Navid Kermani

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Navid Kermani in Pristina (2013)

Navid Kermani (persisch ‏نوید کرمانی‎ [næviːd ɛ cɛrmɑniː], * 27. November 1967 in Siegen) ist ein deutsch-iranischer Schriftsteller, Publizist und habilitierter Orientalist. Er wurde mit zahlreichen renommierten Kultur- und Literaturpreisen ausgezeichnet. Am 18. Juni 2015 wurde ihm der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels zuerkannt.[1]

Leben[Bearbeiten]

Kermani wurde 1967 als vierter Sohn von 1959 in die Bundesrepublik zugewanderten iranischen Eltern geboren und hat die deutsche und die iranische Staatsbürgerschaft. Er ist mit der Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Köln.[2] Sein Vater ist Arzt und hatte im Iran in einem christlichen Krankenhaus gearbeitet, Kermanis drei ältere Brüder sind ebenfalls als Ärzte tätig.[3]

Im Alter von fünfzehn Jahren arbeitete Kermani als Lokaljournalist für die Westfälische Rundschau.[4] Während des Studiums schrieb er für überregionale deutsche Zeitungen und von 1996 bis 2000 war er fester Autor im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Kermani studierte Orientalistik, Philosophie und Theaterwissenschaft in Köln, Kairo und Bonn. Unterstützt von der Studienstiftung des deutschen Volkes verfasste er eine Dissertation mit dem Titel „Gott ist schön“.[5] Damit wurde er 1998 im Fach Islamwissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn promoviert; 2006 habilitierte er sich im Fach Orientalistik. Von 2000 bis 2003 war er Long Term Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Köln.

In den Themen seiner literarischen Arbeit kreist Kermani um menschliche Grenzerfahrungen angesichts des Todes, im Alltag, der Erfahrung der Musik oder der Sexualität. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in der Koranforschung und der islamischen Mystik.

Kermani ist auch als Reporter aus den Krisengebieten der Welt bekannt geworden und berichtete zuletzt im September 2014 für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel aus dem Irak.[6]

Seit Oktober 2007 ist Kermani Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, von 2009 bis 2012 war er Senior Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI).[7] 2009 wurde Navid Kermani außerdem zum Korrespondierenden Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg ernannt. Er war von 2006 bis 2009 Mitglied der Deutschen Islamkonferenz. Seit 2013 gehört er dem Kuratorium des Avicenna-Studienwerks an.

Im Sommersemester 2010 war Kermani Gastdozent für Poetik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.[8] Im Wintersemester 2011/ 2012 hielt er die Göttinger Poetikvorlesungen[9], 2014 die Mainzer Poetikvorlesungen[10]. Im Sommersemester 2013 war er Gastprofessor für Ideengeschichte des Islam an der Goethe-Universität Frankfurt. Im Frühjahr 2014 lehrte er als Max Kade Distinguished Visiting Professor deutsche Literatur am Dartmouth College in den Vereinigten Staaten.[11]

Bei der Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2010 gehörte Kermani auf Vorschlag der hessischen Grünen der 14. Bundesversammlung an. Am 23. Mai 2014 hielt Navid Kermani die Festrede[12] anlässlich der Feierstunde des Deutschen Bundestags zum 65. Jahrestag des Grundgesetzes.[13][14][15]

Werk[Bearbeiten]

