Nebraska

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Nebraska (Begriffsklärung) aufgeführt.
Nebraska
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Über dieses Bild
Liste der Bundesstaaten
Hauptstadt: Lincoln
Staatsmotto: Equality Before the Law (Gleichheit vor dem Gesetz)
Fläche: 200.520 km²
Einwohner: 1.826.341 (Zensus 2010) (9,1 E./km²)
Mitglied seit: 1. März 1867
Zeitzone: Central: UTC−6/−5
Mountain: UTC−7/−6
Höchster Punkt: 1.653 m (Panorama Point)
Durchsch. Höhe: 790 m
Tiefster Punkt: 256 m (Missouri River)
Gouverneur: Dave Heineman (R)
Post / Amt / ISO NE / / US-NE
Karte von Nebraska
Karte von Nebraska
Geographische Karte Nebraskas
Geographische Karte Nebraskas

Nebraska (engl. Aussprache Zum Anhören bitte klicken! [nɪˈbɹæskə] ) ist ein US-Bundesstaat des Mittleren Westens der Vereinigten Staaten. Der Name Nebraska stammt von einem indianischen Wort mit der Bedeutung „flaches Wasser“. Der Name rührt vom Platte River, der durch den Staat fließt. Ursprünglich Teil der „Great American Desert“, ist Nebraska jetzt einer der größten Produzenten landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Hiervon zeugt auch der Beiname Nebraskas: „Cornhusker State“ („Maisschäler-Staat“).

Die Bewohner von Nebraska haben mit moderner Landwirtschaft die Prärieebenen in ein Land voll Ranches und Farmen verwandelt. Die Geschichte Nebraskas ist daher mit der Landwirtschaft zutiefst verbunden.

Geographie[Bearbeiten]

Nebraskas Anrainerstaaten sind South Dakota im Norden; Iowa und Missouri im Osten, hinter dem Missouri River; Kansas im Süden; Colorado im Südwesten, und Wyoming im Westen. Die größte Stadt Nebraskas ist Omaha; die Hauptstadt Nebraskas ist Lincoln. Der Staat teilt sich in 93 Countys auf.

Nebraska liegt inmitten der Great Plains an den westlichen Ausläufern des Korngürtels und wird überwiegend zum Mittleren Westen gezählt. Einer der Slogans Nebraskas ist: „Wo der Westen anfängt“ (Where the West begins).

Eine Besonderheit ist, dass, egal in welche Richtung, mindestens drei Grenzen zu anderen Bundesstaaten bzw. die Staatsgrenze nach Kanada überquert werden müssen, um ans Meer zu gelangen.

Gliederung[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Kansas-Nebraska-Gesetz (Kansas-Nebraska Act) trat am 30. Mai 1854 in Kraft, mit der Folge, dass das Land zum Territorium der Vereinigten Staaten, und zwar zu den Bundesstaaten Nebraska und Kansas wurde.

In den 1860er Jahren kam die erste Welle von Siedlern durch den Homestead Act (Heimstättengesetz) nach Nebraska, um das von der Regierung zur Verfügung gestellte Land in Besitz zu nehmen. Nebraska wurde am 1. März 1867, kurz nach dem Sezessionskrieg, als 37. Bundesstaat in die Union aufgenommen.

Politik[Bearbeiten]

Nebraska ist der einzige Bundesstaat der Vereinigten Staaten mit einem Einkammersystem in der Gesetzgebung. Die Mitglieder dieses Parlamentes, der Nebraska Legislature, nennen sich „Senatoren“.

In seiner politischen Ausrichtung ist Nebraska typisch für die Staaten der Great Plains. Der überwiegend ländliche Teil des Staates ist zutiefst republikanisch-konservativ geprägt, während die Demokraten nur in den beiden einzigen Großstädten, Lincoln und Omaha, gelegentlich Erfolge erzielen können. Im US-Senat wird der Staat durch die Republikaner Mike Johanns und Deb Fischer vertreten. Nebraskas Delegation im Repräsentantenhaus des 113. Kongresses besteht aus den drei Republikanern Jeff Fortenberry, Lee Terry und Adrian M. Smith.

Die Vergabe der Wahlmännerstimmen Nebraskas bei Präsidentschaftswahlen unterscheidet sich durch das besondere Wahlrecht von der anderer Bundesstaaten. Nebraska vergibt zwei seiner insgesamt fünf Wahlmännerstimmen an den Sieger im Gesamt-Staat. Die drei restlichen Wahlmänner werden durch die „Popular Vote“ in den Kongresswahlkreisen Nebraskas bestimmt. Dies bedeutet, dass Nebraska nicht unbedingt einstimmig abstimmen muss – was allerdings bisher erst einmal, bei der Präsidentschaftswahl 2008,[1] eingetreten ist, als trotz republikanischem Gesamtsieg eine Wahlmännerstimme an die Demokraten ging. Der einzige andere Bundesstaat, der auch nach diesem Verfahren wählt, ist Maine.

Bevölkerungsdichte von Nebraska nach County

Gouverneure[Bearbeiten]

Kongress[Bearbeiten]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Census Einwohner ± in %
1860 28.841
1870 122.993 300 %
1880 452.402 300 %
1890 1.062.656 100 %
1900 1.066.300 0,3 %
1910 1.192.214 10 %
1920 1.296.372 9 %
1930 1.377.963 6 %
1940 1.315.834 -5 %
1950 1.325.510 0,7 %
1960 1.411.330 6 %
1970 1.483.493 5 %
1980 1.569.825 6 %
1990 1.578.385 0,5 %
2000 1.711.263 8 %
2010 1.826.341 7 %
Vor 1900[2]

1900–1990[3] 2000 + 2010[4]

Nebraska hat 1.826.341 Einwohner (Volkszählung 2010), davon sind 88,6 % Weiße, 4,1 % Schwarze und Afroamerikaner, 0,9 % Indianer, 1,7 % Asiaten, 7,4 % Hispanics.

Religionen[Bearbeiten]

Die mitgliederstärksten Religionsgemeinschaften waren im Jahre 2000 die Katholische Kirche mit 372.791, die Evangelical Lutheran Church in America mit 128.570, die Lutheran Church - Missouri Synod mit 117.419 und die United Methodist Church mit 117.277 Anhängern.[5]

Größte Städte[Bearbeiten]

Papillion Columbus (Nebraska) Norfolk (Nebraska) North Platte Hastings (Nebraska) Fremont (Nebraska) Kearney (Nebraska) Grand Island (Nebraska) Bellevue (Nebraska) Lincoln (Nebraska) Omaha

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Universitäten[Bearbeiten]

National Monuments[Bearbeiten]

In Nebraska liegen drei National Monuments der US-Bundesregierung:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nebraska-Colorado-Grenze

Das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (engl. per capita real GDP) betrug im Jahre 2006 USD 36.441 (nationale Durchschnitt der 50 US-Bundesstaaten: USD 37.714; nationaler Rangplatz: 21).[6]

Nebraska ist Produzent landwirtschaftlicher Erzeugnisse, insbesondere Mais, Weizen, Hirse, Sojabohnen und Zuckerrüben. Von Bedeutung ist die Schweine- und Rinderzucht. Nebraska besitzt auch Erdöl- und Erdgaslagerstätten.[7]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Obama wins electoral vote in Nebraska, Omaha World Herald
  2. U.S. Census Bureau _ Census of Population and Housing. Abgerufen am 28. Februar 2011
  3. Auszug aus Census.gov. Abgerufen am 28. Februar 2011
  4. Auszug aus census.gov (2000+2010) Abgerufen am 13. April 2012
  5. State Membership Report. The Association of Religion Data Archives. Retrieved July 29, 2008.
  6. U.S. Bureau of Economic Analysis: Regional Economic Accounts
  7. Meyers Großes Taschenlexikon, 6. Auflage 1998

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nebraska – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Nebraska – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

41.583333333333-99.583333333333Koordinaten: 42° N, 100° W