt es im Rahmen des prozessorientierten Modells der emergenten (d. h. sich entwickelnden) Selbstorganisation. Dieses Modell bezieht neben der Evolution weitere verwandte Konzepte ein wie Synergetik, Symbiose, Holismus, Autopoiesis und Komplexitätstheorie. Eine solche Metaphysik reicht in die menschliche Gesellschaft hinein bis zur spontanen Sozialordnung und der Unsichtbaren Hand des Marktes. Es gibt, vom Urknall beginnend, eine Kette von emergenten Prozessen von der Entwicklung der unbelebten Natur bis zur belebten Natur und den geistigen Fähigkeiten der Menschen.[25]

Regularitäts-, DTA- und Dispositionale Theorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der gegenwärtigen, naturalistischen Naturphilosophie werden hauptsächlich drei Ansätze diskutiert, die Naturgesetze im modernen physikalischen Sinne beschreiben sollen: Die Regularitätstheorie, welche etwa von David Kellogg Lewis in Anlehnung an David Hume formuliert wird, die anti-Humesche Theorie von Fred Dretske, Michael Tooley und David Armstrong (DTA-Theorie), sowie die dispositionale Theorie, welche etwa von Alexander Bird vertreten wird. Die Debatte wird unter anderem darüber geführt, ob Naturgesetze eine modale Kraft besitzen, also aufgrund einer bestimmten Ursache eine bestimmte Wirkung erzwingen können oder ob sie tatsächlich bloße Beschreibungen beobachteter, aber letztendlich willkürlicher Regularitäten in der Welt sind. Die Regularitätstheorie steht auf letzterem Standpunkt. Sie sieht die Welt metaphorisch als ein Mosaik aus isolierten Einzelfakten, die zwar insgesamt ein Muster ergeben mögen, in dem die Einzelfakten aber dennoch in keinem notwendigen, d. h. im eigentlichen Sinne gesetzmäßigen, Zusammenhang stehen. Anhänger der DTA-Theorie nehmen eine Gegenposition ein. Die Dispositionalisten hingegen verstehen Naturgesetze als Dispositionen, d. h. als natürliche Neigungen der einzelnen Objekte, bestimmte Verhaltensweisen zu zeigen. In methodischer Form, d. h. zur Normierung wissenschaftlichen Arbeitens, ist ein Naturalismus verbunden mit einem wissenschaftlichen Realismus unabhängig von diesen Debatten üblich.

Eng verbunden mit der Diskussion um das Verständnis von Naturgesetzen ist die Debatte um das Verhältnis von Ursache und Wirkung zum modernen Verständnis von Naturwissenschaft: So beschreibt etwa das sogenannte Russell-Mach-Problem den scheinbaren Widerspruch zwischen der intuitiven Annahme einer zeitlich unumkehrbaren Kausalität und der prinzipiellen Umkehrbarkeit und Zeitlosigkeit von modernen physikalischen Gesetzen.

Ein bekannt gewordener und häufig diskutierter Ansatz zur Darstellung der Art und Weise, wie Naturgesetze einzelne Ereignisse erklären, ist das Hempel-Oppenheim-Schema.

