Negenborn (Einbeck)

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Negenborn
Stadt Einbeck
Wappen von Negenborn
Koordinaten: 51° 49′ 44″ N, 9° 55′ 27″ O
Höhe: 184 m
Einwohner: 134 (1. Jan. 2017)[1]
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 37574
Vorwahl: 05561
Negenborn (Niedersachsen)
Negenborn

Lage von Negenborn in Niedersachsen

Negenborn ist ein Dorf im östlichen Stadtgebiet Einbecks. Es liegt am Südostrand des Hubewaldes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ortswappen zeigt einen Brunnen, weil früher die meisten Häuser zentral an einem Brunnen, (Ostfälisch „Born“, vergleiche auch „Maekensborre“[2]) standen.[3]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte in den Corveyer Traditionen zwischen 890 und 900.

Die Kirche St. Laurentius, deren älteste Teile wahrscheinlich noch aus dem 14. Jahrhundert stammen, gehörte einst zum Alexandristift und bekam 1883 aufgrund von Einsturzgefahr einen neuen Turm.[4] Urkundlich als erster Geistlicher wird im Jahre 1386 Florinus de Hupeden als Plebanus in Negenborn ernannt.[5] Wann genau die Kirche gestiftet wurde, ist unbekannt. Johannes Letzner erwähnt ein adliges Junkergeschlecht, das unweit des Dorfes auf einem Bergfried gewohnt haben, und als Stifter der Kirche in honorem St. Laurentii in Betracht kommen.[6] Als diese verstarben, fiel der Ort als ein losgelöstes Lehen an das Amtshaus Salzderhelden. 1494 trägt die Kirche Negenborns die Bezeichnung einer Pfarrkirche.

Auf dem nördlich des Dorfes gelegenen, 325 m hohen Burgberg befinden sich die Überreste eines eisenzeitlichen Ringwalls, bei dem es sich um die einzige vorgeschichtliche Befestigungsanlage des Einbecker Raumes handelt. Die dort ausgeführten Grabungen erbrachten zahlreiche Funde aus verschiedenen Epochen.[5]

Negenborn wurde am 1. März 1974 in die Stadt Einbeck eingegliedert.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Negenborn bildet mit Volksen einen gemeinsamen Ortsrat.

Ortsbürgermeister ist Matthias Cohrs (WG).[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. einbeck.de (PDF) Abgerufen am 8. Mai 2017.
  2. Georg Schambach: Wörterbuch der niederdeutschen Mundart, 1858, S. 30, 129
  3. Wappen
  4. Geschichte
  5. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 207.
  6. Johannes Letzner: Dasselische und Einbeckische Chronica. Erfurt 1596, S. 490.
  7. Ortsrat Negenborn/Volksen (PDF)