Necla Kelek

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Necla Kelek (2010)

Necla Kelek [ˈnɛdʒla ˈkɛlɛk] (* 31. Dezember 1957 in Istanbul, Türkei) ist eine deutsche Soziologin und Publizistin mit tscherkessischer Herkunft. Sie gilt als profilierte Islamkritikerin, versteht sich als Frauenrechtlerin und hat verschiedene deutsche Behörden über islamische Sitten und Bräuche beraten.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Necla Kelek wuchs mit zwei Brüdern und einer Schwester in Kadiköy auf, einem Viertel auf der asiatischen Seite von Istanbul. Zu dieser Zeit galt die von Kemal Atatürk eingeführte Trennung von Staat und Religion sowie die rechtliche Festlegung der Gleichstellung von Mann und Frau. Weder der Staat noch die Gesellschaft in Istanbul legte Wert auf eine religiöse islamische Lebensführung. Keleks Familie lebte fernab von religiösen Normen und Vorschriften.[1]

Ihre Familiengeschichte schildert Kelek in dem Buch Die fremde Braut. Ihre Familie, die in Istanbul einen westlich-säkularen Lebensstil pflegte, gehörte in der Türkei zur tscherkessischen Minderheit. Ihre Kindheit beschreibt sie als unbeschwert, in der Schule habe sie zu den Klassenbesten gehört. 1964 ging der Vater für ein Jahr nach Wien, um dort zu arbeiten. Nachdem er im Arbeitsleben in Deutschland Fuß gefasst hatte, holte er 1966 die Familie nach. Sie lebten in München. Dort wandten sich die Eltern dem Islam zu. Der Vater habe ihr ab dem dreizehnten Lebensjahr die Teilnahme am Schulsport zum Schutze ihrer Jungfräulichkeit und zur Wahrung der Familienehre verboten. Ihr gesamtes Freizeitverhalten sei stark eingeschränkt worden, der Kontakt zum anderen Geschlecht untersagt, während ihrem älteren Bruder alle Freiheiten gestattet worden seien. Ihre ältere Schwester habe sich den konservativen Ansichten ihrer Eltern gefügt und sei unfreiwillig in die Türkei verheiratet worden. Als Jugendliche habe Necla Kelek an „Hüzün“ (Melancholie, Trauer) gelitten und eine offene Verweigerung durch Anstrengungen in der Schule und Hochschule kompensiert. Es habe eine Entfremdung zu ihrem Vater stattgefunden, der die Familie und Deutschland schließlich verlassen hat.[2][3]

Seit 1994 besitzt Kelek die deutsche Staatsbürgerschaft. Sie lebt mit ihrem Lebenspartner und ihrem Sohn in Berlin.

Wissenschaftliche Laufbahn und Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kelek absolvierte zunächst eine Ausbildung als technische Zeichnerin. Auf dem zweiten Bildungsweg erlangte sie einen Diplomabschluss in Volkswirtschaft an der Uni Hamburg und wurde 2001 im Fach Soziologie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald mit einer Untersuchung über Islamische Religiosität und ihre Bedeutung in der Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern türkischer Herkunft promoviert.[4] Von 1999 bis 2004 war sie Lehrbeauftragte für Migrationssoziologie an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie in Hamburg. Sie arbeitete als freie Autorin für Zeitschriften, unter anderem Emma, und diverse Tageszeitungen und ist Gastautorin bei der Achse des Guten.[5]

Sie beriet die Hamburger Justizbehörde zu Fragen der Behandlung türkisch-muslimischer Gefangener und die baden-württembergische Landesregierung zum Thema türkische Sitten und Gebräuche sowie bei ihrer Gesetzesinitiative, Zwangsheirat als eigenständigen Straftatbestand zu formulieren, statt als besonders schweren Fall der Nötigung. Von 2005 bis 2009 war sie Mitglied der von der Bundesregierung berufenen jährlichen Islam-Konferenz. Bis 16. Mai 2007 gehörte sie dem Wissenschaftlichen Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung an.[4] Sie ist Mitglied im Senat der Deutschen Nationalstiftung.[6]