Diskussionsgegenstand ist weiterhin, inwiefern es prinzipiell nur physikalische Naturgesetze gibt oder ob auch Regeln und Gesetze anderer Wissenschaften Naturgesetze mit vergleichbaren strengen Geltungsanspruch sein können. Versuche, unabhängige Naturgesetze, etwa in der Biologie oder der Psychologie, als Spezialfälle allgemeiner physikalischer Gesetze zu verstehen, werden in der Literatur als eine Art von Reduktionismus bezeichnet. Ein Argument für den Reduktionismus ist etwa, dass die Physik den Anspruch erhebe, in der gesamten Wirklichkeit gültig zu sein, während die anderen Wissenschaften nur begrenzte Spezialgebiete der Welt zum Gegenstand haben, also sogenannte special sciences seien. Ein moderner Vertreter einer Reduktion dieser Art ist etwa der Wissenschaftstheoretiker Ernest Nagel. Die Frage, wie denn in einem physikalistischen Weltbild die Erkenntnisse und Regeln der übrigen Wissenschaften einzuordnen sind, führt in der Philosophie zur Ausformulierung unterschiedlicher Konzepte von Emergenz und Supervenienz. Zentraler Diskussionsgegenstand ist die Vorstellung von multipler Realisierbarkeit gleichartiger biologischer oder sozialer Phänomene, ausgehend von unterschiedlichen physikalischen Grundlagen. So kann von zwei Kirchen eine aus Holz und eine aus Stein bestehen, also offensichtlich unterschiedliche physikalische Grundlagen haben. Dennoch werden sie aus soziologischer, religionswissenschaftlicher oder theologischer Sicht als zwei Vertreter der gleichen Gattung von Forschungsobjekt gelten. Ebenso kann ein Buch als gedrucktes Exemplar, als E-Book oder als Hörbuch vorliegen, aber dennoch literaturwissenschaftlich als gleiches Werk angesehen werden. Eine gemäßigte Form des Physikalismus geht davon aus, dass identische physikalische Grundlagen zu gleichen nicht-physikalischen Folgen führen, aber umgekehrt unterschiedliche physikalische Grundlagen zu gleichartigen Objekten anderer Wissenschaften führen können, also auf multiple Weise realisierbar sind. Diese Position, bekannt als Funktionalismus, ist in der Wissenschaftstheorie heute weit verbreitet und wurde ursprünglich von Hilary Putnam und Jerry Fodor formuliert, um das Verhältnis von psychologischen Geschehnissen wie Gefühlen und Gedanken durch neurologische Vorgänge zu verstehen. Aufgrund der Argumente von Putnam und Fodor vertritt etwa Elliott Sober eine gemäßigte Form von Reduktionismus in der Biologie.

Darstellung und Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In engerer wissenschaftstheoretischer Umschreibung stellt ein Naturgesetz in den Realwissenschaften eine Beschreibung von Regelmäßigkeiten im Verhalten von Objekten dar, die vom Verhalten individueller Objekte abstrahiert ist und die unabhängig von einer menschlichen Bewertung gilt.[26]

Naturgesetze sind oft Bestandteil einer wissenschaftlichen Theorie und lassen sich mit mathematischen Formeln ausdrücken. Naturgesetze gelten unabhängig von der Beobachtung durch die Menschen. Sie können nicht von Menschen gemacht, sondern nur von ihnen entdeckt werden. Die Naturgesetze werden erforscht, um zum einen die Welt zu verstehen, und zum anderen, das gewonnene Wissen anzuwenden und zu nutzen. Nicht die bloße Wahrnehmung der Natur mit unseren Sinnen, sondern erst die „Naturgesetze schaffen Wirklichkeit“.[27] „Der direkten Erfahrung erschließt sich nur ein Bruchteil der natürlichen Erscheinungen.“[28]

Die Naturgesetze sind in Bereiche strukturiert und bauen hierarchisch aufeinander auf. Zusammen mit der Entwicklung ihrer Objekte und Systeme entwickeln sich auch die damit verbundenen Gesetze. Einzelne Gesetze werden soweit wie möglich zu Theorien zusammengefasst. Die Interpretation der Gesetze und Theorien der erfahrungswissenschaftlichen Bereiche als Naturgesetze wird als ontologischer Naturalismus bezeichnet.[23] Ob jedoch alle wissenschaftliche Gesetze auf physikalische Gesetze über Elementarteilchen und -kräfte zurückgeführt werden können, ist fraglich. Dieses Problem, das sowohl Teilbereiche der Physik als auch das Verhältnis zu den anderen Naturwissenschaften betrifft, wird unter dem Schlagwort "Emergenz" behandelt. In manchen Erfahrungswissenschaften außerhalb der Physik ist es - auch wegen des beschränkten Geltungsbereiche - daher üblich geworden, auf den Ausdruck "Gesetz" zu verzichten und statt dessen von "Regeln" zu sprechen.

