Naturwald Saubrink/Oberberg

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Naturwald Saubrink/Oberberg

IUCN-Kategorie IV – Habitat/Species Management Area

NSG HA 097 Naturwald Saubrink und Oberberg - Wald (15).jpg
Lage Östlich von Hameln, Landkreis Hameln-Pyrmont, Niedersachsen
Fläche 240 ha
Kennung NSG HA 097
WDPA-ID 164759
Geographische Lage 52° 6′ N, 9° 32′ OKoordinaten: 52° 6′ 6″ N, 9° 32′ 5″ O
Naturwald Saubrink/Oberberg (Niedersachsen)
Naturwald Saubrink/Oberberg
Meereshöhe von 194 m bis 405 m
Einrichtungsdatum 22. Mai 1986
Verwaltung NLWKN
f2

Der Naturwald Saubrink/Oberberg ist ein Naturschutzgebiet in der niedersächsischen Gemeinde Salzhemmendorf und im Flecken Coppenbrügge im Landkreis Hameln-Pyrmont.

Das Naturschutzgebiet mit dem Kennzeichen NSG HA 097 ist 240 Hektar groß. Es ist vollständig Bestandteil des FFH-Gebietes „Ith“ und nahezu identisch mit dem Naturwaldreservat „Saubrink/Oberberg“.[1] Das Naturschutzgebiet wird vollständig vom 2008 ausgewiesenen Naturschutzgebiet „Ith“ umschlossen. Das Gebiet steht seit dem 22. Mai 1986 unter Naturschutz. Zuständige untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Hameln-Pyrmont.

Das Naturschutzgebiet liegt innerhalb des Naturparks Weserbergland Schaumburg-Hameln im Norden des Ith südwestlich von Coppenbrügge. Es wird von ausgedehnten, naturnahen Waldgebieten – Buchenwaldgesellschaften, Kalktrockenhang- und Ahorn-Eschen-Schluchtwälder – geprägt, die nicht mehr bewirtschaftet werden. Sie sollen als Naturwälder ihrer natürlichen Entwicklung überlassen werden.

In der Krautschicht sind Frühjahrsblüher wie Lerchensporn, Märzenbecher und Buschwindröschen zu finden. Weiterhin wachsen hier Aronstab, Goldnessel, Maiglöckchen, Nieswurz, Seidelbast und Goldrute sowie Orchideen wie das Knabenkraut.[2] Daneben ist reichhaltige Moos- und Flechtenvegetation zu finden.

Im Norden und Westen des Naturschutzgebietes befinden sich mehrere markante Felsformationen der am Ithkamm zutage tretenden Schichtrippe des Korallenooliths (Adam und Eva, Falkenstein, Fahnenstein und Garwindelstein) sowie ein Bergsturz (Teufelsküche).[2] Die meisten der Felsformationen sind als Naturdenkmal ausgewiesen.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Meyer, Katja Lorenz, Andreas Mölder, Roland Steffens, Wolfgang Schmidt, Thomas Kompa, Anne Wevell von Krüger: Naturwälder in Niedersachsen. Schutz und Forschung. Band 2 – Niedersächsisches Bergland. Leinebergland-Druck, Alfeld 2015, ISBN 978-3-00-050091-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Steckbrief des Naturwaldes Saubrink/Oberberg, Datenbank Naturwaldreservate in Deutschland, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Abgerufen am 22. März 2012.
  2. a b Markanteste Felsformationen des Weserberglandes, Täglicher Anzeiger Holzminden, 28. Juni 2000. Abgerufen am 22. März 2012.
  3. Schutzgebiete und Naturdenkmale (Memento vom 20. September 2009 im Internet Archive), Landkreis Hameln-Pyrmont (PDF, 6,08 MB).