Kermani vermag es, so Gustav Seibt in der Süddeutschen Zeitung, auf unangestrengte Weise zu Positionen von Herder, Goethe, Rückert und dem Orientalismus der deutschen Klassik Bezug zu nehmen und sich ebenso kompetent zu Lessing, Kleist, Hölderlin und Kafka zu äußern wie zur islamischen Mystik.[16] Bereits Kermanis Erzählung über den kanadischen Rockmusiker Neil Young: Das Buch der von Neil Young Getöteten (2002) ist in großen Zeitungen rezensiert worden.[17] Im November 2005 inszenierte Kermani in Köln das Schauspiel Hosea nach Texten der Bibel und Friedrich Hebbels.[18][19] Sein 2005 veröffentlichtes Buch Der Schrecken Gottes – Attar, Hiob und die metaphysische Revolte wurde von Zeitungen als „heilsam verstörend“ (NZZ) oder „buchstäblich grenzsprengend“ bezeichnet.[20] Das Kulturmagazin von Ö1 zieht Parallelen zu früheren Arbeiten Kermanis, deren religiös-vergleichende Metaphysik ebenfalls von der Frage der Theodizee geprägt war.[21] Im Herbst 2005 hielt Kermani im Wiener Burgtheater die Festrede zum 50. Jahrestag der Wiedereröffnung des Hauses, in der er die Flüchtlings- und Asylpolitik der EU in Frage stellte.[22] Anfang 2007 erschien sein Roman Kurzmitteilung. 2011 wurde Kermani mit dem Hannah-Arendt-Preis ausgezeichnet. In der Begründung der Jury heißt es: „Kermanis Offenheit des Auges negiert überlieferte Begrenzungen. Er weicht nicht aus ins Universelle, sondern denkt transkulturell und transreligiös, ohne je der so naheliegenden Gefahr zu erliegen, das tatsächlich Trennende zu überspielen oder zu übergehen.“ (Die Laudatio wurde gehalten von Marie Luise Knott).[23]

Kermanis Roman Dein Name wurde für den Deutschen Buchpreis 2011 nominiert.[24] Außerdem erhielt der Orientalist 2012 den Kleist-Preis.[25] Mit Verweis auf sein Buch Dein Name erhielt Kermani 2014 den Joseph-Breitbach-Preis.[26]

Kermani kritisiert die Verzerrung religiöser Texte. So werde etwa im schulischen Religionsunterricht aus der Bibel ein „Wohlfühlgott“ abgeleitet, „der alle lieb hat“. Eine ähnliche Verzerrung erkennt Kermani im Islam und den gewaltorientierten Passagen des Koran.[27]

Kermani setzt sich für die weltanschauliche Neutralität des Staates ein.[28] Der Orientalist kritisiert jedoch einen mit der „kompletten Verdrängung des Religiösen” einhergehenden „religiösen Analphabetismus”, der zu einer „grundlegenden Verarmung der Gesellschaft” führe.[29] Daher benennt Kermani die religiöse Toleranz und Religionsfreiheit als bedeutsamen europäischen Wert und fordert, im Sinne der Aufklärung, Rücksicht auf Glauben und Weltanschauung anderer.[30][31]

Auf Kermanis Idee aus dem Jahre 2007 − zusammen mit dem Intendanten des Hauses der Kulturen der Welt in Berlin, Bernd M. Scherer − geht die am 27. Oktober 2012 in Köln eröffnete Akademie der Künste der Welt zurück.[32]

Positionen und Aktuelles[Bearbeiten]

Irakkrieg[Bearbeiten]

Den Irakkrieg lehnte Kermani ab. Die Herrschaft unter Saddam Hussein sieht er davon unabhängig als ein schlimmes Terrorregime an, dessen Ende er begrüße.[33] Im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung und seinem Buch Strategie der Eskalation[34] meinte Kermani 2005, dass im Irakkrieg nicht nur die USA, sondern auch Europa versagt hätten – und dass die Alte Welt im Begriff sei, dieselben Fehler im Konflikt mit dem Iran zu wiederholen. Der Islamwissenschaftler behauptet, dass das „amerikanische Projekt einer Neuordnung des Nahen Ostens“ den meisten Iranern heute ungleich näher stehe, „als die sich so altruistisch gebende Politik der Europäer“. Dass Europa so tue, als gebe es im Iran noch Reformbemühungen, nennt Kermani Selbstbetrug. Als Beleg führt er die von Irans Herrschern geknebelte Presse, die inhaftierten Oppositionellen und die Gängelung der Parlamentswahlen zur Wiederherstellung einer „konservativen“ Mehrheit an. „Krieg ist das falsche Mittel. Aber Befreiung nicht das falsche Ziel“, so Kermani.