Es gibt unterschiedliche Arten von Naturgesetzen: Deterministische Ursache-Wirkung-Beziehungen, die als mathematischen Funktionen und Zahlen darstellbar sind (Beispiele: Gesetze der Mechanik und Elektrodynamik), Aussagen zu statischen Mittelwerten (Beispiele: Wärmelehre, Theorie idealer Gase), Aussagen zu kollektiven Wahrscheinlichkeiten (Quantentheorie) oder deterministisch-chaotischem Verhalten bei emergenten selbstorganisierten Prozessen. Naturgesetze gelten immer und überall, ihre Formulierung kann aber nur unter Einschränkungen korrekt sein. Sie muss daher weiterentwickelt werden, sobald neue gesicherte Erkenntnisse gewonnen werden oder ihr Geltungsbereich erweitert werden soll. Zur Erforschung und Überprüfung der Naturgesetze und der Gesetze anderer Erfahrungswissenschaften wird die erfahrungswissenschaftliche Arbeitsmethode angewandt, die aus den Phasen Beobachtungen, Erkennen von Regelmäßigkeiten, Hypothese, Messungen, Prognosen, Verifikation, Entwicklung einer Theorie usw. besteht. Auch die noch nicht beobachteten Prognosen einer Hypothese müssen soweit wie möglich überprüft werden.

Beispiele (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abgrenzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abgrenzung zwischen Naturgesetzen und anderen bestätigten oder formal hergeleiteten Theoremen ist nicht immer scharf.

Viele mathematische Sätze haben Implikationen und Anwendungen, die in der Naturwissenschaft oder im Ingenieurwesen von zentraler Bedeutung sind. So ist der Satz Die Winkelsumme im Dreieck in der Ebene beträgt 180 Grad kein Naturgesetz, sondern ein mathematischer Lehrsatz, der auf gewissen Grundaxiomen der Geometrie beruht.

In den angewandten Wissenschaftszweigen und der Technik verwendet man zudem zahlreiche Formeln, die gewisse Zusammenhänge zwischen physikalischen Messgrößen hinreichend exakt beschreiben, ohne dass die zugrunde liegenden Zusammenhänge eindeutig klar sind. Sie ergeben für die bekannten Anwendungsfälle angenäherte Werte mit einer Genauigkeit, die für den Anwendungszweck ausreicht (Erfahrungswerte). Solche Formeln werden empirische Formeln oder empirische Gesetze genannt. Diese Formeln sind keine Gesetzmäßigkeiten im physikalischen Sinne, ihnen fehlt die theoretische Grundlage. Einen Extremfall davon bilden sogenannte Faustregeln.

Naturgesetze außerhalb der Naturwissenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Naturgesetze werden von vielen Wissenschaftlern mit Physikalischen Gesetzen gleichgesetzt. Wenngleich die physikalischen Gesetze offenbar auch in der lebenden Natur wirken, gibt es nach anderer Auffassung dort Gesetze der Entwicklung des Lebens, die nicht mehr nur nano-, mikro- oder makrophysikalisch zu erklären sind. Unter welchen Bedingungen eine chemische Reaktion zu Leben führt, ist zwar noch nicht formuliert. Aber die Suche nach diesen Gesetzmäßigkeiten, deren Existenz nicht bezweifelt wird, führt inzwischen in den Kosmos und auf andere Planeten. Noch komplizierter ist die Suche nach Ursachen und Bedingungen, unter denen Instinkte, Reflexe und das menschliche Bewusstsein entstehen.

Theologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Theologie werden Naturgesetze letztendlich als Gottes Wille, Gottes Plan interpretiert. Der Diskurs zwischen Materialismus und Idealismus, Atheismus und Theismus ist unverändert aktuell.

Ausgehend von der Anerkenntnis eines umfassenden göttlichen Plans entwickelte sich der Fatalismus, der jegliche Ereignisse in der Welt und alle Aktivitäten der irdischen Individuen als vorherbestimmt sieht. Das gilt auch für die Entwicklung in der Zukunft und das Schicksal eines jeden Individuums.

