Negernbötel

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Negernbötel
Negernbötel
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Negernbötel hervorgehoben

Koordinaten: 53° 59′ N, 10° 15′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Segeberg
Amt: Trave-Land
Höhe: 41 m ü. NHN
Fläche: 16,97 km2
Einwohner: 966 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km2
Postleitzahl: 23795
Vorwahlen: 04328, 04551
Kfz-Kennzeichen: SE
Gemeindeschlüssel: 01 0 60 059
Adresse der Amtsverwaltung: Waldemar-von-Mohl-Straße 10
23795 Bad Segeberg
Website: www.negernboetel.de
Bürgermeister: Marco Timme
Lage der Gemeinde Negernbötel im Kreis Segeberg
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Negernbötel ist eine Gemeinde im Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein. Im Gemeindegebiet, das in seiner heutigen Form seit 1974 besteht, liegt auch die ehemalige Nachbargemeinde Hamdorf. Zu Negernbötel gehören auch die Ortsteile Heidkaten, Stüff, Kiebitzholm, Bredensegen und Gut Maleksberg.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Negernbötel liegt etwa sieben Kilometer nordwestlich von Bad Segeberg in ländlicher Umgebung. Die Bundesstraße 205 und die Bundesautobahn 21 von Bad Segeberg nach Bad Oldesloe durchqueren das Gemeindegebiet, südlich verläuft die Bundesstraße 206 von Bad Segeberg nach Lübeck. Der Flugplatz Wahlstedt schließt direkt an die Ortsgrenzen an, gehört aber zum gleichnamigen Nachbardorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langbettgräber und andere archäologische Funde belegen eine steinzeitliche Besiedlung des Gemeindegebiets.

Das Dorf wurde gegen Ende des 12. Jahrhunderts, schriftlich wohl erstmals 1306 erwähnt, als eine weitere Siedlung (Plattdeutsch: „Botele“) am Kloster Segeberg entstand.

Bis 1600 war die Gegend um Negernbötel durch die Faule Trave sehr feucht, danach wurden weite Flächen trockengelegt.

Entstehung des Namens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Namensteil Botele oder Bötel stammt vermutlich aus dem Plattdeutschen und bedeutet Wohnstätte oder Siedlung. Als 1306 ein weiteres Dorf mit diesem Namen (das heutige Fehrenbötel) zum Kloster Segeberg kam, wurde es nötig, beide namentlich zu unterscheiden. So bedeutet Negernbötel „nähere Siedlung“, im Gegensatz zur „fernen Siedlung“ Fehrenbötel.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1974 wurde die Nachbargemeinde Hamdorf eingegliedert.[3]

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber eine eingeschweifte blaue Spitze, beidseits begleitet von einem roten Bauernhaus (Frontalansicht) mit goldenem Tor, goldenen Stalltüren und goldenem Giebelbrett.“[4] Die beiden Bauernhäuser auf Wappen und Flagge stellen die zwei Ortsteile Hamdorf und Negernbötel dar, diese sollen das Zusammenwachsen der beiden Ortsteile symbolisieren.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Negernbötel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2020 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hanswilhelm Haefs: Ortsnamen und Ortsgeschichten in Schleswig-Holstein. Haefs, 2004. S. 101, 171.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 186.
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  5. Wappen und Flagge. In: amt-trave-land.de. Abgerufen am 28. Mai 2021.