Kölner Moscheebau[Bearbeiten]

Am 4. Juni 2007 veröffentlichte Kermani, ebenfalls in der Süddeutschen Zeitung, eine Reportage über eine Bürgeranhörung zum Moscheebau in Köln-Ehrenfeld, in der er sich von der offenen Gesprächsatmosphäre begeistert zeigte und den anwesenden Bürgern „Demokratie in Reinkultur“ bescheinigte. Es gebe in Köln eine „breite weltoffene Mitte“, die wesentlich toleranter sei als mancher Intellektuelle.[35]

Hessischer Kulturpreis[Bearbeiten]

2009 erhielt Kermani, nach zwischenzeitlicher Aberkennung – zusammen mit Kardinal Karl Lehmann, dem ehemaligen Kirchenpräsidenten von Hessen-Nassau Peter Steinacker und dem Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden Salomon Korn – den Hessischen Kulturpreis, dessen Verleihung 2009 unter das Motto interreligiöser Toleranz[36] gestellt worden war.

Der Preis wurde ihm am 20. März 2009 angetragen, nachdem der ursprünglich vorgesehene Fuat Sezgin die Annahme mit der Begründung, sein Mitpreisträger Salomon Korn befürworte die Militäraktionen Israels, abgelehnt hatte. Am 13. Mai 2009 erfuhr Kermani von der Aberkennung der Auszeichnung.[37] Ausschlaggebend dafür war, dass Lehmann und Steinacker sich kritisch zu Kermani geäußert hatten. Sie nahmen Anstoß an einem Feuilleton-Artikel Kermanis über ein Kreuzigungsgemälde von Guido Reni, der am 14. März 2009 in der NZZ veröffentlicht wurde. Darin hatte Kermani geschrieben: „Für mich formuliere ich die Ablehnung der Kreuzestheologie drastischer: Gotteslästerung und Idolatrie.“[38] Im Fortgang allerdings berichtet er von einer Erschütterung dieser Auffassung durch die ästhetische Erfahrung: „Erstmals dachte ich: Ich – nicht nur: man –, ich könnte an ein Kreuz glauben.“ Am 24. April 2009 äußerte Lehmann in einem Brief an den hessischen Ministerpräsident Roland Koch, dass er „unter diesen Umständen den Preis nicht in Empfang nehmen kann“.[39] Er begründete dies später unter anderem mit seiner Meinung nach erwartbaren Medienreaktionen, „wenn ich in dieser Situation und möglicherweise noch im Bischofsgewand neben Navid Kermani den Preis entgegengenommen hätte. In der Berichterstattung wäre dann zu erfahren gewesen, dass Navid Kermani Kreuzen gegenüber prinzipiell negativ eingestellt ist und sie rundherum ablehnt. Ich malte mir schon die Kommentare derer aus, die mich deswegen verhöhnt hätten, heute aber über mich herfallen, weil ich mir dieses Szenario ersparen wollte.“[39] Aus dem Brief an Koch wurden zudem Zweifel Lehmanns ob der Preiswürdigkeit Kermanis bekannt: „So hat er mit 41 Jahren und angesichts der bisher zugänglichen Veröffentlichungen und erbrachten Leistungen ein unglaublich großes Verzeichnis an Auszeichnungen und Preisen vorzubringen. […] Er ist zweifellos intellektuell begabt und recht gebildet, in der Zwischenzeit auch habilitiert. Aber – lassen Sie mich dies wenigstens fragen – ist es denn mit 41 Jahren schon ein Lebenswerk, das hier die Auszeichnung eines Hessischen Kulturpreises verdient und dies bei den vielen Menschen, die sich in unserem Land gerade auch ehrenamtlich für Kultur einsetzen.“[40] Sein Tonfall wurde von Kommentatoren als „subtil […] diffamieren[d]“,[40] „blasiert“, „infam“ und „herablassend“[41] wahrgenommen; auch Kermani empfand ihn als „diffamierend“.[37] Lehmann allerdings erklärte: „Mit keinem Wort habe ich den Ausschluss von Navid Kermani vom Preis auch nur insinuiert, geschweige denn erwartet oder gar angemahnt. Ich habe auch keinen diffamierenden Brief über ihn geschrieben.“[39] Kermani, der von Anfang an gegenüber dem Protokollchef des Landes Hessen seine „Differenzen […] mit dem hessischen Ministerpräsidenten Koch“[37] offengelegt hatte, erklärte, es sei für einen säkularen Staat „nicht hinnehmbar, dass ein Ministerpräsident auf Anweisung eines Kardinals so handelt“ und kommentiert, die Angelegenheit mache deutlich, dass „Kochs Versuch, sich durch die Vermittlerrolle im interreligiösen Dialog von früheren ‚schmutzigen Wahlkämpfen reinzuwaschen‘ […] ‚gründlich in die Hose gegangen‘“ sei.[42][43]

Letztlich entschlossen sich Lehmann und Steinacker, nach einem Gespräch mit Kermani, doch zur gemeinsamen Annahme des Preises, der am 26. November 2009 schließlich an die vier Preisträger vergeben wurde. Ministerpräsident Koch entschuldigte sich dabei bei Kermani.[44] Sein Preisgeld spendete Kermani an den Pfarrer der katholischen Gemeinde St. Theodor in Köln-Vingst Franz Meurer.[45]

Arabischer Frühling[Bearbeiten]

Den Arabischen Frühling unterstützt Kermani, denn die Demonstranten seien für „Freiheit, Würde, Rechtsstaatlichkeit, Chancengleichheit“ auf die Straße gegangen. Die Politik westlicher Regierungen kritisiert er. „Kriminalität und Komplizenschaft (mit Diktaturen)“ scheinen, so der Autor, „in einigen europäischen Regierungspalästen normal geworden zu sein“. Positiv betont er die Rolle von Al-Dschasira, der Sender habe viel zur Debattenkultur beigetragen. Die Berichterstattung deutscher Medien, in denen laut Kermani Leute „darüber schwadronieren, dass im Islam Staat und Politik eins seien“, wies er als „religiös gefärbte koloniale Brille“ zurück; es ginge bei den Protesten nicht um Religion. Zudem wendet er sich gegen den Multikulturalismus als einen Kulturalismus, der Diktaturen begründe: „Man verfällt umgekehrt in den Relativismus und behauptet, dass die Menschen anderswo gar keine Demokratie wollten, weil sie nun einmal anders seien, andere Traditionen hätten“. Solch eine Sicht würde gegen das ursprüngliche linke Ziel, die Gleichheit aller Menschen und die Angleichung der Lebensverhältnisse, wirken. Allgemein habe die „Überbetonung von Andersartigkeit, sei es der Migranten oder der Hartz-IV-Empfänger, [..] vor allem die Funktion, Unterschiede – vor allem auch ökonomische Unterschiede – zu zementieren“.[33]

Einführung des Begriffs „Vulgärrationalismus“[Bearbeiten]

Im Rahmen der intensiven öffentlichen Diskussion über das Beschneidungsurteil des Landgerichts Köln von 2012 veröffentlichte Kermani in der Süddeutschen Zeitung einen Artikel unter dem Titel „Triumph des Vulgärrationalismus“.[46] Hierin wirft er dem Landgericht vor, „mal eben so im Handstreich viertausend Jahre Religionsgeschichte für obsolet zu erklären.“ Aufklärung sei nicht nur die Herrschaft der Vernunft, sondern zugleich das Einsehen in deren Begrenztheit. „Der Vulgärrationalismus hingegen, der sich im Urteil des Kölner Landgerichts ausdrückt, setzt den eigenen, also heutigen Verstand absolut.“ Joachim Gauck hat die Bezeichnung „Vulgärrationalismus“ in seinen Stellungnahmen zur Beschneidungsdebatte übernommen.[47]

Rede zur Feierstunde 65 Jahre Grundgesetz, Mai 2014[Bearbeiten]