Buchveröffentlichungen und Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die fremde Braut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ihrem Sachbuch Die fremde Braut (2005) schilderte Kelek eigene Erfahrungen, recherchierte Lebensgeschichten türkischer Frauen und verglich diese mit Resultaten wissenschaftlicher Untersuchungen. Ihr Resümee war, dass türkische Tradition und islamische Religiosität ein Hindernis für Integration sein können. Ihrem Buch zufolge werden viele in Deutschland geborene Jugendliche in der Ablösungsphase von ihren Eltern mit einer Braut oder einem Bräutigam im Herkunftsort in der Türkei verheiratet und diese dann nach Deutschland geholt. So werde die Integration in Deutschland bewusst erschwert. Dies macht Kelek am Beispiel der „Import-Braut“ (türkisch: ithal gelin) fest, der aus der Türkei geholten, für eine arrangierte Ehe nach Deutschland migrierten Frau, die dort keinerlei Voraussetzung für eine Einbindung in die deutsche Gesellschaft besitze. Zur Beschreibung dieses Sachverhalts wertete sie Interviews mit betroffenen Frauen aus, die ihr ihre Lebensgeschichten erzählten.

Das Buch wurde zu einem Bestseller und im Allgemeinen auch von der Kritik gelobt. Die Emotionalität des Buches wurde von vielen Rezensenten als Stärke empfunden. Gleichzeitig monierte man jedoch pauschalisierende Urteile über die gesamte Bevölkerungsgruppe der türkischen Muslime. Laut Patrick Bahners kann die fehlende Differenzierung leicht den Eindruck „einer gefährlichen Masse im Bann eines archaischen Gruppendenkens“ suggerieren.[7] Ein Beispiel für eine Rezension, die Lob und Kritik in dieser Weise mischt, ist die von Alexandra Senfft in der FAZ vom 31. Mai 2005.[8]

Für Die fremde Braut erhielt Kelek den renommierten Geschwister-Scholl-Preis.[9] Die Laudatio hielt Heribert Prantl. Patrick Bahners zufolge habe Prantl Kelek „eine rhetorische Strategie der Übertreibung“ zugute gehalten. Sie habe sich zum Organ ihrer Mutter und aller türkischen Frauen gemacht, deren Schreie überhört worden waren. Um die Öffentlichkeit aufzurütteln, habe sie mit Verallgemeinerungen argumentiert. Prantl sah die Preiswürdigkeit des Buches in der Einheit von Leben und Werk: Sie habe mit dem Islam abgerechnet, wie sie ihn erlebt und erlitten hat.[10]

Die verlorenen Söhne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ihrer Publikation Die verlorenen Söhne (2006) thematisierte Kelek den Einfluss des Islam auf die Kleinfamilie. Das Buch basiert auf einem Forschungsprojekt Keleks zum Thema „Parallelgesellschaft“ an der Evangelischen Fachhochschule für Sozialpädagogik in Hamburg. Auch hier fügte Kelek biografische Details, Beobachtungen, Gespräche mit türkischen Rentnern und die nichtrepräsentativen Ergebnisse aus Interviews mit türkischen Inhaftierten zusammen.[11]

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kelek bekennt sich ausdrücklich nicht zum Islam als Religion und lehnt die Bezeichnung Muslima für sich ab. Sie sieht den Islam „als Kulturkreis“, zu dem sie gehöre, und sich selbst in erster Linie als deutsche Staatsbürgerin. Nicht der gegenwärtige, in seiner Ausprägung auf das 11. Jahrhundert zurückgehende, „rigide und reaktionäre“ Islam gehöre zu Deutschland, wohl aber die hier lebenden Muslime. Nur in Europa sei eine Entwicklung des Islam und ein historisierender Umgang mit dem Koran möglich.[12]

Keleks Hauptthema ist „die islamisch geprägte Parallelgesellschaft in Deutschland“. Sie lehnt eine Duldung einer nichtemanzipatorischen Erziehung von Mädchen, aber auch von Jungen, in traditionalistischen muslimischen Familien als „falsch verstandene Toleranz“ ab.