Geschichtsphilosophie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umstritten sind Gesetzmäßigkeiten, die man in der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft beobachtet. Inwieweit diese vergleichbaren Entwicklungsabfolgen als Gesetze der Natur der menschlichen Gesellschaften einzustufen wären, bleibt zu prüfen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard Vollmer: Was sind und warum gelten Naturgesetze? - Philosophia naturalis, Journal for the Philosophy of Nature, Dez. 2000, Band 37/2 - (Zusammenfassung; PDF-Datei; 426 kB)
  • Erwin Schrödinger: Was ist ein Naturgesetz? - Beiträge zum naturwissenschaftlichen Weltbild - 5. Aufl. - München : Oldenbourg, 1997. (Scientia nova) - ISBN 3-486-56293-2
  • David Armstrong: What Is a Law of Nature?, Cambridge University Press, 1983 S. L. Goldman: Review
  • Alfred Jules Ayer: What is a law of nature?, in: Revue Internationale de Philosophie 10 (1956), 144-65, auch in: Curd/Cover 1998
  • Helen Beebee: The Non-Governing Conception of Laws of Nature, in: Philosophy and Phenomenological Research 61 (2000), 571–594.
  • Nancy Cartwright: How the Laws of Physics Lie, Oxford University Press 1983
  • M.Curd, J. A. Cover (Hgg.): Philosophy of Science: The Central Issues, W.W. Norton & Company 1998, v. a. 808–877
  • Fred Dretske: Laws of Nature, in: Philosophy of Science 44 (1977), 248–268.
  • John Foster: The Divine Lawmaker: Lectures on Induction, Laws of Nature, and the Existence of God, Oxford: Clarendon Press, 2004. Evan Fales: Review, in: Notre Dame Philosophical Reviews 2004
  • R.N. Giere: Science Without Laws, Chicago: University of Chicago Press 1999
  • Carl Gustav Hempel: Aspects of Scientific Explanation, New York: Free Press 1965
  • William Kneale: Natural Laws and Contrary-to-Fact Conditionals, in: Analysis 10 (1950), 121-25.
  • M. Lange: Natural Laws in Scientific Practice. Oxford: Oxford University Press 2000
  • John Leslie Mackie: The Cement of the Universe, Oxford University Press 1974
  • S. Mumford: Laws in Nature, Routledge Stathis Psillos: Review
  • Karl Popper: A Note on Natural Laws and So-Called Contrary-to-Fact Conditional, in: Mind 58 (1949), 62–66.
  • Patrick Suppes (Hg.): The Structure of Scientific Theories, Urbana: University of Illinois Press 2. A. 1977
  • Michael Tooley: The Nature of Laws, in: Canadian Journal of Philosophy 7 (1977), 667–698
  • Bas van Fraassen: Laws and Symmetry, Oxford: Clarendon Press 1989
Populäre Literatur

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikiquote: Naturgesetz – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. N. Swartz: Laws of Nature. In: Internet Encyclopedia of Philosophy and its Authors. ISSN 2161-0002 (englisch, utm.edu).
  2. „Aus derselben Unveränderlichkeit Gottes können wir gewisse Regeln als Naturgesetze entnehmen, welche die zweiten und besonderen Ursachen der verschiedenen Bewegungen sind, die wir an den einzelnen Körpern bemerken.“. René Descartes: Principia Philosophiae. Amsterdam, 1644. dt. Die Prinzipien der Philosophie. Übersetzt von Christian Wohlers. Meiner, Hamburg 2005, ISBN 3-7873-1697-3.
  3. a b c John R. Milton (1981): The origin and development of the concept of the 'laws of nature'. European Journal of Sociology / Archives Européennes de Sociologie / EuropäischesArchiv für Soziologie 22 (2): 173-195.
  4. Brigitte Falkenburg: Naturgesetz, Kausalität, Determinismus. In Thomas Kirchhoff, Nicole C. Karafyllis: Naturphilosophie: Ein Lehr- und Studienbuch. Mohr Siebeck, Tübingen 2017, UTB Band 4769, ISBN 978-3-8252-4769-0
  5. Dieter Bremer (1989): Von der Physis zur Natur. Eine griechische Konzeption und ihr Schicksal. Zeitschrift fur philosophische Forschung 43: 241-264.
  6. Nomos. in Anthony Preus: Historical dictionary of ancient Greek philosophy. Scarecrow Press, Lanham 2007. ISBN 978-0-8108-5487-1
  7. Wolfgang Kullmann: Naturgesetz in der Vorstellung der Antike, besonders der Stoa. Eine Begriffsuntersuchung. (Philosophie der Antike 30.) Franz Steiner, Stuttgart 2010. ISBN 978-3-515-09633-1
  8. a b Holm Tetens, Eintrag "Naturgesetz" in: Jürgen Mittelstraß, Gereon Wolters (hrsg.): Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie, J. B. Metzler 2004, Band 2: H-O, ISBN 978-3476020123, S. 968–970.
  9. Wiebrecht Ries: Die Philosophie der Antike. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005. ISBN 3-534-17480-1
  10. Samuel Sambursky: Nature and Number. in The Physical World of the Greeks. Princeton University Press, 1956 (translated 1987). ISBN 0 691 08477 7
  11. Hubert Herkommer (1986): Buch der Schrift und Buch der Natur. Zur Spiritualität der Welterfahrung im Mittelalter, mit einem Ausblick auf ihren Wandel in der Neuzeit. Zeitschrift für schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte 43 (1): 167-178.
  12. a b Yael Kedar: Laws of Nature. In Henrik Lagerlund (editor): Encyclopedia of Medieval Philosophy. Philosophy between 500 and 1500. Springer, 2011 ISBN 978-1-4020-9728-7
  13. A.C. Crombie & J.D. North: Roger Bacon. in A.C. Crombie: Science, Art and Nature in medieval and modern thought. Hambledon Press, London 1996. ISBN 1 85285 067 1
  14. A.C. Crombie: Infinite Power and the Laws of Nature: A Medieval Speculation. In: Science, Art and Nature in medieval and modern thought. Hambledon Press, London 1996. ISBN 1 85285 067 1
  15. Christoph Kann (2003): Zeichen, Ordnung, Gesetz: Zum Naturverständnis in der mittelalterlichen Philosophie. In Peter Dilg (Herausgeber): Natur im Mittelalter, Konzeptionen - Erfahrungen - Wirkungen. Akademie Verlag, Berlin 2003, ISBN 3 05 003778 4.
  16. Andreas Hüttemann (2006): Materie, Chaos und Gesetz – Der Begriff des Naturgesetzes im 17. Jahrhundert. in: Karin Hartbecke und Christian Schütte (Herausgeber): Naturgesetze. Mentis, Paderborn 2006: 193 – 205.
  17. Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage, 12. Band, Verlag des Bibliographischen Instituts Leipzig 1888, S. 11
  18. Meyers Neues Lexikon, 6. Band, VEB Bibliographisches Institut Leipzig 1963, S. 58
  19. Meyers Universallexikon, Band 3, 1. Auflage, VEB Bibliographischen Insxtitut Leipzig 1979, S. 223
  20. Lexikon der Physik in sechs Bänden, Bd. 4, Heidelberg Berlin, Spektrum Akad. Verl. 2000, ISBN 3-86025-294-1, S. 68
  21. Vgl. z. B. Edward O. Wilson: Die Einheit des Wissens, Siedler 1998
  22. Murray Gell-Mann: Das Quark und der Jaguar; Piper 1994, S. 134
  23. a b Bernulf Kanitscheider: Die Materie und ihr Schatten, Alibri 2007
  24. Gerhard Vollmer: Auf der Suche nach der Ordnung, Hirzel 2013, S. 32
  25. Günter Dedié: Die Kraft der Naturgesetze – Emergenz und kollektive Fähigkeiten von den Elementarteilchen bis zur menschlichen Gesellschaft, 2. Aufl., tredition 2015
  26. Mario Bunge, Martin Mahner: Über die Natur der Dinge, Hirzel 2004, S. 207ff
  27. Henning Genz: Wie die Naturgesetze Wirklichkeit schaffen, rororo science 2004
  28. Richard P. Feynman: Vom Wesen physikalischer Gesetze, Piper 2007, S. 157