Am 23. Mai 2014 erinnerte der Deutsche Bundestag in einer Feierstunde an die Verkündung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949. Kermani war als Festredner geladen. In seiner Rede analysierte er die Sprache des Grundgesetzes, verglich ihre Wirkmächtigkeit mit der der Lutherbibel.[48][49] Er sprach über die historischen Fortschritte der Nachkriegszeit und stellte fest, dass das Grundgesetz „Wirklichkeit geschaffen“ habe.[48] Kermani lobte die Bundesrepublik Deutschland, weil sie den Verfassungsnormen Geltung verschafft habe. Zugleich würdigte er die Integrationsbereitschaft und die Bemühungen der deutschen Gesellschaft. Mehrfach erwähnte er Willy Brandt. In Bezug auf ihn sagte er: „Wenn ich einen einzelnen Tag, ein einzelnes Ereignis, eine einzige Geste benennen wollte, für die in der deutschen Nachkriegsgeschichte das Wort Würde angezeigt scheint, (...) dann war es der Kniefall von Warschau“. Er übte scharfe Kritik an der Einschränkung des Asylrechts durch die Grundgesetzänderung von 1993, die er als „Entstellung“ des Artikels 16a und eine „Verstümmelung“ der Verfassung bezeichnete.[50] Dennoch betonte er die Chancen, die die Bundesrepublik gerade auch Einwanderern geboten habe und schloss die Rede – in deren Namen – mit den Worten „Danke, Deutschland“.[48][51] Einzelne Abgeordnete der CDU/CSU-Fraktion kritisierten die Rede als einseitig oder tendenziös, Georg Nüßlein (CSU) verließ den Saal.[51] In den deutschen Medien ist die Rede dagegen positiv aufgenommen und besprochen worden.[52] Die Universität Tübingen hat sie als „Rede des Jahres 2014“ ausgezeichnet.[53]

Stellungnahme zur Offensive des „Islamischen Staates“ im Nahen Osten[Bearbeiten]

In der Berliner Zeitung ruft Kermani dazu auf, den „Islamischen Staat“ (IS) im Irak auch mit militärischen Mitteln zu stoppen. Er vergleicht den Konflikt von seiner Bedeutung her mit dem Ersten Weltkrieg und warnt vor einem Genozid an Christen, Jesiden und anderen religiösen Minderheiten. Er weist in seiner Stellungnahme auf die Bedeutung von humanitären Korridoren für Flüchtlinge hin und warnt vor einer „Pol-Pot-Version des Islam“ von „den Grenzen Irans bis an die Küste des Mittelmeers“.[54]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten]

Artikel und Aufsätze (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Christoph Gellner: „Literatur, die in den Himmel schaut.“ Der Schriftsteller Navid Kermani. In: Stimmen der Zeit, 232 (139), 1, 2014, S. 43–52.
  • Navid Kermani, Martin Schulz, Ansgar Schnurr: Dritte, vierte, fünfte, sechste, siebte Räume. Navid Kermani und Martin Schulz im Gespräch über Bildbeschreibungen im Roman „Dein Name“. In: Bildwelten remixed. Transkultur, Globalität, Diversity in kunstpädagogischen Feldern. Herausgegeben von Barbara Lutz-Sterzenbach, Ansgar Schnurr und Ernst Wagner. transcript Verlag, Bielefeld 2013, S. 247–264.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Navid Kermani – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de/445651/?mid=970671
  2. Montags-Interview: „Ich dachte: Jetzt erst recht“, die tageszeitung, 4. März 2012, abgerufen am 15. August 2012.
  3. nach Munzinger
  4. Milena G. Klipingat: Navid Kermani. Schriftsteller, Orientalist und Kölner Weltbürger, Goethe-Institut, 2014.
  5. Navid Kermani: Gott ist schön. Das ästhetische Erleben des Koran. Beck, München 1999, ISBN 3-406-44954-9. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. Der Spiegel: Navid Kermani über seine Irak-Reise: "Was hier passiert, ist vergleichbar mit dem ersten Weltkrieg In: Spiegel Online 24. September 2014
  7. Lebenslauf auf der Website des Autors.
  8. Die Süddeutsche Zeitung über die Frankfurter Poetikvorlesungen 2010 (PDF; 26 kB).
  9. Universität Göttingen: [1]
  10. Wiesbadener Kurier: [2] 1. Februar 2014
  11. Dartmouth College: [3]
  12. Deutscher Bundestag: Rede von Dr. Navid Kermani zur Feierstunde „65 Jahre Grundgesetz“, 23. Mai 2014.
  13. Navid Kermani: Rede von Dr. Navid Kermani zur Feierstunde „65 Jahre Grundgesetz“. In: Website des Deutschen Bundestags. 23. Mai 2014, abgerufen am 24. Mai 2014.
  14. Lenz Jacobsen: Rede im Bundestag: Danke, Navid Kermani! In: Zeit Online. Die Zeit, 23. Mai 2014, abgerufen am 24. Mai 2014.
  15. Hubertus Volmer: Tränen im Bundestag: "Danke, Deutschland". In: n-tv.de. 23. Mai 2014, abgerufen am 24. Mai 2014.
  16. Gustav Seibt: "Frommer Aufklärer. Navid Kermani erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels", in: Süddeutsche Zeitung, 19. Juni 2015
  17. Sammlung von Rezensionsnotizen auf perlentaucher.de, abgerufen 26. Dezember 2012.
  18. Artikel auf der Website des Autors.
  19. Eintrag im Stückearchiv des Schauspiels Köln, abgerufen 26. Dezember 2012.
  20. Sammlung von Rezensionsnotizen bei perlentaucher.de.
  21. Wolfgang Seibel: Der Schrecken Gottes. Das Gemeinsame in monotheistischen Religionen. Ö1, 10. Dezember 2005, abgerufen am 26. Dezember 2012.
  22. Ausschnitte der Rede auf der Website des Autors, abgerufen 26. Dezember 2012.
  23. Marie Luise Knott: "Die Offenheit des Auges. Navid Kermani erhält den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken. Begründung der Jury", S. IV-V in: Festschrift zur Verleihung des Hannah-Arendt-Preises für politisches Denken 2011 an Navid Kermani (pdf), boell-bremen.de.
  24. Information über die Nominierung auf der Website des Hanser-Verlags.
  25. Artikel auf der Website der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft, abgerufen 27. Dezember 2012.
  26. Deutsche Welle: Joseph-Breitbach-Preis an Navid Kermani
  27. Review des Buchs im Journal of Islamistic Studies. Oxford Centre for Islamistic Studies, 22. Juni 2012, abgerufen am 26. Dezember 2012 (englisch).
  28. Buchrezensionen von Norbert Lammert auf dessen Website, abgerufen 27. Dezember 2012.
  29. Joachim Frank: „Der Nationalstaat richtet Unheil an“. Navid Kermani erhält am Sonntag den Kleist-Preis. Im Interview spricht er über Religion und Patriotismus. In: ksta.de. M. DuMont Schauberg, 12. November 2012, abgerufen am 27. Dezember 2012.
  30. Navid Kermani: Angriff auf Europa. Wer über das Grundrecht der Religionsfreiheit abstimmen lässt, greift nicht nur Minderheiten an, sondern europäische Werte. In: süddeutsche.de. Süddeutscher Verlag, 17. Mai 2010, abgerufen am 27. Dezember 2012.
  31. Navid Kermani: Triumph des Vulgärrationalismus. Vor kurzem hat der Schriftsteller Martin Mosebach einen Beitrag über eine etwaige Strafbarkeit der Blasphemie publiziert. Dieser ist in der veröffentlichten Meinung auf vollständige Ablehnung gestoßen. Was die Empörung über Martin Mosebach mit dem Verbot der Beschneidung zu tun hat. In: Süddeutsche.de. Süddeutscher Verlag, 2. August 2012, abgerufen am 27. Dezember 2012.
  32. Homepage Akademie der Künste der Welt Köln Chronik, abgerufen am 30. Dezember 2012.
  33. a b „Zärtlichkeit der Massen“. Interview mit Navid Kermani. Frankfurter Rundschau, 18. Februar 2011, S. 28–29. (Online-Version).
  34. Strategie der Eskalation. Der Nahe Osten und die Politik des Westens. Wallstein-Verlag, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-966-X. S. 88−89.
  35. Süddeutsche Zeitung: „Die Kölner Botschaft: Navid Kermani bei der Bürgeranhörung zum Moscheebau“. 4. Juni 2007 (PDF; 77 kB).
  36. Deutschlandradio Kultur: „Interreligiöser Kulturpreis vorerst gescheitert“. 14. Mai 2009.
  37. a b c Navid Kermani: Keine Mail von Dieter Beine. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. Mai 2009.
  38. Navid Kermani: Bildansichten: Warum hast du uns verlassen? In: Neue Zürcher Zeitung, 14. März 2009.
  39. a b c Lehmann: Kein Respekt vor dem Glauben. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Mai 2009.
  40. a b Peter Michalzik: Was Kardinal Lehmann an Koch schrieb. In: Frankfurter Rundschau, 15. Mai 2009. Der Brief ist allerdings bislang weder in Gänze veröffentlicht noch vom Verfasser offiziell hinsichtlich der Authentizität dieser Passagen bestätigt worden.
  41. Andreas Mertin: Kultur preisgegeben (PDF; 157 kB).
  42. Kermani bei einer Tagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Berlin gegenüber dem 3sat-Magazin Kulturzeit, vgl. z.B. [4].
  43. Für weitere Wortmeldungen zum Thema vgl. die Presseschau im Münsteraner Forum für Theologie und Kirche und die Dokumentation auf der Homepage des C. H. Beck Verlags.
  44. Ralf Euler, Stefan Toepfer: Koch entschuldigt sich bei Kermani. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. November 2009, abgerufen am 27. November 2009.
  45. The Christian Science Monitor: Priest bridges religious divide by funding Germany's biggest mosque (PDF; 157 kB).
  46. Navid Kermani, Triumph des Vulgärrationalismus, Süddeutsche Zeitung 2. August 2012 online.
  47. Beschneidungsdebatte: "Gauck warnt vor Vulgärrationalismus", Spiegel Online 2. Dezember 2012 [5].
  48. a b c Rede von Dr. Navid Kermani zur Feierstunde „65 Jahre Grundgesetz“, Textarchiv, Deutscher Bundestag, 2014.
  49. „Leiser Stolz auf eine solche Bundesrepublik“, Deutscher Bundestag – Mediathek, 23. Mai 2014.
  50. Kermani kritisiert Verstümmelung des Grundgesetzes. In: Zeit Online, 23. Mai 2014.
  51. a b Lenz Jacobsen: Rede im Bundestag – Danke, Navid Kermani!. In: Zeit Online, 23. Mai 2014.
  52. Harry Nutt: Auslese. Danke, Navid Kermani. Lob für die Rede des Schriftstellers im Bundestag. In: Frankfurter Rundschau (Online), 25. Mai 2014.
  53. Universität Tübingen ehrt Navid Kermani für "Rede des Jahres 2014", evangelisch.de, 18. Dezember 2014.
  54. Navid Kermani: „Stoppt den Islamischen Staat!“ Berliner Zeitung, 14. August 2014, abgerufen am 16. August 2014.
  55. http://schwarzkopf-stiftung.de/awards/schwarzkopf-europa-preis/
  56. Link-Sammlung zur Aberkennung des Hessischen Kulturpreises für Navid Kermani auf der Website der Stadt Münster abgerufen am 23. Juli 2014.
  57. Navid Kermani erhält Breitbach-Literaturpreis. In: Der Standard, 20. Mai 2014.
  58. http://www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de/445651/?mid=970671
  59. Philipp Schnee: Hinterfragen, was einem am nächsten steht. Sendung des DLF über sein Buch Vergesst Deutschland. Eine patriotische Rede. 1. Oktober 2012, aufgerufen am 23. Juli 2014.
  60. Besprechung von Navid Kermani: Gott, unsere Braut, in Der Spiegel, 35/2015, vom 22. August 2015, Seiten 126-128 (Video).