Kelek gibt häufig Interviews und nimmt politisch Stellung, oft in zugespitzter Form. So plädierte sie etwa in der taz vom 16. Januar 2006 für den umstrittenen Einbürgerungstest der baden-württembergischen Landesregierung, den sie als „Pascha-Test“ bezeichnete.[13] Zu der 2004 von Familienministerin Renate Schmidt vorgelegten Studie über Gewalt gegen Frauen in Deutschland äußerte sie: „Nach Untersuchungen des Bundesfamilienministeriums wird mindestens jede zweite türkische Frau auf die geschilderte Weise verheiratet. Es handelt sich also in jedem Jahr um mehrere tausend Fälle.“[14] Die Studie deckt Keleks zahlenmäßige Schätzung allerdings nicht.[15]

Kelek stellte sich hinter die Bedenken Ralph Giordanos gegen den Bau der Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld. Sie führte u. a. aus, dass in vielen Moscheen in Deutschland ein Islam praktiziert werde, der sich als ein Hindernis für die Integration erweise. Diese Moscheen seien Keimzellen einer Gegengesellschaft. Dort werde das Weltbild einer anderen Gesellschaft gelehrt und ein Leben im Sinne der Scharia praktiziert. Schon Kinder würden dort die Abgrenzung von der deutschen Gesellschaft lernen.[16]

Kelek erklärte 2010 in einem Interview, dass der Islam ein Menschenbild konstruiere, das den Menschen und insbesondere den Männern die Fähigkeit abspreche, ihre Sexualität und eine betonte Triebhaftigkeit zu kontrollieren, dieses Menschenbild sei Folge einer entsprechenden Erziehung.[17] Die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor warf Kelek vor, mit ihren zugespitzten Äußerungen zu dem Thema „den Boden einer seriösen, geschweige denn wissenschaftlich fundierten Islamkritik längst verlassen“ zu haben.[18]

In der Auseinandersetzung mit islamischen Fundamentalisten fordert Kelek einen „historisch-kritischen Umgang mit den überlieferten Schriften“, da andernfalls die „friedliebenden Muslime … den Fundamentalisten so lange argumentativ hilflos gegenüberstehen, solange sie nicht bereit sind, auch den Koran als historischen und zu hinterfragenden Text und den Zweifel als legitim zu betrachten“.[19]

Petition „Gerechtigkeit für die Muslime!“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurz vor der Herausgabe von Keleks familiensoziologischer Studie Mitte März 2006 veröffentlichte die Wochenzeitung Die Zeit am 2. Februar 2006 einen als Petition bezeichneten offenen Brief zur Integrationspolitik in Deutschland, der von 60 Wissenschaftlern aus dem sozialwissenschaftlichen Fachbereich im Allgemeinen und der Migrationsforschung im Besonderen unterschrieben worden war; Verfasser waren die Bremer Professorin für interkulturelle Bildung Yasemin Karakaşoğlu und der Kölner Psychologe und Journalist Mark Terkessidis.[20]

Kritik an Kelek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der offene Brief richtete sich unter anderem gegen die prominente Stellung Keleks im offiziellen politischen Diskurs und warf ihr vor, mittlerweile unwissenschaftlich zu arbeiten. Während Kelek in ihrer Dissertation noch seriös geforscht habe, verallgemeinere sie nun – entgegen ihren damaligen Forschungsergebnissen – in ihrem Buch und ihren Zeitungsbeiträgen Einzelfälle zu exemplarischen Gattungsmerkmalen der muslimischen Migranten. Man bestreite keineswegs die Existenz von Zwangsheiraten und „Ehrenmorden“, doch seien arrangierte Heiraten (die von Zwangsheiraten zu unterscheiden seien) unter anderem auch auf die Entstehung von Heiratsmärkten zwischen Herkunftsland und Migrationsziel zurückzuführen, die wiederum „Ergebnis der Abschottungspolitik Europas“ seien; sie seien also oft durch den Wunsch nach legaler Einwanderung motiviert. Dies könne nicht gesehen werden, wenn man – wie etwa Kelek – generell den Phänomenen ein Deutungsmuster der pauschalen Gegenüberstellung von „dem Islam“ und „der westlichen Zivilisation“ überstülpe.

Erwiderung Keleks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kelek erhielt in derselben Ausgabe der Zeitung die Möglichkeit zu einer Replik eingeräumt, die auch von der taz abgedruckt wurde. Sie ging auf die gegen sie gerichteten Vorwürfe nicht näher ein und warf ihrerseits den Unterzeichnern der Petition vor, unwissenschaftlich zu argumentieren. Ungeachtet der realen Zustände verträten diese die Illusion der geglückten Integration muslimischer Migranten. Trotz täglich dieser Ansicht widersprechender Ereignisse versuchten die Vertreter der akademischen Mehrheitsmeinung lieber die Überbringerin der schlechten Nachricht zu kritisieren als ihre eigenen Ansichten und ihr „ideologisches Konzept des Multikulturalismus“. Sie spitzte ihre Erwiderung zu, indem sie den „Kritiker[n] aus der gut ausgestatteten Welt der öffentlich finanzierten Migrationsforschung“ vorwarf, „seit 30 Jahren für das Scheitern der Integrationspolitik verantwortlich“ zu sein. Der wahre Zweck ihrer Einrede sei die „Angst um ihre Forschungsmittel“.[21]

Medienreaktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Tageszeitungen FAZ[22] und Die Welt[23] erschienen redaktionelle Artikel, die deutlich für Keleks Positionen Partei nahmen. Die taz räumte nacheinander einer scharfen Kritikerin von Kelek[24] und Kelek selbst Platz ein.[21] Danach kamen in der taz nur noch ablehnende Beiträge zu Wort. Auch in der Frankfurter Rundschau erschienen unterschiedliche Stellungnahmen, darunter ein Kelek in weiten Teilen unterstützender Gastbeitrag von Rahel Volz von Terre des Femmes[25] sowie ein Text von Mark Terkessidis, der als Mitautor der „Petition“ diese verteidigte.[26] Die NZZ vom 11. Februar 2006[27] äußerte sich eher kritisch gegen beide Seiten. Die FAZ vom 9. Februar 2006 bemängelte, dass in der „Petition von 60 Migrationsforschern“ nur ein Fünftel der Sozialwissenschaftler auf dem Gebiet der Migrationsforschung über Türken tätig gewesen war.[28]

Unterstützung erhielten Necla Kelek und Seyran Ates von Hartmut Krauss, einem Osnabrücker Redakteur und Initiator des Arbeitskreises Kritischer Marxistinnen und Marxisten, dessen „Gegenaufruf“ mit dem Titel „Gerechtigkeit für demokratische Islamkritikerinnen“ von 53 Personen (u. a. Journalisten, Wissenschaftlern, Ingenieuren, Autoren und Menschenrechtsaktivisten, letztere vorwiegend aus Irak und Iran) unterzeichnet wurde. Darin heißt es, Ehrenmorde, Zwangsheiraten und eine patriarchalische Grundorientierung seien ebenso wie antijüdische Verschwörungsideologien und mangelnder Respekt gegenüber einer säkular-demokratischen Gesellschaftsordnung „ernstzunehmende und nicht marginale Phänomene innerhalb der islamisch geprägten Kulturgemeinschaft“. Deshalb verbiete sich eine „undifferenzierte Generalamnestie für alle Muslime“. Kritisiert wird an der Haltung der „Migrationswissenschaftler“ vor allem, dass negative Erscheinungen bei Migranten immer aus dem „Rassismus der Aufnahmegesellschaft“ abgeleitet werden, das antiemanzipatorische Potenzial des Islam hingegen außer Acht bleibe. Solange dieses aber tabuisiert werde, sei es „um die Herausbildung eines angemessenen Integrationsdiskurses schlecht bestellt“.[29]

