Negreni (Cluj)

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Negreni
Körösfeketetó
Negreni (Cluj) führt kein Wappen
Negreni (Cluj) (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Cluj
Koordinaten: 46° 57′ N, 22° 45′ OKoordinaten: 46° 57′ 18″ N, 22° 45′ 22″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 65,62 km²
Einwohner: 2.321 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km²
Postleitzahl: 407440
Telefonvorwahl: (+40) 02 64
Kfz-Kennzeichen: CJ
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Negreni, Bucea, Prelucele
Bürgermeister: Dorin Constantin Manea (PNL)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 63
loc. Negreni, jud. Cluj, RO–407440
Website:
Sonstiges
Stadtfest: 2. Sonntag im Juni „Târgul Coaselor“; 1. Sonntag im Oktober „Târgul de toamnă de la Negreni“

Negreni [neˈgrenʲ] (veraltet Fechetău; ungarisch Körösfeketetó) ist eine Gemeinde im Kreis Cluj, in Siebenbürgen, Rumänien.

Der Ort Negreni ist auch unter der ungarischen Bezeichnung Feketetó bekannt.[2]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Negreni im Kreis Cluj

Die Gemeinde Negreni liegt in den Nordostausläufern des Vlădeasa-Gebirges (Munții Vlădeasa), ein Gebirgszug des Apuseni-Gebirges (Munții Apuseni) im Norden des Motzenlandes im Westen des Kreises Cluj. Am Oberlauf des Crișul Repede (Schnelle Kreisch), der Bahnstrecke Oradea–Cluj-Napoca und der Nationalstraße 1 – Teilstrecke der Europastraße 60 – befindet sich der Ort Negreni etwa 30 Kilometer nordwestlich von der Kleinstadt Huedin und etwa 80 Kilometer nordwestlich von der Kreishauptstadt Cluj-Napoca (Klausenburg).

Die Gemeinde besteht aus insgesamt 30 Weiler. Von denen gehören 24 zum Gemeindezentrum Negreni und sechs zum eingemeindeten Dorf Bucea (ungarisch Királyhágó).[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Holzkirche in Bucea

Der Ort Negreni wurde erstmals Ende des 13. Jahrhunderts in Schenkungen Stephan III. urkundlich erwähnt.[3] Auf eine Besiedlung der Region seit der Römerzeit, deutet ein Erdwall, von den Einheimischen Cetatea Turcilor genannt, nördlich von Negreni gegenüber dem Bahnhof. Eine Festungsanlage wurde nach Angaben von Flóris Rómer auf dem Areal von den Einheimischen Cetaea Prilogului genannt, gefunden, dessen historische Zuordnung noch nicht bekannt ist.[4]

Im Königreich Ungarn lag das heutige Gemeindezentrum im Stuhlbezirks Élesd (heute Aleșd) in der Gespanschaft Bihar. Anschließend gehörte die Gemeinde dem historischen Kreis Cluj und ab 1950 dem heutigen Kreis Cluj an. Bis Juli 2002 gehörten die drei Dörfer administrativ der Nachbargemeinde Ciucea an.[5]

Das Gemeindefest „Târgul Coaselor“ (Der Sensen-Markt) soll den Beginn der Mähzeit ankündigen und der bekannte Herbstmarkt der Motzen „Târgul de toamnă de la Negreni“ findet jeweils am ersten Sonntag im Oktober statt.[6]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1880 2.238 1.585 61 - 103
1941 3.532 3.066 202 2 169
1977 3.105 3.040 33 2 30
2002 2.681 2.661 17 - 3
2011 2.321 2.195 11 - 115

Seit 1880 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Negreni die höchste Einwohnerzahl 1941 und gleichzeitig die der Rumänen und der Magyaren registriert. Die höchste Einwohnerzahl der Roma (54) wurde 2011 und die der Rumäniendeutsche (4) 1900. Des Weiteren wurden bei fast jeder Volkszählung auch Slowaken registriert, die höchste Anzahl 169 waren es 1930.[7]

Die Hauptbeschäftigung der Bevölkerung sind die Landwirtschaft und Holzverarbeitung.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auf dem Areal des Gemeindezentrums eine ehemalige rechteckige Römerburg, 46 Meter lang und 44,5 Meter breit,[3] heute ein Erdwall und von den Einheimischen Cetatea Turcilor genannt, steht unter Denkmalschutz.[8]
  • Im eingemeindeten Dorf Bucea die Holzkirche Adormirea Maicii Domnului, 1791 errichtet, steht unter Denkmalschutz.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Negreni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Arcanum Kézikönyvtár: Historisch-administratives Ortsnamenbuch von Siebenbürgen, Banat und Partium. Abgerufen am 5. Dezember 2017 (ungarisch).
  3. a b c Parohia Ortodoxa Bucea: Istoria locurilor. parohiabucea.ro, abgerufen am 15. Dezember 2017 (rumänisch).
  4. Institute Of Archaeology: Negreni. cimec.ro, abgerufen am 15. Dezember 2017 (rumänisch).
  5. Website der Gemeinde Negreni: Istoricul localității. Abgerufen am 15. Dezember 2017 (rumänisch).
  6. Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  7. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch)
  8. a b Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch)