Neder-Betuwe

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Gemeinde Neder-Betuwe
Flagge der Gemeinde Neder-Betuwe
Flagge
Wappen der Gemeinde Neder-Betuwe
Wappen
Provinz  Gelderland
Bürgermeister Jan Kottelenberg (CDA)
Sitz der Gemeinde Opheusden
Fläche
 – Land
 – Wasser
67,46 km2
59,99 km2
7,47 km2
CBS-Code 1740
Einwohner 25.033 (1. Jan. 2022[1])
Bevölkerungsdichte 371 Einwohner/km2
Koordinaten 51° 56′ N, 5° 38′ OKoordinaten: 51° 56′ N, 5° 38′ O
Bedeutender Verkehrsweg A15 E31 N233 N320 N323
Vorwahl 0344, 0488
Postleitzahlen 4033, 4041, 4043, 4051, 4053–4054, 6669
LocatieNeder-Betuwe.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte

Neder-Betuwe ( anhören?/i) ist eine Gemeinde der niederländischen Provinz Gelderland. Sie hat eine Gesamtfläche von 67,46 km² und zählte am 1. Januar 2022 nach Angaben des CBS 25.033 Einwohner.

Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde liegen folgende Dörfer mit mehr als 1000 Einwohnern (Reihenfolge: abnehmende Größe):

  • Opheusden (wo sich die Gemeindeverwaltung befindet, und von wo man Radtouren über die Flussdeiche machen kann)
  • Kesteren
  • Dodewaard
  • Ochten
  • Echteld (mit einer Kirche aus dem 14. Jahrhundert)
  • IJzendoorn

Dazu noch einige kleine Ortschaften.

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde bildet den westlichen Teil der Betuwe, jener Landschaft zwischen Rhein und Waal, die ihren Namen den Batavern verdankt. Nördlich der Gemeinde, jenseits des Rheins, liegen Rhenen und Wageningen.

Durch die Gemeinde verlaufen die Eisenbahn TielNijmegen (mit Kleinbahnhöfen in Kesteren, Dodewaard und Opheusden) und die Autobahn A15 Rotterdam–Tiel–Arnhem/Nijmegen.

Im Dorf Dodewaard steht das 1997 abgeschaltete Kernkraftwerk Dodewaard. Des Weiteren gibt es mehrere kleine Industrie- und Handelsbetriebe (darunter ein Schlachthaus), und vor allem in Opheusden viele Baumschulen, viel Obstbau (Äpfel, Birnen und Kirschen) und Landwirtschaft.

IJzendoorn hat einen Ausweichhafen für die Flussschifffahrt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet war schon in der Jungsteinzeit bewohnt von Trägern der Vlaardingen-Kultur. Später gab es Siedlungen der Römer und der mit ihnen verbündeten Batavern.

  • Zur römischen Vergangenheit des Ortes siehe auch den Hauptartikel Carvo.

Vom 3. bis zum 10. Jahrhundert war das Gebiet unbewohnt. Danach siedelten sich wieder Menschen an, im 14. Jahrhundert ermöglichte die bessere Eindeichung der Flüsse eine deutliche Bevölkerungszunahme.

Die Reformation ging in der Betuwe – nach niederländischen Begriffen – ziemlich träge vor sich hin. Erst um 1620 schloss das letzte Kloster seine Pforten. Das Dorf Opheusden gilt bis heute als streng calvinistisch.

Im Holländischen Krieg besetzten französische Truppen die Betuwe, was verheerende Folgen hatte. Das 18. Jahrhundert brachte zunächst eine Verbesserung durch den Anbau von Tabak und bessere Landwirtschaftsmethoden. Doch dann folgte eine Zeit wiederkehrender Flussüberschwemmungen, die viele Bewohner um ihre Habseligkeiten oder sogar um das Leben brachten.

Zwischen 1870 und 1920 gab es Arbeit in Steinfabriken; als diese jedoch in Konkurs gingen und nachdem durch die zunehmende Wasserverschmutzung im Rhein die Fischerei kaum noch lohnte, suchten die Männer der Neder-Betuwe Arbeit im Ausland, unter anderem im Ruhrgebiet.

Der Zweite Weltkrieg brachte viel Leid und Verwüstungen, vor allem ab September 1944, als die Betuwe ein zum Teil unter Wasser gesetztes Niemandsland zwischen den kämpfenden Parteien war. Nach der Befreiung von der deutschen Besatzung wurden die Dörfer, unter anderem dank der Marshall-Hilfe, wieder aufgebaut. Dass die Flüsse immer noch eine Gefahr für die Menschen der Betuwe sind, zeigte sich, als 1995 der Deich bei Ochten zu brechen drohte, und alle Orte vorübergehend evakuiert werden mussten. Eine Stärkung der Deiche wurde danach mit Vorrang durchgeführt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl am 16. März 2022[2]
Wahlbeteiligung: 62,66 %
 %
50
40
30
20
10
0
41,78
13,68
10,86
10,82
8,73
8,21
5,92
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2018
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
+4,37
−3,63
−3,65
−2,01
−1,27
+8,21
−2,02
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c Gemeentebelangen
f Vóór Neder-Betuwe

Der Gemeinderat wird seit der Gemeindegründung folgendermaßen gebildet:

Partei Sitze[2]
2001 2006 2010 2014 2018 2022
SGP 6 6 7 8 8 9
PvdA 6 6 5 4 3 3
Gemeentebelangen 2 2 2 2 3 2
CDA 2 2 2 3 2 2
VVD 2 2 2 1 2 1
Vóór Neder-Betuwe 1
ChristenUnie 1 1 1 1 1 1
D66 0 0
Gesamt 19 19 19 19 19 19

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 7. April 2017 ist Jan Kottelenberg (CDA) amtierender Bürgermeister der Gemeinde.[3] Zu seinem Kollegium zählen die Beigeordneten Hans Keuken (SGP), Nees van Wolfswinkel (SGP), Herma van Dijkhuizen (CDA), Stefan van Someren (VVD) sowie der Gemeindesekretär Gerrit Stam.[4]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arie van Lent (* 31. August 1970), Fußballspieler und Fußballtrainer, in Opheusden geboren

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Neder-Betuwe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 28. Februar 2022 (niederländisch).
  2. a b Ergebnisse der Kommunalwahlen: 1982–2002 2006 2010 2014 2018 2022, abgerufen am 15. Mai 2022 (niederländisch)
  3. Jan Kottelenberg nieuwe burgemeester van Neder-Betuwe. In: Omroep Gelderland. 26. Januar 2017, abgerufen am 16. Juli 2018 (niederländisch).
  4. Gemeente Neder-Betuwe (Gelderland) Overheid in Gelderland, abgerufen am 16. Juli 2018 (niederländisch)