Alice Schwarzer nahm Necla Kelek in einem Artikel in der FAZ vom 11. Februar 2006, der in Emma nachgedruckt wurde,[30] gegen die Kritik in Schutz; sie habe mutig das Schweigen über ein gesellschaftliches Tabu gebrochen. Diese Stellungnahme verband Schwarzer mit heftiger persönlicher Kritik an den Autoren des offenen Briefs: Yasemin Karakaşoğlu sei „sehr, sehr eng mit der islamistischen Szene in Deutschland verbandelt“; Mark Terkessidis sei bloß ein Selbstdarsteller und habe „wenig mit dem Begreifen der Welt zu tun“.

Der Migrationsforscher Werner Schiffauer teilte die inhaltlichen Aussagen des offenen Briefes, hatte ihn aber nicht unterschrieben, weil seiner Meinung nach statt Kelek die deutsche Öffentlichkeit Adressat der Kritik sein sollte: „Nicht Necla Kelek sollte man angreifen, sondern die deutsche Öffentlichkeit, die nur auf so jemanden wie Kelek gewartet hat, der all das bestätigt, was sie schon immer über Muslime gedacht haben.“[23] Positiv rechnete er Kelek an, dass sie das bisher vernachlässigte Thema der Familienbeziehungen in Migrantenfamilien aufgeworfen habe.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher

  • 2012: Chaos der Kulturen: Die Debatte um Islam und Integration. Kiepenheuer & Witsch, Köln, ISBN 978-3-462-04428-7[37]
  • 2010: Himmelsreise. Mein Streit mit den Wächtern des Islam. Kiepenheuer & Witsch, Köln, ISBN 978-3-462-04197-2
  • 2008: Bittersüße Heimat. Bericht aus dem Inneren der Türkei. Kiepenheuer & Witsch, Köln, ISBN 978-3-462-04042-5
  • 2006: Die verlorenen Söhne. Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes. Kiepenheuer & Witsch, Köln, ISBN 3-462-03686-6[38]
  • 2005: Die fremde Braut. Ein Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland. Kiepenheuer & Witsch, Köln, ISBN 3-462-03469-3[39][40][41]
  • 2002: Islam im Alltag. Islamische Religiosität und ihre Bedeutung in der Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern türkischer Herkunft. Waxmann, Münster, ISBN 3-8309-1169-6 (zugleich Dissertation an der Universität Hamburg 2001)

Buchbeiträge

  • 2011: The Freedom that I Mean... or The Heart – or Wurst – of the Matter. In: Robertson-von Trotha, Caroline Y. (Hrsg.): Europe: Insights from the Outside (= Kulturwissenschaft interdisziplinär/Interdisciplinary Studies on Culture and Society, Bd. 5). Nomos Verlag, Baden-Baden, ISBN 978-3-8329-5583-0
  • 2010: Über die Freiheit im Islam (= Vontobel-Schriftenreihe. Nr. 1950). Zürich[42]
  • 2007: Türkische Karriere. Allein unter Männern. In Anatolien. In: Ulrike Ackermann (Hrsg.): Welche Freiheit. Plädoyers für eine offene Gesellschaft. Matthes & Seitz, Berlin, ISBN 978-3-88221-885-5[43]
  • 2007: Die Stereotype des Mr. Buruma. In: Thierry Chervel, Anja Seeliger (Hrsg.): Islam in Europa. Eine internationale Debatte. Suhrkamp, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-518-12531-1, S. 110–116 (edition suhrkamp 2531, Dokumentation einer Debatte, die zuvor im selben Jahr in den Internetplattformen Perlentaucher und Signandsight geführt wurde)

Artikel

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2008: Falsche Toleranz? – Herrischer Islam, weicher Westen. SF 1, „Sternstunde Philosophie“: Fernsehdiskussion mit Necla Kelek, Laufzeit: 1 h, Erstausstrahlung: 8. April 2008[44]
  • 2006: Islam – zwischen Fundamentalismus und Reform. SWR, „Literatur im Foyer“ von Thea Dorn, Fernsehdiskussion mit Necla Kelek, Nahed Selim und Ralph Ghadban, 58 min, Erstausstrahlung: 7. April 2006
  • 2005: Verschleierte Unterdrückung? Die Frauen und der Islam. SWR, Fernsehdiskussion mit Necla Kelek und Seyran Ateş, 44 min, Erstausstrahlung: 8. März 2005[45]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sanna Plieschnegger: Islamkritik aus den eigenen Reihen. Hamed Abdel-Samad und Necla Kelek im Vergleich. Tectum Wissenschaftsverlag, Marburg 2013, ISBN 978-3-8288-3212-1 (das Buch basiert auf der Diplomarbeit im Fach Religionswissenschaft, Universität Wien 2012, Volltext zum Download, Universitätsbibliothek Wien)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Necla Kelek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sanna Plieschnegger: Islamkritik aus den eigenen Reihen, s. Literatur S. 33
  2. Necla Kelek: Integration: Freiheit, die ich meine. In: FAZ vom 15. Dezember 2007. Online.
  3. Sanna Plieschnegger: Islamkritik aus den eigenen Reihen, s. Literatur S. 41/42
  4. a b Sanna Plieschnegger: Islamkritik aus den eigenen Reihen, s. Literatur S. 44
  5. Beiträge von Nekla Kelec bei der Achse des Guten.
  6. Deutsche Nationalstiftung, Gremien
  7. Patrick Bahners: Die Panikmacher. Die deutsche Angst vor dem Islam. dtv, München 2012, ISBN 978-3-423-34721-1, S. 148.
  8. Alexandra Senfft: Abrechnung mit dem Islam, Necla Keleks Aufschrei: Muslimische Frauen in Deutschland. In: FAZ, 31. Mai 2005
  9. Geschwister-Scholl-Preis an türkeikritische Schriftstellerin. In: Münchner Merkur, 29. September 2005
  10. Patrick Bahners: Die Panikmacher, S. 152/153, S. 155
  11. Rezensionsnotizen bei Perlentaucher
  12. Peter Voß fragt Necla KelekHat Thilo Sarrazin recht? 3sat, 18. Oktober 2010, 22.25 Uhr, Teil 1/3, Teil 2/3, Teil 3/3 auf YouTube, Teil 1 ab Minute 0.
  13. Der Pascha-Test. In: taz, 16. Januar 2006, Plädoyer von Kelek für den umstrittenen „Gesprächsleitfaden“ des baden-württembergischen Innenministeriums für Einbürgerungswillige
  14. Necla Kelek: Eure Toleranz bringt uns in Gefahr. In: Die Welt, 26. Februar 2005, „Beispiel Zwangsehen: Warum rot-grüne „Islamversteher“ die Lage der moslemischen Frauen nur verschlechtern.“
  15. Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland. Eine repräsentative Untersuchung zu Gewalt gegen Frauen in Deutschland. (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive) (PDF; lange Ladezeit, 1111 S.) Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2004, hier: S. 130f. Die Studie ergibt Hinweise darauf, dass ca. 10 % der türkischen Migrantinnen in unfreiwillig eingegangenen Ehen leben, warnt aber aufgrund der geringen Fallzahl vor einer Verallgemeinerung des Ergebnisses.
  16. Kölner Moscheenstreit – Das Minarett ist ein Herrschaftssymbol. In: FAZ, 5. Juni 2007
  17. zit. n. Martin Möllers, Robert van Ooyen (Hrsg.): Migration, Integration und europäische Grenzpolitik. Frankfurt a.M. 2011, S. 271
  18. Frei-mutig-muslimisch. In: Welt am Sonntag, 14. November 2010
  19. Necla Kelek: Eine Religion der Beliebigkeit, Neue Zürcher Zeitung, 20. September 2014, S. 24, online auf nzz.ch
  20. Gerechtigkeit für die Muslime! In: Die Zeit, Nr. 6/2006. Die deutsche Integrationspolitik stützt sich auf Vorurteile. So hat sie keine Zukunft. Petition von 60 Migrationsforschern.
  21. a b Entgegnung. zeit.de, 2. Februar 2006, Keleks Replik der Petition, übernommen von der taz, 3. Februar 2006; nochmals: Sie haben das Leid anderer zugelassen! In: Die Zeit, Nr. 7/2006.
  22. Regina Mönch: Falsche Freiheit. faz.net, 3. Februar 2006
    Regina Mönch: Die wahre Empirie. faz.net, 8. Februar 2006
  23. a b Mariam Lau: Gefährliche Gutmenschen. Mit ihrer Kampagne gegen Necla Kelek wollen Migrationsforscher eine notwendige Debatte verhindern. In: Die Welt, 8. Februar 2006
  24. Dilek Zaptcioglu: Wir und ihr. Die Debatte um Zwangsehen und Ehrenmorde hat einen rassistischen Unterton erhalten – dank Necla Kelek und anderen Stimmen, die daran das „Wesen des Islam“ festmachen. In: taz, 4. Februar 2006
  25. Vorbild für junge Migrantinnen – Rahel Volz/TDF verteidigt die Soziologin Necla Kelek. In: Frankfurter Rundschau, 14. Februar 2006, bei frauenrechte.de
  26. Mark Terkessidis. In: Frankfurter Rundschau, Februar 2006
  27. Joachim Güntner: Scheinriesen als Migrantenschreck. Deutschland diskutiert über Sprachverbote auf Schulhöfen, Pascha-Tests und Islamophobie. In: Neue Zürcher Zeitung, 11. Februar 2006
  28. Einzeltag Archiv islamfaz.de, 9. Februar 2006, „Zwangsheiratsschwindler“
  29. Die Kelek-Kontroverse: „Mehr Gerechtigkeit für Muslime?“ (Memento vom 15. Juli 2010 im Internet Archive), Giordano-Bruno-Stiftung
  30. Offene Antwort. In: EMMA, März/April 2006, Wiederabdruck des Artikels von Schwarzer in der FAZ, Samstag, 11. Februar 2006, S. 40: „Ihrem Mut verdanken wir alles. Ayaan Hirsi Ali, Necla Kelek und Seyran Ateş riskieren ihr Leben.“
  31. Heribert Prantl: Laudatio
  32. Webseite der Mercator-Professur
  33. [1]
  34. freiheit.org
  35. Necla Kelek erhält Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung. Telepolis
  36. Freiheitspreis an Necla Kelek „Aus Muslimen müssen freie Bürger werden“. In: FAZ, 9. November 2010, abgerufen am 23. August 2011
  37. Lothar Schröder: Die Reform des Islam kommt. In: RP Online (Interview).
  38. Necla Kelek: Heimat, ja bitte! In: Die Zeit, 9. März 2006.
  39. Rupert Neudeck: Necla Kelek: „Die fremde Braut“ In: Deutschlandradio, 6. März 2005.
  40. Otto Schily: Alarmierender Einblick. In: Der Spiegel 4/2005, 24. Januar 2005.
  41. Ismail Küpeli: Schwülstige Geschichten über „Importbräute“: In der Integrationsdebatte werden Frauenrechte funktionalisiert. In: kuepeli.blogsport.de (PDF; 92 kB).
  42. Necla Kelek: Über die Freiheit im Islam. In: frei-denken.ch, 3. September 2010.
  43. Necla Kelek: Allein untern Männern. In Anatolien. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. Mai 2007.
  44. Falsche Toleranz? – Herrischer Islam, weicher Westen – Necla Kelek klagt an. Programmhinweis auf SF1, Necla Kelek klagt an, Videolink
  45. Verschleierte Unterdrückung? Die Frauen und der Islam. Programmhinweis